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Uommumsienpuijche

hat es in der vorigen Woche gegeben, zu all dem Unglück, mit dem Deutschland so reich bedacht ist, sind sie noch hinzugekommen. Aeußerlich standen sie jm Zusammenhang mit einer Polizeiaktion, die auf Ver­anlassung des sozialistischen Oberpräsidenten Hörsing in Sachsen erfolgte, um die n-aßlos überhackdnehmsn- den Diebstähle, Plünderungen und Räubereien zu unterdrücken. Dieses Einschreiten der Regierung zum Schutz der ruhigen (Klemmte gegen den roten Terror war für die Kommunisten der äußere Antaß zu den Krawallen, die länger als 8 Tage das Lcmd beun­ruhigten und noch immer nicht ganz aufgehört haben. Von Moskau aus, von wo die deutschen Landesverräter wiederholt schon ihre Befehle empfin­gen, ist die Parole der allgemeinen Kom- munistenpmsche anscheinend ausgegeben worden. Von Mitteloeulschiand, den Arbeiterherden in den Braunkohlen- und Mansfelder Gruben und den Lenna-Werken (Stickstoff-Fabrik) mit 20 000 Leuten, besonders aus der Gegeno von Eisleben, hat sich der Aufruhr nach Hamburg fort gepflanzt, doch ist es der Sicherheitspolizei gelungen, des Terrors der roten Moskowiter Herr zu werden. In Hamburg, wo der Belagerungszustand erklärt wurde, hat die Werft von Bloom u. Boh einfad) die Leute entlassen. Ohr« Lohn werden sie nicht lange mit den Moskaubrüdern gemeinsame Sache machen. Uebrigens haben die vielen Anschläge mit SprrnMrateriÄien auf Gerichts- gebäube, öffesckliche Kassen und Fabriken, Eisen­bahnbrücken, Villen und dergleichen, die vielen Toten und Verwundeten, welche der Aufstand bereits gezeitigt hat, ersehen lassen, daß es sich um eine sehr ernste Sache gehandelt hat. Freilich ewas Unsinni- geres konnte es ja nicht geben, als diese Pursche, sie gehören aber zum Handwerkszeug der Kommmüsten. Diese aufgeregten und irregeführten, von Sowjet-Ruß­land hypnotisierten Lekcke wollen nicht warten, bis eine Entwicklung ihnen gibt, was sie erträumen, sie verlammen, daß etwas dazu geschehe, sie erwarten, daß ihre Führer etwas unternehmen. Und diese Führer wissen, daß ihnen die Leu« caoontaupen werden, wenn sie der Erwartung nicht entsprechen, und gewissenlos nehmen sie die erste Gelegenheit wahr, eineAktiorr" zu beginnen. Gewissenlos, denn so einfältig werden nicht alle Führer der Kommunisten sein, um nicht zu wissen, daß eine solche Aktion fehlen Erfolg haben kann. Die Kommun iftm stehen allein da und erhalten nur Zuzug aus dem Lumpenproletariat. Eine von diesen Elementen getragene Bewegung muß natur- notwendig in ganz kurzer Zeit etend zuscrmnienbrechen. Ganz abgesehen von den Massen der christlichen Ar­beiter treten ja nicht nur die Sozialdemokraten, son­dern auch die Unabhängigen, selbftEst-.mblich auch die Gewerkschaften, mit aller Entschiedenheit gegen die­sen Irrsinn auf. Es ist bezeichnend, daß selbst dir Freiheit", das Berliner Organ der Unabhängigen, die Parolen der komrmmistisckM Leitung mit den schärfsten Worten mißbilligt und von anonymen Feiglingen spricht, dir hetzende Flugblätter ohne Na­men herausgeben, sich also im Hintergrund halten und andere in die Gefahr schicken. Nachum sie den Brand gelegt und die Massen ins Verderben gehetzt haben, schleichen sie auf Filztapprr mm dannen, um sich ausserhalb Schußweite der blutige Schauspiel zu be- Mm, ihre schätzbaren Persön8ichkert«n fick' weitere Tätigkeit im Dienste desProletariats" zu tonfer* erst wieder auf der Szene zu erscheinen, wtnn die Luft wieder rein und die Gefahr vorüber s ^mUrt ^^ 'st in Moskau, Otto Braß ist §'r,dem Wege^noch Rußland, ebenso Wilhelm Koenen. U^L^^mLSuJ ^ Chemnitzer Proletariats ist Koenens Beple ler auf dem Wege nach Rußland, ^dolf Hoffmann hat sich von seinem Arzt die Notwen- dig<-,I -,n« mchrwmh!M> Erholung«!« arealen las. fm. Levi hat sich nach dem Ausland beoeben imb »aumig ist zrlletzt spurlos verschwunden, â machen « ja Re Herrschaften immer: Zuech reißen sie ihr Ataul sperrangelweit auf und hetzen mch schüren bi« bte dunnne Masse ihnen ins Garn gegangen ist, dann ®°*® brenzlich zu werden beginnt, überlassen sie die ^locken Md Verhetzten ihrer« Schicksal und drücken sich selbst sachte von htnâ

Kommunismus und Mehrheitrsazlal- Demokratie.

Ein vernichtendes Urteil über den Kommunismus fällt das mehrheitssozialistischeHamburger Echo" (5. Februar), indem es schreibt:

Es gibt heute nichts Unklareres und Verschwom­meneres, als der Kommunismus ... Er kennt keine Pflichten, sondern nur Rechte . .'. In Zeiten sozialer Sparmung, wie bat heutigen, hat er seine Anhänger- schcht unter der begeisterungsfähigen Äugend, den re­ligiösen, den phantastischen Künstlern, den weltfremden Ideologen aller Schattierungen, aber auch unter den menschlichen Bestien, die Recht und Ordnung mit Füßen treten, um ihrer schrankenlosen Selbstsucht zu frönen. Was alles heutzutage und früher war es ebenso unter dem Banner des LomamniZmus marschiert, iff ein bunt zusammengewürfeltes Gemisch von Edeikommunistes und gemeinen Verbrecher«. Auch Hienn zeigt sich die Verworrenheit und Verschwom­menheit des kommunistischen Gedankens, der alle- Edle und alles Gemeine in der Menschennatur decken muß. Das ist der Fluch, der auf dem Kommunismus lastet, an dem feine praktische Verwirklichung scheitern nmß, daß er dem Gefühl, der Stimmung, dem Willen den absoluten Vorrang einräumt, während er den Ver­stand, die Beobachtung, die Erfahrung und die nüchterne Ueberlegung unter den Tisch fallen läßt."

Für diesen Kommunismus, der sich h»ute als Fluch für unser Vaterland erweist, Vorarbeit geleistet zu haben, ist das zweifelhafte Verdienst der heutigen Mehrheitssozialdemokratie. Indem sie durch eine übertriebene, unsachliche Kritik an den heutigen ge­sellschaftlichen Zuständen und ihr eigenes praktisches Versagen Taufe», m die Hoffnung auf eine merkliche Besserung genommen, hat sie diese weiter nach links dem radikalen Kommunismus in die Arme getrieben. Die Mehrhettssozialdemokratie erntet hier die Früchte ihrer eigenen Saat.

Dar schlÄsa! Oberschlesiens

ist durch die Volksabstimmung noch nicht entschieden, das letzte Wort liegt bei dem Obersten Rat der Alliier­ten. Man sollte allerdings meinen, daß diese Entschei­dung von selbst gegeben sein müßte. Wenn ungefähr 2 Drittel der Abstimmungsberechtigten sich für Deutsch­land aussprechen trotz der ihnen von ben Polen in den Weg gelegten Hemmnisse, dann ist nach dem Beispiel der vorausgegangenen Volksabstimmungen und nach Recht und Billigkeit das -Verbleiben Ober- fchlrsienn bei Deutschland die ganz natürliche und not­wendige Folgerung, um so mehr, als auch alle wirt- schckftlichen Gründe dafür sprechem Auch ein Teil der Presse in den Ententeländern hat das anerkannt und als im europäischen Interesse liegend bezeichnst. Trotzdem besteht die Gefahr, daß der Oberste Rat nicht ohne weiteres diese Schlußfolgerung ziehen, son­dern zu einer Teilung Oberschlesisns kommen wird. In drei Bezirken, wo die Werbekraft Polens mit Mord und Totschlag und Häusersprengen besonders wirksam war, haben die Polen nämlich die überwie- ^nde StinANSnmehrheit erhalten. Und hier hacken unsereguten Freunde von der Entente" ein. Wenn nicht ganz Oberschlesien zu Polen kommen kann, dann sollen wenigstens diese Bezirke mit reichen Kohlen­lagern und bedeutendsten Jndustriewrrken dm Polen zugeteilt werden. Mag zehnmal das deutsche Volk den Nachweis liefern, daß Oberschlesien ungeteilt bei Deutschland bleiben muß, da es ein ungeteiltes, selbst auf gemeinsame Benutzung von Elektrizitäts- und Wasserwerken angewiesenes Industriegebiet ist, mag immerhin die deutsche Regierung Protest erheben bei dem Völkerbund, mögen die neutralen Staaten sich in diesem Sinne aussprechen, und wie gesagt selbst bei den Alliierten vernünftige Stimmen für den Ver­bleib bei Deutschland vertreten, so besteht doch die größte Gefahr, daß Korfanty, der polnische Abstim- mrmgskommissar in Oberschlesien, die Hilfe der Fran­zosen für seine Bestrebungen finden wird, um so mehr, als diese in Polen einen starken Bundesgenossen für spätere Zeiten erhoffen; Voraussetzung" für seine Stärke aber sind Kohlen. So wird denn wahrschein­lich all dem Umecht, das man uns schon angetan hat, ein neues hinzugefügt werden und Frankreichs Wille wird im Rate der Alliierten durchgehen, und auch der englische Löwe wird sich wieder ducken, wenn der Mlisc^ Hahn kräht. So wars in London, so wird»

auch jetzt wieder kommen. Die Polen rechnen so sicher mit der Teilung, daß sie bereits die scheußlichsten Ge- waltaten ausüben in den deutschen Minderheitsbezir- den, so daß mit den Heimattreuen Oberschlefiern auL dem Reich, die nach getaner Pflicht jetzt heimkehren, bereits geängstigte Flüchtlinge der polnischen Schrek- kensherrfchaft zu entgehen suchen.

Stirne.

Den Namen hört man jetzt sehr oft in den Zei- tun gen nennen, ohne Zweifel ist er eine der auf­fallendsten Persönlichkeiten des neuen Deutschlcurd. Als er sich im Jahre 1892 dem Kohlenhandel zu­wendete, da nannte er ganze 50 000 Mark sein eigen. Aber der 23jährige junge, tatkräftige Mann hatie Glück in fernern Geschäft, und bald wurde er Zechenbesitzer, baute Schiffe und gewann Einfluß auf verschiedene führende Firmen des unteren Rheins. Dennoch hat man vor dem Kriege verhältnismäßig «Ute wenig von ihm gesprochen; mit seinem Vermögen von 40 Millionen galt er schließlich nur als reicher Kohlen- Händler, so wie es ihrer im Rheinland noch viele andere gab. Leute wie Ballin waren damals die iDiänner des Tages, umstrahlt von der Gunst des Berliner Hofep. Seinen eigenttichen Ausstieg ver­darbt ©tinnes bem Krieg. Er wurde einer der groß- ten Kriegslieseranten T^utschlands und besten größ­ter Kriegsgewinnler. Sein Vermögen wird derzeit auf eine Milliarde, non anderer, sogar auf eineinhalb Milliarden Mark geschätzt. Diese gewaltige Kapitals- macht gab ihm die Moglic^, garize SchisssuruLr- nehmungen, wie die Woerman Linie, Geschäftshäuser und Hotels und auch eine ganze Reihe von Zeitungs- urfternehmungen aufzukausen, 60 Tageszeitungen und eine große Zahl von Papierfabriken und Druckereien sind in seinem Besitz.' Heute ist dieser Industriekönig der eigentliche Führer von zahllosen Unternehmungen in Deutschland. Durch die Verschmelzung von Rhein- Elbr Union, Bochumer Verein unb Siemens-Schuckert und durch die Hinzuziehung von Deutschluxemburg und Gelsenkirchen schuf er einen Trust, der im deut­schen Wirtschaftsleben eine alles beherrschende Stel­lung einnimmt. Letzt hat er auch in Oesterreich festen Fuß gefaßt durch Ankauf der Aküen der Alpinen Montan^sellschaft, die bisher im Besitz der italieni­schen sogen. Fiatgruppe war, aber von ihr wegen Koksmangel nicht gehalten werden komüe. Für einen Mann wie ©tinnes, der heut« einer der mach- tigsten Bergwerksbesltzer ganz Deutschlands ist, macht die Verschaffung der Kohle keine allzugroßen Schwie­rigkeiten unb so werden die ausgeblasenen Hochöfen im österreichischen Alpenland, Donawitz und Vor- dernberg bald wieder in Gang kommen. Es ist ohn« Zweifel das merkwürdigste Widerspiel der Geschichte, raß in demselben Zeitalter, in dem der Sozicüismus ich auf der Höhe seiner Macht glaubte, Gelöherr- chaften entstehen, die die Freiheit des Volkes ärger redroherr, als je ein absolutistischer König, unb in dem­selben Donawitz, bas zuerst den Sozialisierungsver- suchen kommunistischer Schwärrner verfiel, nun di« Pioniere des millrardengervaltigerr Sinnes einmar­schieren.

Stinnes ist nicht der Monn, der sich nur mit wirtschaftlicher Arbeit bescheidck, er verfolgt auch poli» tische Ziele, wie der Ankauf der vielen Zeitungen beweist, durch die er Einfluß auf die öffentliche Mei­nung gewinnen will. Ob das ein Segen für Volk unb Land ist, steht dahin. Verquickung von mitte schaftlichm und politischer Macht ist jedenfalls die schlimmste Form des Trusts.

Diel n^eler unö enlMZenksWmender als unsere Feinde, besonders die Franzosen, waren wir mr Jahre 1871 gegen das besiegte Frankreich. Und doch bchauptete Äoyd George das Gegenteil, wahr­scheinlich weil es ihm aus eine Lüge mehr oder weniger nicht cmkomnrt. Wir verweisen nur auf die finanzieller Bestmnnungen des Friedens von Frankfurt vom 10. Mai 1871; in Artikel 7 des 16 Artikel umfassenden Friedensvertrages der von Versailles hat 470 Ar­tikel bestimmte Bismarck, daß Frankreich eine Mil- liaiLe Franken im Verlauf des Jahres 1871, eine halbe am 4. Mai 1872, die letzten 3 bis 2. März 1874 be- . Die Verzinsung wurde cnn 2. März 1871 mit 5 Prozent berechnet. Ein Zusatz bestimmt noch, daß die elsaß-lothrirrgischen Eisenbahnen mit 375 Millionen