Wochenkalender.
lg, 28. August. 15. nach Pfingsten. AugustinuS, i. Kchl. Hermes, M.
kg, 29. August. Enthauptung des hl. Johannes des fers. Sabina, M.
tag, 30. August. Rosa v. Lima, Jafr. Felix u- uttus, M.
och, 31. August. Raymundus Nonnatus, Bek.
nstag, 1. Sept. Aegidius, Abt. Die 12 Brüder, M. g,2.Sept. Herz-Jesu-Freitag. Stephan, K.v.Ungarn. tag, 3. Sept. V. d. Mutter Gottes. 7. Jahrestag Wahl Benedikts XV.
infzehnter Sonntag nach Pfingsten.
(Evangel. Luk. 7, 11—17.)
n jener Zeit kam Jesus in eine Stadt, welche hieß: und es gingen mit ihm seine Jünger und Bolt. Als er aber nahe an das Stadttor kam, da trug man einen Toten heraus, den einzigen seiner Mutter, die Witwe war; und viel Volk er Stadt ging mit ihr. Da nun der Herr sie sah, er von Mitleiden über sie gerührt, und sprach zu Weine nicht! Und er trat hinzu, und rührte die an (die Träger aber standen ftiQ). Und er sprach: ing, ich sage dir, steh auf! Da richtete sich der iuf, und fing zu reden an. Und er gab ihn seiner r. Es ergriff sie aber Alle eine Furcht, und sie ; Gott, und sprachen: Ein großer Prophet ist uns aufgestcnden, und Gott hat sein Volk heim.
m Stätten der wacholderbaumer.
tit den Meer.
ier Hundert und fünfzig Baalspriester mußten daran glauben und sanken als Schlachtopfer unter dem feurigen Schwert des Elias, unter seinem verzehrenden Eifer für die Ehre „ des wahren Gottes; ihr B-ut ergoß Kössern des Kison in das Mittellän-
Isbald erzählte Achab diese Blutbotschafl . !euersten Jezabel. Rasend von teuflischer schickte sie Boten an Elias mit der schrecklichen ang: Dies und das sollen mir die Götter tun ich nicht morgen um diese Stunde dir das slicht ausblase.
a ward Elias von Furcht beschlichen und er zum Wanderstab und irrte aufs Geratewohl ', bis er nach Bersabee kam, am Südende von tina. Dort ließ er seinen Diener zurück und eine Tagreise weit in die Wüste vor, bis er -chatten eines Wacholderbaumes ein Näheren erspähte. Dahin lenkte er die müden te und setzte sich nieder; und das Herz ward chwer und er wünschte zu sterben und betete sraL: es genügt mir. o Herr: denn ich bin
nicht besser als meine Väter. Und er legte sich nieder in den Schatten deè Baumes und schlief ein. Und siehe, ein Engel des Herrn schwebte leise hernieder, berührte sachte den Propheten und sprach zu ihm „Steh auf und itz". Und der Schläfer wurde wach und sah um sich und gewahrte zu seinen Häupten ein in Asche gebackenes Brot und ein Geschirr mit Wasser. Ta aß er und trank und schlies abermals ein. Und wieder schwebte der Engel des Herrn leise nieder, berührte sachte den Schläfer und sprach zu ihm: „Steh auf und iß, denn du hast noch einen weiten Weg". Und er stand auf und af und trank und ging in der Kraft dieser Speise 4C Tage und 40 Nächte lang bis zum Berg Horeb. —
Verweilen wir einen Augenblick beim Propheten unter dem Schatten des Wacholderbaumes und pflücken einige von seinen Beeren, indem wir einige Wahrheiten beherzigen, die für die Seele noch bekömmlicher sind als Wacholderbeeren für den Magen.
Da ruht also der Mann Gottes, müde von der Reise, hungrig vom Fasten, das Gesicht und den ganzen Körper mit Schweiß bedeckt, den Gaumen vertrocknet vor Durst und die Seele noch dürrer als ringsum die glühende Wüste. Traurigkeit krampft ihm das Herz zusammen und er wünscht als Erlösung den Tod! Aber, ist denn das der feurige Elias, der so mutig vor den König trat, der seinen Kopf aufs Spiel setzte, der ein halbes Tausend Baals- priester aus dem Sattel hob? Und jetzt zittert er wie Espenlaub vor einem Weib? Und nun ist sein Mut auf Null gesunken? Und nun knickt er zusammen wie ein gefällter Eichbaum? Und nun wünscht er nicht Kampf, sondern Ruhe und Tod?
Wundere dich nicht, mein Freund: denn das ist der Mensch, sich selbst überlassen, von Gottes Hilfe abgeschnitten, der Mensch in seiner Hilflosigkeit, Erbärmlichkeit und Ohnmacht. Haben nicht viele andere vor und nach ihm diesen Zustand an sich er- fahren? Frage den Riesen Samson, der ehedem einen Löwen zerriß als wäre es eine Mücke, die Ketten der Philister zerbrach als wären sie Spinnenfäden, ein eisernes Tor aus den Angeln hob und auf den Berg trug als wäre es eine Schiefertafel. Kaum aber hatte ihn Gottes Kraft verlassen, da wurden ihm die Hände gebunden und die Augen ausgestochen und er mußte die Mühle drehen wie ein Sklave.
Frage den hl. Petrus, der in einer Anwandlung von Begeisterung zum Heiland die Worte sprach": „Wenn auch alle dich verlassen, so werde doch ich dich niemals verlassen: mein Leben will ich für dich geben!" Wie schnell aber diese Kraft und dieser Vorsatz verraucht war, das kann uns jener Hahn verraten, der mit seinem Krähen den Petrus zu verspotten schien.
Wie kommt cs doch, daß bisweilen sogar die Helden uns wie Zwerge vorko.mmen? Daß sie sozusagen aus der Art schlagen, daß man sie fast nicht mehr kennt? Woher das kommt? Von Gottes Vor.
sehung und Absicht: er will die Menschen demütigen, will ihnen beweisen, daß sie nur im Bund mit seiner Allmacht etwas vermögen.
Wurde Elias lange Zeit seiner Traurigkeit überlassen? Nein. Gott begnügte sich mit einer kurzen Probe. Dann hat er alsbald seinen Diener wieder gekräftigt und getröstet durch den Engel, durch das wunderbare Brot und das erfrischende Wasser.
Siehe, auch dir wird die Stunde nicht erspart, wo du dir klein vorkommst wie ein Kind, wo du dir nimmer zu helfen vermagst, wo Tränen aus deinen Augen rollen und du am liebsten sein möchtest unter dem kühlen Nasen. Solche Stimmungen darfst du nicht Herr werden lassen in deiner Seele. Du mutzt gegen den Strom schwimmen und die Wogen des Kleinmutes eindämmen. Jener Heiland, der zur weinenden Witwe gesprochen: „Weine nicht" der ihr den toten Sohn wieder lebendig in die Arme gegeben, der des Elias zitternden Füße und zaghaftes Herz gestärkt, der hat auch Worte und Balsam des Trostes für dich. Brot und Waffer wurden dem Elias gereicht. Welches aber ist dein Brot und dein Wasser? Dein Brot ist das Gebet, das tägliche Gebet, das du niemals unterlassen darfst, am allerwenigsten in Zeiten des Kummers und der Verlassenheit. Wann mußt du den Ofen am stärksten heizen? Ich denke, wenn es am kältesten ist. So mutzt du auch der Seele Kraft und Wärme am meisten dann zuführen, wenn sie leidet an innerer Kälte und an mißlichem Unbehagen. Freilich die Seele r 'R sich in solchen Augenblicken nicht aufgelegt - 'bet: hier heißt es Gewalt brauchen und weuigsiu^ : n keinen Preis das Maß deiner gewöhnlichen Gebete herabschrauben. Da mußt du unerbittlich sein. Unterlasse also nie wegen Traurigkeit oder schlechter Laune eine Gebetsübnng oder Betrachtung oder Besuchung oder Messe oder Kommunion. Eher mußt du sagen: jetzt erst recht. Und welches ist dein Waffer? Mir scheint damit die Einfachheit in der Lebensführung angedeutet, die eingerichtet ist nach dem Rezept des Apostels: „Wenn wir Kleider haben, uns zu bedecken, und Brot, uns zu sättigen, dann laßt uns zufrieden sein." Ein genügsamer zufriedener Mensch schaut allzeit mutig empor über die Wogen der Trübsal, wie schon der Psalmist andeutet mit den Worten: aus dem Bach am Wege wird er trinken und darum mutig das Haupt erheben." (Pf. 109).
Dulde still mit Zuversicht, Gott verläßt die Seinen nicht.
Der Burgpfarrer.
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woran man den Verführer erkennt.
(Zur Beachtung für junge Leute.)
Ein junger Schreinergeselle wollte, um seine Kenntnisse zu erweitern, in die Fremde ziehen. Der Vater gewährte ihm seine Bitte, ehe er aber seine» Sobn aus dem väterlichen Hause entließ, führte er