Einzelbild herunterladen
 

Wochenkalender.

Sonntag, 22. Mai. Vreifaltigkeltrsest. (Emit, M. Julia, Jgfr. u. M.)

Montag, 23. Mai. Vom Tage.

Dienstag, 24. Mai. Vom Tage. Maria Hilfe der Christen.

Mittwoch, 25. Mai. Gregor VII., Papst. Urban, P. u. M.

votmerrtaz, 26. Mai. Frsnlcichuamsseft. (Philippus Neri, Bëk. Eleutherius, P. u. Wi.)

Freitag, 27. Mai. Von der Dftab. Beda, Kchl, Johannes, P. u. M.

Samstag, 28. Mai. Von der Oktav. Augustinus, B. Apostel Englands.

Das $eft der heiligsten Dreifaltigkeit.

(Evang. Matth, 28, 1820.)

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel uno auf Erden. Darum gehet hrn, und lehret alle Völker und taufet sie im Namen deS Vaters^und des Sohnes uud des heiligen Geistes: und lehret sie alles halten, was ich euch befohlen habe: und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an's Ende der Welt.

Schlechte Geschäfte.

»WU'piie heiligste Dreifaltigkeit ist die un- ^'â erschöpfliche Quelle aller Güte, das M^M unermeßliche Meer der Wohltaten ^5/»® an Engel und Menschen. Es liegt nicht in unserer Möglichkeit, die heiligste Dreifaltigkeit, dieses uner­gründliche Geheimnis, zu begreifen: wohl aber liegt es in unserer Möglichkeit, die heiligste Dreifaltigkeit zu ehren und ihr nachzuahmen durch Wohltun an die Menschen. Eine Be eidigung, eine Kränkung der heiligsten Dreifaltigkeit ist die Habsucht, ist der Geiz und überdies für den Menschen ein schlechtes Ge­schäft.

Welches Urteil fällt der hl. Geist über dieses Laster?

Es gibt nichts Schlimmeres als einen Geizhals: einem solchen ist sogar seine Seele feil"

Ein solcher Geldhamster und Geizhals ist Judas gewesen. Anstatt das ihm anvertraute Gut ehrlich zu verwalten zum Segen der Apostel, zum Segen der Armen, hat Judas mit seinen diebischen Fingern hineingegriffen in die gemeinsame Kasse und manchen Groschen seinem eigenen Beutel einverleibt. Selbst der Schein der Wohltätigkeit mußte herhalten, um seinen wahnwitzigen Geldhunger zu befriedigen. ' Als Magdalena jenes Alabastergefäß zerbrach und das Oel ausgoß über Je^u Haupt, wer hat da gemurrt? Judas, der Nimmersatte Geizhals.Hätte man nicht dieses Salbe um 800 Denare verkaufen und den Er­lös den Armen geben können?" O du erbarm« sicher Heuchler, du bist entlarvt: nicht Almosen willst du aeben. sonden deinen Beutel füllen.

Immer fester umkrallte de« Teufel der Habsucht den unglücklichen Apostel. Eines Tages überraschte er die Hohepriester mit der Frage:Was wollt ihr mir geben, wenn ich euch Jesum ausliefere?" Sre versprachen ihm 30 Silberlinge: Judas willigte ein. O schmachvoller Handel, o schlechtes unrentables Ge-

Auf zum Katholikentag in Zulda.

Die Fahne hoch, die Christi Siegsgemalten Weitstrahlend in dem Kreuzesbilde trägt, Die welterlösend ihre heil'gen Falten Um Millionen Menschenherzen schlägt. Die alles Dunkel hellt zur Himmelsklarheit Und allen Irrwahn löst in ew'ge Wahrheit.

Auf diese Fahne wir die Hände lenken Zu neuem Schwur und neuer Schwerterweih', Sie soll die Herzen und die Zungen lenken Zum Schutz der Freiheit in der Christustreu', Zum Geisteskampf im Spiele aller Waffen, Dem höchsten Lebensziel den Sieg zu schaffen.

Um diese Fahne treten wfir zusammen In Einheit, die der Stärke Pfunde wiegt, Um neu uns mit Begeist'rung zu entflammen Für jedes Recht, das da verwundet liegt. Verwundet von dem falschen Geist der Erde. Ihm sei gesprochen heut' ein neuesWerde",

Von dieser Fahne muß dasWerde" klingen Für Staat und Kirche, Schule, Stadt und Haus, Muß jedes Alter und Geschlecht durchdringen, Es heben über Irdisches hinaus, Mutz jeder Arbeit die Geleise richten. Den Zwiespalt mild im Wort des Friedens schlichten.

Aus dieser Fahne soll der Gruß euch wehen, Ihr alle hier, zur schönen Tat bereit, Im Rettungskampfe wollt ihr mutig stehen, Dem Heerbann Christi treu und fest geweiht. So seid gegrüßt; in Fülle soll sich legen Auf diese Tagung Gottes reichster Segen.

schäft! Ist Jesus nicht mehr wert als dreißig Silber­linge? Sicher hätten diese reichen Pharisäer gern ein ganzes Landgut, ein ganzes Talent Gold springen lassen, nur um den verhaßten Nazarener in ihre Ge­walt zu bekommen! Und Judas begnügt sich mi dreißig lumpigen Silberlingen, die nachher gerate dazu hinreichten, den Acker eines Töpfers zu kaufen. Wahrlich nein, da hast du kein gutes Geschäft gemacht, verblendeter Judas, du bist ein schlechter Kaufmann gewe'en!

Doch nicht einmal diese geringe Summe konnte er behalten. In seiner Hand wurde das Geld zu

einer glühenden Kohle. Klirrend warf er die Schand­summe auf das Pflaster deS Tempels und sprach: »Ich habe gesündigt, weil ich unschuldiges Blut bet« raten habe!" Und dann packte ihn die Verzweif» lung mit ihrer eisernen Faust und er griff zum Stricke uud machte seinem Leben ein Ende und ging an seinen Ort.---

Ja, es gibts nichts Schlimmeres als einen Geiz« hals, denn einem solchen ist sogar seine Seele seil!

Soll ich dir einige Merkmale der Habsucht und des Geizes nennen ? Es sei, und ich bitte dich, darin dich zu spiegeln, ob vielleicht dieses Laster auch in deinem Herzen eine geheime Wurzel habe.

Das erste Merkmal des Geizes besteht darin, daß man alles haben will, nicht genug bekommt. Hat der Bauer zehn Aecker, es ist nicht genug, zwanzig will er haben. Hat ein Kapitalist drei Millionen, nicht genug, zehn will er haben; hat ein Arbeiter 50 Mark Taglohn, nickt genug, 100 will er haben. Feuer und Sturm bekommen genug, der Geizhals aber niemals.

Ein zweites Merkmal besteht darin, daß man nichts hergeben will. Jede Sammlung, jede Kollekte bringt den Geizhals aus der Fassung: schon wieder eine Kollekte? Schon wieder eine Sammlung? Hat man denn seine leibliche Ruhe nicht mehr? Nimmt denn die Bettelei kein Ende? Regelmäßig siehst du in den Städten an den Türen der Geizhälse mit großen Buchstaben die Inschrift: Hausieren lind Betteln verboten 1 Gibt der Geizhals etwas, so sicher nur wenig und unter Schimpfen und Murren. Kennst du den reichen Prasser? Da war alles im Ueber fluß: der Tisch war bestellt mit köstlichen Speisen und Getränken, die Kiste voll mit Gold­stücken, der Palast reich an Zimmern und Woh« nnngen. Hat er aber dem armen Lazarus auch nur eine Kammer ausgeräumt? Ach nein, der sollte nur draußen schlafen auf einem Bündel Stroh bei der Hundehütte, und von den Abfällen aus der Küche bekam er noch nicht einmal die Brosamen. Das ist Geiz.

Ein drittes Merkmal ist die Liebe zum Geld. Man kann nicht genug bekommen, es zu zählen, zu sehen, darin zu wühlen. Man schindet sich und plagt sich von morgens bis abends, man gönnt sich kaum die nötige Ruhe und Nahrung, alles des lieben Geldes wegen. Da gibt es keine Rücksicht mehr auf Freunde und Notleidende, keine Rücksicht auf Ehre und Gewissen. Habsucht und Geiz schrecken nicht zurück vor Diebstahl und Mord, nicht zurück vor Lüge und Betrug, nicht zurück vor unredlichen Nachenschasten und Schiebergeschäften: wenn es nur Geld gibt. So war es bei Ananias und Saphiera. Sie hatten eiuen Acker verkauft und gaben den Erlös dem hl. Petrus, um in den Geruch der Frömmigkeit zu kommen; doch nicht das ganze Geld, das hat der Geiz nicht gelitten; einen Seil behielten sie heimlich zurück; sie konnten sich von dem aeliebten Sckad nicht trennen. Und was go^