Einzelbild herunterladen
 

E

Mr

oie katholischen Gemeinden

iiihwaiiatiiMLWjjn^ittaiHi^w

Erscheint jeden Sonntag u. kostet vierteljLhrl. Ausg. A 2. M., B 2.50 Mk. Redaktionsschluß Montag. Anzeigen die einspaltige Kolonelzeile oder deren Raum 40 Pfg. Bei Wiederholung entsprechender Rabatt. Für Offert- und Auskunft-Anzeigen 30 Pfg. extra. Anzeigen müssen spätestens bis Montag morgens im Besitz der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda sein. Größere Anzeigen erbitten wir uns entsprechend früher.

...... Snitf anb Bedag iw Fulda« 2lttien0nntoeL '

wochenkalender.

nntag. 14. August. 13. nach Pfingsten. (EusebiuS, Bek.) ontig, 15. August. Mariä Himmelfahrt.

enstag, 16. August. Joachim, Pater d. sei. Jungfrau. .- ^chuS, Bek.

ntwoch, 17. August. CarolomannuS, Bek. Hyacinth, Bek.

MinerStag, 18. August. Wigbert, Abt. Agapitus, M. .selena. Kai,er»n.

ceuag, 19. August. Von der Oktav von Himmelfahrt. L^-oaidus, Eins/ Julius, M)

7m"-lag, 20. August. Bernard, Kchl.

Dreizehnter Sonntag nach Pfingsten.

lEvangel. Joh. 17, 1119.)

In jener Zeit, als JesuS nach Jerusalem reifte, ng er mitten durch Samaria und (&ahläa. Und als ^u einem Flecken kam, begegneten ihm zedu aus- tzige Männer, tue von ferne stehen blieben. Und sie gaben ihre Stimme und sprachen: Jesus, Melster, »arme dich unser! Und da er sie sah, sprach er: ehet hin, zeiget euch den Priestern! Und cs geschah, ism sie hinglngen, wurden sie rein. Als aber Einer in ihnen sah, daß er rein sei, kehrte er um, lobte ort mit lauter Stimme, fiel auf sein Angesicht zu inen Füßen, und dankte ihm: und dieser war ein amaritan. Da antwortete Jesus und sprach: Sind teilt zehn gereinigt worden? Wo sind denn die neun? einer findet sich, der zurückläme, und Gott die Ehre rbe, als dieser Ausländer. Und er sprach zu ihm: ich« auf und gehe hin; dein Glaube hat dir geholfen.

Die Ehrenkrone auf geweihtem Haupt.

u wem schickte der Heiland im heu­tigen Evangelium die Aussätzigen? Aniwori: zu den Priestern. Durch diesen Auftrag hat er den Priestern große Ehre und Auszeichnung er­wiesen und hat außerdem jenen

ran len Männern völlige Gesundheit geschenkt wie ur Belohnung dafür, daß sie so bereit waren, sich en Priestern vorzustellen. Erkenne also den Willen es Heilandes, daß die Gläubigen den Priestern chre erweiien, eine Ehre, die auf Christus selbst, en ewigen Hohepiirjler zurücksällt, der zu den iposteln spiach: wer euch ehrt, der ehrt mich", ^anz recht haben also die Christen und schnurgerade andeln sie nach den Absichten des Herrn und Hei- andes, wenn sie darauf bedacht sind, um das ge­seihte Haupt ihrer Priester eine Ehrenkrone zu lechlen.

Scl on im alten Bund trugen die Priester den kranz der Achtung und Ehre. Durch ihre Kleidung ogen sie die Augen auf sich und erweckten heilige khrfulcht. Auch hatten sie Anspruch auf den Lebens- Ulterhalt, der thuen aus den Opfern und Erstlingen r Gläubiaen rnfloü. Denn wer dem Altar dient.

soll auch vom Altar leben". Auflehnung gegen das Priestertum taub ost auffallende, schreckliche Sühne. Denke an Dathan und Abiron und ihren Anhang, die wider Aaron sich empörten und das Priestertum sich anmaffen wollten: Lie Erde spaltete sich unter ihren Füßen und lebendig fuhren die Frevler hinab 3ur Hölle. Als der König Ozias, der ein ge­waltiges Heer auf den Beinen hielt, auch noch das Priestertum in seine Gewalt bringen wollte und ins Heiligtum eindrang und das Rauchfaß ergriff, um ein Opfer darzubringen, sprach der Hohepriester Azarias zu ihm:O König, es ist deines Amtes nicht, daß du dem Herrn ein Rauchopser angünbeft, sondern das Amt der ißt testet die zu diesem Dienste geweiht sind; geh also hinaus aus dem Tempel, damit du nicht zu Schanden wirst."

Doch der König in seinem Ueber mut wollte keine Vernunft annehmen; zornig schwang et das Rauch­faß und bedrohte damit den Hohepriester; aber im selben Augenblick brach der Aussatz an seiner Stirne hervor und blieb ihm als Denkzettel sein Lebtag. (2 Par. 26,21)

Selbst bei den Götzendienern stand das Priester­tum im höchsten Ansehen, so daß bei vielen Heiden­völkern das Königtum und Priestertum in einer Hand vereinigt war. Selbst Alexander, der Große, unter dessen Flußtritt die Erde bebte und dessen Wort Könige ein- und absetzte, zollte dem Priester­tum feine Achtung. Als er auf einem Kriegszug nach Jerusalem kam, nm Stadt und Polk zu ver­derben, ging ihm der Hohepriester im Dinat entgegen, um den allmächtigen Gebieter um Scho­nung anzuflehen. Kaum hatte Alexander den Priester erblickt, da stieg er aus dem Wagen und warf sich vor dem Gottesdiener nieder. Bon feinein Liebling Parmenio gefragt, warum er sich vor einem Men­schen so tief erniedrigt habe, gab er zur Antwort: O Parmenio, nicht den Menschen sondernden wahren Gott, dessen Priester er ist, habe ich, angebetet.

Wenn Juden und Heiden ihren Priestern Ehre e, weisen, ist es dann eine ungereimte Forderung, daß auch die Christen und zumal die Katholiken ihren Priestern Ehre erweisen? Das ist der aus­drückliche Wunsch des hl. Paulus, wenn er schreib!: Priester, die gut vor stehen, halte man doppelter Ehre wert",besonders jene, die mit Lehre und Predigt sich abmühen". (1 Tim. 5, 17). Und wahr­lich, die Geschichte liefert den Beweis, daß die Katho- liten allzeit es verstanden haben, ihren Priestern lind Seelsorgern Dank und Ehre zn erweisen. Den ersten Christen spendet der hl. Paulus das Lob, daß sie, wenn er es gewünscht hätte, sogar die Augen sich ausgerissen und ihm übergeben hätten. Und welch schönen Abschied haben die Gläubigen von Milet rind Ephesus ihrem heißgeliebten Paulus be° reitet! Sie umringten ihn wie ihren gemeinsamen Vater, fielen ihm unter Weinen und Schluchzen um den Hals, gaben ihm den Friedenskuß und geleiteten ibn rum Meere. lApa. 20, 36).

Das Beispiel der Apostolischen Zeit hat sich unter den Christen fortgepflanzt bis auf unsere Tage. Denke an eine Primiz l Wie viel Freude und Teil­nahme der Verwandten, der Gemeinde, der Diözese. Die Kirche, das Haus des NeupriesterS, die Straßen, der ganze Ort ist geschmückt: Sorgfältig achtet man auf den Primizianten, seine Gestalt, sein Aussehen, sein Gebet, seine Zeremonicii, seinen Gesang, unb alles empfängt mit tiefster Ergriffenheit seinen ersten Segen. Denke an eine Vfarrvorftellung, ein Jubi­läum, einen Abschied. Und wenn ein Seelsorger, der lange und gut in einer Gemeinde gewirkt, zum guten Hirten geht, um Rechenschaft abzulegen über die Sorge um feine Schäflein, wenn für ihn bit Sterbeglocke schallt und er hinausgetragen wird in die Mitte des Totenackers, dann legen die Gebete, die Kränze, die Nachrufe und die Tränen Zeugnis dafür ab, daß alle ihren Vater verloren haben.

Möge es immer so bleiben. Ein Volk, das seine Priester ehrt, ist ein gläubiges Volk, ist ein frommeâ Volk, das im Priester Christi Stellvertreter sieht und ehrt. Ich versichere dir, daß allen Ehren zum Trotz der Priester noch schwer genug zu tragen hat an seinem Amt, an seinen Verpflichtungen, an seiner Verantwortung, so daß einer der edelsten, der hl. Chrysostomus, der Ueberzeugung war, daß manch» Priester verloren gehen infolge der großen Verant­wortung über die Seelen. Und kein geringerer als der hl. Paulus schrieb mit bebender Hand folgende Worte nieder:Ich züchtige meinen Leib und bringe ihn in Knechtschaft, damit ich nicht, nachdem ich andern gepredigt habe, selber verworfen werde". (1 Kor. 9, 27). Betet vor allem für die Priester, betet um gute Priester, betet um viele Priester. Grüßet auch die Priester mit der gehörigen Ehrfurcht, Freundlichleit und Bescheidenheit, und grüßet die grienet zuerst, auch die Frauen und Damen. Der i)l. Franziskus, der nur Diakon, nicht aber Priester war, hätte, wenn ihm ein Engel und ein Priester gleichzeitig begegnet wäre, zuerst den Priester ge­grüßt! Die Hauptsache aber: laßt euch von den Priestern führen auf dem Pfad der Tugend. Was der hl. Paulus von den Thessalonilern hofft, daS wünschen wir von euch allen, daß ihr dort drüben un sere Freunde u. unsere Krone bildet". (1. Thess. 2,20) _________ Der Burgpfarrer.

'?>^- Der beste Teil. -^---

Siim Seite Mariki Himmelfahrt.

Im Monat August, dem Erntemonat, begehe« wir auch ein himmlisches Erntefest: den seligen Heimgang der hochgebenedeiten Gottesmutter, Maria Himmelfahrt. Sie ist schmerz- und klaglos von dieser Erde geschieden, aufgezehrt mehr von Sehn­sucht nach ihrem göttlichen Sohne, als durch leib­liche Schwäche. Ihr Sobn kam, von den himmlischen Scharen begleitet, und öffnete ihr die Tore der bimm^ tilgen Freuden; mit Seele und Leib ging sie ein in die Äwuden des Herrn. die keinem Erdenkinde bell«»