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Erscheint jeden Sonntag u. kostet Vierteljahr!. Ausg. A 2. Mk., 82.59 Mk. Redaktionsschluß Montag. Anzeigen die einspaltige Kolonelzeile oder deren Raum 40 Pfg. Bei Wiederholung entsprechender Rabatt. Für Offert« und Auskunst-Anzeigen 30 Pfg. extra. Anzeigen müssen spätestens bis Montag morgens im Besitz der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda sein. Größere Anzeigen erbitten wir uns entsprechend früher. Druck und Verlag der Fuldaer AcUendruckeret.

Wochenkalender.

Sonntag, 27. März. Oster-Sonntag. (Johannes DamaS« cenus, Kcht.)

Montag, 28. März. Oster-Montag. (Johannesv. Capistran, Bek.)

Dienstag, 29. Kär^. Oster-Dienstag.

Mittwoch, 30. März. Von der Oktav.

Donnerstag, 31. März. Von der Oktav (Guido).

Freitag, 1. April. Von der Oktav. Hugo, Bek. Herz- Jesu-Freitag.

Samstag, 2. April. Von der Oktav. Franz v. Paula, Ordensstifter.

Gsterlsnntag.

(Evangelium Mark. 16, 17.)

In jener Zeit kauften Maria Magdalena, Maria, b»8 Jakobus Mutter, und Salome Spezereien, um hin­zugehen und Jesum zu salben. Und sie kamen am ersten Tage der Woche in aller Frühe zum Grade, da die Sonne eben aufge?angen'war. Und sie sprachen zu einander: Wer wird uns wohl den Stein vor der Türe des Grabes wegwälzen? AIs sie aber hinblickten, sahen sie, daß der Stein weggewätzt war: er war nämlich sehr groß. Und da sie in das Grab hinein­gingen, sahen sie einen Jüngling zur Rechten sitzen, angetan mit einem weißen Kleide, und sie erschraken. Dieser aber sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Ihr suchet Jesum von Nazareth den Gekreuzigten: er ist auferstanden, er ist nicht hier; sehet den Ort, wo sie ihn hingetegt hatten. Gehet aber hin, saget feinen Jüngern und dem Petrus, daß er euch vorangehe nach Galiläa: daselbst werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat.

Kortgesetzèe Ostern.

fiern ist da, das Fest des Heilandes, ^ das Fest seines Sieges, das Fest

seiner Ehre, das Fest seiner Allmacht, ^^Z^ das Fest seiner Liebe. Worin be- tr^^Ej/^ sieht aber der Triumpf seiner Liebe?

Daß er uns nach der Auferstehung nicht verlassen hat, sondern bei uns geblieben ist bis zu dieser Stunde und bei uns bleiben will bis in Ewigkeit. Das ist die Liebe ohne Ende.Ich bin auferstanden und noch bei dir, Alleluja", so ruft er aus im Jwroitus der Osterionnragsinesse. Er ist aber bei uns im Geheimnis der hl. Eucharistie, im Sakrament des Aliars und in uns bei der hl. Kom­munion. Das ist dein Osterfest, mein Christ, die hl. Kommunion, jenes Osterfest, das die Kirche uns ans Herz legt mit den Worten des Apostels:Unser Osterlamm Christus ist gekreuzigt; darum laßt uns Ostern halten im ungesäuerten Brot der Reinheit und Wahrheit". Den Empfang der hl. Kommunion gerade in der Osterzeit hat uns die Kirche als strenge Verpflichtung gegeben ün fünften Klrchengebot:Du sollst jährlich wenigstens einmal und zwar in der österlichen Zeit die hl. Kommunion empfangen".

M den Iosephrpsennig

sollen alle ihr Scherflein opfern, auch diejenigen, die nur über geringe Mittel verfügen. Fürchte nicht, daß die Gabe, die du in deinen geringen Verhältnissen zu spenden im Stande bist, zu klein und unbedeutend sei. Kennst du nicht die Witwe im Evangelium, die nur 2 Heller in den Opferkasten werfen konnte? Gewiß eine geringe Gabe. Aber welchen Wert hatte sie vor Gott!Wahrlich sage ich euch", sprach der göttliche Heiland,diese arme Witwe hat mehr hineingeworfen a 5 alle. Siehe da, wie bei Gott der Wert einer Gabe nicht nach menschlichem Maßstabe, sondern nach der Reinheit der Absicht und der Größe des Opfersinns bemessen wird. Nein mein Christ, sei es viel, sei es wenig, was du zu einem so heiligen Zweck gibst, Gott wird es nicht unbelohnt lassen, weder im Leben noch im Tode. Und heilig ist der Zweck sicher, zu dem du im Josephspfennig deine Gabe spendest, denn kann es etwas größeres und verdienstlicheres geben alsmit Gott mügswirkt zu haben", wie der hl. Ambrosius sagt,an dem göttlichsten aller Werke, an dem Heile der Seelen". Das Höchste und Beste des Menschen ist seine unsterbliche Seele. Was ist edler als sie und was könnte schöner und erhabener sein, als die Seelen zu bilden, zu lehren, ihpen zu ihrem Ziele zu verhelfen? Was schöner als Seelen glücklich zu machen für Zeit und Ewigkeit. Zarte Ainderseelen zu erziehen für den Himmel, ihnen die Richtung zu geben zu Gott, junge Se-elsn zu bewahren vor Sünde und Verführung, betrübte Seelen zu trösten, Unwissende zu belehren, Ge­beugte aufzurichtrn, von Sünden Umschlungenen von ihren Ketten zu befreien, Wankende zu stützen, Irrende zurückzusühren, so vielen Rat, Licht und Stärke zu bringen, ihre letzten Stunden durch die Gnânhilfe der Sakramente, das priesterliche Gebet und Wort mit himmlischer Tröstung zu übergießen, sie hinübergeleiten durch das dunkle Tor des Todes in die Ewigkeit, und wenn sie als arme Seelen im Fegfcuer ihre Hände zu uns ausstrecken mit dem Tau des Heil. Opfers und der Fürbitte die Gluten ihrer Leiden zu kühlen! Fürwahr eine herrliche und überreiche Ernte von Seelen, ein großer geistlicher Weinberg, den der Priester bearbeitet. An all diesem Guten, das feelen- eisrige Priester wirken, hast du Anteil, denn du bist es gewesen, der ihnen die Pforten des Heiligtuins er­schlossen, aus dem all diese Segensströme entspringen. O wahrhaftig, wenn irgendwo so erfüllt sich hier die Verheißung des Herrn:Gebel und es wird euch ge­geben werden, aber ein gutes, eingedrücktes, gerüttel­tes und aufgehäuftes Waß."

Nachdem wir dieser Pflicht genügt haben, sollen wir dann die Hände müßig in den Schoß legen? Sollen wir dann den Heiland ein Jahr lang warten lassen? Sollen wir dann unsere Seele ein ganzes Jahr lang zu einer Hungerkur verurteilen? Nein, nein: wir wollen Ostern sortsetzen durch die öftere heilige Kommunion.

Schau hinein ins göttliche Herz Jesu und du siehst diese Absicht, diesen Wunsch darin geschrieben. Wie sprach er zu den Juden in der Synagoge zn Kapharnaum?Bemühet euch nicht um vergäng­liche Speise, sondern um die, welche bleibt für bte Ewigkett". Wenn nun jemand nur einmal im Leben oder einmal im Jahr diese unvergängliche Speise, die HI. Kommunion empfangen würde, könitte man da im Ernste noch von einerMühe" sprechen? Und welchen Vergleich hat damals der Heiland heran- gezogen für die Hiiumelsspeise der Kommunion? Mit dem Manna hat er sie verglichen. Enre Väter, sprach er, haben das Manna in der Wüste gegessen und sind gestorben; wer aber von diesen! Brote ißt, wird ewig leben. Wie oft ist aber das Manna gefallen? Wie oft haben die Israeliten davon ge­gessen? Etwa bloß einmal im Jahr? O nein; täglich mit alleiniger Ausnahme des Sabbais ist bas Manna vierzig Jahre lang mit wunderbarer Regelmäßigkeit vom Himmel gefallen, und täglich haben die Israeliten während ihrer ganzen Wüsten­wanderung von diesem Wunderbrot ihr Leben erhalten. Ist das nicht ein deutlicher Fingerzeig, daß auch wir auf der Wanderung durch das Jammertal oft, ja täglich das Seelenbrot der Kommunion genießen sollen? Und kennst du die vierte Bitte des Vater unter? Wie heißt sie?Unser tägliches Brot gib uns heute". Nach der Auffassung berufener Lehrer ist unter diesem Brot nicht nur das irdische, das natürliche, das Leibesbrot gemeint, sondern auch das himmlische, das übernatürliche, das Seelenbi ot, mir einem Wort die hl. Kommnuion. Konnte der Hei­land beuilicher seine Absicht offenbaren?

Und überdies, warum wohl hat der Heiland gerade die Brotsgestalt gewählt als Träger seiner Gegenwart, als Vermittler feines hl. Leibes und Blutes? Damit wir seine Absichten uuschwer er­kennen. Ist nicht das Bror jene Nahrung, die Ruch und Arm tagtäglich zu sich nimmt?

Frage dann die Apostel, die doch ganz besonders genau in die Absichien des Heilandes eingelveiht waren. Was schreibt der hl. Paulus? ,©0 oft ihr dieses Brot esset oder den Kelch des Herrn trinket, sollt ihr den Tod des Herrn verkünden, bis er wiederkommt." Boni hl. Meßopfer redet er, das die unblutige Erneuerung des Kreuzesopfers da>stellt. Bon diesem Opfer soll aber nach Ansicht des Apostels das Essen und Trinken des Leibes und Blutes Christi unzertrennlich sein. Nun aber soll nach den Verheißungen des Alten Bundes unb nach dem Willen des Heilandes das Meßopfer täglich darge- bracht werden und wird tatsächlich daraebrackt alle