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gSewumiä* bratete Bartoer dieser Tage einen Str« «sei, bl dem den Zahlen der katholischen und eoange- ßf ehest Einwohner ine Zahl der Beamten aus den gleichen Konfessionen gegenüber gestellt wird. Dabei stellt sie fest, daß in ©djlefien bei 81,7 Prozent ka-- kholiscyer Bevölkerung die höheren Bearntenstellen zu mehr als 70 Prozent von Andersgläubigen besetzt sind. Ganz zielbewußt sind von der Staatsregierung die leitenden Beamtenstellen der Kreise mit Protestanten besetzt worden. So sind von 19 Landräten im Regierungsb^irk Breslau einer katholisch, 17 evange- lisch, einer freireligiös. In Liegnitz keiner katholisch, 14 evangelisch. In dem ausschließlich katholischen Re- gierungsbezirk Oppeln sind 5 katholisch, 9 evangelisch. Bei einem Ueberblick in Westpreußen ergibt sich dasselbe Bild, nämlich ein Zurücktreten, ja teilweise völliges Ansschalten des katholischen Elementes trotz seines hohen prozentualen Bevölkerungsanteils. Das Ge- fan-bwgebnis der Untersuchung muß für die östlichen Provinzen als für die Katholiken durchaus ungünstig bezeichnet werden. Wir dürfen deshalb nicht ruhen und rasten, bis der alte preußische Wahlspruch „Suum cutque — Jedem das Seine" wirklich zur Wahrheit geworben ist. __________________________
Emer der schlimmsten Hetzer
in der deutschnationalen Partei, der alles, was die Regierung unternimmt, herunterreitzt und verächtlich macht, ist der frühere Minister Dr. Helfferich. Jetzt, wo wir wahrlich keine Zeit dazu haben, uns selbst zu zerfleischen, wo nur Vertrauen zur Führung und Zurückstellung aller Parteiinteressen die Lösung der großen vaterländischen Aufgaben ermöglicht, legt er es geradezu darauf an, die Gegensätze zu verschärfen und das Vertrauen in die Regierung zu untergraben. Gründlich die Meiumcg gesagt hat ihm dieser Tage der Reichswchrminister Geßler. In Lindau hat er mit einer M den Demokraten sonst MMWohuteu Schärfe mit dem „leichtsinnigsten" aller Finanznrinister gründlich abgerechnet. Er sagte u. a.: „Die Franzosen zielen darauf ab, uns nicht nur landschaftlich ausein- anderzureißen, sondern auch geistig. Dazu haben sie erfolgreiche Helfer auf der deutschen Rechten unter der Führung Helfferichs. Darin liegt ja das 'imitterllche und Gefährliche, daß dieser Herr sich bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit nicht schämt, das eigene Deckt bei den Feinden anzufchwärzen, dieses Volk, das mit seiner Hilfe in das furchtbarste Unglück gestürzt worden ist. Die Heffferichsche Stimmungsmache bedeutet nichts anderes als einen ungeheuren Volksbetrug. Helfferich wachse sich immer mehr WN Gewährsmann der Franzosen aus. Sorgen Sie dafür, rief der Redner den Führern zu, daß diese Katastrophen Politik zerschlagen wird und wir au-shaiten können die schwerste Zeit, die über Deutschland gekommen ist, zu überwinden." Diese Anklage ist zwar sehr scharf, aber gerecht.
Admiral Scheer,
der Sieger am Skagerak, ist sicher auch in den Augen der Deutschnationalen ein nationatgesinuter Mann Deshalb werden sie wohl auch geneigt sein, seiner Ansicht sich anzuschließen, die er in einem Artikel im „Tag" geäußert hat, wo er mit großer Entschiedenheit die Annahme des Ultimatums als notwendig bezeichnet. Er erklärt, die Ablehnung des Ultimatums wäre ohne Zweifel damals das größere Uebel gewesen. Es klinge freilich sehr viel „stolzer und aufrechter", zu sagen: „Bis hierher und nicht weiter!" Es sei aber die Pflicht staatsmännisch denkender Parteileitungen, sich nicht von dem Gefühl der Wählerschaft treiben zu lassen, sondern auch ans die Gefahr hin, Anhänger gn verlieren, politischen Willen zu bekunden und die Notwendigkeit .danach zu handeln, der Masse beizuhrsugen. Unter den Neinsagern hätten sich sicher auch innerlich Schwachmütige befunden, die sich sagten, es kommt ja doch in der Mehrheit des Reichstags zu einem Ja. Dabei habe man das Odium eines maugelhast entwickelten ^nationalen Ehrbegriffs" dem Gegner zugeschoben."
Scheer verurteilt auch das alberne Geschwätz von einem „starken Mann", der Deutschland führe und der die widerstrebenden Ansichten der Gegner mit Gewalt unterdrücken solle. „Eine solche Politik ist in unserer Lage unmöglich." Diejenigen werden in Wirklichkeit die starken Mäuner sein, die den Mut haben, trotz der Tradition, die in ihrer Partei herrscht, ihren Wählern zu sagen: „Das ist daSjn
ffS M° M-è »ra E«. Ä- und ixâ dMK«'' 3« jetzt nach den Bedürfnissen der Gegenwart handeln, sich in Schweigen hüllen und die tqbembe Kulldgebung venu tpit au* dadurch in hen Ruf geraten, unter der deutschnchipn^p Lsrèoâ^^J^nSSL^ den Gleichgesinnten als Abtrünnige zu geiken." enthalten, zeigt, daß fie dre ^tz^e des „RcchsboM
setzt nach den Bedürfnissen der Gegenwart handeln,
Admiral Scheer schließt mit der Aufforderung, die Frage der RegrsrungSsorm im Augenblick zurück« zustelren und mit allem Eifer den inneren 3wie» spalt zu üb erdrücken, der das Reich nur mit dem Untergang bedrohe. Das sollten sich alle Nörgler und Besserwisser merken.
Er wird immer tonet
mit der konfessionellen Hetze des Reichsbolèn, des bekannten Berliner Pastarenblattes. Was es sich neuerdings geleistet hat, übersteigt alles bisher Da- gewesene. Man höre einiges aus seinem neuesten Hetz- und Schm^artikel:
„Papsttum und Jesuitenorden beginnen sich in Deutschland sicher zu fühlen. Gleich zwei Nuntien (Berlin und München) werden uns beschert, d. h. päpstliche Spione und Hetzer (die Geschichte aller Nuntiaturen beweist die Richtigkeit dieser Bezeichnungen), ein neues Bistum, Meißen, wird mit Pomp und Lärm errichtet; der Berliner Nuntius Pacevi fährt bei dieser Gelegenheit als Triumphator im Auto durch das Stammland der Reformation, Sachsen, und läßt sich von Staats- und Kommunalbehörden huldigen. Der Jesuitenorden teilt Deutschland in zwei „Provinzen", Ober- und Niederdeutschland, mit den Berwaltungssitzen (Provinzialorte) München und Köln; er gründet Niederlassungen: Aachen, Köln, Bonn, Koblenz, Aschaffenburg, Würzburg, München, ^onfiang; er errichtet Erziehungsanstalten und Exec- zitienhäuser, kurz, mit seinen ungeheuren Geldmitteln, rechnend aus die regierende Rom-Partei, genannt Zentrum, und aus die schmachvolle Gl^chgrikvigkeit nichtkatholischer, ja, es nruß gesagt werden, auch weiter evangelischer KrÄse, richtet er sich in Deutschland häuslich ein."
Weiter polemisiert dann der „Reichsbote" gegen einen Artikel des Jefurtenpaters Reichmann, den er einen der schlimmsten Hetzer und gelehrigen Schüler des berüchtigten Jesuiten Tilman „Pesch" nennt, während er den Artikel selbst als ein „M u st e r
jesuitischer Frechheit und Rabulisterei bezeichnet. Des Reichsboten Artikel gipfelt schließlich in der Aufforderung „L u t h e r g e i st, deutsch- protestantischer Geist, wach auf!" Es hieße, so bemerkt dazu die „Germania" mit Recht, derartigen Ausfällen zu viel Ehre antuen, wollte man sich sachlich mit den Ausführungen auseinanders-tzen. Es ist aber nötig, von solchen Schmähungen ab und zu den Lesern Kenntnis zu geben, damit das katholische Volk sieht, welcher Esist in diesen Kreisen herrscht. Im „Reichsboten" kommt die Ansicht zum Ausdruck, wie sie in weiten protestantischen Schichten besteht, politisch rechnen sich diese Kreise zu den Deutsch- nationalen. Wehe den Katholiken, wenn diese Kräfte wieder zur Herr- schaft gelangen. Zwar hat die Korrespondenz der deutschnationalen Volkspartei jetzt endlich den „Reichsboten" abgeschüttelt und seinen neuesten Erguß als eine schwere Störung des konfessionellen Friedens bezeichnet, die um so bedauerlicher sei „in einer Zeit wie der heutigen, in der die Verteidigung der gemeinsamen GruMagen christlicher Weltanschauung die heiligste Aufgabe der Bekenner beider Konfessionen sein sollte", wir zweifeln aber, ob die maßgebenden Leute der Deuischnationalen Partei genügend Einfluß besitzen, um die vom „Reichs- boten" und seinem nicht geringen Anhang betriebene katholikenfeindliche Stimmung wirksam zu bekämpfen. Der „Reichsbote" selbst kümmert sich nicht im Geringsten um diesen Ordnungsruf, er erklärt vielmehr, daß er unbeirrt „in diesem Sinne" weiter wirken werde, d. h. also, daß es ihm gar mcht cm« falle, von der Katholiken Hetze abzulassen. Der „Re.chs- boie" beruft sich dabei nicht mit Unrecht daraus, daß rechtsstehende Kreise seiner '.Aufgabe mehr Verständnis entgegenbrrnaen und führt unter seinen Kronzeugen dieselbe.Korrespondenz der deutschnationalen »spartet an die noch M' 19.JuU 1921 geschrieben hatte, „daß sie dm „Ruchsboten ständig lese, jedoch nicht zu erkennen vermEdaß tn ihm eine gehässige Hche gegen die küth. K.rche sch austue" (während sie in der ooeu erwähnten <tHMm telung des „Reichsboten" „die Ta.sache f.,tstellt, daß der „Reichsbote" sich „immer und immer z u m Abdruck derartiger Anfeindungen do katH. Bekenntnisses hergegeben habe. Auch der Umstand, daß „Kreuzzectung , Deiche Ta-
sich in
Eigen und kein Wort zu Gunsten der geschmäh Katholiken zu riskieren wagen, womit die alte T fache eine neue Bestätigung erfährt, daß nur 1 Zentrum der Hüter der religiösen Interessen der S choliken ist und bleibt. Jedenfalls find diese Hetzart des „Reichsboten" für uns ein Warnungssignal, 1 mir scharf beobachten müssen, sie werden wohl'a jenen Katholiken die Augen öffnen, die da glaub ihre höchsten Interessen der protestantischen Deuts nationalen Bottepartei anvertrauen zu könn Mit Leuten, die päpstliche Vertreter als Spione u 'Mer beschimpfen, kann es für uns keine Geme schaft geben." —t.
Zu Vüöett
finden im Oktober Landtagswahlen statt. Das Sich Verhältnis der Parteien war bisher folgendes: Zentr 39, Mehrheitssozialdemokraten 36. Demokraten Deutschnationale 7. Nach der neuen Verfassung kon auf je 10 000 Stimmen ein Abg-ordne-sr. Das Land in sieben Wahlkreise eingeteilt. Die Reste kommen eine Landesliste. 2m Wahlaufruf der ZeMrumspa heißt es: „Wir bildeten eine auf breiter Grundl buhende Koalitionsregierung. Dieser Weg schien beste Möglichkeit zu bieten, unserer badischen cheb wii-er Ruhe und Ordnung zu sichern. Dieses Ziel nach und nach in weiten, umfang auch tatsächlich reicht worden." An der Riesenlast der Arbeiten Landtag hat das Zenetrum starken Anteil genormt und viel zu einem gerechten Ausgleich unter den St den und Massen beigetragen, insbesondere auch bei i
K verabschiedeten Ertragssteuergesstzs Der der
de Wahlkampf wird voraussichtlich besonders Zeichen des Schulkampfes stehen. Beachtung verdient Aufruf der Unabhängigen Sozialisten, die im les Landtag nicht vertreten waren, wegen seiner âk^ fctudlichkeii und Vcrlvzenheil. ' Es heißt in dem 2 ruf, der Kampf der Unabhängigen gelte der bürgerlic Gesellschaft, deren „Stützen in der Hauptsache die füllten Geldschränke der Kapitalisten und besonders r die finsteren Mächte der Kirche" seien. In der gleic Nummer der „Tribüne" vom 2. August, welche Wahlaufruf enthält, wird ein Bild veröffentlicht mit Aufschrift: Wie sie den Arbeiter ausplündern Es fi dar. wie ein Arbeiter von Räubern, offenbar Kapit sten. ausgeplündert wird, und fünf katholische Geistli darunter ein Bischof, stehsu dabei und halten die chä hin. um etwas von der Beute zu erhalten. Unter ! Bild stehen die Worte: „Nehmt ihm auch noch Schuhs und das letzte chemd weg. denn wir braut sehr viel Geld. Und auch die Pfaffen sind dabei, viele Millionen für f i ch und die Kirche zu erg tern." Welche Dummheit, aber auch welcher Haß gen die katholische Kirche spricht aus diesem Bilde! 8 weiß nicht, in welch dürftigen Verhältnissen 95 Pro; des katholischen Klerus lebt. Sein Einkommen ent das eines Durchschnittsarbeiters bei weitem nicht.
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Llsyd Georgs
hat bm englischen Unterhanse seine Haltung in der ob schlesischen Frage erläutert. Die Bevölkerung Ob schlesiens sei überwiegend deutsch. Die Anseinarck setzung zwischen den Alliierten hâe sich um das bei lende Lndustriedreieck gedreht, in dem die Stc deutsch und Öre Dörfer polnisch seien. Betrachte n aber das Gebiet als Ganzes, so handle cs sich in W lichkeit um eine deutsche Mchrhelt. Die indusiri Entwicklung, das Kapital und die Bevölkerung sc deutsch, sodaß nach dam Prinzip „Ein Mann —, Wort" das Gebiet den Deutschen zufallen müßte.... Franzosen wären anderer Ansicht gewesen, sie ha geglaubt, aus Gründen ihrer eigenen Sicherheit rm man dis Bergwerke, das Zink und E'.sen Deulschl« wegneomen und deshalb das Öndufttlefy.biet den Po geben. Das seien aber teilte Ckwsgukg«,» die Friödensvertrag von Versailles enthalten seien, es darin mir von dem Willen der Bevölksrung und t vchrtfchcrflllchkn und geographischen Erwägungen Rede. Man dürfe keiner UngerechtiAkeit zustimni das führe zu neuen Konflikten und lasse Europa n zum Frieden kommen. Lloyd Gsovge wick also bleiben. Das gefällt den famosen natüruch nicht i bk Presse schnarrt ihn in recht refpektwrdrlgem T an, weil er es mit Docck sch land halte. Frankreich seit dem Friedensschluß von England niemals so an stützt worden, wie Frankreich d^es erhoffen kon Unter diesen Umständen sei P bester, w-nn fronte und Belgien sich mit der Klemen Entente ^"ständig die gegenwärtig stark sei, da sie aus ^ugochm Rumänien, der Tschechoslowakei und Polen best Dadurch sei eine Entente mit England und Iw