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Wochenkalender.

Sonntag, 27. Febr. Dritter Fastensonntag. (Leander.)

Montag 28. Febr. Vom Tage.

^natcm ' März. Vom Tage (Suitbertus, B.).

ist ein Amschn ?ärz. Vom Tage.

LonNètsläg, 3. März. Kunigunde, Kaiserin.

Freitag, 4. März. Kasimir, Bek. Herz-Jesu-Freitag

SamStag, 5. März. Vom Tage.

Dritter Haften-Sonntag.

(Ev. Luk. 11, 1428)

In jener Zeit trieb JesuS einen Teufel aus, der stumm war. Uno al? er den Teufel ausgetrieben hatte, redete der Stumme und das Volk verwunderte sich. Einige aber von ihnen sagten: Durch Beelzebub, den Obersten der Teufel, treibt er die Teufel aus. Andere ver»"'' . 'hn, und forderten von ihm ein Zeichen vom ry ^^ ergeb er a5er j^re Gedanken sah, sprach er zu ihnen: J^orS Reich, das wider sich selbst uneins ist, wird verwüstet werden, und ein Haus wird über das Andere fallen. Wenn nun auch der Satan wider sich selbst uneins ist, wie wird dann sein Reich bestehen, vast ihr saget, ich treibe durch Beelzebub die Teufel aus? Und wenn- ich durch Beelzebub die Teufel aus- treibe, durch wen treiben den eure Kinder sie aus? Also werden sie selbst eure Ri hier sein. Wenn ich aber durch den Finger Gottes die Teufel austreibe, so ist ja wahrbaftig daS Reich Gottes zu euch gekommen. Wenn der Starke bewaffnet seinen Hof bewacht, so ist alles sicher, was er hat. Wenn aber ein Stärkerer als er, über ihn kommt, und ihn überwindet, so nimmt er seine ganze Waffenrüstung, auf welche er sich verliest, und verteilt feine Beute. Wer nicht mit nur ist, der in wider mich; und wer nicht mit mir sammelt, der zer­streuet. Wenn der unreine Geist von dem Menschen ausgefahren ist, wandert er durch dürre Orte und suchet Ruhe; und weil er sie nicht findet, spricht er: Ich will in mein Haus zurückkehrcn, von dem ich aus­gefahren bin. Und wenn er kommt, findet er es mit Besen gereinigt, und geschmückt. Dann geht er hin, nimmt noch sieben andere Geister mit sich, die ärger sind, als er; und sie gehen hinein und wohnen daselbst: und die letzten Dinge dieses Menschen werden ärger, als bie ersten. Es geschah aber, als er dies redete, erhob ein Weib unter dem Volke ihre Stimme und sprach zu ihm: Selig ist der Heib, der dich getragen ha , und die Brüste, die du gesogen hast! Er aber sprach.

'"'Uch sind selig, welche das Wort Gottes hören' und dasselbe beobachten. »

5;o:op;cf sür den Bonifatius-Verein betreffend siehe Seite 68 des Hauptblattes (Diözese).

-7^ Die verhüllte Sonne.

0 efters wird die Sonne durch Wolken "2 verhüllt. So schien das Göttliche in der Person Jem öfters durch die Wolken des Leidens verdunkelt und verhüllt. Sogar starke Seelen haben an diesem Zustand der Er­niedrigung Anstoß und Aergernis genommen. Be­trachte den Petrus.Du bist der Fels", hatte der

Der Monat des hl. Zvseptz

nimmt in dieser Woche feinen Anfang. Wo ist der fromme Christ, der nicht unter dem mächtigen Schutz des hl. Joseph stehen und seiner besonderen ®unft und Liebe sich erfreuen möchte. Beides wird man erlangen, wenn man den Monat März der Verehrung des hl. Joseph weiht. In diesem Jahre haben wir dazu noch eine besondere Veranlassung, sind es doch 50 Iahre, seit der hl. Joseph von hl. Vater Pius IX. zum Schutz­herrn der ganzen Kirche erwählt worden ist. Schon im Juli v. I. hat der hl. Vater Benedikt angeordnet, daß die 50igste Wiederkehr dieses Gedenktages auf dem ganzen koihol. Erdkreis würdig gefeiert werde. Ueber tue Einzelheiten bet Feier werden die Hochw. Herren Bischöfe in ihren Diözesen noch nähere Bestimmungen treffen. Ganz gewiß werden die Gläubigen gern diesen Anweisungen folgen, um dem hl. Joseph zu danken für den mächtigen Schutz, den er der Kirche in stürmischer Zeit gewährt hat und der besonderen Gna­den sich teilhaftig zu machen, die der hl. Vater mit dieser Jubiläumsfeier verknüpft hat. Auch der

Bonisatiusbole

ist ja dem hl. Joseph zu innigem Dank verpflichtet. Ist doch unzertrennl'ch mit ihm verbunden die unter dem besonderen Schutz des hl. Joseph stehende Sammlung desSt. Josephspfennig". Seit dem Oktober des Jahres 1884 ist kaum eine Nummer desBonifatiusboten" erschiene!,, in der nicht der Eingang großer und kleiner Gaben für den St. Josephspfennig verzeichnet war. In Nr. 11 vom 14. Sept. des ersten Jahrgangs des Bonifatiusboten (1884) hatte der um das Fuldaer Land so hochverdiente Professor Schick, der Gründer des B.-B." in einer Reihe von Artikeln: Unser dringend­stes Bedürfnis" auf den großen Priestermangel in der Diözese Fulda hingewiesen und als Mittel zur Abhilfe die Gründung von Lateinschulen und die Sammlung von Gaben zur Unterstützung würdiger und bedürftiger Aspiranten des Priestertums vorgeschlagen. Der Auf­ruf hatte einen geradezu wunderbaren Erfolg. In den ersten 3 Monaten gingen 1200 Mark für den

Iosephspfennig

ein. Eine fromme Witwe, die unter dem Motto:Zu Ehren des Heil. Joseph um seinen Beistand in der Todesstunde" 400 Mark spendete, hatte den An­fang gemacht. Ihre Bitte wurde erhört, sie starb mit den hl. Sterbesakramenten versehen eines sehr er­baulichen Todes, nachdem sie noch die Freude hatte zu sehen, wie ihre Gabe das Senfkörnlein gewesen war, das zu einem mächtigen Baum aufwuchs und seine Aeste immer weiter ausbreitete. Das zweite Jahr 1885 brachte bereits eine Einnahme von fast 7000 Mk.

Heiland zu ihm gesagt. Und ach, dieser Fels hat einmal gebebt und gezittert! Als der Heiland schon in der Gewalt seiner Feinde war und Petrus sich bei den Knechten am Feuer wärmte, da trat eine Magd zu ihm und sprach:Du warst auch bei Jesus, dem Nazarener", du hast dich auch verrechnet in der Person des Mannes, der nun dem Galgen entgegen­sieht! Er aber schämte sich der Freundschaft mit Jesus, verleugnete jede Beziehung zu ihm und ver­stieg sich zu 'den Worten: «Ich kenne diesen Menschen nicht!"

Die Kirche stellt während der ganzen hl. Fasten­zeit das Bild des Erlösers uns vor Augen. Damit es nicht auch uns ergehe wie dem schwachen Petrus, damit nicht auch tvir Schiffbruch leiden am Glauben, deswegen trägt die Kirche Sorge, den Wolkenschleèer zu lüften, damit wir den Gekreuzigten als wahrett Gottessohn erkennen, lieben und anbeten.

Durchgehe mit mir die einzelnen Faslensonntage, betrachte den Heiland im Licht der zutreffenden Evan­gelien, reihe die Einzelzüge zusammen zu einem Ge­iamtbilde und die Majestät des Gottessohnes wird dir herrlich entgegenstrahlen.

Am ersten Sonntag erscheint der Heiland als Bezwinger des Teufels. Vierzig Tage und vierzig Rächte hatte er gefastet und durch seinen Hunger, durch sein Verlangen nach Speise einen vollgiliigen Beweis abgelegt für die Wahrheit und Aechtheil seiner Meuschennalur, die unserer in allem gleich ist aus- genommen die Sünde. Aber dreimal fertigt er den Höllenfürsten glänzend ab und läßt sich huldigen von den Engeln. Mit solch gebieterischem Wesen, als Herr über das Reich der Geister, kann nur Gott auftreten.

Der zweite Fastensonntag enthüllt uns die Sonne in ihrem ungetrübten, himmlischen Glanze: vor den Augen seiner Jünger wird der Heiland verklärt; sein Angesicht glänzt wie die Sonne und seine Kleider schimmern weiß lute Schnee. Moses und Elias er­scheinen, um Christus als dem höchsten, dem göttlichen Lehrer und Gesetzgeber zu huldigen und vom Himmel ruft des Vaters gewaltige Stimme:Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich mein Wohlge­fallen habe".

Am dritten Fastensonntag?, dem heutigen, dringt Jestts ein in Satans Reich, nimmt ihm seine Waffen und wirft den Bösen hinaus aus dem Herzen des Besessenen. Auch nimmt er die Huldigung einer Frau entgegen, die inmitten des Volkes mit Be­geisterung ausruft: Selig der Leib, der dich getragen und selig die Brnst, die dich genährt hat."

Am vierten Fastensonntag erscheint der Heiland als der Magnet der Seelen und Herr der Natur: drei Tage fesselt er das Volk an sich durch die Macht seines Wortes, durch den Glanz seiner Wunder, durch den Zauber seines We ens, und zuletzt verwandelt er die Wüste in eine Kornkammer und sättigt mit fünf Broten und zwei Fischen fünf Tausend Mannes i wobei noch zwölf Körbe voll übrig. bleibt