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vher der unwürdige Kommunikant? Ec schlägt in seiner Art abermak Christum ans K'euz. Das ist nicht meine Ansicht. Ein größerer als ich, der Bölker- apostel bat sie ansgesp-ochen:Wec unwürdig dieses Brot ißt oder den Kelch des Herrn trinkt, der versündigt [Hj au« L ibe und Blute des Herrn; der ißt und trinkt sich das Gericht*. Was soll das heißen? Daß dec unwürdige Kommunikant sich an Christus vergreist, Hand legt an seinen Leid, um ihn dem Tod zu übertiesern. Ist das nicht ein großes Ver­brechen? Von einem heidnischen Kaiser w-rd erzählt, daß er den Papst Marzellus in einen Schwei ne stall ringe' perrt habe. Uud was tut der unwürdige Kom- Minnkant? Nicht einen Papst, sondern Christus, den ewigen, göttlichen Hohepriester, nötigt er in ein sündiges Herz, das dem reinsten Heiland ekelhaster ist als ein Schweinestall. Wurde ein Engel in Menschengestalt unter uns erscheinen und jemand sich erkühnen, ihn zu mißhandeln, wäre das sicher ein abicheuli her Verbrecher. Der unwüldige Kom- uiunikant aber mißhandelc Christus, den Herrn und Königs aller Engel, und Erzengel, Cherubim und Seraphim. Bei den übrigen Sünden, sagt der hl. Petrus Damiani, wird Christus nur in jeinen Dien rn und Kreaturen mißhandelt, bet der unwürdigen Kommunion aber in seiner eigenen Person.

Die unwürdige Kommunion ist auch noch ein großes Verbrechen gegen die eigene Seele, die w r in die grüß e Gefahr der Verdammnis setzen. Was fad der hl. Paulus? Der unwürdige Kommunikantrßt und trinkt sich das Gericht". Dreies hl. Gastmal, diese göttliche Speise tohb zur Schuld, zur Wut läge, zum Zerbeißen. Die unwürdige Kommunion ist eben ein Sakrilegium, ein abjch.ulichrs Sakrilegium, schlimmer als die Tat des Baliha ar, der Wein trank aus Gefäßen, die für den Gottesdienst bestimmt waren. Nötigt ja der unwürdige Kommunikant den reinsten Getwswbn in ein Herz, das mit dem Unflat bet Sunde bedeckt ist, ra bt sich eine Sp.rse, raubt sich einen Gott, der nicht ihm, sondern nur den reinen Seelen gehv t. Auffallende Strafgerichte haben id)i n die uu vürdigen Kommunikanten beiross n. So erzählt der hl. Cyprian von einer Frau, Die nach der Teilnahme an einem heidniichen Götzcnopfer, alio nach der Verleugnung des Glaubens und im Stande schwerer Sünde zur hl. Kommunion ging und augenblicklich von beflißen Kämpfen befallen tot nleoerstüiz e.

Fromme kommen, Böse kommen, Alle haben ihn genommen:

Die jum Leben, Die zum Tod. en wild es Straf und Hölle Fromm, n ist es Heues Quelle So verschieden nmh bud Brot.

Fort also mit einem solchen Beibrechen. -Geh nie zum Tijch des Herrn n Feindschaft gegen einen Mitbruder, nie in den Banden einer unreinen Liebe, der du nicht entsagen roillit, nie im Besitze fremden Gutes, das du nicht herausgeben willst, nie nach einer Beicht, in der du mit Fleiß eine schwere Sünde der schwiegen hast. Geh ost zum Tl ch veü Her»n, aber immer würdig, damit sich an brr das Wort dcs Herrn erfülle: Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben".

Der Burgpsarrer.

St. Joseph.

Ein glorreicher Name! Wo Maria genannt wird, die reinste Jungfrau und Mutter des 5)emi und wo immer der süße, mächtige Name Jesu erklingt auf dem weiten katholischen Erdenrund, in den, Schmerzens­wohnungen des Fegfeuers und in den Jubelhallen des himmlischen Jerusalem allüberall ertönt auch der glorreiche Name des hl. Joseph, denn er war ja auf Erden der Nährvater Jesu, der jungfräuliche Gemahl der allerseligsten Jungfrau, der Gerechte, und er ist der Schutzpatron der ganzen katholischen Kirche.

St Joseph ist gerade der Heilige, der im schärssten Gegensatze steht zu unserer Zeit und durch dessen Nach­folge sie wieder gesunden kann.

SL Joseph und die sozialdemokratische Bewegung, welche Gegensätze! O ihr Arbeiter, wenn in ruck) bittere Unmut und Zorn aussteigen über euer Los, geht zu Joseph und kniet von ihm Geduld, Eoltverlrauen und Zufriedenheit!

$L Joseph und die Vergnügungssucht unserer Zeit welche Gegensätze! Fürwahr, in der Zimmermanns- Hütte gab es andere Freuden, als die teuren Vergnügen in den Wirtshäusern, den Tanzsälen und den Sport­plätzen. O Mittelstand lerne vom hl. Joseph wieder die alte Genügsamkeit und Einfachheit!

5t Joseph, der keuscheste Bräutigam Mariens und unsere vielen sittenlosen Jünglinge und frechen Stäbchen (Jungfrauen können sie kaum mehr genannt werden).

§H Joseph, der Mann des innerlichen Wandels, vor Gott und unsere religiöse Oberflächlichkeit! Genug! .hLisen wir allen zu jeder Zeit, besonders in diesem ^ubucmmsjahr, den hl. Joseph, den großen Heiligen, den der hebe Gott durch so große Wunder und Gebets- erhorungen verherrlicht, von Herzen an, damit er uns erlöse von dem schwer drückenden Joche des Seitaeiffee und Zeitelendes.

"Zu Joseph geht, in seiner Hand

Liegt alles Heil für Volk und Landl" Wohlan so stellt dem Haus und Herd Stellt alles, was euch lieb und wert, Sn Josephs Schutz für alle Zeit, So steht ihr gut in Ewigkeit.

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Zum hl. Joseph.

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Höll ger Joseph, Schutzpatron! Schirme du mit starker Rechte llns're Kirche gegen Hohn Und den Drang der finstren Mächte! Dein so oft erprobter Schutz Biere allen Feinden Trutz.

Gottes Sohn nahmst du in Hut, Seiner Kindheit Not zu lindern. O, du wirst noch heute gut Allen Armen, allen Kindern, Deiner Liebe Schutz berlei!/n, In Gefahren nahe jein!

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Eine Lilie war dein Herz, Ein geschmückter Gatte-tempel. Lenk die Jugend himmelwärts, Drück ihr ein der Unschuld Stempel t Alle Seelen sühre du Diescr s häuften Tugend zu!

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Heil'ger Joseph! Wenn im Tod Unsre müden Augen brechen, Morest du in letzter Not Mut in unsre Seele sprechen! O, empfehl' uns Gottes Sohn, Führ' uns all' zu seinem Thron!

8- H.itrmryer-

Unglück - Glück!

Fastenzeit, Leidenszeit, Vußzeit! Noch offener, als sonst im Jahre, steht vor dem 2luge des Christen das Kreuz aufgerichtet. Unsere frommen Vorfahren haben dafür gesorgt, daß es uns während des ganzen Jahres nicht aus den Augen schwindet; nicht nur in den Kirchen und Kapellen, den Stätten des Gottes­dienstes, sondern auch in den Häusern, auf Straßen und Gassen, ja selbst mitten in den Feldern haben sie Kruzifixe aufgestellt und der Landmann kann nicht zu seinem Acker sahren, der Handwerker nicht in die Werkstatt, der Arbeiter nicht in die Fabrik oder ^m Bergwerk gehen, ohne daß er dem Gekreuzigten be­gegnet.

Es ist eigentlich ein schreckliches Bild: ein Mensch am Marterholz, am Galgen, aber der Glaube hat es uns lieb gemacht. Unsere hl. Religion hat beni Mar- terholz das Grausame genommen, Im Lichte des Glau­bens ist dieses Bild des Sterbens zu einem Sinnbild des Lebens geworden. Müht nicht hinter dem Kal­varienberg das Morgenrot des Ostertages auf? Sehen wir nicht im Gekreuzigten schon den Auferstandenen? Kündet nicht seinEs ist vollbracht!" den Sieg über Sünde und Tod?

Kein Bild paßt so gut in unser Leben hinein wie das Kreuz. Kreuz und Leid sind ja unsere unzer­trennlichen Lebeusbegleiter. Daheim und in der Fremde, im Kreise unserer Famil'e und auf offenem Markte, an der Arbeitsstätte und selbst an den Orten des Vergnügens suchen sie uns auf und wie oft wer­den selbst Opfer und Mühe durch Mißerfolg enttäuscht! Eigene Schwäche und trübe Leidenschaft verbittern uns das Leben, zur harten Not der Zeit gesellt sich die Schlechtigkeit der Menschen. Vergebens breiten w'-r unsere Hände zum Himmel, das Kreuz wird nicht von

uns genommen, die Nagel werden nicht gelockert, mit denen das Unglück uns an feine Bakken heftet. Als ob Gott kein Erbarmen mit uns hätte.

Ruhig, ruhig, christliche Seele! Gott zeigt dir feine Liebs auch dadurch, daß er dir Leiden schickt, die Leiden nicht von dir nimmt.Mußte nicht Christus bies alles leiden, um so in feine Herrlichkeit einzu- gehen?" Dieser sein Osterspruch für die Jünger von Cmans g'lt auch für dich. Er sagt: Leid soll uns zur i Freude. Unglück soll uns zu Glück werden.

Das ist Kreuzeslehre, das ist Ostertrost. So wahr uns em gütiger Vater im Himmel lebt, der immer nur das Veste für uns will und tut, so wahr ist jegliche Heimsuchung von ihm ?u unserem H»il gesandt.Ich halte dafür, daß die Leiden dieser Zeit nicht zu ner» gleichen sind mit der zukünftigen Herrlichkeit, die an uns offenbar werden wird. Wir wissen ja, daß die narre Schöpfung seufzt und in Wehen lie^t bis heute. Nicht sie allein, auch wird selber . . . seufzen bei uns, indem wir die Kindfchaft Gottes, die Erlösung unsers Leibes erwarten. . . . Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alles zum Guten gereicht," so schreibt der hl. Paulus an die Römer. Präae dir feine Ver­heißung tief ins Herz hinein:Wir wissen, daß denen, die Gott lieben, alles zum Guten gereicht." Alles, ob Freud oder Leid, ob durch Ölaturaewalten oder durch Mensck'sniücke, alles wirkt unfehlbar an unserm wahren Glücke mit, wenn wir nur Gott lieben, ihm ergeben blechen und uns durch keinerlei Unaemach von seiner Hand 'osreißen lassen, an der er uns gütig und weise führt.

Alles soll uns zum Guten gereichen, selbst die Sünde, das schwerste Unglück, das uns auf Erden tref­fen kann. Demütige Selbsterkenntnis, sühnende Reue, ehrlicher Vorsatz, das VensauMte nach Kräften wieder einzuholen, soll uns Gott um so näher bringen, je weiter wir uns von ihm entfernt haben. Auch, die Sünde soll uns zum Heile werden.

Halte einen Augenblick ein und denke nach! ES ist jetzt der wchkigsts Christenmonat im ganzen Jahre. Gott wirbt vom Kreuze her um deine unsterbliche Seele. Er will dich im Beichisbnhl, will dich bei feinem hl. Thche sehen. Der Heiland will, daß du in Buße mit ihm Karfreitag, daß du in aufrichtiger Bekehrung mit ihm Estern feierst. Folge ihm? Aus Uneiück fall Glück, aus Sünde soll Gnade, aus.Tod soll Leben, neues Leben werden.

Tue, Hm du kannst!

Du kannst nicht festen, sagst du, hast zu schwere Arbeit." Höre, was der große Ordenestifter, der hl. Venehikt. in seiner Regel (49. Abschnitt) von der Fastenzeit sagt:

Für diese Tage der Fastenzeit raten wir ein Leben in aller Reinheit zu führen und zugleich alle Nach- läfftgfeif anderer Zeiten zu tilgen. Das geschieht da­durch in der rechten Weise, daß wir uns vor allen Fehlern in Acht nehmen und uns des Gebetes, from­mer Lesung, der Her-ensreue und der Enthaltsamkeit befleißen. Wir wollen daher in diesen Tagen zur gewöhnlichen Bürde unseres Berufes etwas hinzu­fügen, besondre Gebete, Abbruch an Speise und Trank. Ein jeder bringe in der Freude des hl. Geistes über das vorgeschriebene Maß freinrUig Gott etwas dar, das heißt, er versage seinem Körper etwas an Speise, Trank, am Schlafe, im Reden, im Scherzen, und so bereitet er sich im Geiste voll freudiger Er- Wartung auf das Osterfest vor!"

So rief der Vater der Mönche den Seinen zu. Ist da nicht manches dabei, was auch du leicht üben kannst? Es gibt nicht nur ein Fasten, das enthalten von Speise, es gibt gar mancherlei Fasten. Denke - nur an deinen Lieblingssehler, wie wäre es, wenn du in der hl. Fastenzeit ihn besonders aufs Aorn nehmen wolltest? Das wäre Gott zur Freude und dir und deinen Mitmenschen zum Heile.

Das MenschenZeNachs oder

Wie der Mnrch sich und an-ere erziehen soll.

Von Alban S r o! z.

(Kalender für Zeit und Ewigkeit.)

mörj. 1. bis 6. Jahr. Blutenknospen und Raupenn.ster.

Aus die nämliche Methode hin t man auch das Kind lügen und die anderen Manieren und krummen Wege schied)! er Men schm, nämlich, wie der Herr Tchiilv sita'or spricht, durch den An'chauun suu er­richt. Sieh, das juuce Kind hat so ein neues Herz- lein, und schaut dir mit seinen hellen Augen smmm in dein Aug und auf deinen Mund, und glaubt dir ohne Gefährd und ohne Zwrisel, was vu zu ihm