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Wochenkalenver.

onntag, 17. Juli. 9. nach Pfingsten. AlexruS, Bek.

Monta 1, 18 Juli. CamilluS. Bek. Symphorosa und deren 7 Söhne, M. (Im Dom JahrgedächtniS für den Hochsel. Bischof Adalbert Endert)

Dienstag, 19. Juli. Vinzenz u. Paul, Bek.

Mittwoch, 20. Juli. Hieronymus, AemllianuS Bek, Margareta Jpfr. u. M. donnerStag, 21. Juli. Praxedis, Jgfr.

Zreikai, 22. Juli. Maria Magdalena, Büßerin.

èamSfai, 23 Juli. Apollinaris, Bisch u. M., LiboriuS, Bischof u. Bet.

neunter Sonntag nach Pfingsten.

(Evangel. Luk. 19, 4147.)

In jener Zeit, da Jesus Jerusalem näher kam, inb die Stadt sah, meinte er übe- sie und sprach: Wenn doch auch du cs erkenntest, und zwar an diesem reinem Ta e, was dir zum Frieden dient! nun aber ist es not keinen Augen verborgen. Denn cs werden ^a e über dich kommen, wo deine Feinde dich mit einem Walle umgeben, dich ringsum einschlrcßen, und von allen Seiten dich beän stigcn werden. Sie werden dich und leine Kinder, Die in dir sind, zu Boden schmettern, und in dir keinen Stein auf dem andern lassen, weil bn die Zeit deiner Heimsuchung nicht er­kannt hast. Und als er in den Tempel kam, fing er in, die Käufer und Verkäufer, die darin wären, hinaus- tutreiben, und er lprach zu ihnen: Es steht geschrreben: Mein Haus ist ein Bethaus; ihr aber habt es zu einer Aüuberhöhle gemacht. Und er ivg m ruynaj im xcniirtL

Ein ßriedemdienft.

er Heiland hat der Stadt Jerusalem den Frieden pewünicht und bittere Tränen über sie bei gossen, weil sie diesen Frieden durch ihren Unglauben und ihre Halsstarrigkeit verscherz« hat.

- as Amt der Friedensboren hat der Heiland seinen Aposteln übertragen. Boten und Bringe» des Friedens tollten sie sein.Wenn ihr in ein Haus ioinmet, so Prechrt querst :Friede sei diesem Hau e und allen die darin wohnen". Von den Aposteln ist das ^rieben: anit auf ihr Nachfolger, dieBiichöe und Priener übe«gegangen. Von ihnen gilt das Lob des Propheten:W«e ichön sind die Füße derer, die den Flieden vorhin Den". Wo und wann üben die Priejier ihren Friedensdienst hauptsächlich ans? Denke an das Sonniagsamr, bei dem du regelmäßig ans dem Munde des Priesters nach dem Paier Roste- die B«t«e vernimmst:Pax Domini sit semper vo- bisctim: der Friede des Herrn sei mit euch immei« dar." Denke au ein Levitenamt, bei tvelchem sich d e Priester den Friedenskuß geben mit den Worten: Pax teciyn: Friede sei mit dir.

Du siehst: das hl. Metzopferist das Friedensopfer des Neuen Bundes, bei welchem Friede geschlossen wird zwischen der beleidigten göttlichen Majestät und em Sünder.

Dabei muß ich dich auf einen wichtigen Punkt Hinweisen: nicht der Priester als solcher ist es, bei als Fticdensmiikler ericheint, sondern der aötiliche Weiland selber, der in eigener Per on das hochheilige Opfer da bringt, lvährend dem Priester nur die Rolle des S ellveriielers zukommt. Du wirst nun fragen: wie kommt der Heiland auf den Altar? W^e wird er gegenwärtig? Antwort: durch die Konsekra- tion, durch die Wandlung, bei welcher die Gewalt des kaiholischen Priestertums Heller erstrahlt als der Morgenstern Um dir eine würdige Vorstellung vom Wesen der Wandlung und eine geziemende Ehrfurch« argen die Priester einzuflößen, wollen wir einen Augenblick bei der.Wandlungsgewalt mit einander verweilen.

Den Priestern, als Freunden Gottes, gilt be. sonders das Wort des Pfalnusien: überaus g,oß ist ihre Macht. Nicht über Länder und Menschen er­streckt sich ihre Gewalt, sondern über den Herrn aller Länder und aller Menschen, über den Som Könes, über den Heiland, über feinen hochheiligen Leib und iein hochheiliges göttliches Blut. Ich ziehe einen Vergleich aus einem Wunder in der Geschichie Jsiaels heran. Als Jofue nach dem Ueber schreiten d s Foidans allmählich das gelobte Land eroberte, wurde er eines Tages mit fünf Königen der heid­nischen und gottlosen Amorrhäer in einen Kamps veralt 5^:2 Ä5^2 bis ium Abend daüerie das blutige Handtverk. Durch Goit's Hilfe war Israel S eger geblieben und hatte den Feind aufs vaupt geichlagen. Nun senkte der Abend seine dunklen Schatten auf d e blutgetränkten Gefilde und es halte den An chein, als wollte der Rest der besiegten Feinde n der Deckung der Nacht eniweichen und so dem Tod entgehen, den sie für ihren Götzendienst gerechter* weise verdient hatten. Da nahm sich Iosne, dieser cb nio fromme als tapfere General, ein Herz und es wuchsen ihm die Schwingen des Vertrauens bis zum Himmel hinan und unter dem Drange eines inneren Antriebs wandte er sich zur Sonne und iprachSonne, st^he still l". Und augenblicklich hielt sie inne in ihrem blitzschnellen Lauf und stand still wie ein Pferd, das von seinem Reiter mit einem gewaltigen Ruck zum Stehen gebracht wird. Noch einige Stunden stand sie gebieterisch am Himmel oben imö leuchtete zum göttlichen Strafgericht, bis öer letzte feindliche Mann erledigt war. Niemals mehr, weder früher noch ipäter, ist ein Tag |o lang gerneien wie vieler. Sag an, war das nicht eine große Gewalt, bie Jome übte? Jawohl, eine große, eine unerhörte, eine wunderbare Gewalt, eine Ge­walt über Die maje: ätische Sonne, die niemand be- i ühren oder anhalten kann.

Nun sieh und staune: eine größere Gewalt hat der Priester. Als wäre es ihm zu wenig, über die Sonne zu gebieten, zu wenig über Menschen zu ge­

bieten, zu wenig, über Engel zu gebieten, streckt er seine Hand über die Himmel empor und holt den Schöpfer aller Sonnen, aller Menschen und Gerster, Christus, den Sohn Gottes herab von feinem Tgron zur Rechten seines Vaters und legt ihn mit z ttern» der Hand auf das schneeige Linnen auf dem Altar.

Oder sage, ist das nicht der Inhalt und das Wesen der hl. Wand ung? Seht, in seine heiligen, hochgeweihten Hände nimmt der Priester die Hostie, deren Wesenheit Brot ist, beugt sich über bieielbe und als wäre er kein Mensch mehr, sondern Christus selber spricht er darüber die Worte des Herrn: hoc est corpus meum: das ist mein Leib. Und sogleich wird die Wesenheit des Brotes aufge­hoben und an ihre Sielle.tritt der Leib Christi. Und übermal beuat sich der Priester, nimmt in die Hand den Kelch, bissen Inhalt Wein ist, unb als wäre er kein Meirich mehr, sondern Christus selbst pricht er darüber die Worte des Herrn: hic est calix sanguinis mei: das ist der Kelch meines Bluies, das für euch und für viele vergossen wird znr Ver­gebung der Sünden. Und augenblicklich verschwindet aus dem Kelche der Wein und unsichtbar öffnet sich das Iesuherz und läßt all fein Blut ergießen in den strahlenden Kelch.

Bei des Priesters Heilger Handlung Wird durch wunderbare Wandlung Fleisch das Brot und Blut der Wein.

Was dabei das Aug nicht siehet, Dem Verstände selbst en fliehet Sieht der feste Glaube ein!

Siehst du nun die Gewalt des Priesters? Wer auf Erden oder im Himmel darf sich einer solchen Gewalt rühmen? Den Engeln genügt es, niit Furcht und Zitiern Gottes Befehle zu vollstrecken der Pliester, der Priester allein, weil Golt cs so will, übt Gewalt über Christus, und der Sohn Gaues «nacht sich freiwillig zu seinem Diener. Begreifst du l'tzt, daß der Priester einer solchen Würde sich nn« würoig fühlt? Daß ein hl. Franziskns, ein hl. Cph- rem und viele edle Männer aller Zeiten cs nicht über sich bringen konnien, eine so große Würde an» znnehmen? Du aber, bring dem Priester nicht bloß ad)fung entgegen, sondern mach dir auch die Gnaden iu Nutzen, die in fei e Hand gelegt sind. Wohne gewissenhaft jeden Sonn- und Feiertag und wo mög­lich auch an We, klagen dem hl. Meßopfer bei, da­mit Gottes Gnade und Friede sich herabfenkt in dein Herz wie frischer Morgentau. Der Burgpfarrer.

So geht es!

Erst kommt die Lauheit, dann der Zweifel, Dann Widerspruch, dann Haß und Spott: Das halbe Denken führt znm Teufel, Tas ganze Denken führt zu Gott.

Fr. W. 'lebet;'