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Kassel, den (5. Mai <921.
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Erscheint isden Sonntag u. tostet oierteljährl. Ausg. A L— Jlt., C82.50 Mk. Redaktionsschluß Montag. Anzeigen die einspaltige ^olonelzeile oder deren Raum 40 Pfg. Set Wiederholung entsprechender Rabatt. Für Offert» und Austunst-Anzeigen 30 Pfg. extra. Anzeigen müssen spätestens bis Montag morgens im Besitz der Fuldaer Acttendruckerei in Fulda sein. Größere Anzeigen erbitten wir uns entsprechend früher. Druck und Verlag der Fuldaer Aetiendruckerei.
wochenkalender.
mnlag, 15. Mai. Hl. Pfingstfest. (Joh. Baptist de la Salle, OrdenLstister; Sophia, Jgfr. u. M.^
onlai, 16. Mai. Pfingstmontag. (Johann 'o. Nepomuk.
M.; Ubatdus, 'S.)
ienstag, 17. Mai. Pfingstdienstag. (Paschalis Bahton, P
lttwoch, 18. Mal. Quatember. (Son der Oktav Venantius, M.
onnerstag, 19. Mai. Von derOktav. Petrus Cölestinas, B.;
Pudentiana, Jgfr.
reitaj,20. Mai. Von der Oktav. Bernhardin v. Siena, Bek-
amstag, 21. Mai. Bon der Oktav.
psinMormtaq.
(Evangel. Joh. 14, 23-31.)
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Senn mich jemand liebt, so wird er mein Wort halten, nd mein Vater wird ihn rieben: wir werden zu ihm rmmen, und Wohnun, bei ihm nehmen. Wer mich icht liebt, der hält meine Worte nicht: und-das Wort, welches ihr gehört habt, ist nicht mein, sondern des üters, der mi-h gesandt hat. Dieses habe ich zu euch eredet, da ich noch bei euch bin. Der Tröster aber, er hl. Geist, den der Vater in meinem Namen senden irb, derselbe wird euch alles lehren, und euch an alles :tnnern, was immer ich euch gesagt habe. Den Frieden interlasse ich euch, meinen Frieden geb' ich euch; nicht ie die Welt gibt, geb' ich ihn euch. Euer Herz betrübe ch nicht, und fürchte nicht! Ihr habt gehört, daß ich ach gesagt habe: Ich gehe hin, und komme wieder zu ach: wenn ihr mich liebtet, so würdet ihr euch ja euen, daß ich zum Vater gehe: denn der Pater ist rö^er, als ich. Und nun habe ich es euch gesagt, ehe» enn cs geschieht, damit ihr glaubet, wann es geschehen in wird. Ich werde nun nicht mehr viel mit euch :den: denn es kommt der.Fürst dieser Welt; aber ei at nichts an mir, sondern damit die Wett erkenne, 2h ich den Vater liebe, und tue, wie mir es der Vater cfohlen hat.
Vom Geiste des Hochmuts.
oll der bl. Geist, der König des heutigen Pfingstfestes, in ein Herz kom- , nicnf so muß es frei sein von Hoch- mili; soll der hl. Geist in eine ^amine kommen, so muß sie frei fein von Hochmut; soll der hl.
peilt in ein Land kommen, so muß es frei sein von )ochmui; soll Ler hl. Geist in die Welt kommen, p wuß sie gesäubert werden von Hochmut. Gortes öeisi und der Hochmut sind unverträglich wie Feuer «nd Wasser. Gott ist groß und er will, daß wir msere Kleinheit erkennen; Gort ist der Unendliche, er Uuerschaffene, der Unabhängige, und er will, aß wir unjcre Ee ä ö; flicl leit, Beschränktheit und lbhängiglcit erkennen. Golt ist reich und n.ächrig nd er will, daß wir seine Hüte suchen durch demütiges -evel. Davon will der Hochmütige nichts wissen
und sich seinem Gotte nicht beugen: daher denn das unerbittliche Verdammungsurteil über den Stolz vonseiten des Heiligen Geistes:
„Der Stolz ist Gott und den Menschen verhaßt;
Er ist der Anfang der Sünde;
Wer ihn im Herzen behält, wird mit Fluch erfüllt;
Ein hoher Grad von Stolz ist es, wenn der Mensch von Gott nichts Wissen will." (Eccl. 10, 7)
Pfingstmorgen.
Von Feldmann. (Geismar. E.)
' ennig warm die Frühlingsnacht! iütenregen rauschen;
>'ond und Welt in Maienpracht i Lel'ge Grütze tauschenk
Sternlein küßt Frau Nachtigall Bei der Quelle Klingen, Bis die Lerchen sich mit Schall $ In die Himmel schwingen.
Morgenglöcklein talentlang
Wecket ferne Welten;
Loll sein süßer Silbersang vohem Feste gelten?
P nrpurmorgenröteschein chimmert in den Bäumen, Daß mein stiller Buchenhain chreckt aus süßen Träumen.
lud nun rauscht's vom Berge her!
Sonnenblitze glühen;
.ius den Blüten, nachttaufchwer, -Zeuerzungen sprühen.
)at denn Gottes Geist erneut
Sich ins Tal ergossen,
Dieser Welt geschenkt sich heut', Glanz- und lichtumflossen?
Nachdruck verdatens
Kenrist du den Pharao und seinen unerträglichen Hochmut und seinen verruchten Eigensinn? „Also gebietet der Herr," sprach Moses in Gor' Auftrag zu ihm, „du sollst mein Volk ziehen lassen aus Aegypien." Pharao ober warf sich in die Brust und prach: „Wer ist der Herr, daß ich auf seine Stimme hören sollte? Ich lasse das Volk nicht ziehen." Durch viele Strafgerichte mürbe gemacht, gab er endlich d.e Einwilligung zum Auszug, ja drängte und trieb das Volk zur höchsten Eile. Doch kaum war der Himmel wieder hell, der vorher verfinstert war, kaum war das Wasser wieder klar, das vorher blutig» rot ivar, da reute ihn seine Nachgiebigkeit. „Arif, ihr Vasallen," ries er, „steiget zu Pferd und jaget ihnen nach." Und wohin ging die tolle Jagd? Hinein
in den Rachen des Verderbens, hinein in das rote Meer, durch das soeben die Israeliten trockenen Fußes gezogen waren. Doch was geschah? Als das ganze Äegyptervol? in der Mitte angekommen war, schlugen die Wellen des Meeres schaumend zusam« men und König und Volk, Roß und Reiter waren gefangen und begraben. Das ist Gottes Urteil über den Hochmut. —
Hast du gehört von Aman und seinem lächer« lichen Hochmut? Weil ein einziger Jsraelite, Mar« dochäus, sein Knie nicht vor ihm beugte, war er aus Rand und Band. Am Galgen sollte der kühne Mann seinen Frevel büßen. Doch was geschah? Durch Gottes Fügung wendete sich das Blatt: Mar- dochâus wurde der erste Beamte des Königs, Aman aber mußte am selben Galgen baumeln, den er für Mardochäus zubereitet. Das ist Gottes Urteil über den Stolz.
Hast du gehört von Nabuchodonofor tutb feinem wahnwitzigen Stolz? Eine goldene Bildsäule hatte er ausstellen lassen, vor der alle Minister und Amtmänner und Bürgermeister und Beamten mitsamt dem Volk ihr Knie beugen sollten. Drei Jünglinge aber blieben aufrecht stehen. „Augenblicklich betet chr die Bildsäule an", sprach zornglühend der König zu ihnen, «sonst lasse ich euch in den brennenden Ofen werfen — und wer ist der Gott, der euch aus meiner Hand erretten könnte?" — Doch was geschah? Bald darauf kam der König vom Verstand und wurde vom Throne gestürzt und geberbete sich wie ein unvernünftiges Tier, lief aus die Weide und fraß Gras und die Haare wuchsen ihm wie Schwingen eines Adlers und Nägel wie die Krallen eines Raub« Vogels. Tas ist Gottes Urteil über den Stolz.
Kennst du den Herodes Agrippa, den Mörder dFs Apostels Jakobus, und seinen lächerlichen Stolz? Eines Tages hielt er eine Rede, und alles Volk klatschte Beifall und rief: „Eines Gottes Stimm« und nicht eines Menschen"! Der König steckte diese! Kompliment als bare Münze ein und blähte sich aus als Gott, da er nur ein sterblicher Mensch war. Und was geschah? Augenblicklich schlug ihn der Herr, und, von Würmern verzehrt, gab er seinen Geist auf. Tas ist Gottes Urteil über den Swlz. Mithin ist es klar, daß der Siolz verhaßt ist bei Gott. Ist aber der Stolz angenehm bei den Menschen? Geht man einem Stolzen nicht aus dem Wege? Meidet man nicht seinen Umgang?
Der Stolz ist der Anfang der Sünde. Lnzifers Abfall, worin hat er seinen Grund? Im Hochmut. „Dem Allerl ochsten will ich gleich sein! In die Sterne will ich meinen Thron setzen, in die Wolken mein Nest bauen". Und Adams Sünde, kam sie ' nicht vom Hochmut? Tas kannst du deutlich entnehmen aus den Worten der Schlange „Keineswegs werdet ihr sterben ; vielmehr werden euch die Auge» aufgehen und ihr werdet Gott gleich sein."
Wer den Stolz im Herzen behält, wird mit Fluch erfüllt. Hätte Luzifer den Regunaen des Stolze-