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Zum Zentrumsjugendtag in §u!da!

Am 18. und 19. Mai findet in Fulda eine Tagung r Windthorstbunde und der akademischen Ortsgrup- n der Zmtrums Partei statt. Zur Zeit ergehen seitens » Reichsgenrraisekretariats die Einladungen an die ganislUionen der Zentrumspartei. Auch dem Gene- Sekretariat in Fulda sicht eine beichränkte Anzahl n Ausweiskarten zur Verfügung. Wir richten nun unsere Parteifreunde in Stadt und Land die drin- nde Bitte, uns umgehend solche Frauen und Män- r zu benennen, an die die Einladungen und Aus- listarten verschickt werden sollen. Der Reg. Bez. lssel muß unbedingt entsprechend seiner Wählerschaft ctreten sein. Unsere ganz besondere Bitte ergeht die Zentrumsjugend, die einst berufen sein wird, e führende Stellur^ einzunehn.en, besonders für die ldemische Jugend muß es Ehrensache sein, sich ge- laßen an der Tagung der studentischen Ortsgruppen

Sulba zu beteiligen. Von dort muß ein neuer, scher, begeisternder Zug gehen durch die gesamte ntrumsjugend! Hoher beseligender Idealismus ge- art mit praktischem gesunden Wirklichkeitssinn muß »gehen von der Fuldaer ZentrumsjugeMagung, die ugnis ablegen soll dafür, daß der herrliche Zen» msgedanke tiefe Wurzel geschlagen hat, auch in un- er st» viel geschmähten und anscheinend teilnahms- en Jugend, sie muß den Beweis erbringen, daß dieser danke in ihrem Herzen lebt, daß er ihr ganzes inere ersaßt hat und daß sie auch nach lßen immerdar bekennen will, daß sie stst ht in alter Zentrumstreue, wie die Väter, io immer müde Fechter sinken im blutigen rauß, da kommen neue Geschlechter unb fechten mutig aus". Die Anmeldung der Delegierten muß Halb schriftlich beim Generatstkretariat der kurhessi- m Zentrumspartei in Fulda, Rhabarmsstr. 25, er» gen, damit die erforderlichen Unterkunftsräume noch chafst werden können. Für die Tagung ist folgendes ogramm festgesetzt. Mittwoch, 18. Mai, 10 Uhr m.: Begrüßung durch den Vorsitzenden der deutschen alruMvPartei, Gch.-Ral Trimborn. Anschließend ein ferat über diePolitische Jugenderziehung durch die ndthorstbunde" von Universitätsprosessor Dr. nen»Bonn. Diskussion» 2 Uhr nachmittags: t Referat überDie Organisation der Windthorst» Referat überAkademiker und Zentrum" (Univ.» of. Dr. Schreiber-Münster, Mtgl. d. Reichst.) und Referat überDie Bedeutung und praktische Ar» t der studentischen Ortsgruppen der deutschen Zen- mspartei", Dr. Stricker-Ltünster. Anschließend rkussion. 2 Uhr nachmittags: Fortsetzung der Dis- sion. 5 Uhr nachmittags: Berichte der Windthorst- rd»Ausschüfse. Einladungen ergebn: 1. an die Ver» Lbe der Windthorstbunde, soweit solche bereits wie­bestehen und an die Mitglieder der Windthorst- ld und Oung-Zentrumsoereir« (Kettelerbunde); 2. die studentischen Ortsgruppen der Zentrumspartei; an die Zentrumsftaktion des Reichstages urü» der Mage; 4. die Vorsitzenden der Landes- und Pro» zialorganisationrn und der Wahlkreisvertretungen; ° die Generalsekretäre und Sekretäre der Partei; in dir Vorstände der konfessionellen männlichen und blichen Vereinigungen; 7. an die Presse. Die Par» eitung hofft, daß die Jugend recht zahlreich an der Sung teilnimmt und daß aus allen Teilen des Rei» Vertreter erscheinen.

cm Anfchluß an diese Tagung soll am 20. und 21. " ^"^ 'Mormatorischer Kursus für die Vertrauens- Hi« Li F^tecsekretäre stattfinden. In diesem ^ ^^°»m der auswärtigen Politik, Wirt» ^ . Finanz» und Kommunalpolitik behandelt

Ältlich wird die Jugend, besonders auch die ^^ zahlreich beteiligen. Wo sollen L-'-ircr hr> kommen, wenn der Nachwuchs versagt!

>^ Diverse Fnlda. t^ j 5ür den kalh. Gcscllevvereia war das diessâhrige 9uedes hl. Joseph ein Ehrentag. In ßer Zahl eilten die Gesellen und die älteren Kok- Ssanhcmger am frühen Morgen zum stmwmugs»

vollen Severikirchlein, wo der Diozesanpräses. Herr Pfarrer Atzert, für die lebenden und verstorbenen Mitglieder des Gesellenvereins das hl. Meßopfer dar­brachte. Erbauend war der Anblick, als so viele Jung- männer zur Kommunionbank schritten. Nach einem schönen Brauch versammelten sich nachmittags die ka­tholischen Vereine: Männer- und Meisterverein, St. Josephsverein kath. Arbeiter undSBlnfribia" mit dem Gesellenverein in alter Treue am hohen Chore des Do­mes und zogen unter Gesang durch die Hallen des Got­teshauses zur Maeienkapelle, die die Teilnehmer kaum fassen konnte. Herr Stadtkaplan B o t t h o f hielt die Festpredigt, in der er die Dereinsmitglieder aufforderte, die für die Jetztzeit so notwendigenMänner der Tat" zu werden. Während der vom Gesellenpräses gehal­tenen sakramentalen Andacht fang der Gesellenchor unter Leitung des Herrn Jos. Ebert gut und rein mehrere Lieder und ein mehrstimmiges Tantum ergo. In imposantem Zuge ging es wieder zurück zum Chor. Die Familienfeier in Form eines Dcreinsabcnds erfreute sich eines starken Zuspruchs. Bis auf den letzten Platz waren die schönen Räume des Gesellenharffes besetzt. In begriffet nder Weise schilderte der Präses, Herr Stadtkaplan Böhne, den Gesellenverein als einen befonbers jetzt zeitgemäßen, kulturfördernden Verein, in den alle betr. kath. Jungmänner gehörten. (Ein über­aus abwechslungsreiches Programm hielt die Mitglie­der mit ihren Angehörigen einige Stunden zusammen. Wie schon oft hatte sich die Familie Schöpf in zu» vorkommender Weise in den Dienst der guten Sache gestellt, indem sie gediegene Musikstücke auf Klavier und Streichinstrumenten darbot und sich dadurch Aller Dank erwarb. Die Turnabteilung unter Herrn Schupps Leitung brachte überraschend schöne Uebungen am Darren und stellte zwei prächtige Pyramiden. Die Sänger erfreuten wieder durch hübsche Männerchore und erzielten gleich den Turnern verdienten Beifall. Aber auch die Theaterabteilung blieb nicht zurück; sie brachte zwei Stöcke zur gelungenen Aufführung. Die jungen Bühnenkünstler machten ihre Sache sehr gut Sicherlich wird das diesjährige Schutzfest noch lange in guter Erinnerung bleiben.

Die Orlskraukenkafsenwahl ist am Montag flott und ohne Störung verlaufen und hat mit einem Siege der christlichen Liste geendet. Auf diese Liste entfielen 1435 Stimmen und 23 Kandidaten, auf die Liste der freien Gewerkschaften 1121 Stimmen und 17 Kandidaten. Don 4620 Wahlberechtigten haben 2557 oder 55,8 Proz. ihr Wahlrecht ausgeübt. Wenn man auch allen Grund hat, mit dieser Wahlbeteiligung und dem Ausgang der Wahl zufrieden zu sein, so bleibt doch die Tatsache bestehen, daß eine knappe Hälfte der Wahlbeteiligten ihr Stimmrecht nicht aus. geübt hat. Das wird wohl zum Teil auf die Wahl» Müdigkeit, die sich auch bei den politischen Wahlen ge­zeigt hat, zum Teil auch barauf zurückzuführen sein, daß eine Anzahl Wähler aus zwingenden Gründen der Wahl ferngeblieben sind. Es darf aber auch nicht verkannt werden, daß eine nicht unerhebliche Anzahl Wahlberechtigter aus Gleichgiltigkeit und mangelnder Einsicht über die Bedeutung der Wahl von ihrem Wahlrecht keinen Gebrauch gemacht hat. Diese durch entsprechende Aufklärung und Schulung eines anderen zu belehren wird nächste Ausgabe der zuständigen Stellen sein muffen.

Eichenzell. Das Bischöfliche Generalvikariat ver­lieh dem Hauptlehrer a D. Zentgraf von hier als Anerkennung für seine Verdienste, die er sich durch die Pflege des Kirchengesanges und des Orgelspiels um die Verschönerung des Gottesdienstes gemacht hat, den Titel eines Kantors.

Dietershauien. Tiefer tage Freitag beging unser verehrter HerrBürgermeist er Klemens Schnei- der sein 25jährigcS Dienstjubiläum. Aus diesem Anlaß versammelten sich am Donnerstag abend die Schöffen und die Gemeindevertretung vollzählig in seiner Wohnung, überbrachten dem Jubilar ihre Glückwünsche und machten ihm einen Schreib- fessel mit entsprechender Widmung zum Geschenk. Karl Groß L, der schon vor 25 Jahren zur Ge­meindevertretung gehörte, gedachte in einer kurzen Ansprache der Verdienste, welche sich der Jubilar in den 25 Jahren für dos Wohl der Gemeinde in reichstem Maße erworben hat. Freitag nachmittag

erschien Herr Landrat Frhr, v. Gagern, beglück­wünschte den Jubilar und überreichte ihm eine vom Kreisausschuß gestiftete Ehrenurkunde und einen Stock mit Gravierung als Ehrengabe. Bürger­meister Schneider scheut keine Zeit und Mühe, um die Gemeinde in äußerst sparsamer Weise zu ver­walten. Während des Krieges, wo alle Bürger­meister mit Arbeit überlastet waren, übernahm er auch noch das Amt des Gemeinde- und Schulver­bandsrechners. Auch von schwer-n Schtcksalschlâgen wurde er nicht toericbont. In den ersten Kriegs« jähren starb seine Frau und seine einzige bei ihm wohnende Schwester. Im Spätsommer 1918 starb sein ältester hoffnungsvoller Sohn den Heldentod auf dem Schlachtfelde. Vorigen Winter Jtarb seine jüngste 16jährige Tochter in der Blüte ihres Lebens an ' den Folgen von Grippe. Ungeachtet diesen schweren Verlusten nahm er das Amt atë Bürger­meister wieder an, als er vor zwei Jahren ein­stimmig wieder gewählt wurde, Möge er noch Diele Jahre zum Wohle der Gemeinde seines Amte­watten.

Weyhers. Dem am 1. April aus dem Schul­dienst geschiedenen Herrn Lehrer Lotter veranstal­tete die Gemeinde eine herzliche Abschieds feier. ~ 2m geschmückten Schulsaal halten sich außer den Schülern der Ober kl asse du Herren Dechant Dr. Flügel, Lehrer Storch und Paul, Bürgermeister Paul, Kirchenvor» stands», Gemeinderats- 'und Gemeindeoerlretungsmit- glieder um Herrn Lehrer Lotter oerftmtmeU. Nach dem Vortrag eines Begrüßungsgedichtes schilderte der Herr Dechant in längerer Ansprache trie großen Verdienste, welche Herr Lehrer Lotter während feiner 47jäßrigen Dienstzeit überhaupt und insbesondere der 35 Jahr« feiner Wirksamkeit in Wryhers durch eifrige, gewissen­hafte Pflichterfüllung sowohl im Schul- und Kirchem dienste als auch in vielen Nebenämtern sich erworben, hob besonders hervor sein erfolgreiches Nemühen um die religiös»sittliche Erziehung feiner Schüler durch Wort und Beispiel, die Pflege des Kirchengescmges und Orgelspiels, wies auf die verschiedenen Ehrungen hin, die ihm durch Verleihung des Lrerüienstkreuzes für Kriegshilfe, des Kanlortitels usw. zuteil geworden seien und bie Geschenke, welche die dankbaren Schüler ihm gespendet hatten. Dornoch gedachte er mit er­greifenden Worten der großen Verluste, die Herr Leh­rer Lotter durch den Tob seiner erwachsenen lieben Kinder und. den kürzlichen Heimgang seiner treuen Gattin in die Ewigkeit erlitten, dankte ihm für all das Gute, welches er hier getan, und wünschte ihm einen recht langen, glücklichen Lebensaberck». Tief bewegt dankte Herr Lehrer Lotter herzlichst, wies auf das schöne, freundschaftliche Verhältnis zwischen dem Herrn Dechanten und den Herren Lehrern hier hin, und gab feinem Wunsche Ausdruck, hier, wo er den größten Teil seines Lebens zugebracht, auch den Rest desselben verleben zu können. Mit dem Liede:Es ist bestimmt In Gottes Rat," schloß die zwar einfache aber doch schöne Feier.

Willellalbach. Dieser Tage verließ Herr Pfarr« S ch l e i ch e r t unsere Pfarrei, um nach Lahrbach über* zusiedeln. Seit 1. Oktober 1912 war er als Pfarrer von Mittelkalbach unermüdlich tätig für das Heil der Seelen Besonders während der schweren Kriegs­jahre zeigte er sich als Helfer der Witwen und Waisen, als Tröster der Betrübten. Stets gedachte er der Ge­fallenen im Gcbele. Durch Erweiterung der Kapell« zu Deitsteinbach und Gründung der Kaplanet daselbst hat er sich einen bleibenden Gedenkstein in den Herze« der Bewohner gejetzt. Hatten doch vorher die Gläu­bigen von Kiliansberg und Sparhos an den S-mn» und Feiertagen einen Weg von über 2 Stunden zum Gotteshaus« zurückzulegen! Von dem herrlichen Ge­läute, das früher an den Festtagen weit über di« Grenzen der Pfarrei hinaus hörbar, Gottes Lob ver­kündete, waren drei Glocken dem Kriege zum Opfer gefallen. Durch Bemühung des Herrn Pfarrers Schleichert wurden im vergangenen Jahre wieder zwei neue Bronzeglocken an geschafft. Die Bewohner der Pfarrei wünschen dem Scheidenden eine lange segens­reiche Wirksamkeit in Lahrbach und rufen ihm ein lerzlichesLebewohl" zu. Der neue Herr Pfarrer Fiege wurde aus festlich geschmücktem Wagen am Bahnhof Neuhof von den Bürgermeistern der Pfarrei,