— 79 —
ist unser Verwaltungsgebäude und da sitzt unser Verwaltungsdirektor, Subdirektor, Rechnungsrat und Schreibmafchinenfräiein — alles in einer Person. — „Was bekommt die Schwester denn für ihre Leistung, xis ist ja ganz außerordentlich?" — Nicht mehr, wie )ie andern Schwestern: ihren Lebensunterhalt und Gottes Lohn — sonst nichts! Worauf der sozialistische Weltweise in die Worte ausbricht: „Gibts denn auch noch Menschen, die so dämlich sind, um Gottes Lohn olche Arbeit zu tun!?" Nach seiner Meinung wäre !S gewiß viel staatserhaltender, wenn die Schwestern, tast um Gottes Lohn zu dienen, sich organisierten, mmer höheren Lohn verlangten und möglichst bald einen oder mehrere Streiks veranstalteten, um dadurch, daß sie die Kranken im Elend liegen ließen, „bessere Lebeirrbadinoungen" zu erkämpfen und den „verfluchten Kapitalismus" zu besiegen. Wie dämlich auch solche Schwestern sind! Sie passen wirklich gar nicht in die „neue Zeit"! Oder doch?
Und wenn es je einmal aus Angst vor igen und Streichen und harten Scheltworten das i probiert, so bringt es das Lügen gar nicht zuwea, und es wird rot im Gesicht und scheu Miet und flogt in der Red. Wenn du aber selber Kind fast alle Tage anlügst, und ihm drohst versprichst: „Das tue ich dir, das gebe ich dir", du dich um das Worthalien dabei nicht viel nmerst, und dir noch einen Spaß daraus ft, es recht für einen Narren zu halten: glaub das ist wie eiskalter Regen auf Nebblüten. haben sich so schön und sützdustend aufgetan: aber kommt der Wurm daran und sie werden uz, und im Herbst gibt es nichts als bitteres . Tein Kind verliert sein Vertrauen aus schenwort und hält auch auf sein eigenes Wort -, mehr, und lügt eben auch wie du und die tn Lerne von Jahr zu Jahr frecher, und wird nicht mehr rot im Gesicht und nicht mehr im Blick und flogt nicht mehr in der Lügen- — Ich glaube darum, daß es wegen des bö eu Bei- 'S noch eine größereSünoe ist,ein Kind mit Lügen leren, als einen erwachsenen Menschen anlügen. o geht es auch mit den anderen böten Tugen» Gid dem Kind keinen Wern und begeh ja nicht ümmelichreiende Sünde, daß du ihm Teufels- ', nämlich Schnaps, zu schlucken gibst. Sei nur io verrückt im Kow, daß du meinst, Wein Schnaps werde das Kind stärken. Wenn du aus n schwachen Gäulelein sitzest, das mehr einem als einem Pferd gleichsieht, und ibomft eö recht ne dürren Rippen rind schierst ihm mit dem eiltorf auf den Kopf: io schlagt der Gaul viel- : hinten aus und macht mit seinen schwachen en ein paar Sprünge, wie wenn er einen hitzigen >pp amchiagen wollte. Aber du wirst dock nicht len, du habest das armselige Tier gestärkt nrt 'n Sporen und dem GeißsIneck. Im Gegenteil, RÜZietN geht nur desto eher kaput. Gerade so s mit solchen Get sinken für Kinder. Dadurch en der Magen und das Herz und das Geblüt >rnt und geg-ißelt, daß sie schneller und hitziger Geschäft betreiben, wie wenn es pressieren tät.
am die Art wird nur um so jäher und schneller n und Kraft ausgezehrt, so è^ solche Kittler chmal Äbzehiung bekommen. Wenn du mit der Putze in dem Docht herumnöberst, so brennt es us und das K ämmchen flackert luftiger und er; aber das Unicblüt verzehrt sich geschwinder ist früher ans mit dem Licht. Darum schütte nn Kind keinen Wein und feinen Branntâiu ein junges rosenrotes Geblüt. Du kannst ja ! daraus merken, daß ein lolches Getränk nicht seinen zarten Leck paßt, sonst tat es fein so res Schnüffelei» machen, wenn man es zum «mal Schnapswasser versuchen laßt. Mancher wird ohnedies in späteren Jalpen aus eigener erde anfangen zu trinken, mehr als dir heb tjtpbu uhstdasFundament dazu nicht selber noch zu legen.
Unsere MffioKare
Missionarinnen rüsten sich zur Ausreise auf ihr wneseid. Zehn Benediktiner von St. Ottilien ern) sind für Korea bestimmt, aber sie können, wie schon unlängst mitteilten, erst abfahren, wenn das reib (ca. 300 000 - k) zusammengebracht ist. Fünf Borrommrinnen aus Schlesien sollen ins Heilige t. Ihre Missionskasse ist jedoch erschöpft, und so m sie warten, bis das Reisegeld (ca. 60 000 JO oengebellelt ist. Anderen Missionaren geht es o. Wer hilft?
Jaben wolle man einsenden auf das Konto 82014 Pricstermissionsbundes in Fulda bei dem Postschock- ' Frankfurt (Main) oder aber in der Iuldaer ndruacrei abgeben.
Passen sie in die neue Seit?
folgende wahre Geschichte veröffentlicht die „Jps- ^agftzeüung ': ^n das katholische Krankenhaus Grotzstadt kommt eine Deputation des Magistrats >tt von ihrem sozialistischen Haupte, zur Besichli- . Die Krankensäls und Operationsräume, Küchen Badezimmer — alles findet Beifall. Am Schluffe : undgangs fragt der Sozialdemokrat: „Wo ist denn BerwallUNgsgebäude?" — Wie meinen Cie das? Nun ja, bei uns im städtischen Krankenhaus haben einen Verwaltungsdirektor, einen Subdirektor, 1 Rechnungsrat und eine Anzahl weiterer Ange- er für das gesamte Rechmmas- und Kostsnwesen, n besonderen Räumen untergebracht sind." Ach so!
f,’^rt. ^Ee Deputation in einen Raum neben 4 fortnerzimmer: Dort sitzt ein unscheinbares, deines Schwesterchen mit blaffen Wangen. — Hier
Hilfe recht vieler Mltarbeitervncn, Ne für den selbst» losen Geist wahrer Nächstenliebe das rechte Becständn!» haben.
St. Iokeph. Heute, am Sonntage vor Lem Festhrge unseres Kirchenpatrons St. Joseph, ist um 10 Uhr feierliches Levitenamt mit Predigt. Alle Angehörigen unserer Pfarrei werden eingeladen, an diesem Sonntage ihre hl. Osterkommunion zu empfangen Der katholische Männervercin und der katholische Jünglingsverein haben heute Ge^eralkommunion. Ein Domiaikauerpoter wird im Beichtstühle aushelfen und zwar am Samstag, nachmittags von 4—7 Uhr, abends von %8 Uhr ab und Sonntag, morgens von ^7 Uhr an.
kakhol. Gemeinde Ihringshausen. Am Sonntag abend hielt der Männerverein Ährinsshaufen einen F'amllienabend mit Unterhaltung ab. Zweck der Veranstaltung war wiederum, Freundschaft und G?s?llig'eit unter den Katholiken zu fördern, sowie die Liebe zur angestammten Kirche wachznbalten. Der Saal des Gastbaules „Zum hessischen Löwen" war dicht besetzt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand ein Lichtbilder- nortraq des Präses über „Oberschlesisches Land und Leute". Es folgt? ein kleines Lustspiel aus der „Wuppke"-Scri§. 'Musikalische Darbietungen und Vorträge ernsten und heiteren Inhaltes wechselten ein» ander ab. Der Zweck des Flbends ist vollauf erreicht.
St. Kumgundis. Anläßlich der SOjährigen Gedächtnisfeier der Erwählung des hl. Joseph zum Schutzpatron her katholischen Kiirche soll für die Angehörigen der Kuratiegemeinde K a f s e l - B e t t en hausen in dieser Woche eine grö^pr? kirchliche Feier abgehalten werden. Es ist von Mittwoch, den 16.. bis Sauste “ t 19. März einschließlich, jeden Llbend %8 Uhr Nr •■"• ü mit feierlicher Andacht zu Ehren des bl. Joseph. Di" Predigten werden von einem Dominikanerpater gehalten. Außerdem ist jeden Abend vor und nach bet Predigt Veichgelegeuheit. Möge die ganze Veranstaltung sich eines großen Besuches erfreuen.
r MWW W 621 $®Ä. 1 -_______________________^. - ---. .^. ____^
In den hiesigen kalho lschen Gemeinden soll das Gerücht umgehen, daß die Kirchensteuern demnächst! in ähnlicher Weise wie die Skoalkstenern in die Höhe schnellen würden. Dieses Gerücht entbehrt, falls es wirklich verbreitet wird, jeder Grundlage. Die Kir- chensteuern werden in Zukunft kaum höher sein als sei Iber, der Prozentsatz der Kirchensteuern wird sogar berstend hsrüboefetzl werden können.
5f. Eltsabslb. Diesen Samstag und Sonntag hilft ? ein Pater im Beichtstuhls aus. — Ei'* Versamm'ung • des M ü t t e r v e r e i n s findet dieses ?Nnl ousnahms- s rv"isâ (Hoi in her zweiten Wache des M mass, n so! nächsten Donnerstag abend, statt Die Gsnera'kom- mu non dagegen ist. wie gewöhnlich, am vierten Sonn- * tag im Monat. — Die Crstkommunion der K aber - findet auch in diesem Jahre am 2. Ostèrfcrertage statt.;
St Camilla Der reün'öse Vort'-nn in diesem Mo- j nat mied am heutigen Sonntag (13. Mä^z) gehalten. i Das Thema, das Herr Vater Hemmes, S. J., behänd lt, lautet: „Der Prozeß Jesu Christi in rechlsgelchrchtlicher Beleuchtung".
St Marien. Heute wird der neuqewsihte Priester, Ksrr Theodor Battermann, Sohn des Gehsimen ReaisrunftSrates Battermann, in b efiger K rche vm H10 Uhr sein erstes hl. Meßopfer fe>rn. — Am Somstag, den 12 März, nschm'ttaqs von %5 Ubr ab, wird ein fremder Beichtvater (Gelegenheit zue Beichte geben
Mädchen-9chnkn?srein. Am Sonntag, nachmittags
4 Ithr. hielt der Mädchen-Schutzverein im St An--ss- baue feine erste Generalversammlung mit Vnicht üh-r dis Bereinstäsigkc-k, Kasienbericht und Neumat'l des Vorstandes ab. Tie erste Vorsitzende, Frl. Mrd^er, hiess die Erschienenen, darunter auch den geistlichen Beirat, Herrn Pfarrer Herbert, ^herzlich willkommen und entwarf sodann ein lebendiges, von tief empfundenem Lerstäntm-s für die Gack»» astragen-s B''d ^' * h r Arbeit und Tästqkeit in dein Verein. Vor drei Jahren durch den Zwergverern Kaffel'oes kathol. Frauenbundes Deutschlands aus der Nat der Zeit Herarrs gegründet, stand tinb steht der Verein als erster und einziger in der Diözese da. Er ist angeqliedert dem Natio^alver- band deutscher Mädchenschnüvereine. dessen Sitz in Frankfurt o. M. ist. Er will den simgen, n;cht m^hr unter der Obhut des Elternbauses st-hend-m Mädchm ein Faktor fein in allen (Gefahren, die ihnen in de- Großstadt drohen und in religiöser und sittlicher Vs- z'ehung ihnen stets ein treuer Berater und Helfer fun. Dazu aber ist. wie die Rednerin so treffend nasführte, volle, persönliche Hingabe und ein inniges Mütgsfühl mit diesen jungen Sepien notig, di» oft so arm "-d schwach sind an Glauben und Hoffnuna. den rechen Weg zu finden. Ganz fern liegt es dem Verein, irgendwie in.die Rechte der bereits vorhandenen S'anbes« vereine e'nzuareifen und sie zu schmälern; ne'm nur lediglich vermittelnd, da und dort ihnen neue Mitali--- der zuführend, möchte er keines Pm^g tragen. E n weiteres, arbeitsreiches Feld des Mädchsnichutzvereins ist d'e Bahnhofsmission, die jetzt von fünf, sich ihrer Arbeit treu bemühten, Mitgliedern allabendlich ausae übt wird. Auch hier sind reiche Erfol"» hin gebenden Ovfergeiftcs zu verzeichnen, die umso freudia»r uerm ’r f ftim, als es seit acht Monaten gelungen Hst. da« lang erstrebte Ziel zu erreichen, nämlich e-n ei'-n-g S'm^cr im Bahnhofsgebänds zu erhalten. Seit April 1918 besteht auch in hiesiger St^dl eine caritanve S'sllenv"r- mittlung, die durch den Mädchenlchutzverein gegründet morden ist und von den Schwestern des St. Signes» Hauses geleitet wird. Die Zahl der vermittelten Stellen hat sich erfreulicher Weise von Sahr zu Sahr, wenn auch nur langsam steigend» vermehrt. Möchte auch i fernerhin der Verein feinen edlen Bestrebungen nach- 1 kommen und immer besser nachkommen können mit
„Muller und Ich". Drei Erzählu egen von Th. Korte, J ab. Kaiser und D. M C r n i k. 3. Band der Sonnenlaudbucherei, geh 13 Mk., geb. 16,50 Mk. Verlag Tvrolia Innsbruck, München.
Nicht bloß für Heranwachsende Töchter, sondern auch für Mütter, bi? Verständnis für das Seelsnlsb"n ihrer Töchter bringt M. Dunaniq den 3. Band der Sonnen» land-Pümerei, welche von der SunqmäbchennrU mit so großem Büfall ausgenommen wurde. Ausschnllte sind's aus dem l esen und Fühlen des rettenden Mädchens, voll zarten Reizes, voll quellenden ß'bcnsüHjrung und Lebensgcfloltuug; in feinster, edelster Sprache, ohne j'be aufdringliche Tendenz: die ProblemestMung zwischen Mutter und Tochter findet hier eine harmonisch.' 2» sung. F ........ <{11». ■ —...........
WereinsKatenöev.
Sonntag, 13 März.
Kath. IiiuglingHverein St Elisabeth. Nachntid tags 3Va Uhr Versammlung mit Unterhaltung und Spiel. Der Präses: Heim. .
Kath JünglingSverein St. Marien Um ' Uhr Versammlung und Bortrag. Fortsetzung des Themas: Grundrechte der Deutschen. Der Präses.
Kath. JünzftngZverein St. Joseph. In der Frühmesse oemeinschaitUche hl Osterkommunion, an der alk Mit lieber teil nehmen mögen.
Kath Gestüenvrrein Kassel Abends 9 Ubr Bèr« sammtung Der Präses: Jestädt.
Kath MSn»ervere:n St. Joseph. In der Früh, messe > emeirischnfttiche hl. Kommunion, an der alle Wüt, 'lieber teil nehmen mo en.
Juqendgrupye der Jnnnfranenlongregation St Elchabrlh. Nachmittags ^4Uhr Bcrfammlunz im Agnes. Haus.
Kath. Vürgergrsellschafl. Abends 8 Uhr Familien, abend.
Kath, kaufm Verein. Osierkommunion m den Pfarr, kirchen.
Verein kath kaufm. Gehilfinnen und Beamtinnca. Oftertommunion in Den cuigelnen Pfarrkirchen.
JungsraueN'KoagreZation St Knnigundid. Gemein» mme hl. Kommunion. Nach der , Frühmesse Versa ^uu lung.
M o n t a g, den 14 März.
Kirchenchor St Elisabeth. Abends 8Vs Uhr Probs Jüngfeanenko 'grèLakion St. Joseph. Abends ‘/al bis V-jjO Uhr Näh- uno Handarbeitsstunde.
Dienstag, den J5. März.
Kath. Män>:er-Vkrein Kassel-Aehihelden. Alenbi 8 Uhr Gesan probe im Pere>ns>okat Wehlheioerhos. Da. raus die ubli De Zulammenkunft. Jeden er ten TienA- tag im Monat ua g Der Gesangprobe Hauptversamincung
Müttervcreitt St. Joseph Abens 8 Uhr Zusamr. en fünft.
Kalh. Bürgergesellschaft. Abends 8 Uhr Vereins abend.