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Wochenkalender.

«intag. 13. Nov. 26. nach Pfingsten. (6. nach Epiph.) Dantfest.

ontag, 14. Nov. Josaphat, B. u. M.

enëtac, 15. Nov. Gertrud, Jgfr., Albertus Magnus, Leopold.

i-lwoch, 16 Nov. Vom Tage. Aeutzere Feier des Festes der hl. Et sabeth.

snnerstag, ]7. Nov. Gregor d. Wundertäter, B. u. Bek.

eita', 18. Nov Gedächtnis der Weihe der Kirche St. Peter und Paul in Rom.

rmStag, t9. Nov. Elisabeth,Witwe. Pontianus,P. u. M.

tchsundzwanzigslerZonntagnachpfingsten.

(Evangel. Matth. 13, 3135.)

In jener Zeit legte Jesus dem Volke ein anderes eichnis vor und spracht Das Himmelreich ist gleich rein Senskörnlein, welches ein Mensch nahm, und f seinen Acker säcte. Dieses ist zwar daS kleinste lter allen Samenkörnern: wenn cs aber gewachsen , so ist eS das größte unter allen Kräutern, und es rd zu einem Baume, so daß auch die el des mmelS kommen, und in feinen Zweigen ivohnen- n anderes Gleichnis sprach er zu ihnen: Das Himmel- ch ist gleich einem Sauerteiche, den ein Weib nahm d unter drei Maß Mehl verbarg, bis alles durch- rert war. Alles dieses redete Jesus durch Gleichnisse dem Volke, und ohne Gleichnisse redete er nicht zu ien: damit erfüllet würde, was durch den Propheten sagt worden, der da spricht: Ich will meinen Mund ftun in Gleichnissen, und will aussprechen, was vom ibeginne der Welt verborgen war.

Der Baum der arbeit

uf dem Acker des Lebens muß ein schöner, fiudjtbelabener Baum prangen : der Baum der Arbeit Betrachte seine Wurzel und seine Fruchte.

Die Wurzel unseres Baumes ist

! Pflicht der Arbeit. Mancher hat sich wohl ichon i dem Gedanken ertappt: wie schön haben es doch mm und Eva gehabt im Paradies; da konnten essen und trinken nach Herzenslust und brauchten hl zu arbeiten! Fehlgeschossen, Freund! Auch im «radics und vor dem Sündenfall gab es eine licht und ein Gesetz der Arbeit. Was sagt barübet : älteste und zuverlässigste Urkunde dr Welt? soll der Herr hatte für den Menschen das Para» s gepflanzt; in diesen Garten setzte Gott den enschen, daß er ihn &baue und bewahre.* Nein, hr derMüßiggangWte â Paradies wohnen.

sondern die Arbeit; freilich eine Arbeit ohne Mühe und Beschwerde, aber immerhin eine Arbeit, eine Beschäftigung, und kein Müßiggang. Wenn nun selbst im Paradies und vor dem Sündenfall die Arbei« eine Pflicht war, ist es dann zum Verwundern, daß auch nach dem Sündenfall die Arbeit eine Pflicht geblieben ist? Nur wurde diese Pflicht noch verschärft durch den Charakter der Strafe und Buße. Wie sprach der Herr zu unserm Stammvater? Gen. 3. 19 Jm Schweiße deines Angesichtes sollst du dein Brok essen, bis du zur Erde wiederkehrst, von der du ge- nommen bist". Im großen Gesetzbuch der Mensch­heit ist die Pflicht der Arbeit einer der ersten und wichtigsten Paragraphen, von dem niemand dispensiert wild. Ein schweres Joch liegt auf den Schultern der Adamskinder vom Lenze Der Jugend bis zum Herbste des Alters, das Joch der Arbeit. Und hat etwa der Sohn Gottes, als er in Menschengestalt unter uns weilte, diesem Joch sich entzogen? O nein; im Gegenteil, mit freiem Willen und aus eigener Wahl hat er dieses Joch sich auf die Schul­tern gelegt. Schau hinein in das Häuschen zu Na­zareth. Wen siehst du da? Einen Knaben, der mit Läge und Hobel, mit Jammer und Beil hantiert. Es ist der Jesusknabe, wahrer Gottessohn und wahrer Adamssohn. Bis zu seinem dreißigsten Lebensjahre hat der Heiland in der Werkstatt zu Nazareth das Handwerk eines Zimmermannes be­trieben. Dann hat er Säge und Hobel an die Wand gehängt und hat sich eine andere Arbeit ge­wählt, die Arbeit des Wortes, die Arbeit der Caritas. Ein Wanderprediger ist er geworden und von Dorf zu Dorf, von Siadt zu Siadt gezogen und ließ überall die Botschaft des Heils eriönen. Und als Wnnderarzt ist er ausgetreten und hat von früh bis spät mit dec Heilung von Blinden, Lahmen, Aus­sätzigen und Besessenen sich beschäftigt. Die Nach« aber war Zeuge seiner Wachsamkeit, seines Verkehrs mit dein Vater, seines Gebetes für die Menschen.

Was sagst du nun von Menschen, die das Ge- etz der Arbeit leugnen, die Feinde der Arbeit sind, die sie abschaffen oder auf ein Mindest- maß beschränken wollen? Die uns ein Schlaraffen­leben versprechen, wo man nichts weiter zn tnn hat, als durch den Berg von Pfefferknchen sich durch- zuessen und den Mund zu öffnen, damit die gebratenen Tauben hereinfliegen? Daß es falsche Propheten sind und Wölfe im Schafskleid und Phaniasten un? Schwärmer. Die Arbeit ist und bleibt ein hartes Muß. Wie sieht es denn ans, wenn die Arbeit vernachlässigt wird? Da brauchst du bloß nach Ruhland zu schauen, in diese Kornkammer Enro- pas, wo aber jetzt Millionen von Menschen am Huugeriuch nagen, aus dem einen Grund, weil nach der Lehre und dem Beispiel der Bolschewisten das Thermometer der Arbeitswilligkeit auf den Gefrierpunkt gesunken ist. Und wenn es bei uns nicht auch soweit kommen soll und wenn im @egen- teil unser-liebes Vaterland von der Katastrophe des

verlorenen Krieges, von den Wunden der Revolu« non sich wieder erholen soll, dann ist die erste Sprosse zum Aufstieg die Arbeit, gewissenhafte, um ermüdiiche Arbeit.

Welches sind aber die Früchte am Baume der Arbeit?

Arbeit bringt Ehre. R dliche Arbeit ist niemals eine Schande. Mag der Knecht den Stall misten, der Bauer seinen Acker düngen, die Magd die Stube auskehren, der Ardener den Ofen heizn, sie alle sind ehrenwert und nützliche Glieder der Ge­sellschaft. Was sagt der Dichter von jenen Spuren harter Arbeit, die wir Schwielen nennen?

Der schönste Orden, den ich weiß Ist eine Han) voll Schwielen.

Arbeit ist Ehre. Eine Schande ist aber, eine Drohne ein im B.enenswck der Völker, ein Schmarotzer sein am Baume der Menschheit.

Arbeit schafft Appetit. Junger ist der beste Koch. Kein Regent, kein Hotel verfügt über einen io vorzüglichen Koch wie den Hunger. Was der anrichtet und auf den Tisch bringt, das schmeckt alles ausgezeichnet. Arbeit verschafft gesunden Schlaf Süß ist der Schlaf des Arbeiters, mag er viel oder wenig gegessen haben*. Pred. 5,11. Arbeit schafft Gesundheit, bringt das Blut in Umlauf, hält alle Teile der menschlichen Maichine in Ordnung, übt alle Kräfte und Organe, spart Arzt und Apo­theke. Arbeit, verbunden mit Sparsamkeit schafft Wohlstand. Du siehst es dem Hause des Fleißig.» an; sauber ist es, reinlich und behaglich. Du siehst es den Kindern einer fleißiger« Mutter an; sie sind ordentlich gekleidet, sie leisten etwas in Schule und Leben. Arbeit schafft Frohsinn und gute Laune. Auf dem Baum des Müßigganges aber wachsen Grillen, Verdrießlichkeit, Schwermut, Blasiertheit, Unzufriedenheit.

Sollte aber der Baum der Arbeit die genannten irdischen Früchte ausnahmsweise nicht tragen was ühadets? Als Christ hoffest du noch auf einen an­dern, besseren, ewigen Lo-n. Und den wird unser Herrgott seinen geneuen Arbeitern zahlen am Feier­abend des Lebens. Wie erq i ckend wird die Einla­dung sein, die er an dich wird ergehen lassen mit den Worten:

Wohlan, du guter und treuer Knecht, weil da über weniges treu warst, so will ich dich über vieles 'etzen: G h ein in die Frende deines Herrn.* Mach. 25,21.

Unverschuldete Arbeitslosigkeit ist ein großes Un- glück. Verschuldete Arbeitslosigkeit ist Um echt und Sünde. Treten wir alle ein in das Arbeitsmini- sterium und erfüllen mir unsere Christen- und Standespflichttn in Familie und Gemeinde, in Staat und Kirche. Nach dem großen Arbeitstag des Lebens möge der Geist zu dir sprechen:Boa nun an sollst du ausruhen von deinen Mühend

Der Stirnseiten "