Nr. 9.
Der Volksfreund.
W Beilage zum DonifatLusbolen. -o:
Zulda, den 14. August J92L
Line ueue Ne!rgion. ,)U Tode schinden müsien i» «wem Haus. Und nun
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fled«^.™ Der toeltrerolutton -der MM Mt Mui. j^^M « doch mU ter reuen Mgion, ter RSch. mtMt^M^ ^rhnn^Miebe! Seid v«sich«t, sie macht euer Haus zu Ä &meinem Fröhlichsheim. Freilich, in acht Tagen wird
^mÄ M^^ 2JSL K?r nicht geschehen. Aber warum denn auch gleich den
1 !?t^JW^ÄL??Ä Mur ^rlieren? Standhaft bleiben trotz all« Enttäuschungen! Jahrealtes Eis zerschmilzt nicht in drei DorfrühlingsnSchten — und dann braucht es noch gute Zeit, bis Blumen blühen.
) wir hassen unsere eigenen Volksgenossen mehr als iere erklärten Feinde. Wir treiben uns gegenseitig den Haß, ins Äend. Das ist unsere tiefste Schmach!
MTÖunrf/Ki E™ n^ë tee anterè ^E'°' °uch ^ 3<”“« “f * -» tuteft f« für ulkn Sdnmtz d«W-II, Schicht- ^">1 Wie Ich«- « M «ftm-l- 1° tetruWI* ... -. . - v " . - . ” . aus UN Famllrenzlmmer! Den ganzen heben Tag
JS noch «ton» Döltg Oaml^« ist. Werl. Und M aaem UeMh^ rerfr^nj sich em s-de-
N-in, Rich! denon rede ich. «dir Moon -ed- ich ^- I«"« flarrtopfieen »«steter«, d< wute dies« . ™,t, i* ,^w ^ !^ 2.* ______ cä^ ..^^ Iustamentstandounkt jener berühmte Punkt, den sich - der griedjifdje Weise würrschte, weil er vermeinte, von 2lber ^ ous ließe sich die Södt aus den Angeln heben.
Das heißt denn doch die Dummtjeit anbeten. Und dann der himlnelschreiende Widerspruch! Kommt Besuch, bann sind dieselben Leute, die noch vor einer Minute wie eine Hummel im Hause herumbrummten ober den Eismann spielten, die menschgewordme Liebenswürdigkeit. Narretei! Warum vergällt ihr euch das Familienleben, ihr seid lwch euch selost die Näch- sten. Wärmn den eigenen Leuten jene kleinen Dienste und L ic benswürdigieiten oorenchalten, bie ihr Fvsm-
antwortlich macht und ^den Aârsdenkenden der-
jegen noch etwas völlig Harmloses ist
) muß ich reden, daß ihr euch wieder versöhnt und
■ Menschen behandelt, datz chr wieder Christen rdet! Da schaut chr mich spriNWistig an. £1„
bleib dabei: daß ihr wieder Christen werdet! Denn t Taufschein läßt mich eiskalt, solange nicht M'ch :r Leben dazu stimmt.
Und bamit dies euer Leben mieber dazu passend rbe, schlag ich euch vor, Anhäng« und eifrige Bein« eiteer neuen Religion zu werden. Das heißt, 1 ist sie eigentlich iridjt mehr so ganz, sondern sie nur recht gründlich in Dergesteicheit geraten. Und h wäre sie so gaM unendlich wichtig und ' ch für den Eivyrinen, für die Funil ffentlichkeit! Wie sie heiße, fragt ihr? Run, die ie Religion hat den Namen: Christliche Nächsten- w!
h wichtig und fegens- £" ^^7^^> * Äs™ Mr *"*”* -
Run, die
Da macht chr mm ganz enttäuschte Gesichter und i irrt, daß ich mir ben
Mehr, viel mehr Liebe muß auch in unser öffentliches Leben kommen! Es ist bitterster hohn ber Ge- genwart, daß gerade jetzt, da man uns tagtäglich mit Weltverb rüberung, Völkerbund und ewigem Frieden
nicht weniger als 80 Liter Denzin = 40 Kronen! t Es ist teuer, elegant zu leben! — Aber dann ist es wenigstens ein Sägers«?- oder Grubenbesitzer, welcher die Herrlichkeiten besitzt, ober ein Loulaschbaron, dem es nach dem Kriege gelungen ist, die entstehende« Schwierigkeiten zu überwinden.
Keines von beiden! Es sind die Abgott« eines vo« Steuern und Teuerung n-edsrgÄrrückten Proletariates, welche durch politische, juristische und ökonomische Manipulationen zu Macht und Herrlichkeit gekommen sind.
Es sind die unkränkbaren Repräsentanten des hl. Sowjet in unserem Land (Schweden), welche sich hn Dienste des Proletariats den genannten Luxus er* tauben. Das rote Tuch am Fahnenseil ist ein Hoh« gegen die leichtgläubigen Menschen, welche zu Millio-- nen sich zusammengeschart haben, um betrat im Namen der Freiheit geistig mrd körperlich sich zu verzehren M den dunklen Zellen des Bolschewisnms, abgeschnièbN) von jeglichem Einfluß auf Me Staatsleitung, ihrer Streikrechte, ihr« Aeutzerungs- und Druckrechte bè- raubt, zu Tode nerarmt.
Dieser Luxus ist ein Derbrechen an den hohen Idealen, für welche das russische Proletariat vor dem aller anderen Volk« während Menschengen«ationert ihr Blut in Strömen vergossen hat. Er ist auch ei» Devbrechen an ben oberen Klassen der Intelligenz, welche unter schwierigen Verhältnissen zu einem entehrenden Sstavemdienst gezwungen worden ist mx weil sie den Fuß nicht geküßt hat, der sie in den
Die SeAe des Schiffes werden wieder gelöst ,fachte gleitet es zu neuer Fahrt vorwärts und auf Deck fleht man Professor Lomonosoo, am Stau« steht Advokat WAzelm Hellberg urtb andere Beauftragte der Sow- jetregierung — Repräsentationen für eine neue Bourgeoisie an Stell« der alten.
Die rote Fahne wird dreimal gesenkt, um die aas dem Kot zurückbleibenden Russen zu grüßen. An der Fahnenstange am Acht« des Bootes breitet sich schützend eine Fahne mA den verhöhnten blaugelden Farben Schwedens."
Dieses von einem Sozialdemokraten geschrieben« Stimmungsbild dürfte auch im Ausland Beachtung finden.
nir ^ f^eiè^' Dtelhè Eg.di- Ohren mundschreit, mrs allen Weltecken und beson- . Ä— Was euch nicht etnfäOtl Er ist gar1 ^9^0" ^^'«, ^^^.^7 ^^^entzeit Freiheit, Uebertreibung. Eure Verblüffung gibt mir bloß und Drârlichkett h«rhakten müssen, Nach-
merm ich behaupte, daß die christliche Nächsten. ^,d)ten TOn ^ blutigsten Klasjeichah und Bi
rten können.
ne
chl, werm ich behaupte, datz die christliche Nächsten.
k verschollen, oder doch bloß mehr als fromme
tommen.
ruderkrirg
densart gewertet wird und nicht mehr als zweit- , Nehmt nur so manche unserer tonangebenden Dläi-
>ßtes Gebot unserer Religion, als Grundbrding mg ^ tter, unb wenn ihr einmal keine haßerfüllten Sätze,
■ jedes ernsthafte Christenlân. Nun aber laßt ™ böswilligen V«leumdungen, keine absichtlichen
en Aerger beiseite und Hort, wie und wo sich die âdrehungen drinnen findet, dann meldet es und ich
istliche Rächftenflrbe wieder zeigen fall. ^ ^-^ ®^rc unserer Zeit im goldenen Buch ber
Einmal bei dir selbst! édjon in aller Frühe! A'lchlchte oermetferu Ab« auch für das gewöhnliche elleicht hast du schlicht geschlafen ober zu wenig? ZtzEnleben ^"^ unserer Mitwelt ch christliche d nun läufst du wie ein toll« Kreisel in deiner Nächstenliebe unumgänglich notwendig. Unser ganzes ube ober im Zimm« umher, und Gott gnade dem Tun und Lassen ch vielfach eingestellt auf das Wort chvogel, der heute mit dir zu tun hat. Ja, ginge '
m das wirklich nicht anders? Ist es jetzt besser, öl du di-r und beirren Familienangehörigen und usleuten fchon in all« Herrgottsfrühe den gangen ig verdorben hast, weil sich das Dienft-âchen esmaj bekreuzt, eh,? es mit dir spricht? Warum iß denn aus einem sÄch kleinen Morgenwölkchen ich den ganzen langen Tag ein Dauergewitter nie- ?krachen? Hast du noch Nie beobachtet, wie die
' jedes ernsthafte Christe nlân. en Aerger beiseite und Hort, roh
istliche Nächstenliebe wieder zeigen soll.
„Dm Ich ist alles . Und Metes Ich zieht uns wie ein Mühlstein in die bodenlosen Tiefen der Selbstsucht.
< Schluß folgt.)
inne klein? Wölklein auflöst — auf einmal ist nichts hr da! Sollte nicht auch die christliche Nächsten. Je solche Kleinigkeiten in aller Stille überwinden
b euch alle zuammen kreuzfidel machen für den nron Tag, sodaß ihr morgen noch mit heimlichem Hen an bas sonnige Gestern benft und einen gleich Ilgen Tag sufammenftent!
Ober bist tra ein Bau« aber sonst ein Dienstherr « Borg ptzt«. Muß denn mit allen Herrgotlsakra ' Tag erngeweiht werben? Muß denn jed« Beschl aus m^tganglich« Höhe des „H«rn" herabksm- " m* ^111 Bergefchrnack: zuerst komme id), dann ige, lange nichts, dann die ffebemmbfiebaig Mist- u-en utto dann ibr? Und dann ki^ ihr und inm- Ä in euren Gesellschaften und schinipst in den Blöt- n, daß mit den Untergebenen von Heme nichts mehr mocheu sei; boshaft feien sie, trotzig, nach-üsstg und itz d« Kuckuck was noch alles! Wird schon sein «r ich glaube, daß ihr daran selbst dM Schuld "• . Oder habt ihr jemals schon ernsthaft dran- racht, i-tiß eure Dienstboten und sorijt.gen Unter» r^n ^ Menschen sind? Ich seh nur immer, daß ft '^oschinen betrachtet, die Tag und Nacht r Fußschemel jur eure Laumen machen sollen, nie M. r*“ ------ ^-'^- ^-- -
Lehre und Leben.
Ein Korrespondent aus Trollhatten veröffentlicht in ber schwedischen „Sozialdemokratischen Neuzeit" Fvlgeès:
„Ein weiß gemalter Racer mit rein gespültem Deck und glänzenden blanken Ratten in der Manöver-CaLine gleitet dm Fluß abwärts.
Der scharfe Steven schneide lautlos die Master- flachen und die Maschinen entwickeln eine AktivitÄ, welche durch 2 Propeller eine Fahrt von 23 Knoten hervorbringt.
Aus Deck stehen zwei bequeme Korbstuhle und hn Salon herrscht ein Luxus, der einen Herrscher aus bem Haufe Hohesizâm vor dem Fall hätte zufriebenstellen können.
An Bord bewegen sich eine Anzahl Persönlichkeiten mit vornehmen'. Benehmen. Distinguierte Herren und modern gekleldete Damen, welche die go^e Welt als ihre eigene spez'eils Zugchörigkeit zu betrachten scheinen. Das Boot legt an ber Brücke an. Die Passagiere steigert ans Land imb überlassen dem Schiffs- und Decf» personal, die Proviantierung des Schiffes nachzufchen und fürs weitere zu sorgen.
Staöt und Land.
Auf der in Rendsbura abaehalrensn Tanu deutschen Bauernvereine hielt bet bekannte bay .^e Banernkührec Dr. Heim eine Rede, in welcher der ernste Wille sich ausdrückt, auch Andersdenkende« uerecht zu werden in der Erkenntnis, daß kein Glied ! Kn es Köipers gedeihen kann, wenn andere, ebenso s lebenswichtige, verdorren. Es wird hier eindringlich avor gewarnt, innere Kämpfe so zu übersteigern, daß das Volksganze dabei in Gefahr gerät.
Dr. Heim sagte u. a.:
„Es handelt sich darum, die Zerklüftung im Volke, die Krankheiten an den inneren Organen desselben, aufzuhalren, sowie die Amputation von Bolksteilep vom deutschen Vaterland zu verhindern. Unser« Produktion ist durch die Abtrennung von Volksteilea um 20 v. Ä., ferner durch die Mißuände der ungünstigen Zeitverbäliniste um weitere 20 v. H. zu- rückgegangen. Ein Stieitruf wäre in einer Zeit, in der wir jetzt leben, nicht angebracht. In einer Zeit, wo wir ein Volk ohne Kraft sind, wäre es eine Gewissenlosigkeit, neue Streitgegenstände hervorzurufen. Die Wirkungen des Versailler Friedensver- träges werden iwr erst in nächster Zeit zu spüren bekommen. Es ist noch nicht der tiefste Punkt, de wir bisher erlebt haben.
Die Zeit, die wir vom Waffenstillstand 19W bis heute verlebt haben, waren die festen Stunden, die noch einigermaßen erträglich waren. Was jetzt fommt, ist furchtbar. Darum: Wir wollen keinen Kampf im Innern, wir wollen Vergehen. Wir
Eine erste Nachfrage bestätigt, daß die Reise von
Stockholm nach Trollhatten 1800 Liter Denzin zu je .w«™ ^^ .^.^
^' ^ ^ — ^00 schwedische Kronen gebraucht hat. Das wollen nicht beitragen zu ^udm.^uvuhi.u, wn <uijusboot war ursprünglich für Kriegsgel-rauch ge- wollen dazu beitragen, daß wir uns kennen lernen,
wollen nicht zerklüfren, wir
wollen nicht trennen, wir
wollen überbauen, wir wollen vereinen. Wir
Mißverständnisf.n,
wir
me mwüLtick» frin Mh.f„„ ,„A' ' „' * 2 “,HWW‘ ^y- urjprungti^ jur srrlegsMdrauch ge- wollen dazu vettragen, daß wir uns teni
' “ ' L .WLv euy jDtiin _[ie ft^dach^als U-BosL-Iä«« mch verbrauchte M der Stunde iWilikwollen nicht Haß, wir wollen Siebe.