Einzelbild herunterladen
 

Wochenkalender.

Sonntag, 24. April. 4. nach Ostern. Fidelis v. 5tg< rnaringen, M.

Montag, 26. April. Markus, Evangelist.

Dienstag, 23. April. KletuS u. Marzellin, P n. M.

(Maria vom guten Nate.)

Mittwoch, 27. April. Vom Tage r.Zitta),

Donnerstag, 28. April. Paul v. Kreuz, Orde..Muster.

Bitatis, M.

Freitag, 29. April. Peter von Verona, M.

Samstag, 30. April. Katharina v. Siena.

Vierter Sonntag nach Ostern.

(Evangel. Luk. 16, 514.)

In jener Zeiv sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ich gehe nun zu dem hin, welcher mich gesandt hat. und niemand von euch fragt mich: Wo gehst du hin? sondern, weil ich euch dies gehabt habe, bot Traurig, leit euer Hrrz erfüllt. Aber ich sage euch die Wahrheit : ES ist euch gut, Latz ich hingche: denn wenn ich nicht hingehe, so wird der Tröster nicht zu euch kommen: gehe ich aber hm, so werde ich ihn zu euch senden. Und wenn dieser kommt, wird er die Welt überzeugen von der Sünde und von der Gerechtigkeit, und von dem Gerichte: von der Sünde nämlich, weil sie nicht an mich geglaubt haben; von der Gerechtigkeit aber, weil ich zum Vater gehe, und ihr mich nicht mehr sehen werdet; und von dem Gerichte, weil der Fürst dieser Welt schon gerichtet ist. Ich habe euch noch vieles zu sagen, aber ihr könnet es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener Geist der Wahrheit kommt, der wird euch alle Wahrheit lehren; denn er wird nicht von sich selbst reden, sondern, was er hört, wird er reden, und was zukünftig ist, euch verkünden. Derselbe wird mich der- herrlichen; denn er wird von dem Meinigen nehmen, und eS euch verkünden.

-s^- Nüchternheit. -ts^

iemals ist die FrageWohin gehst bu?" mehr am Platze alS vor der hl. Kommunion. Es ist ja um mit dem Völkerapostel zu reden, die unverzeihliche Torheit mancher Christen, daß sieden Leib des Herrn

nicht unterscheiden von einer gewöhnlichen Speise*. Das Brot lm Sakrament ist nur die Gestalt: der Gehalt aber t[t Jesu Fleisch und Blut; nur das Aeußere ist Bros, das Innere aber Jesu Fleisch und Blulp nur die Schale t|t Brot, der Kern aber Jesu Fleuch und Blut. Oder richtiger gesagt: von Brot ist überhaupt nichts da, nicht sein Wesen, nicht seine Bestandteile, nicht seine Zusammensetzung nur die Farbe des Brotes, sein Geruch, Geschmack, mit einem Worte seineGestalten" sind vorhanden. Durch die wunderbare Verwandlung ist an Stelle des Brotes der Leib Christi getreten, organisch verbunden mit dem Blut, mit der Seele, mit der ganzen Menschheit und Gottheit.

Begreifst du jetzt, daß man nicht so ohne weiteres hintreten darf zum Genuß dieser himmlischen Speise, sondern nur nach einer sorgfältigen, gewissenhaften Vorbereitung? Und glaube nicht, daß nur die Seele diese Vorbereitung treffen muß: auch der Leib hat dabei seinen redlichen Anteil.

Dazu gehört zunächst die Nüchternheit: von Mitternacht des Kommuniontages an bis nach der Kommunion dürfen wir nichts zu uns nehmen, nichts essen, nichts trinken. Kaum ein anderes Gebot dürfte es geben, das mit so peinlicher Gewissenhaftig«

Q 3

Für den MMenmg

liegt der heutigen Nummer eine Zahlkarte bei. Wir bitten alle unsere Leser, sich der» selben für die Uebersendung einer Jubi­läumsgabe zu bedienen. Wer schon ein Opfer gegeben hat, oder wer zur Zeit nicht dazu in der Lage ist, möge die Karte nicht wegwerfen, sondern für spätere Bs« Nutzung sie zurUcklege«. Vergl. dazu auch den Artikel:Gebet, so wird euch gegeben werden".

nBOaiönaogg^

leit von den Katholiken beobachtet wird als diese Nüchternheit und wenn alle Gebote mit der gleichen Sorgfalt würden gehalten werden, wahrhaftig dann stünde es gut um den Gehorsam gegen Christus und seine Kirche. Wir Priester haben gar nicht nötig, dieses Gebot so besonders hervorzuheben und ein» zuschärfen; die Ehrfurcht vor dem hochwürdigsten Gut macht cs den Gläubigen wie selbstverständlich. Dazu kommt das hohe Alter dieser Einrichtung; die nach dem Zeugnis des hl. Augustinus inS Apostolische Zeitalter zurückreicht.

Es ist keine Frage, daß dieses Gebot sehr streng ist und sich sogar erstreckt bis zur kleinsten Kleinig­keit. Hätte jemand vor der hl. Kommunion sich ein wenig erzürnt, wäre jemand etwas heftig oder un­geduldig gegen seine Umgebung gewesen, so darf er ruhig zum Tisch deS Herrn gehen. Hätte jemand aber auch nur einen Brosamen absichrlich gegessen oder einen Tropfen Wasser absichtlich geschluckt die Nüchternheit wäre gebrochen und er müßte vom Tisch des Herrn wegbleiben. Damit du nicht die Geistlichen für Pharisäer ansiehst, die andern un­erträgliche Lasten ausbinden, selber aber keinen Finger anrühren, so laß dir die Ver­sicherung geben, daß gerade die Geistlichen durch die Nüchternheit am allerhärtesten getroffen werden. Wenn ein Priester erst um »ebn oder eit Uhr die hl.

Messe ließ, bei welcher ja die hl. Kommunion einen Hauptteil ausmacht, so darf er gleichwohl nichts nehme», sondern auch wie jeder Laie warten bis nach der hl. Mesie und nach der hl. Kommunion selbst Sonntags, wenn er vielleicht Stunden lang im Beichtstuhl gesessen, wenn er eine anstrengende Predigt gehalten, wenn er ein Hochamt mit Gesang nnv viel Zeremoniell übernehmen mnß, muß er völlige und unbedingte Nüchternheit be­wahren. Und noch auf einen Umstand darf ich auf­merksam machen: wenn er am Hben Sag zweimal Messe lieft oder garwie an Weihnachten und Aller­seelen dreimal, so darf er in der ersten bezw. auch in der zweiten Messe nicht einmal den Wein und das Wasser nehmen die nach dem Genuß des Blutes in den Kelch gegossen werden, um denselben auZzu- spülen, sondern muß diese geringfügige Flüssigkeit umgießen in ein anderes Gefäß und aufbewahren bis zur letzten Messe nach der hl. Kommunion.

Was für eine Sünde begeht demnach ein Katholik, der nach dem bewußten Genuß von Speise oder Trant dennoch zur hl. Kommunion geht? Eine schwere Sünde, die besteht in Verachtung der Kirche und ihres göttlichen Bräutigams. Anders, wenn jemand aus Vergeßlichkeit etwas genommen hat und gar nicht mehr daran denkt und erst nach der hl. Kom­munion den Irrtum bemerkt. In diesem Falle könntest du ganz ruhig sein und haltest keine Sünde. Erinnerst du dich aber noch vor der I;L Kommunion, daß du die Nüchternheit gebrochen, so unterlaß für diesmal die Kommunion und verschiebe sie auf den folgenden Tag.

Duldet aber die Nüchternheit gar keine Ausnahme? Doch: die Schwerkranken, welche die hl. Kommunion als Wegzehrung empfangen, dürfen iv' allen kom­munizieren, auch wenn sie unmitte ar vorher zu Mittag gespeist halten. Auch für die ^ uuerkranke» ist eine Erleichterung getroffen: wenn sie schon einen Monat bettlägerig sind und das Nüchternbleiben sie schwer ankommt, sollen sie die hl. Kommuniou des­wegen nicht entbehren müssen und dürfen vor der- selben zwar keine feste Speise, wohl aber Milch, Kaffee, Fleischbrühe und andere Flüssigkeiten zu sich nehmen und dies zweimal im Monat/

Welchen Sinn hat aber die Nüchternheit? Zum Bewußtsein soll sie dir bringen, daß dec Seeienspeise der Vorzug gebührt vor der Leibes Peise. Ferner soll sie die Begierde zum Ausdruck bringen, mit dec wir die hl. Kommunion empfangen sollen. Vierzig vornehme Juden haben sich einst verschworen, nichts zu essen und nichts zu trinken, bis sie den verhaßte» Apostel Paulus aus dem Lebe» geschafft hätten. Wenn man nun nüchtern bleibt cm3 lauter Luft, einen Mord zu begehen, wie vielmehr aus Lust und Freude, den Urheber des Lebens, das Untetpfanb der Auferstehung und Seligkeit, Christi Leib und Blut zu empfangen.

Endlich ist die Nüchternheit ein Bußwr??, da- Gott wohlgefällig und der Seele heilsam ist. Wen« das Fasten jederzeit eine segensreiche Uebung ist#