— 122
rkH unendlich pH Mehr Vedeükk, er und sÄn Werk jmd Ungezählten Retter und Helfer geworden in siU- Kcher Not »ich Gefahr im In- und Ausland. Dankbar wird die Nachwelt das Andenken dieses Großen im Reiche der christlichen Caritas bewahren. Möge der Allgütige ihm vergelten in der Ewigkeit, was schwache Menschen ihm nicht vergelten können!
Kurland.
Kaiser Kar!
ist wieder in die Schweiz zurückgekehrt. In Ungarn selbst stellten sich seinem Vorhaben, die Negierung zu übernehmen, Schwierigkeiten aller Art gegenüber. Da- Zu kam die KriegsdrolZwg der kleinen Entente mrd der Druck der großen. In einer PtAklamân hat er seine Ansprüche aufrecht erhalten und eine spätere Rückkehr in Aibesicht gestellt. Ob es eimnÄ dazu kommt, läßt sich mit Bestin cm theil nicht sagen. Denn der wigarische Friede ratifiziert ist —bisher ist es noch nicht geschehen — mrd Ungarn ein Glied des Völkerèrrndes ist, haben die Nachbarvölker kein Recht, sich in seine inneren Verhältnisse einZumischsn urch wenn Ungarn seinen Kö:ng wieder haben will, dann geht das die andern nkhts an. Heßrigens schÄnen die Tschechen, Serben, Rumänen und Italiener keine große Zuversicht in die Festigkeit ihrer zusammenKeraubten Staatsgebilde zu haben, daß sie gleich so nervös wurden und ihre 'Staatsoberhäupter wie die Truchahne m dis Höhe gingen und sofort mit dem Ei Marsch drohten. Wenn sie fürchten, daß schon ein äußerer Anstoß, wie die Rückkehr des Kaisers nach Ungarn, genügt, um ihre „Rachsolgerstcraten" wie Kartenhäuser zusammenrurnpÄn zu lassen, dann ist es wirklich armselig um sie bestellt. Daß die große Entente sich mich gegen die Rückkehr Karls gewehrt hat, war anscheinend nach allem, was man hört, nicht recht ernst gemeint und es ist nicht ausgeschlossen, daß bei einer späteren Rückkehr dar auch deutlich m die Erschsimmg tritt. Uebrigens scheinen auch rem menschliche Triâ- kräfle bei dem Osterbesuch mitgespielt zu haben. Mitten in der schon südlichen Pracht seines Aufenthaltes, zwischen den blauen Seen und fchrnebedrckten Bergen des Wasder Landes, konnte der junge Köniz die Heimat, das Donmrlcmd nicht vergssierr. „Ich habe ss Heimweh ^hsbt," hat er geäußert. Welche Smmnr vsn Schmerz, Eä^samkeit und Sehnftsht schließt dieses rührende Bek Ertzri s des Kömgs in sich, das nicht nur ein menfcWch persönliches Dobuurerck dmstellt, in bem wohl WAh ein GsfWerbteü seiner Ahnen wü-der cmf- febt. Es erinnert bös an dieselbe SüsNMkngsbÜder und Antriebe, die Theodor Fontane in jener herrlichen Ballade von best vertriebenen Schotten Archibald Dou- Zias besang, der trotz Todesgefahr und Todesdrohung im Bettlergsiüanb in dir Heimat zurückkehrte, entschlossen, alles zu dulden unb alles zu wagen, „wenn er nur einmoi wieder die Luft im Ba ier laude atmen durfte". — Man kann wohl auch unter diesem Gesichtspunkt die Sachs einmal betrachten, freilich findet das kein Verständnis bei einer CUqln, die kein Heimweh kennt, weil sie iLerail zu Hause ist, wo man einen Wechsiertifch auffteSen oder eine Trödlerbuds aufschla gen kann, für die es kein anderes Vera ntworbin gsge- siühl gibt, ats das gegenüber dem Geldsack iMd für die Liebe, Haß, Verachtung oder Mitleid ebenso Konjunk- iur sind wie Republik oder Monarchie.
England,
der erste mropäische Siegerstaat, hat heute auch Frau Sorge am Tische fitze«. Die englische Volkswirtschaft befindet sich auf stürmischer, Hippenreidjer Fahrt. Fast in allen Zweiten der Industrie häufen sich die Klagen über den Mrmgel an Absatz und obwohl in jeder Woche zchlreich» Fabriken ganz oder teilweise gesperrt wer- den, so stq^ln sich die «'.verkauften Waren in den Lagerhäusern dennoch immer höher. Die Zahl der Arbeitslosen beträgt über zwei Millionen. Unb zu all dem ist jetzt der große Streit der englischen Kohlen • aroeUer gekomsn-en, den die Regierung selbst als das -rößts Verhängnis brKrichnet, von welchem das Reich seit der Kriegserklärung betroffen worden sei, zumal uschd-em auch die Eiseubchn- und Transportarbeiter sich ihm angrschlossen haben mch mit einem Sympathiestreik drohen, wenn es nicht zu einer EimMrg kommt. DK Arbeiter verlangen dir Beibehaltung bet bohen Löhne, wie sie der Krieg thuen gebracht hat. Inzwischen ist aber eure gänzliche Verschiebung des Weltkchlclchcmdrls und WeltkohleErkehrs ein Jette- ton, von her England am ärgsten betroffen wird, Amerika hatte schon im Laufe des Krieges die Zwangslage Englands dazu benutzt, mn diesem die widrigsten Absatzmärkte in Südamerika zu entreißen. Aruh auf dem europäischen Festland begann es sich während des Krieges feftzusttzen; Frankreich wurde zu einem seiner besten Kunden. So lange die FeindssligtÄten
bauerten, hatte man hl London gegen diesen Wettbewerb der amerikanischen Kohlen industriellen wenig ein» zürnenden. Schlimm wurde dir amerikanische Konkurrenz, als auf der gangen Welt die Kohlenknoppheit einer Ueberfüllung Platz zu machen begann, nicht zuletzt infolge der Wettwirlfchaftskrisis, die Tausende von Fabriken stillegte. Letzt war die Zeit gekommen, wo wieder der Kvhlrnproduzent dem Konsumenten nachgehen mußte, und da zeigte es sich, daß es den englischen Kohlenhändlern trotz aller AnstrenMNgen nicht mehr gelingen wollte, ihren wichtigsten Absatzmarkt Frankreich zurückzue »obern. Das konnte um so weniger gelingen, weil Frankreich durch das Ab- tommen von Spaa von D«ttfch!and so viel Kohlen bekommt, daß es sozusagen darin schwimmt, denn die Lieferungen gehen fort, ob Frarckreich die Kohlen braucht oder nicht. Infolge dieser BoschischkerunZ der englischen Kohlenorrssrchr gingen natürlich die Preise der Kohle gNvaltig zurück und die weitere Folge war, daß die hohen Lohse nicht mehr aufrecht gehalten werben konnten. Das wäre nur möglich gewesen, wenn der Staat für die Verlust? — wöchentlich 2 Millionen Pfund Sterling — aufgekormnen wäre, wozu er nach dem bisherigen KohLrnwirlschafts- gesetz verpflichtet war. Um der Allgemeinheit, d. h. den Steuerzahlern, diese Bürde zu ersparen, setzte die
»a.eeea«elie¥ea«*Beeaws,„*wsr. Baeeee
2 Bargelb im Kasten frißt Zinsen, Wert- ’
* papiere und ßttthaben auf der Kaffe -
» öder bei der Bank bringen Linsen. «
Negierung im Parament die Aushebung dieses Gesetzes durch. Die Arbeiter ent werteten darauf natürlich mit dem Streik, in dein sie nicht nur selbst die Arbeit entstellten, sondern auch die Anderm verhinderten, die NotH^ndssrbeitM an den Werken zu verrichten; sie gingen sogen hier und da in sinnloser Weise dar cm, die Bergwerks unter Wasser zu setzen und ihre eigenen ArbeitsstätLeu auf Jahre Hilkaus zu zerstören. Mit der den eirglische« Staatsmännern eigenen Energie hat die Regierung infolge des Streiks sofort das Parlament zufmnmentretsn und ein Gesetz a»nehmen lassen, welches der Regrerunz, wie im Kriege die Uiunn- schränkte Gewalt über alle Verkehrsmittel imb Wege, Miliräramverrdung und die sonst nötigen Abwehrrnitbel verleiht. Wenn die Regrerung also auch alle Anstalten triff, um durch Wafsen^wcckt der Gefahr Herr zu wer- d«l, ss gafft sie doch auch den DerhandluuMN mit den Arbeitern nicht cms dem Weg und zur Zeit ist es noch nicht sicher, ob es zmn äußersten komaä, was England llktsächiich in eine Lage bringen würde, die nicht weniger schlimm wäre, ois die während der Kriegsjahre. Nach den ruHuftsn Meldungen ist eine Enlfpcnmung eingetreten, die cmf eine Verständigung hoffen läßt.
3b der Verbannung
fern von seiner Heimat starb vor kurzem einer der erbittertsten und beharrliMten Feinde unseres Vaterlandes und des ganzen deutschen Volkes Großfürst lNikslai Jtv kslsstwètstb, bür russische Oberbefehlshaber zu Beginn des Weltkrieges. Am Hofe seines zmischen Allmacht und Ohnmacht schwankenden Neffen, des Zaren, war er der bsse Dämon, der den verängstigten schwachmütigen Herrscher allmählich völlig in seine Gewalt bekam Unablässig hat er an der Einkreisung der Mittelmächte gearbeitet und mit den französischen Millionen das russische Heer reorganisiert. Als der W-ltkrieg ausbrach, griff er mit zwei Armeen Ostpreußen an, mit fünf Armeen suchte er bKe österreichisch-r-.ngarrfche Wehrmacht zu vernichten. In Ostpreußen fand er an Hindenburg seinen Steift«; die österreichisch ungarische Wehrmacht konnte trotz der Siege bei Krasmk und Komarow den Ansturm nicht aufhalten und nach der Schlacht bei Lemberg fiel ganz Ost- und Miètelgolizien in Feindsshand. Nun wollte er den Stoß in Herz der Mittelmächte unternehmen. Ende Oktober war die „Dampfwalze" bereit und setzte sich über die Weichsel in Bewegung, um alles vor sich her zermalmend, in der Richtung über Breslau zu rollen, Deutschland von Oesterreich zu trennen und mit der brutalen Wucht ihres Stoßes den Krieg zu entschsrden. Sein Plan mißlang, Weil die Deutschen und die Oesterretch-r auf beiden Enden der Dampfwalze, bei Lodz im Norden, bei Äratau und bei Limanowa im Süden, so lang loshammerten, bis sie stillstand und zu Ende des Jahres 1914 sogar um ein erhebliches Maß zurückgedrückt wurde. Sc-re Wucht war gebrochen — aber Nikolai Nitolaiswktsch verlor den Mut nicht, als et den einen Plan gescheitert sah, wandte er sich einem andern zu. Drei Monate laiig sezte er mit größter Zähigkeit alle Kräfte daran o > e Karpathen zu durchbrechen, um Oesterreich-Ungarn me- beriurmgen. Den langen Gebirgswinter hindurch stürmte er mit immer neu ergänzen Maßen gegen b.e österreichischen Stallungen an, ohne den zbaü durchreißen zu können. Die russische Angriffskraft nahm setzt sichtlich ab und die Lage wurde reif für den Umschwung. Mit der Schlacht von Korllce—Tarnow brach er herein
und alle Bemühungen des Großfürsten, die roOenbe i wine aufzuhalten, waren vergeblich. Im größten S geszug des Weltkrieges trieben Deutschlands und Orst reichs Heere die feindlichen Armeen ein halbes Ic lang vor sich her bis tief ins russische Reich hinein. Du tatkräftiges Eingreifen, durch immer erneuerten Wid stand und rücksichtslosen Einsatz der Drupp.n bewah Nikolai Nikolajewitsch seine Streitkräfte auch im t ßlücf vor der Katastrophe einer Einkreisung, aber i große Riederbruch brachte schließlich auch ihn, den Höck kommandierenden zu Fall und er erhielt das bedcutun; lose Kommando der Kaukasusfront. Dort blieb er 1 zum Umsturz, dem er glücklich enttarn Mit ihm sch der stärkste Repräsentant des russisch-selbstherrlich Prinzips aus dem Leben des schweren Druckes, dem i elementare Gegendruck folgte, desisn Ergebnis 1 Chaos der Gegenwart, ist.
Die Niederis§e do? Grische« in klsiMsisn läßt sich nicht mehr bezweifeln, wenn £ Griechen selbst sie auch durch beruhigende und fai lose Bericht zu bemänteln smhen. Brussu, von wo t griechische Feldzug so erfolgreich begann, ist bere von den Türken genommen. Mittelbar trifft die gr chische Niederlage auch die Engländer. Denn Engla ist es, das die Schwächung der Türkei sich zum Zi, gesetzt und seinen „jungen Mann" Griechenland n der Exekution beauftragt und ihn mit Geld und Wc fen müerstützt hat. Wahrscheinlich wird auch der Kön Konstantin vom Volk für die Niederlage oerantwe lich gemacht werden und auf das Hosanna, mÄt ix er vor einigen Monaten empfangen wurde, kann ft bald das Lrmifige folgen. Volf spurst ist gar .wn beibar.
Aus der TschLcho-SroWskei
ist Gt«h einmal etwas (Srfrtulidfes zu berichten, nâr lich die câl gemeine Teilnahme des Volkes an der Ko ferigtion des neuen volkstümlicl-en Erzbischofs 2 Stojan von Olmütz. Rach einem Bericht der „Reich post" schützt man die Teilnahme auf 100 000; in ' Extrazügen waren sie aus allen Teilen des Land gekommen, um dem Bischof zu huldègen und ihm tr« AnhänHiichkeit an den Glauben ihrer Väter zu b künden. Die ganze Stadt war in festlicher Benimm reicher Fntmenschinâk dreh mit Fichtenreiser geschmüä Häuser gaben der Stadt Festtagegepräqe. Beim Zug zu Dom bildeten die Vereine web Korporationen Spolb 500 Priester begleiteten den neuen Erzbischof. M taos f«ck> ein imposanter Huldigungszug MN es bischöflichen Palais statt, an dem über 23 000 Person teilnahm^. An der Spitze ritten 76 slowakische in hanakische Reiter, reich geschmückt, ihnen folgte ei ©rupfte nach der andrem, bezirksweise geordnet, all in bunten Traästen, mit Fahnen und Abzeichen. D Vorbeimarsch dauerte 2 Stunden.
Erfrculcche Nachrichtm
über frisch pulsierendes kirchliche-» Leben kom'Naus Kanada in Nordamenta und dem indisch, Wunderlands in Asien. Zum Wiederaufbau b seinerzeit niedergebrannten k^ boiischen Uuiversik Luval gab allein die Provinz Quebecs (KansSä) hmf Wochen anderthalb Whtttonen Dollars; d Binzenwerein« des gleichen Grd etes verzeichnet, eine JahreZemnahme von 326 476 Dollars Höck originell Hub zeitgemäß ist das Apostolat des 6( Mitglieder umfassenden ^echanbe-- kai ollscher Han lungSreifenbee Kanadas; dein Chef Kunden ur Aufträge, der K-rche Seelen, den t^ )o itchen Vs ?tnen Mitglieder, der katholchhen Presse Bezieh und katholischen Nnternehniungen Mittel ^ufübrt und dabei aller Entgegengesetzte entschi 'den bekämpft, Damit ist ihre Hauptwirsiämkeit g ;' dnet. Erf Pflicht: Katholik der Tat sein, mim bei Exerzitü und Sakramenten. — Und in Madras (Zuviel füllten Lausende von indische« Ka holten die Atesei ftsthalle des ersten mariastschea Kongresses Indien Kein Bisios des Landes fehlte, 300 Priester iva« Herbeigeftrömt und mit ihnen Massen christliche Volke«, tseedje von ihnen nach einer Rei e vor für Tagen gi! Bahn und Schiff. P-resie- uwb Laier orgeteifetion a5! Hilfsmittel des Misfionsw rrc standen im Voibergrwnb der VerhandlunIrn, a denen gerade das Saientum sich «m eifrigsten & teillgte. Rir sah MavraS eine w stattliche Prozessioi gesteht die Seabe^p reffe des befanstfuh Nichts pwzesfionssrendrgen Jndisn, uhö S') 000 Christe lagen dem eucharistische« Gotte zu Fu en, mit deh Segen sie der Apostolische. Delezal M^gr. Ptsm Wieder in ihre Heimat entließ.
Unser HochwülkÄigste Herr Bischof Josep Damian ist glücklich in Rom angekommen ur