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Kirche. Ist doch ihr heiliges Leben für uns Erden­waller wie ein Licht in dunkler Nacht. Auch unter den Heiligen gibt es Große und Kleine, Bekannte und weniger Bekannte. Zu den letzteren gehört auch der M. Pelres Canisius, dessen Leben wir in der vorigen Nummer den Lesern vor Augen gesühr thaben. Mag er auch ein Stern sein, Ur vielen von uns fern steht, so ist er dennoch groß. Ja, ich möchte ihn eine Sonne nennen am deutschen Himmel in Ur dunklen Nacht Ur Elaubrnsspaltung.

Ein: Sonys war Canisius durch Licht, eins Sonne

zu wollen, daß doch bald Ur volle Tag des wahren > Arbeit gegangen! Wie oft hatte er geändert, acU Gtaubms über ganz Deutschland ausgehe. Zu Gatt! Wie oft hat er das Werk Um Ec bete seiner Ör aber wollen wir flehen, er möge doch seinen treuen fbrüber empfohlen und Ratschläge für seine Ver Ur rung von ihnen begehrt! Noch ein Jahr vor je Hinscheiden hat er die zitternde Hand an bas Bu: legt, cs zu feilen und obzurunden. Als cr starb, es schon üb r 200 Auflagen, SO JcHre später (1 zählte man deren über 400. Noch zu Lebzeiten Seligen war es in wenigstens 14 europäische Spr tie- c übersetzt. Freund und Feind sind heute einw bas ' ^^e ^^'L Arbeit. Die Zeitgenossen, und zwrv

Diener Canisius bald mit der Ehre und Krone ^eiligen schmücken.

Seliger Petrus Canisius, bitte für uns.

N. M.

Der Sipcftd am Schreibtische.

dn-xch seine Wärme. Als die kirchliche Revolution des - geschriebene als durch das gesprochene Wort

16. Jahrhunderts es wagls, mit frevelnder Hand das Licht der katholischen Kirche zu verdunkeln und vom Leuchter zu stoßen. als sir es wagte, das qualmende Licht der Irrlehre auf den Leuchter zu stellen, da zog Nacht, düstere Nacht über einen großen Teil unseres Vaterlandes. In dieser düsteren Nacht tappten Mil­lionen einher, teils durch Gewalt, teils durch Betrug hineingerisfen. ^Und über weitere Landstriche schlug Oie Nacht ihre Flügel, und immer mehr Menschen er­faßte der verlockende Irrtum. Bonifatius! Dein Le- öenswerk steht aus dem Spiele. Der erste Schritt zum Rückfall ins Heidentum ist schon getan. Rette das Volk, Um Dein Schweiß, Dein Blut gegolten! Die Rettung sollte nicht ausbleiben. Ein Stern ging auf in dunkler Nacht: Canisius. Höher und höher zog er seine Lichtbahn am Horizont. Heller und heller ward sein Glanz. Jetzt steht er im Zenith. O, wie er sun-

Im 16. Jahrhundert wurden Ur Kirche noch

sfere und schmerzlichere Wunden geschlagen durch vu» , ... . - ,------- --- ^^--^ ,,-.

^^;,,,,; uuw) wu ^.^u "vJ. Was iüliinzendsten Leuchten des Jahrhunderts, stehen hatte Luther nicht alles getan, um die katholische Lehre ^' Wiederholt £er Ueberzeugung Ausdruck zu g zu verdrehen, die Geister zu verblenden, die Leiden-i^,.c-5.*^ Wbah chsn Glaubens in Be schäften zu entfesseln, die Gemüter zu verbittern. Wie cch ' "^^ Böhmen, Schwaben, Tirol und der Sck geschäftig waren nicht seine Anhänger in Verbreitung f£* 1? " SU;Cn Teil dem Katechismus des fe ihrer Schriften? Ganz Deutschland war davon über» r ^ny*n3 jw verdanken. Hub wenn die Kaihc flutet. Protestantische Katechismen, protestantische : ^wiegen, so verkündete es ver Schmerzensschrei Predigten, protestantische Flugschriften fanden zahllose f^'^â welche l ed^uluW Ur Katrrylsmus des Leser sogar an den katholischen Universitäten und Schu-^,^ ^^ Cavlsius für Ote Krrche Galkes gehabt hat len Bayerns und Oesterreichs ,in vielen katholischen ' l,m li0C!)

Pfarrhöfen, in manchen Mönchs- und Nonnenklöstern, I Hingabe an die HL tömisch-kalholliche Kirche, sogar in den Bauernhausern Tirols. i ' /(ö ., .. . - ... .

« « « - , t (Bonifatius und Canisius.)

DasApostoat der Presse", rote man cs heute! ... , , . * . .. ' ' .. _.

nennen würde, war ein schreiendes Bedürfnis. Sie L " wir seine Ludenschaft, hier die T

Klarstellung, Begründung und Verteidigung Ur kirch- f ^asr für ferne großen Taten. Er lebt und ar! lichen Lehren und Vorschriften durch berufene kathol. ^^ ^^?. ^ur für Ie;us Christus v«d sem Reich Schriftsteller, die ..ohne Bitterkeit, ohne prrsönlâ Ä». die hl. röm'sH.tathoUsche Krrche. Cme kc Ehrsucht., ahm anUre Eigenbestrebungen, ledialich ^ ' '.^^^â'I^ut ist ub.rhaupt nicht denkbar ohne

kelt! Wie er feine Lichtgarben hinein^ in bk ^^ C fer für Ue ß7^ LN Engsten Anschluß ^ den Mittelpunkt katholischer gmf erms des Irrglaubens! Seht, wie die Nacht Seikt roü^ Selten jedoch tritt die liebevolle AnhSnglè

Schritt für Schritt weicht! Wie sie sich grollend !u« & .X^ den Statthalter Christi auf Erden und die g

^schland, die Schwe.z i,,.^^^, ^»t.n , stirer« f.,At,9 ^n ^ mit, strahle!,d zutage, wie Ui den beiden Aposteln De>

rückzieht, da das Licht ihr entstelltes Antlitz offenbar = m-cht! W-»». 6ii9t.culfd.lcnk di- ®^i ^miT^^ Mlen» «uto».

und Oesterreich verdanken, soweit sie heut tatMifih: s naa' ' lAnx«

«M1S h q;A/ kor mX "' /ü, ,,'t.'. ^,-/",?' ifallend, wenn er jeden Gelehrten, Ur sich diesem nifius ' J ^ ^ b ^S:kUnfo dornenvollen, wie verdienstreichen Berufe wid-

Unb wohin immer des Lichtes Wärme drang, da "'*^' 1 rang sich das Volk los aus der tödlichen Erstarrung, irr die der kalte Irrglaube es versetzt hatte. Ueberall LSlgte sich nm es, regeres Leben. Ueberoll wuchs die Liebe zur alten Mutterkirche, die der Irrglaube so sehr schmähte. Wenn heute in Hunderten und Tausen­den Kirchen in deutschen Landen das ewige Licht still vor Um. Talrernakek brennt, wenn Sjliiiior.cn unb Abermilliomn Hände sich falten zum Englischen Gruß, wenn unzöhligemal am Tag die Schelle Ur Wand­lung das hehre Opfer anzeigt, dann verdanken wir

lands, dsm großen hl. Vcnifaiius und dem fel. pi

Canisius. An ten Stufen des apostolischen Ttn

JEKtZK? Ist auf- erhielt im Iahn 717 BenWs ron teor II fallend, wenn er feine Ordensgenerale wiederholt an- ^endang, zu den wilden Völkerschaften Görmar gelegentlichst ersuchte, eine Anzahl tauolicber Ordens- ^" ßm« "^ ^^ ^sy-my muf.er . Mitglieder auszuwählen, denen die Schriflstellsrei als ^' -BJug des Evangeliums ciifnebmen wi CeUncaufgaU zu gewiesen würde? Mit der Feder, ^^^5. ^m psangt am Sepâoer r^^g Car meinte er, die katholische Wahrheit zu verteidigen, die [:.inL^n.^Uv3 ^^ ^?,^ <a7^

Forderungen des Jahrhunderts mit Klugheit zu berück- ^ dem wurdigettMone: «E-Ht h^r,^ ast hm fiditipen und bei Ur gegenwärtigen Not der Kirche die ^^' ^, "^. ^*e â'Olfe. ^Jus Christus ist hiWte ibr-r ©tubkn n Uilicem Eifer atm- ^aaes- sichrer." Dreimal pilgert Bonifatius zu den Ap ckt^u färbet stebeninal Canisius. Jedesmal wird 2

kÄÄ

di-I- -n-M!-s:Nchm" W-HItalm nicht aiim «einsten wMnLn^ehr"n^r ärTt S ^"K'T* «ufc=nomin:tt nicht weniset (Éanifius. 3m H aber anver^ kann man es nicht ner.nen m es, t . r »2n^^M c^ Mj^^r^/At

- ~' » * , Mrottninccn ANfNM'Tren bricht.

i - Legat sich an verschiedenen Höfen oder aNsl^ugsn ztlr Erneuerung schon beste^noer od^r zur - - - -,. - --InEtagen aufhalten mußte, daß er jahrelang ordent- nch.ung erst meucnUr -urchen. In Rom warter

Disnstbmen: er stieg innen, bis ^ ^ Domprediger war oder als wandernder Missionar l,,^r ftS^L^^&i

Kerker. Die Jugend Deut chlands,,, Ort von Land tu h"^ hpr 9,?nn

-Neben 'L' -^ L er ^lick unabMia von eül-er Treue gegen Rom gewankt. Das Glaubensbetenn -feit 1571 verschiedenen Schriften schenleben reichlich ausfüllen sonnte, entfaltete Cani- ^.^ asnommrn^ wurde Wiedmar es^ da möglich ! brücken ließ, war ihm zugleich der hellstrahlende sius eine erstaunlich große Tätigkeit ak!-chriftstâ ^ÄÄ S ^ ^^ ^^ "'

Cr war ein moderner Apostel Ur Presse. Unglaub- shiDe fo hm^, klic Gebiete des damaligen Wissens V es wie ein Mann, Ur fast immer auf apostoli- fumkpantwnde, schriftstellerische Tütivkeit entfalten fd)en Reifen war, Jo viele »nd i^ged'eMc Schriften tcWli$e? Die Aufzählung feiner Werke mit den ver- r." ^" '^7 ''*** ^ }' " " ^-^K' " ^ lf siebenen Ausgaben in Ur neuesten Ordensbibliogra- ®ße unsere Katechismusausgaben gehen auf ihn zu- ^ nimmt nicht weniger als 35 wehripaltige Ouart- ruef Ein wahrhaft gotiluyes Bucht Taufeuden und k;tn ein Die Briefschaften allein, die nun zum ^unUrttaufenUn war es Rettung und Heil. Dreißig i:crftenmal in annähernder Vollständigkeit herausge- Jahre nach seinem ersten Erscheinen war es säum in sieben werden, mögen bis acht starte Bände füllen. 1-1 Sprachen übersetzt. 1686 zählte es 400 Auflagen, '^..hg uin6r Werke wurden nicht nur von den Zeit- Ketzerhammer nannten Canisius seine Zeitgenossen. Lniojfcn, sondern werden noch heute von zustäildlgen

Groß war unser Seliger. Ja, einer der Größten.'Beurteilern als unübertroffene Misterwerke an Reich- mrn6 "" nnotfnüWMm K^»r- nrstf. n» »»^n^lii-ka^ l^^ dtzz Inhaltes wie an Gefälligkeit und Schönheit Ur Sprache anerkannt und bewundert. Alle ohne Ausnahme find beredte Zeugen von seltener Geistes­schärfe, wunderbarer Klarheit des Verstandrs, tüchtiger lUoIogifdKt Schulung, geradezu ftaunencrregenUr Be- (cfenüit in Ur aitchristlichcn Literatur. Vor allem sind sie Zeuq-n eines weiten, in apostolistlrer Diebe ent- slammien Herzens. Gerade darum wurden sie Mil­lionen zum Heil. Man denke nur an seine Katechis­men, durch die Canisius während Uekr Jahrhunderte Ur Lehrer eines sehr großen Teiles der katholischen Iw-end geworden ist. Von Ferdinand L aufgeforUrt, hatte er 1555 denInbegriff Ur christlichen Lehre" erscheinen lallen. Ihm folgten späterder kleine ^^,^. .», ....... . , -..

Katechismus für Katholiken" undder kleinste wrjmit Cyprian: ich anerkenne si^ Kinder und aewöbnliche Leute". Dieser Katechismus.Gebärmutter Ur ka.hollichrn Kirck/e. mi Augwli in "einer ireS MilU war ron Anian« «n d--! ihr i-di Io,i«SH,--dd«> Prim°I d°. -°mu«-n Si. Schmc-'-rrskind ine Seligen «cmeleit. Er blieb sein 3n tem Stauben unb ler S_ejre will 14 rajj . 1 Slugapfel, folAws er lebte. Wir zagend war er an die'als Knabe erngejogen, als tiünglmg feft&c^al-tr

1 T ~ »<*r«c «Ii^y« (JHHI 6 6V. 4 V e

Teil dem apostolischen Eifer und den rastlosen Arbei­ten des seligen Canisius, des ersten und größten deut-

^ W^ä'"" ^ dbE Bing fein Sius. rok |d6ft das 3peW 6« geb« Die großen Dome zu »?»«»«< i»tM it ~ M .

Worms, Köln, die kleinen Kirchen Bayerns" Tirols-, Oesterreichs und der Schweiz hallten wider von seinem Wort. Er lehrte auf Um Lehrstuhl Ur Theologie, war Berater Ur Fürsten und Großen, war Seelenführer von Geistlichen und ganzen Ordensgmossenschaslen, non ; ^ Studenten und c" -

in das Dunkel -

zumal Halte an ihm einen warmen Freund.

dieser erdrückenden Arbeitslast, die allein zwei Mcn-

lich ist es, wie ein Mann, der fast immer auf apoftoli

verfassen konnte. Wer kennt nicht seinen Katechismus?

rück

Groß an apostolischem Eifer; groß an apostolischer Heiligkeit. Was gilt ihm Ehre? Was Anerkennung? Die Kardinalcwürde schlägt er aus. Den Bischofssitz von Wien lehnt er ab. Eine Würde nur sucht feine Demut: V rähnlichung mit dem Gekreuzigten. Ein Ziel nur erstrebt er: Rettung der unsterblichen See-

kmKönnte ich mir ihre Seelen retten und müßte ich sie mit meinem Blute erkaufen, ich würde es für einen G winn erachten."

Das ist Canisius, der zwecks Apostel der Deutschen, die strahlende Sonne in der düstern Nacht des Abfalls

1597 ging diese Sonne unter für diese Erde. Drü­ben in der Ewigkeit aber ging sie auf in neuem Glanze, um nie wieder zu rerlöschen.

1521 ist der Tag ihres ersten Ausganges. 400 Lahrs sind seitdem verflossen. Am 8. Mai 1921 be­gehen wir feierlich tiefen Tag. Wir wollen den Seli­gen bitten bei der Liede zu unserem Vaterlands, bei dem S^weiH, den er für uns vergossen hat, bewirken

War es anders

Canisius? Nie hat der Apostel Deutschlands in

sLsrn Lurch die sturmpepeilschten Wogen dieses Ei

lebens und ein Dankeshymnus für das Glück, glied der güteten römisch-katholischen Kirche zu

Dir sei Ehre, o Vater, Herr Himmels und Erde, mein Schöpfer und Erlöser, meine Kraft mein Heil, der du mich von Jugend auf mit den heiligten Brote deines Wortes beständig ernährt

mein Herz gestärkt hast.Domit ich nicht etwa Herirre mit den irrenden S 'asen, welche k inen H halben, hast du mich in da^ Haus deiner Kirche a nommen, darin mich erzogen, beschützt uti? durch Lehrmeister und Hirten unterwiesen, in denen deinem Willen die Hausgenossen dich selbst hören

deine Stimme erkennen sollen ....

0 heilige römische Kirche! Andere möget verachten und eine Kirche des Antichristes neuner bekenne mich als ihren Bürger. Ihrem Wort u werfe ich mich ohne Vorbehalt. Für sie bin ich b Gut und Blut hinzugeben. In ihr a-lein ist hei mies) und andere durch die Verdienste Christi, un Herrn, und die Gaben des hl Geistes. Dies ist Glaube, meine Zuversicht, meine felsenfeste Uebe

gung.

..Mit Hieronymus bekenne ich frei: wer mit Stuhle Petri vereint ist, der ist mein Mann. mit brosius: ich will in allem Ur römischen Kirche so