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wochenkânder.

nntag, 7. August. 12. nach Pfingsten. Cajetan, Bek- DonatuS, B. u M.

r,ütag, 8. Äugust. Cyriakus, LarguS, Smara rduS, M enstag, 9. Äugust. Vigil von Laurentius. FirmuS u DiuftiluS, Di. Romanus, M.

ittwoch, 10. Tugust. LaurentiuS.

rnnerstag, 11. August. Tiburtius u. Susanna, M.

:eilag, 12. August. Klara, Jgfr.

imstaa, 13. August. Oktav von Verklärung. Hippolythus u. Genoffen, M. Kassian, Dt. Johannes Berchmanns.

Zwölfter Sonntag nach Pfingsten.

(Evangel. Luk. 10, 2338.)

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern- »lig fin0 die Augen, welche sehen, was ihr seyet! :nn \j) sage euch, daß vrere Propheten und Könige )cn wollten, was ihr sehet, und hauen es niwt gesehen, i0 hörens was ihr Hot, und haben cs nicht gehört, io siehe, ein Gesetz reiehrter trat auf, ihn zu Ver­chen, und sprach: Meister, waS muß ich tun, um das nge Leven zu erwerben? Er ober spra y zu ihm: las steht geschrieben im Gesetze? W:e liesest du? mer antwortete, und sprach: Du sollst den Herrn, tuen Golt, lieben von deinem ganzen Herzen, von iner ganzen Seele, aus allen deinen Kräften, und iS deinem oanz.n Gemüte, und deinen Nächsten wie ch selbst. Da sprach er zu ihm: Du hast recht geant- artet; tu das, so wirst du leben! Jener aber wollte h alS gerecht zeigen, und sprach zu Jesus: Wer in nn mein Nächster? Da nahm Jesus das Wort, und rach: ES ging ein Mensch von Jerusalem nach iricho, und fiel unter die Räuber. Drese zo en ihn iS, schlugen ihn wund, und g'n en hinweg, nachdem : ibn halb tot liegen gelassen hatten. Da te es h, daß ein Priester denselben Weg hinabzor: und er h ihn, und ging vorüber. Ein reisender Lamaritan er kam zu ihm, sah ihn. und ward von Mitleid rührt Er trat zu ihm hin, verband seine Wunden, td goß Oel und Wein dmem; dann hob er ihn aus in Lasttier, suhlte ihn in die oerberge, und tru i Sorge r ihn. Des andern Tages zog er zwei Denare heraus, ch sre dein Wirte und sprach: Trage Sorge für «hn, ib was du noch darüber auswendest, will ,ch cir bc= bien, wenn ich zuruckkomme. Welcher nun von diesen reren scheint dir der Nächste von dem gewesen zu in, der unter die Räuber gefallen war? Jener aber rach. Ler, welcher Barmherzigkeit an ihm getan hat id Jesus sprach zu ihm: Geh hin, und tu desgleichen!

Ine Dornenkrone aus geweihtem Haupt.

mn auf das

r macht alles gut! Welch schönes Lob für den H iland. Aber ach von kurzer Dauer wie die Jonas, haube. Von den Pharisäern bear. beriet, spitzten Die- Juden ihre Zun­gen zu unflätigen Beleidigungen, Haupt ihres göttlichen Wohltäters

eine Dornenkrone und schlugen in seine wunder­mächtigen Hände die schrecklichen Nägel.

Das ist PriesterloS! Er spendet den Menschen Wohltaten und empfängt dafür oftmals bittern Un­dank, und auf sein geweihtes Haupt legt man die Dornenkrone. Ein Priester nach dem Heizen Gottes läßt sich dadurch nicht beirren. Er weiß, laß es nach der Weissagung des Heilandes so sein muß.

Der Schüler ist nicht über dem Meister", spricht der Herr,und der Knecht nicht über dem Herrn; es ist genug, wenn der Schüler es hat wie der Meister uns der Knecht wie der Herr: wenn man den Hausvarer Beelzebub gescholten hat, wie viel mehr die Hausgenossen." (Mt. 10, 24) Der P< >e- ster weiß, daß es nötig ist, für Go tes Eyre und Gebot zu leiden, weiß, daß ihm solche Leiden die schönsten Orden einiragen aus der Hand des gött­lichen Meisters, der da spricht:Selig leid ihr, wenn end) die M -machen schmähen und verfolgen und alles Böse mit Unwahrheit über euch reoen um meinet willen: freuet euch und frohlocket, denn euer Lohn ist groß im Himmel". (Mt. 5, 10.)

Wie hat man es den Aposteln gemacht, diesen eisten und heiligsten Priestern des Heilandes? Gei ßelstreiche, Kerkerhaft und blutiger Tod waren ihr Anteil. Keiner von ihnen ist ohne Marter durch­gekommen. Selbst Johannes, jene Taube ohne Arg, lene Biene ohne Stachel, mußte in die Verbannung ziehen und in einem Kessel mit siedendem Oel ein Bad nehmen. Von den Päpsten und Bischöfen der imebopanohfeben Zeit und die meisten Märtyrer gewoiben. Wie der Sm> m die Bäume auf bei Höne am ärgsten mtnimmt, so entluden sich auch die Verfolgungen zumeist über das Haupt der Päpste Bischöfe und Prieuer. Denke an Laurentius, dessen Gedächtnis wir am 10. d. M. begehen, der zwar nicht Priester, ober Dralon der Kirche von Rom war, deür die Verwaltung des Kirchengmes anver- iraut war, wie die Herden sich seiner bemächtigien und den Kirchenschatz ihm entlocken wollten. $01 dieser ebenso kluge als tapfere Levite hat das gon^ Kirchen gut, sogar die A'.largefäße. in die Hände der Armen ge piet', und als der Verfolger sich bezogen ah, da kannte leine Wut gegen Laureniins kern Grenzen, und der jugendliche Held wurde auf einem feurigen Roste zu Tode gequält.

W gen seines Kampfes gegen den Luxus bei den obeien Zehntausend in Konstantinopel, wurde ein hl. Chky ostornns in eine unwirtliche Gegend bei» bannt, wo er bald aufgerieben wurde; wegen bei energischen Vert etung ber kirchlichen Rechte wurde ein hl. Ambrosius von den Beamten mehrmals mit dem Tode bedroht; wegen reiner unbeugsamen Recht- gläubigkeit U urde ein hl. Athanasius »lieh,Mals von seinem Bischofssitz vertrieben und mußte heimatlos durch die halbe Welt wandern. Was mußte sich Pius VII. von dem übermütigen Korsen gefallen lassen! Welch ein Haß und welch ein. Spott wurde

gegen PruS IX. entfesselt, alS er die Unfehlbarkeit es Papstes zum Dogma erhoben uub denSyltabus" aerausgav, um gegen tue modernen Irrtümer ener­gische Stellung zu nehmen. In frischer Eiitinerung sind noch d:e Unbilden, die unsere Bischöfe

und Priester erlitten haben.

zur Zeit des ibilturtampH Wie viele Pfarrer und Kap­läne wurden damals nicht w gen chrlo er Taten,

oiibmi einzig wezen ihrer Treue zur Kirche ge« naßreaelt, abgesetz', mit Geldstrafen belegt, ins Ge- fätlgn-s gesetzt. Wie mancher ©'Chorger, der cs gut und ehrlich meint, w-rd vo i seiner Gemeinde nicht verstanden, muß allerlei Verleumdungen, offene und vrsteifte Angriffe über sich ergeben lassen, die sein Herz fransen und seine W rksamkeit aushöhlen.

Wenn ausgelprochene Gottesleugner und Kirchen« feinde vom Prieuer nichts wissen wollen, wenn sie ihm mit Mißtrauen begegnen, wenn sie in seiner Gegenwart sich unbehaglich fühlen, so verstehe ich das ohne weiteres. Wenn eine verkehrte, gottenl- sremyete Kunst in der Maler»i, im Kino und auf dem TH ater das Priestergewand besudelt und das Lrieuerdild verzerrt, so wundere ich mich darüber nicht: es sind eben Feinde der Religion, die der Priester predigt und brieibwt, es sind Freunde des Auslebens", das der Priester verwirft und oei werfen muß. Was soll man aber dazu sagen, wenn Katho­liken, die bei ihren Pliestern die Predigt en, die bei den Priestern ihre Sünden beichten, die z>r den Priestern ihre Kinoer in den Religionsunterricht chicken, wenn diele das Schimpfen und onnie:en über ihre Priester und Seelsorger zum Lieblings- tbema erwählen, das sie sogar vor den Ohren ihrer Kinder abdrejchen?!

Aber, wir t du fragen, haben die Priester keine Fehler? Erlaube eine Gegenfrage: hat unser Heiland Luge! zu Priestern ^^m^^^^? Rnr dann wären sie fehlerlos. Doch nein, Rlenjchen bat er zu die em Amie auserkoren, Menschen aus Fleisch und Blut, Dien leben mit Fehlern und Gebrechen. Und warum tat es der Heiland so gemacht? Laß es dir sagen nom Völkerapo/>el Paulns:Der P>iesier ist aus sen Mensche» genommen, damit er Dbtleib haben könne mit den Irrenden und Fehlenden, weil er auch selber mit Schwachheit umgeben ist" (Hebr 5,1) Große Fehler freilich soll der Priester nicht haben: im Gegenteil, sein Wandel soll nach dem hl. Cy>y- ostomusreiner fein als ein Sonnenstrahl" und er oll nach den Wouen des Heilandesdas Saiz der Erde lern und das Licht der Welt". Hat er gleich-

uohl Fehler, so ist es sein eigenes Bei derben; du aber kannst dennoch aus seinem Dienste Vorteil ziehen, venu du nur willst. Aber es steht dir nicht zu, über d e Priester zu Gericht zu sitzen oder aus Ab- uelgung gegen einen Pnefler Gottesdienst und Sakramente zu veriäum.n. Pc>esterv rächtcc und Priesteroeiiolger finden ihre Si-ase, oft sogar auf­fallende St rase. Denn sagt der Heiland zu den Aposteln: ^Wer euch verachtet, der verachtet mich *