Wochenkalender.
Sonntag, 13. März. Passions-Sonntag. Kollekte für den Josephspfennig.
Montag, 14. März. Vom Tag (Mathilde).
Diensiag, 15. März. Clemens Maria Hofbauer, Bek.
Mittwoch, 16. März. Vom Tage. Beginn der 3tägrgen Andacht zum hl. Joseph.
Donnerstag, 17. März. PatriziuS, Bisch. u. Bek.
tzreua', 18. März. Fest der 7 Schmerzen Mariä, Cyrillus v. Jerusalem, Kchl.
Samstag, 19. März. Joseph, Gemahl der fei. Jungfrau Maria. 14 Jahrestag d. Konsetr. d. Hochw. Hrn. Bischofs Jos. Damian.)
ychsionr-ZonnLag.
(Evangelium Joh. 8, 46—59.)
In jener Zeit sprach Jesus zu den Juden: Wer aus euch kann mich einer Sünde beschuldigen? Wenn ich euch die Wahrheit sage, warum glaubet ihr mir nicht? Wer aus Gott ist, der höret auf Gottes Wort: darum höret ihr nicht darauf^ weil ihr nicht aus Gott seid. Da antworteten die Juden und sprachen zu ihm: Sagen mir nicht'recht, daß du ein Samaritan bist und einen Teufel hast? Jesus antwortete: Ich habe keinen Teufet, sondern ich ehre meinen Vater, ihr aber entehret mich. Doch ich suche meine Ehre nicht: es ist Einer, der suchet und richtet. Wahrlich, wahrlich, sag' ich euch, wenn jemand meine Worte hätt, wird er in Ewigteit den Tod nicht sehen. Da sprachen die Juden Nun erkennen wir, daß du einen Teufel hast. Abraham und die Propheten sind gestorben, und du sagst: Wenn jemand meine Worte hält, der wird in Ewigkeit den Tod nicht Losten! Bist du denn größer, als unser Vater Abradam, dec gestorben ist? Und die Propheten sind gestorben. Was machest du aus dir selbst? Jesus antwortete: Wenn ich mich selbst ehre, so ist meine Ehre nichts: mein Vater ist es, der mich ehret, von welchem ihr saget, daß er euer Gott sei. Doch ihr kennet ihn nicht; aber ich kenne ihn, und wenn ich sagen würde: ich kenne ihn nicht, so wäre ich ein Lü ner, gleichwie ihr. Ich kenne ihn, und halte seine Worte. Abraham, euer Vater, hat frohlocket, daß er meinen Tag sehen wrroe: er sah ihn, und freute sich. Da sprachen die Juden zu ihm: Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt, und hast Abrcham gesehen? Jesus sprach zu ihnen: âyrUcy, wahrlich. fa;:e ich euch, ehedenn Abraham ward, bin ich. Da hoben sie Steine auf, um ihn zu Spel ÄS âr verbarg sich und ging aus dem
Ein großes Verbrechen.
â^â)e Katholiken, die sich in ihrer ^^ Sendung nicht immer dessen bemüht sind, begehen ein großesBer- sW/UK^U^ brechen: ich meine die unwürdi e Kommunion. Die strenge Ver- ^ 'Pfüchiuna, daß jeder Ka-hoUk in der "nerllchen Zeit die hl. Kommunion empfangen muß -und nur durch die würdige, keineswegs aber durch die unwürdige Kommunion erfüllt.
Was ist die unwürdige Kommunion? Ein großes -btibredMn wider den Heiland. Sage, wie rommt
Kn die Leser der .Äisabethdlattes'.
Als im Jahre 1871 Pius IX. das 25jährige Jubiläum seines Oberhirtenamtes über die ganze Christenheit feierte, faßte Graf Cavaletti den Entschluß, dieses merk- würdige Ereignis, das seit den Tagen des hl. Petrus in den 18 Jahrhunderten der Geschichte der Kirche nicht wieder vorgekommen war, dadurch zu verherrlichen, daß er die zur Feier des Festes eingegangenen Gaben für einen goldenen Thron verwende und diesen als Weihegeschenk dem hl. Vater verehre. Pius IX., erhielt Kunde von diesem Vorhaben und sofort sagte er: Nein, Nein, man verwend« das Geld für Jünglinge, die den Priesterberuf haben, aber nicht Mittel genug besitzen um denselben zu erreichen.
Das Pricsterlum ist der goldene Thron, auf dem die flirre ruht.
„Kaum daß ich von jenem Vorhaben gehört", fügte er bei, „ist mir dieser Gedanke zuerst und sogleich vor die Seele getreten."
Beherzigenswerte Worte. Das Oberhaupt der Kirche hat gewiß die Bedürfnisse der ganzen Christenheit gekannt, in seinem großen Herzen trägt er Sorge für alle ihre Nöten, aber wie von selbst und ohne lange Ueberlegung siellt sich seinem großen Geiste als erstes u. dringenstes Bedürfnis die Sortierung des Prieskerbrcufes dar. So haben alle großen Heiligen und alle um das Wohl der Stirpe hochverdienten Männer gedacht u. gehandelt. In der Förderung des Berufs zum Priestertum bot sich ihrem Feuereifer für die Ehre Gottes und das Heil der Seelen ein Feld der Tätigkeit, das nicht fruchtbringender sein konnte, denn hier sahen sie ihre Bemühungen durch mehr als hundert- und tausendfältige Früchte belohnt. Während sie durch ihre sonstigen Arbeiten im Weinberg des Herrn immer nur einzelne Seelen retteten, wußten sie, daß der Gewinn eines guten Priesters die Rettung vieler Seelen nach sich ziehen werde. Solche Erwägungen waren es auch, die den unvergeßlichen sei. Prälaten Schick, den Gründer des „Bonifaliusboten", im Jahre 1884 veranlaßten, mit Lem „Vonifatiusboien" die Sammlung für den St. Josephspfennig zu verbinden. Gott im Himmel weiß es, welch unermeßlicher Segen durch dieses fromme Werk unserer Diözese zu teil geworden ist. Seine Förderung ist aber auch heute noch eine unserer wichtig- sten Aufgaben. Du hast in der vorigen Nummer gelesen. mit welch eindringlichen Worten der Hochw. Herr Bischof sich an seine Diözesanen gewandt und sie gebeten hat, den Josephspfennig zu unterstützen, heute hast du durch die
Kirchenkollekle
Gelegenheit, deinem Bischof die schwere Sorge um Lie Erhaltung der geistlichen Biidungsanstalten (Seminar und Konvikt) zu erleichtern, in dem du ein deinen Verhältnissen entprechendes Opfer spendest. Auch die bekannten Sammelstellen nehmen jederzeit Gaben ent gegen.
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dir das Benehmen des HerodeS vor? Mit grobem Eifer erkundigt er sich nach dem neugeborenen König bei den Hohepriestern und Schriftgelehrten und spricht zu den Männern aus dem Morgenlande: „Gehet nach Bethlehem und forschet sorgfältig nach dem Kinde und wenn ihr es gefunden habt, so sagt es mir; ich will auch kommen und das Kind anbeten. Elender Heuchler! Das Blut der unschuldigen Kinder ruft dein Verbrechen in alle Welt: nicht aubelen, morden 'st dein Begehr. — Geschieht bei der un» würdigen Kommunion nicht etwas ähnliches? Man gibt sich den Anschein, Christus zu suchen, um ihn zu ehren: in Wirklichkeit aber ist man im Begriff, ihm die größte Schmach zu bereiten; weißt du ja ganz gut, daß es dem Herrn ein Greuel ist, in ein unreines Herz einzugehen.
Was denkst du von den Soldaten, die dem Heiland die Dornenkrone aufsetzten und ihn zum Spott» könig machten? Es war eine Schurkentat erster Sorte. Start der goldenen Krone setzten sie auf sein Haupt die Dornenkrone; statt des Szepters aus Elfenbein gaben sie ihm in die Hand ein wertloses Schilfrohr; statt des prächtigen Puipurmantels hingen sie ihm um die Schul ern die F.tzen eines alten Soldaten- mantels. Sie nötigten ihn auf einen morschen Stuhl, beugten zum Spott das Knie vor ihm und sprachen: sei gegrüßt, du König der Juden! Etwas ähnliches begeben aber tue unwürdigen Kommunikanten. Angeblich erscheinen sie, um Christus zu ehren, beugen vor ihm bas Knie, erheben die Hände, geben Zeichen der Anbetung; in Wirklichkeit aber treiben sie mit bem Heiland ihren Spott. Was denkst du vom Verrat des Judas? Es ivar eine Schurkerei erster Güte. Und ausgerechnet das Z ichen der Freundschaft, das Zeichen der Liebe, den Kuß, erwählte der unglückliche Apostel, um seinen Meister zu verraten. Don Schmerz überwältigt, sprach der Heiland zu ihm: „Freund, wozu bist du gekommen? Mit einem Kuß verrätst du den Menschensohu?" Wie wenn er sagen wollte: wenn es doch einmal beschlossene Sache war, mich zu verraten, so hättest du gegen und) mit ehrlichen Waffen und offenem Visier Vorgehen, mit Schwert und Prügel aus mich eindringeu sollen; so aber hast du die Maske der Freundschaft aufgesetzt nud mich mit einem Kusse verraten. — Was tut ober der unwürdige Kommunikant? Scheinbar steht er in der größten Freundschaft mit Jesus. Ec naht sich ihm bis auf einen Schritt ; er erbebt die Hände, um das Speisetuch zu ergreifen, er streckt die Zunge aus, um die bl. Hostie, die Christus umichließt, zu verkosUn, zu empfangen, zu genießen. Und ach, das alles ist nur Schein: in Wirklichkeit fügt er unter bieten Zeichen bet Freundschaft seinem Heiland das schreiendste Unrecht zu. Mit Recht wird darum die unwürdige Kommunion eine „Judas tat" genannt.
Was denkst du bou den Henkersknecht n, die bett Heiland aus Kreuz ichlugen? Es war ein Verbrechen, das die Geschickte für immer brandmarkt. Was tut