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z« tmillN, 8a«M»M!U II. srelslU
wird heute am 20. Februar
gewählt; für diese 3 Wahlen braucht man 2 Fette!, die den Ausdruck
------ Zentrumspartei -"-~ tragen müssen. Namen stehen nicht auf den Zetteln.
In sozialdemokratischen Augblättern werden die angeblichen Großtaten der Sozialdemokraten in den lautesten Tönen gepriesen und die Sünden unb Unterlassungen der bürgerlichen Parteien dazu in Gegensatz gestellt.
Die ist es aber in Wirklichkeit?
Als im Frühjahr 1919 die Sozialdemokratie durch ihren Wahlerfolg entscheidenden Einfluß erlangt hatte, bestand sie mit Hartnäckigkeit darauf, daß sie das Wirl- jchaslsministrrium besetze, obwohl sie keinen befähigten Mann dafür stellen konnte. Die Folgen blieben nicht aus, durch verkehrte Maßnahmen dieses Ministeriums wurde die Einfuhr fast aller Lebensbedürfnisse erschwert oder ganz verhindert, der Einfluß der noch bestehenden Kriegsgesellschaften auf die Preisbildung verstärkt und dadurch die Preise auf die höchste Höhe geschraubt. »WähDend einer kleinen Anzahl von Produzemen
die Althrhellsfozialdemokralie
zu einer Erfüllung ihrer Versprechungen gar nicht fähig ist. Sie ist zu einer wirklichen Wiederaufbau- arbeit unvermögend. Sie hat es einmal unterlassen, durch eine entsprechende Erziehungsarbeit an den Massen hierfür die rwtwendige Gesinnungsgrundlags zu schaffen. Sodann aber fehlt es chr auch gänzlich an sachverständigen Führern aus Landwirtschaft, Industrie und Handel. Damit ist weiter erwiesen, daß die Mehrheitssozialdemokratie eine einseitige klassrn- pacfei ist, und nicht, wie sie so gerne immer fchsincn möchte, eine Kuliurpartei.
Ganz anders Oie Zentrumsparlel.
Au aussichtsreicher Stelle kandidieren jetzt:
-.....-'—- Heute •-■......■■■■■■ ^-^
Sonntag den 20. Februar
ist Wahltag. 2 Zettel mit Aufdruck
Zentrumsparlei
müssen dabei abgegeben werden.
endlich radikal gebrochen werden." In Halle hatten die Unabhängigen im Sladtparlament ^schlossen, die Kreuze und die religiösen Bilder aus den Schulen zu nehinen. In Berlin hatten die Sozialisten im Verein mit den Unabhängigen wider den Willen der überwiegend christlichen Eltern einen ganz unchristlichen Stadtschulrat gewählt. Daß die Sozialdemokraten in
enorme Gewinne zuflossen, hatte die Allgemeinheit durch die Teuerung schwer zu leiden. Schritt für Schritt mußte die Beseitigung dieser Monopolgesell, schäften vom Zentrum erkämpft werden; wäre es nach dem Willen der Sozialdemokratie gegangen, so bestände die Zwangswirtschaft auf allen Gebieten auch heute noch fort. Mit ihrem Ausscheiden aus der Regierung ist ein Umschwung in der Preisbildung eingetreten, der Preisabbau für alle Bedarfsartikel begann. Der Kartoffelpreis wurde Herabgesetzt, Schmalz und Mar- garine kosten heute 6—8 Mark weniger als zur Zeit der sozialdemokratischen Vorherrschaft. Der Preisabbau wäre schon weit stärker eingetreten, wemr nicht aus der früheren Zeit abgeschlossene Verträge ihn erschwerten. Auch gegen den Wucher ist damals nichts geschehen, sondern im Gegenteil der Zuzug ausländischer Wucherer begünstigt worden, erst nach dem Ausscheiden der Sozialdemokraten ist mit der Bestrafung der Wu- cherer ernst gemacht worden. Auch unsere Valuta hat sich ganz erheblich gebessert, überhaupt sind unsere wirt« schaftlichen Verhältnisse erst einigermaßen wieder in feste Bahnen gekommen seit anstatt Schwätzern, Phrasendreschern und Aemterjâgern, Männer der Tatkraft u. Erfahrung in die Ministerien ringerückt sind. Ein Wahlerfolg der Sozialdemokratie, einerlei welcher Richtung, würde zur Rückkehr der Zwangswirtschaft, zum Monopol der Kriegsgesellschaften und zu einer neuen Verteuerung aller Lebensmittel und Lebensbedürfnisse führen Darum keine Stimme den Sozialdemokraten, Unabhängigen und Kommunisten.
18 Vertreter der Arbeiterschaft, 14 Vertreter der Land- wirtschaft, 8 Vertreter des Handwerks, 7 Lehrer, 7 Ju- riften, 6 Geistliche, 4 untere bezw. mittlere Beamte,
; ‘S^Äf^Ä 6» Sam»««.'»» sie di- M-h-h-i, h°d°n.
Ä1Ä& YSM MÄ Iffiffi1* S 2 kaufmännische Angestellte, 2 Aerzte, 1 ^™t, ?r ^^
8 Frauen, darunter 2 Hausfrauen, 2 Lehrerinnen, Isg-jgNstikKs Bebauotuna' Religion ist VrivettacKs" 2 Oberlehrerinnen, 1 Schuldirektorin, 1 SugenbpfleJ^
^'"' ... .. «â„^«-r 6xi» die Religion gehetzt und gekämpft. Wenn das so weiter«
... ^srst d^ Liste eurer wahren Bolh^ ^e geht, wird wohl die Zahl der konfessionslosen sozialist.
£ fn ^r Abgeordneten aller drei Schattierungen erheblich wach«
sU^n^aS&°!^ ' m M s^ ' Isen, die Zahl der Mitläufer, deren es leider auch im nxrt darstellt. Diese Partei hl ^mftn am g ' Fuldas Land viele gibt, aber hoffentlich erheblich ab« famen Aufbau des Staates mrtzuarbeuen. Sie kann 1,9e<imen es, denn sie hat die nötigen Fachleute und zugleich J * ' sgNaldemokraiie und Zentrum!
politischen Köpfe. Diese Partei wird arbeitsfähig sein sozrowemorrane uno ^emrumr und Großes leisten können. Darum wählen wir nicht ^e Bekämpfung des Zentrums durch die jozral- nur diese Liste, nein, werben, reden, agitieren wir für üEttatijche Presse hat aus taktischen Gründen gegen« diese Liste, damit möglichst viele ihrer Kandidaten zu âr fwher etwas nachgelassen Geblieben ist nament- ihrer Aufgabe im Parlament gelangen zu unserem M d.e Verhöhnung des rel'gios^Gedankens, der vom Ruben und zum Seaen des ganzen Volkes I Zentrum gepflegt wird. Einen Beleg Mur gibt wieder ' "w un0 2'E oegen oes gcmzui -vones. Iber „Vorwärts" in seiner Illustrierten Beilage vom
Das Blaue vom Himmel
versprechen die Sozialdemokraten in ihren Wahlauf. rufen, am Schluß versteigen sie sich sogar zu dem „ewig jungen und ewig schönen Ziele", die „ganze Menschheit", „voll" politisch und wirtschaftlich „be- freien" zu wollen. Mehr als hier versprochen wird, kann man tatsächlich nicht verlangen. Die Wirklichkeit steht damit allerdings sehr in Widerspruch. Sehr kleinlaut klingt was rin führender Genosse (Sollmann, ^u), „ouf dem Kasseler Parteitag sagte: müssen", so führte er aus, „beim konmwtlden âhuampf in der Agitation uns hüten, Forderungen 3« ergeben, von denen wir nicht wissen, ob sie bei der jeh-gen Wirtschaftslage erfüllt werden können. h 9m.- • ®riiP’cns und Dittmanns (Führer der Unabhängigen) muß uns warnen. Sie fallen in ein Grab, das sie sich selbst Jahre hindurch gegraben ha- bem Man bar bcshaib nicht mehr Wechsel auf lange S-cht geben denn die Massen sind nicht genügend mifMiuttelt. Er spricht dann von der Auswahl der Kandidaten, bei der keine Kirchturmpolitik Platz greisen dürfe, man brauche tüchtige Kräfte, weil sich die Aufgaben, dre jetzt zu leisten seien, vermehrt hätten. Dann fahrt er fort: „Wir haben in der Fraktion "icht einen einzigen praktischen Wann der Landwirl- chask, der Industrieorganisation oder des Handels.
. richtiger organisatorischer Aufbau kann nicht allein mit Parteisekretären und Redakteuren gemacht werden. Wir brauchen Männer mit der praktischen Erfahrung, mit der Kenntnis des Wirtschaftslebens. — Daraus geht hervor, daß
Eine rege Versammlungskätigkeil hat die letzte Woche vor dem Grotzwahltag gebracht. Auch die Zentrums- Partei hat in kleinen und großen Versammlunnen eine
^, ,. , ._, . 30. Januar b. I., in welcher in sechs Bildern die ein«
Ein Rekord im Haß gcMN Christentum und u.rche -einen Parteien verspottet werden. Das Zentrum ist ist der Erguß der sozialdemokratischen Wierrer „Arb. dargestellt durch ein Zerrbild eines Geistlichen mit Zrg." gegen den gemeinsamen Hirtenbrief der öfter- einer Kirchenfahne, welche die Worte trägt: „Scher« reichlichen Bischöfe über die Rot der Zeit. In !^r deine Schafe'." Unter dem Bilde stehen die Worte: pöbelhaftesten Weise beschimpft bei dieser Gelegenheit „Da. Volk auf den Knieen und Gott in der Höhl
bas Hauptorgan der österreichischen Sozialdemokratie Die Pfaffen diktieren im Zentrum: Dudeljö!"
den ganzen österreichischen Episkopat. Verfasser ist ein Diese Stiche, die aus dem Hinterhalt kommen, sind sozialdemokratischer Redakteur, der s. Z. während des geflissentlich darauf berechnet, das religiöse Gefühl in Eucharistischen Kongresses die- Spalten seines Blattes Iden sozialdemokratischen Massen und damit die Ver- zur Freude der Logenbrüder mit den ungeheuerlichsten fechter der religiösen Idee auch im öffentlichen Leben Gotteslästerungen gefüllt hatte und der fèbes christliche lierächtlich zu machen. Das wird man sich immer wie« Fest dazu benutzt, vor seinen Lesern sich „als Jauchen- 1 der merken müssen, sprrger zu probateren", wie ein Wiener Blatt derb | aber richtig sagt. In fernem neuesten Machwerk wer- 1 den die österreichischen Brschäfe als „geweihte Stamm- ^r tischgesellichaft salbungsvoller Spießer", als „geweihte I ^ Nation entwickelt ®r^AÜaiaféif imh v-â^ Gernegroße » cis „gefakte 2lnaid)iften mit der! ^it in der Erfassung der Zukunftsaufgaben, Mrtra , die Papste Plus IX und Prus X., deren An- Begeisterung für ^die hehren Ideale des Zentrums bedenken der ganzen Chltstenhrtt hellrg ist, als „nacht- herrschten alle diese Kundgebungen der Partei. Bei durch, eulenhafte blinde und verfinsterte Menschen" geschmäht, weg gutem Besuch verliefen sie alle in vorzügliche, von den sonstigen Begeiferungen, die in anständiger Ge- Stimmung. In R o m m e r z, wo die Versammlung sellschaft nicht einmal anzudeuten möglich ist, gar ^i^ H^rn Lehrer Schmitt geleitet wurde, sprach nicht zu reden. Dabei sind die unsagbaren persönlichen ^^<^^r ^r. Neubauer.Fulda. In Neuhof Verunglimpfungen, mit denen die Träger der dem ^n Serrn^Klua Geleitet ^ßs^XoS katholischen Volke höchsten Autorität im Matte der Ju- bauer u. Pfarrer Dicke. In Hosenfeld sprachen bei den Austerl'.tz, Adler, Bauer u. Co. überschüttet werden, einer großen Zuhörerschaft die Herren Oberlehrer noch Überboten von den unerhörten Schmähungen der Steigleder und Georg Hosenfeld aus Fulda, ersterer Kirche selbst, dis_als „altersschwache Bergpredigerin" I >lber die Notwendigkeit der Verständigung unter deq gelästert wird, deren „Blamage seit zwei Jahrtausenden Volksgenossen, der zweite über den sozialen Charakter im Kampfe mit den sozialen Uebeln erhärtet und be= ^er,^ttUm!^a,r^t-,v 3« ^Poppenbaufen sprach wiesen" sei un& tagt. MmB wird. Wahrlich nur st^d-n w&msJSfè S äLiLÄÄ^nL r^ lJ' ^! *r1 t a ^y D€ 11M^cr ^ÖpB gegen alles Ehnst-! besuchte Frauenversammlungen stattaefunden, in denen Uche kann so schmoyen und so lugen und so erstellen, Frau Erckenschei dt°Fulda mit großem Erfolg sprach, wie es das Amtsorgan der österreichischen Sozialdemo- Am Sonntag nachmittag sprach in Salmünster in gut« fratie tut. Und einer solchen Partei wollte ein Katholik besuchter Versammlung, die von Herrn Hauptlehrer durch seinen Stirnmzellel Gefolgschaft leisten? Vor I Schöpvner geleitet wurde, Dr. Kramer-Fulda über Gott uiib der Welt müßte er sich schämen. Nie und »^ kommenden Wahlen, Abends fand in Soden ^eins nimmermehr darf das geschehen. u?/^'> ^ bc, uchte Zentrumsversammlung ^att.
v 1 a I Redakteur Dr. Kramer-Fulda entwickelte das °en»
„Eg fui mir im Herzen weh trumsprogramin auf den verschiedenen Gebieten. Herr
, Hauptmann und Bürgermeister a. D. Berta, der wenn ich dich in der Gesellschaft seh', so mochte man Spitzenkandidat der Zentrumspartei für Provinzial« enen Katholiken zurufen, die sich von den Sozialdemo- und Kreistaaswahl, sprach mit großer Sachkenntnis raten ködern lassen, die vielfach von einem wahren über die Ausgaben dieser Körperschaften. Herr Robert Religionshaß erfüllt sind; einem Haß, wie ihn her ^‘1/ der Vorsitzende des Zentrums im Kreise 'euf"l aeaen Gott und alles Göttliche hat Go bab"N I ^^ Euchlern, erläuterte die Wahliechnik. Im ,y t e i < ta Sto'^rnn« wie ta B«Sta« Un^igen taU^Äg'eÄ 64i‘“(ÄE^M schlossen, nur solchen ein Abgeordnslenmandai anzu- Eduard Schmiti aus Fulda. In Hanau sprach in lertrauen, welche sich offen als religions- und konses-1 gut besuchter Versammlung am Samstag abend Herr ienslos bekennen. Und solches wird angestrebt für Redakteur Ollmert-Fulda über die Oberschlesische
alle Genossen, ja auch für deren Kinder. Recht ungnä- Frage, über die Entente-Bedingungen und über die Be-
big sprach sich ein Unabhängiger vor einiger Zeit in b-uMng der Wahl am 20. Februar. Dr. Kramer« einer Versammluna in Berlin aus Er faat entrüstet- Fulda unterstrich die Bedeutung dieser Wahlen für den
WM» ln^ ^^i^„ K:»^^. I ^ ?"^"'^.l katholischen Volksteil in Preußen und in unserer Hei-
>i-»^lâk^"n^ sU/ ^aß ^re ^or ln matprovinz. Die Versammlung, die von Herrn Ober-
^^.^^osen BerdummungsanstLlben der Pfaffen gehen, arzt Dr. Noeper geleitet wurde, nahm einen harmo-
Jtc'r ?WUmn^ 067 Psasfen gehen, arzt Dr. Loeper geleitet wurde, nahminen harmo-
lunD laufen selbst noch in die Kirchen. Damit muß! nischen Verlauf. In Harmerz bei Fulda lvrach in