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Wochenkalender.

Sonntag, 1. Mai. 5. nach Ostern. Philipp u. JakobuS, Apostel. Walburgis, Jungfrau.

Montag, 2. Mai. Athanasius, Bischof u. Kirchenlehrer.

Dienstag, 3. Mai. Kreuz-Auffindung. Alexander,P. u M.

Mittwoch, 4. Mai. Monika, Witwe. Vigil v. Chr. Himmels.

Donnerstag, 5. Mai. Christi Himmelfahrt. (Pius V., P.)

Freitag, 6. Mai. Herz-Jesu-Freltag. Joh. v. d. l. Pforte.

Samstag, 7. Mai. Stanislaus, Bischof und Märtyrer.

Sütter Sonntag nach Ostern.

(Evang. Joh. 16, 2331.),

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wahrlich, wahrlich, sag' ich euch, wenn ihr den Vater in meinem Namen um etwas bitten werdet, so wird er euch geben. Bisher habt ihr um nichts in meinem Namen gebeten. Bittet, so werdet ihr empfangen, auf daß eure Freude vollkommen werde. Dieses habe ich in Gleichnissen zu euch geredet: ?s kommt aber die Stunde, da ich nicht mehr tn Gleichnissen zu euch rede, sondern offenbar vom Vater euch verkünden werde. An jenem Tage werdet ihr in meinem Namen bitten: und Ich sa e euch nicht, daß ich den Vater für euch bitten werde, denn der Vater selbst liebt euch, weil ihr mich geliebt und geglaubt habet, daß ich von Gott ausgegangen bin. Ich bin vom Vater auSgegangen, und in die Welt gekommen: ich verlasse die Welt wieder, und gehe zum Vater. Da sprachen seine Jünger zu ihm: Siehe, nun redest du offenbar und sp ichst kein Gleichnis mehr. Jetzt wissen wir, daß du alles weiht, und nicht nötig hast, baß dich Jemand frage: darum glauben wir, daß du von Gott ausgegangen bist.

Dein Aommunronkleid

ä)ur für die Frauenwelt!

Wohl kann man in jedem Kleid auf den Acker oder in den Stall gehen, aber nicht in jedem Kleid zum Tische des Herrn. Zwischen Seele und Leib muß in diesem hl. Augenblick die beite Harmonie bestehen. Schön soll die Seele sein, die dem reinsten Gottessohn zur Woh- nung dienenoli, schön dittch den Schmuck der Heilig- machenden Gnade, schön durch den Schmuck f.ommer Uebungen; schön soll aber auch das Kleid sein sauber und würdig. Tas verlangt die Rücksicht auf den hohen Gast, den zu empfangen du dich anschickst.

Wozu aber Tinge he prechen, die sich von selbst verstehen und tue von der Frauenwelt so gewissen­haft befolgt werden? Ist ja das Schicklichkeusgcfühl nach die er Hinsicht beim Fiauengeschlecht be.onders ausgeprägt und ausgebildet.

Nach einer andern Seite aber ist das Schicklich» keitögesühl bei einem großen Teil der Mädchen und Frauen gerade tn unserer Zen bcdauetlicherweüe abgestumpft und eingerostet: und das ist der Punkt

der Ehrbarkeit. In welchem Aufzug kann man denn heutzutage in Stadt und Land 4o manche Vertreter» innen des weiblichen Geschlechtes zur Kommunion» dank treten sehen? Was soll diese Entblößung des Oberkörpers, des Halses und der Brust? Wird hier vielleicht zum Tanze aufgespielt? Handelt es sich hier um Theater und Kabaret, um Bühne oder Kino?

Zürne nicht, wenn ich einen Augenblick bei der Klelderfrage velweile. Oder ist die Sache etwa von untergeordneter Bedeutung? Wahrlich nein Sonst hätte nicht der Apostel Paulus, dem die Sorge für alle Kirchen des Erdkreises anvertraut war, der wie ein Adler burd) alle Provinzen des Römischen Welt­reiches flog, der aller wärtS den Glauben predigte, die Sakramente spendete und Christengemeinden errichtete, sich Zeit genommen, mit der Frauenklei­dung sich eingehend zu beschäftigen. Schlag den ersten Kormtherbrief auf und lies das elfte Kapitel. Dort ist die Rede von einer Unsitte, die sich in die Gemeinde Korinth cingeschlichen hatte. Bisher wurde allgemein an dem Brauch festgehalten, daß die Frau sich mit einem Schleier verhülle. Einige Christinnen, die wohl zu den oberen Zehntausend sich rechneten, hatten sich nun erkühnt, dieses Herkommen zu durchbrechen und den Schleier abzulegen. Ich setze die Mahnung des Apostels wörtlich hierher, aus der du seinen Unwillen über eine solche Neuerung herauslesen magst:

Des Mannes Haupt ist Christus, das Haupt der Frau ist der Mann und Christi Haupt ist Gort. Wenn der Mann beim öffentlichen Gottesdienst mit bedecktem Haupte betet oder einen Vortrag hält, so entehrt er Christus, den er auf Erden zu vertreten hat. Die Kopfbedeckung, das Zeichen der Unter­würfigkeit, würde ja auch darauf hindeuten, daß er hrenleden noch einen höheren Herrn hätte. Be.e» oder redet aber eine Frau mit unberbüntem Haupte, w entehrt sie iqren Mann, den sie durch den Schleier als ihr Oberhaupt zu verehren hat. So stellt sie sich auf gleiche Stufe mit geschorenen Dirnen, die keinen bestimmten Herrn anerkennen. Ist sie scham- los genug, ohne Schleier aufzmreten, dann mag sie auch wie die Dirne sich das Haar scheren lassen. Hält sie jedoch das für schimpflich, nun denn, dann oit sie eben sich verschleiern und den Mann als ihren Herrn hochhalten. Der Mann braucht das Haupt nicht zu bedecken: er ist Gottes Bild und Abglanz, sein Stellvertreter in der Herrschaft auf Erden. Die Frau aber ist des Mannes Abglanz und ihm untergeordnet. Der Mann ist auch nichi des Weibes wegen, sondern das Weib des Mannes wegen erschaffen. Darum soll die Fiau das Symbol der Herrschaft des Mannes, den Schleier, tragen aus Ehrfurcht gegen die Engel, die da unsichtbar be.m Op,er zugegen sind.*--

Nickt wahr, das ist eine erfrischende, kräftige Lektion! Wenn aber Paulus in unseren Tagen käme, würde ec nicht m t Feuer und Schwert oreinfahcen? Würde er nicht solche Frauen, die nicht bloß unver­

schleiert, sondern sogar mit unbebautem Hals und Nacken, ja sogar mit unbedeckter Brust erscheinen, und zwar nicht bloß um zu beten, sondern um den Gott der Heiligkeit und Majestät zu empfangen, würde er nicht solche leichtfertige, oberflächliche, fleischliche Geschöpfe von der Kommunionbank wegjagen ? Solche Verschleierung verlangt der Apostel aus Ehrfurcht vor den Engeln. Bist bii nicht noch mehr Ehrfurcht schuldig dem Herrn der Engel, den zu empfangen du dich anschickst? Dürfen da an deiner Kleidung Ausschnitte und durchbrochene Stellen sein? Dürfen da an deinem Leibe Enib ößungen zum Vorschein kam« men? Und verdient nicht auch der Priester, der Diener und Träger des sakramentalen Heilandes, eine Be­rücksichtigung? Willst du ihn wirklich diesem Anblick preisgeben und ihn nötigen, eine Prüfung anzustcllen, ob deine Kleidung noch innerhalb der Grenzen des Anstandes liegt oder diese Grenzen schon überschritten hat? Und den Mitkommunikanten und Kirchenbe» suchern willst du ihnen etwa ein Aergernis geben,die Ver- anlanunq bieten schlecht von dir zu denken oder gar durch beiten Anblick den Funken unreiner Begierde oder fimt lieber Neigung auszunebmen? Denkst du nicht an das strenge schauderhafte Wort des Heilandes: Wehe dem Menschen, durch den Aergernis kommt? Besser wäre es ihm, es würde ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er in die Tiefe des Meeres versenkt!?---

Vergiß aud) nicht die Rücksicht, die du dir selber schuldest. Was sagt darüber der Völkerapastel? »Dre Frâu soll sich schmücken mit Bescheidenheit und Maß- Haltung, we cs sich für Frauen geziemt, die ihre Frömmigkeit an den Tag legen wollen durch gute Werke. (1 Tim. 2,8)

Aber du willst dir keine Vorschrift machen lassen von einem Apostel, von einem Bischof, von einem Priester? Gut, dann laß dir deine Vorschriften machen von der Mode und von den Näherinnen mtb von den Geschäften und von den Ladensräuleuis und von den Dirnen----Niemand kann mit Christus sich freuen und scherzen mit dem Teufel" das versucht eine ausgeschnittene Kommunikanlin. Drum fort mit den Ausschnitten, fort mit den Entblößungen, fort mit den Unsitten und deines Kommunion* Ueldes Schmuck sei Einfachheit und Ehrbarkeit.

Der Bur^psarrer.

Zum 409. Eedurlstag des Reifen Apostels der veulschen, des fcL Petrus Canisius.

Wenn des Abends die Dämmerung hereittgsbro- chen ist und die Nacht langsam dir schlummermüde Erde in ihren Schleier hüllt, dann bezieht das uuer» mchliche Slerncnhesr seinen Posten am schweigendes Himmelszelt. W.lche Pracht! Wie es da flimmert und funkelt! Da sehe ich Sterne erster und zweites zehnter und zwölfter Größe; da sehe ich nähr und rodle1 Sterne, bekannte und unbekannte. Richt mit Unrecht oerelcicht man die Sterns mit den Heiligen unseres