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Wochenkalender.

Sonntag, 8. Mai. 6. nach Ostern. Michaels Erscheinung.

Montag, 9. Mai. Gregor v. Nazianz, Kirchenlehrer.

Dienstag, 10. Mai. AntoniuS, Bisch, u. Bek. Gordianus u. Epimachus, M.

Mittwoch, 11. Mai. Vom Tage (MamertuS, Gangolf).

Donnerstag, 12. Mai. Oktav v. Himmelfahrt. Nereus, Achilleus, Donntilla, Pankratius, M. M.

Freirag, 13. Mai. Vom Tage. Servatius, B.

SamStag, 14. Mai. Vigil v. Pfingsten. Bonifatius, M.

Sechster Sonntag nach Ostern.

(Eoang. Joh. 15, 2616, 4.)

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn der Tröger kommen wird, den ich euch vom Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, derselbe wird von nur Zeugnis geben Und auch ihr werdet Zeugnis geben, weil ihr vom Anfänge bei mir seid. Dieses habe ich zu euch geredet, damit ihr euch nicht ärgert. Sie werden euch aus den Synagogen ausstohen ja eS kommt die Stunde, daß jeder, der euch tötet, Gott einen Dienst zu tun glauben wird. Und Las werden sie euch tun, weil sie weder den Vater noch mich kennen. Aber ich habe euch dies gesagt, damit, wenn die Stunde kommt, ihr euch daran erinnert, daß ich es euch gesagt habe.

Zn guter Geselljchast.

jemals bist du in so guter Gesell- schast als im Augenblicke nach der bl. Kommunion. Ganz besonders für diese kostbare, auserlesene Zeit gilt die Mahnung des Apostelfur- sien aus der heutigen Epistel:Seid

wachiam in Gebeten".

Ja, die Danksagung nach der hl. Kommunion eine ebenso selbstverständliche als segensreiche Pflicht. Schon bei den Meirichen gilt es als grober, unver­zeihlicher Fehler, empfangene Wohltaten nicht zu schätzen empfangene Wohlmien nicht zu windigen, sur empfangene Wohltaten nicht zu danken oder die­selben wgar mit Undank zu belohnen. Auch der Verland hat ein menschlich fühlendes Herz, das durch Unrar r auf das bitterste gekränkt wird. Wenn der Heiland nicht einmal einen Trunk Wassers unbelohnt laBt, den man einem Armen verabreich', welches Un­geheuer von Rohheit und Unnicnschli c keit.est du dann, wenn du es am Tanke würdest fehlen lassen in einem Augenblick, wo du nicht einen Tnin! Wassers, fonbem das Fleuch und Blut deines Goties empfangen hast. Ich will dir einige Uebungen der Danksagung namhaft machen, mit denen du wie mit einem Blumenstrauß deinen göttlichen Besuch erstellen sollst.

Hat dir der Priester das Himmelsbrot auf die Zunge gelegt, dann soll dich beglücken und beseelen

der Glaube und die Ueberzeugung, daß du nun mehr besitzest als alle Kronen und Edelsteine, mehr als alle Königreiche und Länder, daß du nun besitzest den Schöpfer der Welk, den Herrn der Heerschalen, das höchste, schönste, beste Gut. Freue dich über diesen Besitz und mache dir zu eigen daS Wort der

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--*5^ Kinbet Marlen» von fern und nah, ß ^ Der sonnige, wonnige Mai ist da! t? Der schreibt er v el tausendmal ins Gesild, ß ^ Aus jeglicher Knospe er bricht und quillt, fi

^ Aus jeglicher Blume es blüht und sprießt: «1 a Maria, M^rla, sei gegrüßt! ( 4 ü ^ ravt fingen die Welten den Preis der Herm (i

^ Von pol 5«m pole, von Siern zu Siern;}

^ Doch über len he rlichen ZphSrensang H

5 Erhebt sich ein süßer, ein milder Klang ^

4 Kein anb'rer so lieblich das Ohr uns büßt: V ( Maria, Ma ia, sei gegrüßt! -

3 S, könnt' ich es jubeln wie Lerchenschlag y

^ Hinaus in den fröhlichen Maientag! »Z i) 0, Könnt ich erfüllen die frische Luft C fi Mit dieser hochheiligen Gruße» Duft, - ^ ) Der all.'§, war bitter ist, mir versüßt: y Maria, Maria, sei gegrüßt!

ü Ich weiß nicht zu fingen ein schön'rer Lied; ^

^ Den Saiten Kein süßerer Ton entfließt, 1

i) Kein Quell ist so hell. Kein Himmel so rein, ^

(i So warnt und so wonnig kein Sonnenschein, >

5 Als wie von Engelslippen er fließt: V

0 Maria, Maria, sei gegrüßt!

4 Franz Eichert. ,=

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Ä'L''i^L^'L.'''im''L'''D''^^'Ki!n^'L''ii^'L''ân^>â'^

allersekigsten Jungfrau:Hoch preiset den Herrn meine Seele und mein Geist frohlockt in Gott, meinem Heilande".

Berdemülige dich vor deinem Heiland, hoffen Ichuhriemen onfzulöfen wir noch weniger würdig sind als ein Jo anneS. Um so mehr soll in dir answallen das Gefühl deS Dankes, dem du Ausdruck verleihen kannst mit der Harfe des Pialmisten: Tanket dem Herrn, denn er ist gut, und ewig währet ein Erbarmen". Lade zum Tanke auch ein die Gräser und Blumen, die Planeten und Sterne, die Patriarchen und Propheten. die Apostel und Evan­gelisten, die Märtyrer und Bekenner, die Heiligen alle und der Heilige» Königin, die asterseligste Jung- frc;t, dieses Gesäß der Audacht:Preiset alle den

1

Herrn, denn er ist gut, und ewig währet sein Er^ barmen".

Leihe auch dem Heiland dein Ohr und lmische^ was er innerlich zu dir spricht, was er innerlich dir zu sagen hat. Mit dem frommen Samuel spricht: Rede, Herr, dein Diener hört". Weise ihn nicht ab^ wenn er große Opfer von dir verlangt, verlangen muß in deinem eigenen Interesse, verlangen mutz aus Liebe zu dir. Erneuere also deine Vorsätzei keine Sünde mehr, und unter keinen Umständen ge« rade diese-- Sünde. Die Kette der nächsten Gelegenheit muß gesprengt werden, wäre sie auch von Gold und Eisen. Ablegen will ich meine Fehler streben will ich ehrlich und mutig nach der Tugend, nach der Vollkommenheit und greifen will ich nach der Krone des Himmels.

Jetzt ist auch der Augenblick gekommen, bem Hei« land deine Diltkn und Wünsche vorzutragen. Sri dq nicht kleinmütig und verzagt. Hast du denn cinelt schwachen und armen Heiland empfangen ober nicht vielmehr den allmächtigen, den unendlich freigebigen?/' Oeffne weit deinen Mund", ruft er dir zu,öffna weit deine Seele, ich will sie erfüllen mit himmlischen Gaben". Bedenke, daß nun bei dir ist der göttliche Arzt, der alle Krankheiten heilen, der gute Hirt, der alle Seelen zurückführen und heiligen kann. Siells dir den Heiland vor auf dem Thron der Herrlichkeit die Hände gefüllt mit Geschenken und Gaben, mit ey dir zurust: nimm mir diese Gaben ab, sie gehören alle dir.

Hüte dich, nach der hl. Kommunion sofort aus den« Gebetbuch zu beten. Es wäre das ein Armutszeugnis! erster Klasse ein Zeugnis für die Leere und Unbe^ hvifenhert deiner Seele. Nein, ohne Gebetbuch, un* mittelbar sollst du einige Minuten mit dem Heilands verkehren und sollst ihm mit eigenen Worten sagen, wie es dir ums Herz ist. Nachher allerdings, weni« der Behälter deiner Gedanken leer gelaufen ist, sollst' du auch zuln Gebetbuch greifen und daraus deine Ari-' dacht ergänzen und vervollständigen.

Wie viel Zeit sollen diese Uebungen der Danksa­gung in Anspruch nehmen? Es hat Heilige gegeben, die haben eine Stunde und mehr mit dem Heiland sich beschäftigt. Unter Len Geisteslehrern gibt es aber wohl keinen einzigen, der nicht an dem Mindestmaß einer Viertel Stunde unerbittlich festhielte. Da gibt es aber Katholiken aller Stände, aller Berufe, jedes Geschlechtes, die verwenden eine und zwei und mehr Stunden für die Toilette, für Visite, für das Wirts­haus, für das Kino, für das Theater, für den Spazier­gang, für Len Tratsch und für viele andere teils un­nütze, teils schädliche Dinge für den Heiland aber und für ihre arme Seele opfern sie nicht einmal eine Viertel Stunde. Ist es dann ein Wunder, wenn ihre Kon^munionen so wenig Frucht tragen, so wenig Aen­derung hervorbringen im täglichen Leben?

Und sellstverständlich soll der ganze kommnnkon- log heilig sein: ist es ein Sonntag, so wohne auch dem No hm'ttags-Gotteedienst bei, mache eine Besuch»?«