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- Gartenbau und tzausWssen.
Nr. 24. x) Zj. Zahrgang. o< o o Grabbeigabe zum DomfaUusÄoLen. o □ Zulda, den 27. November 1921
rkiirzschlutz.
1. Was ist Kurzschluß,
An einer elektrischen Starkstromaniage unterscheiden wir zwei wesentlich verschiedene Teile, die Stromoer- brauchrr, als da sind Lampen, Motoren, Bügeleisen, Kochaparate usw., und die Leitungen, die den Stromverbrauchern den Strom zusühren und chn dann zur Zentrale zurückleilen.
Die Seitungen (Hin- und Rückleitung) sind von einer Isolierhüll« umgeben, damit der Strom erst dann zur Zentrale zurückkehren kann, wenn er die Lampen usw. durchflossen und dort seinen Zweck erfüllt, al|o Lwst, Wärme oder Bewegung erzeugt hat. Kann aber der Strom infolge mangelhafter Isolierung der Leitungen auf die Wcklertung übergehen, ohne den Stromverbraucher durchflossen zu haben, dann ist der Stromkreis kurz geschloffen, es entsteht Kurzschluß.
2. Welches sind die Folgen des Kurzschlusses.
Die Elektriziiätswurke senden den Strom mit einer bestimmten Spannung, einem bestimmten Druck in das
Leitungsnetz, der so bemessen ist, daß d^r geringe Wi
derstanö der Leitungen und der große Widerstand der kalten Zeit, soll man die Pferdebesitzer darauf aufmerk- Stromverbraucher übrntDunben wird und bk Stromver- sam machen, wie gefährlich dir schwarze Harnwinde
Stromverbraucher übmwunden wird und die Stromver
braucher gerade noch den benötigten Strom erhalten. Die Siromstärke ist nämlich von dem Gesamtwider- fiande des Stromkreises abhängig und um so größer, je geringer der Widerstand ist. Nun hat aber der Strom die Eigenschaft, daß er die von ihm durchflossenen Leiter erwärmt. Beim gewöhnlichen Betriebsstrom ist diese Erwärmung kaum merkbar, sie nimmt aber mit her Stromstärke außerordentlich schnell zu. Steigt z. B. die Stromstärke aus das Doppelte, so steigt die Erwärmung auf das Vierfache, steigt die Stromstärke auf das Zehnfache, dann steigt die ErwärM-ung auf das Hundertfache. Wird nun der Stromkreis kurz ge» schloffen, fällt also der große Widerstand der Strom- verbraucher aus, dann schwillt der Strom zu einer außerordentlichen Stärk« an und es tritt eine so gewaltige Erwärmung ein, daß die Leitungen glühend werden und schließlich schmelzen.
3. Kann der kurzschiußgesahr vorgebeugi werden und wodurch?
Elektrische Anlagen, die von sachverständiger Hand nach den Vorschriften bes Verbandes Deutscher Elektrotechniker herg.stell? und unterhalten werden, bieten einen hohen Grad von Sicherheit. Allerdings können auch in solchen Anlagen Kurzschlüsse auftreten, z. B. durch zufällige mechanische Beschädigung der Isolierung, ^.m dringen von Feuchtigkeit in die Isolierrohre usw. Aber vorschriftsmäßige Anlagen sind mit Apparaten versehen, weicht die Kurzschlußgefahr im Keime ersticken. Diese Apparate nennen wir Sicherungen. Der Hauptteil der Sicherung ist die Sicherungspatrone. Sie enthält einen sehr dünnen, leicht schmelzbaren Metallfaden, der vom Betriebsstrom durchflossen wird und durchschmilzt, sobald her Strom eine gefahrdrohende Stärke annimmt. Dadurch wird de rStromkreis stromlos und die GAabr ist beseitigt.
4. Worauf haben die Besitzer elektrischer Anlagen besonders zu achten?
Diese Frage ist nach been Gesagten unschwer zu .^antworten. Sie müssen mit äußerster Sorgfalt dar- ubei wachen, daß an den Sicherungen keine Aenderungen Dorgenommen werden. Schmilzt die Sicherung
^^ neu eingesetzt« Sicherung dasselbe , b" Anlage etwas nicht in Ordnung unb E-Ahr im Anzug«. Aber anstatt nun den Fehler aufzusuchen und zu beseitigen, wird oft die Sicherlmas- pafrone bur<h einen dicken Draht überbrückt oder auf anbere Weife unwirksam gemacht, also, wie man zu sagen pflegt der Touftl durch Beelzebub vertrieben, ^lche überbrückte Sicherung schmelzen allerdings nicht sw" dessen vergrößert sich aber de/ Fehler ^W^ mehr und mehr, bis eines Tages der rote Hahnium Dache hinausfliegt oder ein ^aus- ^noffe oder wertvolles Dich durch den elektrischen Strom ge.otet wird. Was Leichtsinn und Gewiffen- SÄ ^iet fündigen, ist geradezu er-
- eckend. Revisionen, die infolge außerordentlich zahl
reicher Schadenbrände in einzelnen Orten vorgenommen mürben, ergaben, daß die Hälfte, ja 60—70 Proz. aller Sicherungen überbrückt, gefliest oder sonstwie unwirksam gemacht waren. Dabei darf nicht außer acht gelassen werden, daß während des Krieges die meisten Anlagen von ungeübten Kräften aus minderwertigem Material hergestellt wurden, und die Sicherungen das einzige Mickel find, um die mit dem Betrieb solcher Anlagen verknüpfte außerordentliche Lebeirs- und Feuersgefahr einzudämmen.
Die Verluste, die dem Rutschen Volke durch vorschriftswidrige Ausführung elektrischer Starlstrom- anlagen, namentlich aber durch das gewissenlose, gemeingefährliche Ueberbrücken und Flicken der Siche, rangen entstehen, betragen jährlich Diele Millionen, sie bedeuten eine schwere Schädigung unseres Nationalvermögens, die in heutiger Zeit besonders bitter empfunden wird.
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Die schwarze harnwmöe der Pserde.
Alljährlich vor Weihnachten, b?zw. vor Beginn der
für die Pserde ist und welch großen Schaden, namentlich zur Zeit, wo die Pferde cmßerordentlich teum sind, sie verursachen kann.
Sie befällt hauptsächlich Pferde der schweren Schläge im mittleren Alter, die gut genährt und vollblütig sind und tritt namentlich im Winter, aber auch im Frühjahr und Herbst aus. Im Sommer beobachtet man sie fast nie. Die schwarze Harnwind« ist eine Erkältungskrankheit, die sich einstellt, wenn die Pferde einige Tage bei kräftigem Fuller im warmen Stalle standen und dann bei kaltorn Wetter ins Freie fom» fen. Sv? zeigt sich dann cinhalb bis zwei Stunden, nachdem die Tiere den Stall verlassen haben. Im Stalle bemerkt man sie selten Zunächst wird der Gang der Hinterfüße steif und unsicher, es tritt Zittern der Glieder, beschleunigt es Atmen und Schweißausbruch ein, dann stürzen die Tiere nieder und erscheinen am Hinter- teile gelähmt. Das Aufstehen ist ihnen nicht möglich, leistet man Beihilfe dazu, so brechen sie wieder zusammen und können nur durch dauernde Unterstützung aufrecht erhalten werden.
Die Krankheit verläuft sehr rasch. Es erfolgt ent- weder vollständige Heilung, wobei sich die Schwäche im Hinterteil schnell oder höchstens in 14 Tagen verliert. Bei unvollständiger Heilung bleibt nur eine gewisse Lähmung zurück, welche sich in großer Unsicher- hüt beim Gehen äußert. Diese Lähmung verschwindet manchmal, aber erst nach 4—6 Wochen. Nicht selten tritt der Tod nach 2—4 Tagen ein.
Don schweren Pferden gehen in manchen Gegen- den 55—70 Prozent, von leichteren in anderen Gegenden nur 25—40 vom Hundert ein.
Man bemühe sich, die Pferde alsbald nach der Cr- kranklmg in dem Stall zu bringen, denn je eher sie dort untergebracht sind, desto günstiger und je länger sie auf der Straße liegen, desto unünstiger verläuft die Krankheit. Wenn Pferde an der schwarzen Harnwinde erkrankt sind, so gebe man si«. sobald als irgend möglich, einem Tierarzt in Behandlung. Als Vorbeugungsmaßregeln sind zu empfehlen: tä^iche Bewegung, auch an Ruhetagen, sehr mäßige Fütterung und kühle Haltung im Stalle.
Es sollen daher die Landwirte im kalten Wiirer, wo aus irgend einem Grunde an mehreren arfe-ln- anderfolgenden Werktagen mit den Pferden nicht gearbeitet werden kann, oder wo wegen mehrerer Feiertage dies ebenfalls nickst angängig ist, recht peinlich daraus bedacht sein, daß obige Vorsichtsmaßregeln zur Anwendung kommen. In diesem Winter werden die Landwirt« darauf sehen müssen, daß in dieser Beziehung nichts versäumt wird.
NworvertilßAng ans Viesen.
Das Auftreten von Moos auf Wiesen ist gewöhnlich darauf zurückzuführen, daß der Nährstosfvorrai im I
Boden für eine volle Versorgung des dicht geschlossenen Pflanzenb-standes nicht ausreicht, sodaß dieser lücken- haft wird und der Moosbildung Raum bietet. _
Man ist geneigt, diese Erscheinung auf eine unrichtige Düngung zurückzuführen, doch ist der einwandfrei« Beweis hierfür noch nicht erbracht. Fuststehen bürste nur, daß die Moose einen festen Nährboden lieben und daß man sie auf Wiesen ba^r am besten durch Lockerung des Bodens durch Umpflügen 'bekämpft.
Alle Maßnahmen, die das Wachsn m das Mooses durch einseitiges Düngen hindern moL?n, haben zu keinem Dauererfolge geführt. Wohl fomi U es vor, daß das Moos durch eine einseitige Ueberdün^ung vergiftet wird, doch erscheinen neue Sporen, die auf der V:r- wesungsstätte zu neuer Entwicklung gelangen.
Eine Kalkdüngung ist zu empfehlen, we'l sie u. a. die Bodenlockerung fördert, die Tätigkeit des Bodens arregt und feine schädlichen Säuren abstumpft. Der Kalk wird vorteilhaft in sein gemahlenem Zustand« möglichst zattig im Winter gestreut, damit er drrch dis Niederschläge des Winters unb Frühjahrs In den Hobest eingewaschen wird.
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Die Lebenshaltung
hat sich zwischen 1. September und 1. November 1921 sehr verteuert. Die Lebensmittel sind um 20 Prozent, die Kleidung um 38 Proz., Heizung und Beleuchtung um 16 Proz. teurer geworden. Gegenüber dem 1. Januar 1914 haben sich die Lebensunterhallungskosten um das Ursache verteuert. Die Mark besitzt im Inlands jetzt noch für 7 Ps Kaufwert, währerch der äußere Geldwert der Mark kaum 2 Pf beträgt. Mitten gilt die Mark im Inland das 3Ursache dessen, was sie im Auslande wert ist.
Die diesjährige Kartoffelernte
Hali« nach Schätzung der amtlichen Stellen einen Reiw ertrag von 26 818 000 Tonnen gegen 28 480 000 Tonnen tm Vorjahr. Für die Ernährung der Bevölkerung würden bei einer wöchentlichen Ration von 6 Pfund etwa 534 Millionen Tonnen gebraucht, bei einer 7 Pfund-Ration 6% Millionen. S^hs Millionen Tonnen kommen ferner für die Saal in Frage, sodaß mehr als bie Hälfte der gesamten Erzeugung frei bleibt zur Verwendung für andere Zwecke.
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verschiedener.
Rotkohl einzumachen. Auf einen großen Durch» schlag Rotkohl gehören einhalb Pfund Zucker und einviertel Liter Weinessig. Der Zucker wird mit genügend Wasftr geläutert und der Essig hinzugeschüttet. Wenn dieses kocht, tut man den sein geschnittenen oder geschabten Rotkohl hinzu und läßt ihn dreiviertel weich kochen. Dann nimmt man ihn mit einem Schäumer heraus und drückt ihn in einen Steintopf. In der Ist dem Kochtopf noch vorhandenen Brühe wird wieder Zucker mit Essig und Kichl gekocht, und so fort. Zum Schluß wird die letzte Brühe in den Steintopf geschüttet und ein Senfbeutel auf den Kohl gelegt. Man darf nicht vergessen, den Kohl beim Kochen oft umzurühren, da er leicht anbrennt. Verwendung: Dcr so eingekochte Rotkohl kann sofort gebraucht werden, aber auch lange aufbewahrt werden. Er kann zum Dessert dienen, als Salat zubereitet werden und als Gemüse Verwendung finden, natürlich mit den üblichen Zutaten. Da er schon weich ist, so kann er sehr empfohlen werden, wenn es sich darum handelt, schnell rin Gemüse zu kochen. In einer halben Stunde ist dasselbe fertig.
Um die Widerstandsfähigkeit des Lampenzylinders zu vermehren, das starke Kohlen des Dochtes aber zu verhindern, hat die praktische Hausftau kleine Hilfsmittel. Der Zylinder wird mit Heu umwickelt in kaltes Wasser gelegt, dieses langsam ins Kochen gebracht und in ihm der Zylinder 15 Minuten gekocht, um danach auch in diesem Wasser zu erkalten. Die Dochte legt man einige Stunden in mit Essig und Salz versetztes Wasser und trocknet sie nun vöwa-