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Wochenkalender.

Sonntag, 20. Febr. Zweiter Fastrnsonntag.

Montag, 21. Febr. Born Tage (Eleonore).

Dienstag, 22. Febr. Petri Stuhlfeier zu Antiochien.

Mittwoch, 23. Febr. Petrus DamianuS, Bisch, u. Kchl.

Donnerstag, 24. Febr. Matthias, Apostel,

Freitag, 25. Febr. Born Tage (Felix).

Samstag, 26. Febr. Vom Tage (Mechtildis).

Zweiter Men-Sonntag.

(Ev. Matth. 17, 19.)

In jener Zeit nahm Jesus den Petrus, Jakobus und Johannes, dessen Bruder, mit sich, und führte sie abseits auf einen hohen Vera. Da ward er vor ihnen verklärt: und sein Angesicht glänzte wie die Sonne, seine Kleider aber wurden weih wie der Schnee. Und siehe, es erschienen ihnen MoseS und Elias: die redeten mit ihm. Petrus aber nahm das, Wort, und sprach zu Jesus: Herr, hier ist out sein für uns: willst du, so wollen wir hier drei Hütten machen, dir eine, dem Moses eine und dem Elias eine. Als ec noch redete, siehe, da überschattete sie eine lichte Wolke. Und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich mein Wohlgefallen habe: diesen sollt ihr hören! Da die Jünger dieses hörten, fielen sie aus ihr Angesicht und fürchteten sich sehr. Und Jesus trat hinzu, berührte sie, und sprach zu ihnen: Stehet auf, und fürchtet euch nicht! Als sie aber ihre Augen aufhoben, sahen sie niemand, als Jesum allein. Und da sie von dem Berge Herabstiegen, befahl ihnen Jesus, und sprach: Saget niemanden dieses Gesicht, bis der Sohn des Menschen von den Toten auferstanden sein wird.

Zchlachtschase des Pensels*

ür einen habe ich Angst, er möchte nicht hinaufsteigen zum Tabor der Seligkeit, zum Tabor des Himmels, vielmehr Hinabstürzen in den Pfuhl des Verderbens, in den Pfuhl der <§^§D Hölle---und dieser eine bist du, wenn du dich dem Trunke ergibst. Der heilige Ebrysostomus nennt die Trinker dlè Schlachtschase des Teufels, die so lange weiden auf der Wiese der Trunkenheit, bis sie fett sind für die Hölle."

Tas ist nicht etwa nur ein Schreckschuß, teuerste Seele, das ist mein voller Ernst, das ist volle Wahr« heil. Vernimm das Urteil des hl. Paulus, der in Gottes Geheimnisse eingeweiht war. Welche Menschen schließt er aus vom Himmel? Die Götzendiener? Ja. Die Räuber? Ja. Welche aber werden mit dieser Schpe in deuselbsn Topf geworfen? Und sogar an erster Stelle? Antwort: die Säufer. So lautet der Satz des hl. Paulus:Weder Säufer noch Gottes- lästerer noch Diebe werden das Reich Gottes besitzen.

Und welche werden nach dem Zeugnis des hl. Jobannes ausgesperrt aus dem Paradies deS Him«

mels? Die Giftmischer?Ja. Die Schandbuben? Ja. Die Mörder? Ja. Das Lügengesindel? - Ja. Und ausgesperrt werden mit diesen allen auchdie Götzendiener*. Sind aber nicht die Trinker Götzendiener?" Ja. Götzendiener sind es und zwar von der schlimmsten Sorte. Denn ihr Gott ist zwar nicht Jupier oder Apollo oder ein Skdin oder Fetisch, neinihr Gott ist der Bauch" (Phil. 3, 19) Lies und überdenke die ganze Stelledes hl. Johannes: Draußen vor dem H mmelstor sind die Hunde und die Giftmischer und die Lüstlinge und die Minder und die Götzendiener und alle Lügenbolde." (Gey. Offenb. 22,15).

Doch wozu die Aussprüche der Apostel anführen ? Kennst du nicht jenes schreckliche Wort des Heilandes, unseres künftigen Richters?Hütet euch," mit der Heiland,hütèt euch, daß nicht eure Herzen besch verr werden von Bölleret und Trunkenheit und von den Sorgen des Lebens und dann plötzlich jener Tag hereinbreche, der Tag der Rechenschaft, der Tag des Todes, der Tag des Gerichtes." (Luk. 21, 34) Gehen wird es nach der Lehre des Heilandes den Unmäßigen wie Noes Zeitgenossen: sie aßen und tranken und zechten und schlemmten bis zum Tage, da Noe in die Arche ging und die Sündflut kam und die Trunken­bolde Wasser schlucken mußten bis zum Bersten und alle umkamen in Gottes Strafgericht. Und gehen wird es ihnen wie den Zeitgenosse^ des Lot: sie aßen und tranken, bis es Feuer und"Schwefel vom Himmel regnete und die Unglücklichen Feuerfnnken und Schwefeltropfen statt des köstlichen Weins ver­suchen mußten. (Luk. 22, 21)

Und was erzählt der Heiland vom reichen Prasser? Er wurde in die Hölle begraben" Nichts wird berichtet von seinem Unwohlsein, von seinem Kranken lager, von seiner Buße, von seiner Bekehrung. WJ ein Baum, der im vollen Safte gefällt wird, so wurde der Prasser mitten im Wohlleben und mitten im Rausch überrascht vom Tod und hinabgebettet in das Feuergrab der Hölle, aus welcher er seinen schwarzver- brannten Schlund emporreckt, um einen Tropfen Wasser zu erbetteln. Doch ach, umsonst: auf den Tropfen wartet er vergebens bis in Ewigkeit.

Und fürwahr, die Hölle des Unmäßigen wird keine kleine sein. Ist ja die Unmäßigkeit nicht das einzige Spital, in welchem der Trinker krank lag; nein,, fast alle Gebote stehen wider ihn auf und be i 1 uldigen ihn der Uebertretung. Wie sündigt bei Trinker gegen das erste Gebot ? Durch Vernachlässi­gung der Gebete, an die er ja in seinem Zustand nicht mehr denkt. Wie sündigt der Trinker gegen das zweite Gebot? Durch ichreckliches Fluchen und abscheuliche Selb-werwünschungen, die er haufenweise ausstößt. Wie sündigt der Trinker gegen das drille Gebot? Durch Veriäumung des Gottesdienstes, da leine Kirche das Wirtshaus ist. Wie sündigt der Trinker gegen das vierte Gebot? Durch Roheit, Ungehorsam, ja sogar durch Tätlichkeit gegen leine Eltern. Wie sündigt der Trinker gegen das fünfte

Gebot? Durch Zank und Streit, durch Händel und Rauferei, durch Verführung und selbst durch Mord und Todschlag. Wie sündigt der Trinter gegen das sechste Gebot? Durch Unkeuschheit in Gedanken, Worten und Werken, durch ein Maß von Unzucht, zu dem nicht einmal das Tier herabsinkt.Im Wein und im Trinken liegt Unkeuschheit*. Denke an Noe, Deute an Lot. Wie sündigt der Trinker gegen das siebente Gebot? Durch Diebstahl, um seine Kasse und seine Gläser wieder zu füllen. Wie sündigt der Triuker gegen das achte Gebot? Durch bie vielen Lügen, zu denen er die Zuflucht nehmen muß und durch tausend Zungensünden. Mit Recht legt der hl Ambrosius der Trunkenheit die Worte jenes Be« cssenen in den Mund:Mein Name ist Legion*, denn sie führt in ihrem Gefolge unzählige Sünden nach.

Graut es dir nicht bot seinem Verderben? Zit­terst du nicht vor solchen Folgen? Bangst du nicht ob der Hölle, die den armen Trinker in ihre Feuer« arme aufnimmt? Und welche Hölle ist schrecklich genug, um einen solchen Wust von Sünden gebüh« rend zu strafen? Drum laßt uns den Anfang meiben und der Versuchung tapfer widerstehen. Hören wn ruf die Mahnung des hl. Geistes aus dem Buch bei Zprüchwöcter:Sieh den Wein nicht an, wenn er io gelb ist, wenn seine Farbe im Glase glänzt, wenn er lieblich der Kehle htnunterschleicht: denn zuletzt sticht er wie eine Schlange und gießt sein Gift aus wie ein Basilisk. Deine Augen werden nach fremden Weibern sehen und dein Herz wird Verkehrtes reden und du wirst sein wie einer, der mitten auf dem Meere schläft und wie ein schlummernder Steuermann, der das Ruser verloren". (Spr. 23, 29)

Uns noch etwas. Wie kann man vom Trinken lerettet werden, wie kann man vor dem Trinken sich bewahren? Antwort: durch freiwillige Enthaltung. Wer sich teilweise etwas entzieht, sagt der hl. Au- Ulstinus, der wird von der Trunkenheit befreit werden, Der wird die Strafe der Hölle nicht zu leiden haben. Hörst du? Teilweise sich etwas eniziehen! Wenn Du also nicht ganz verzichten willst, dann wenigstens zum Teil, wenn nicht für immer, so doch wenigstens eine zeitlang. Eine solche Zeit wäre z. B. die Fasten­zeit. Wie wär's, wenn wir uns während der ganzen Fastenzeit der geistigen Getränke enthielten, tun wir es, um wenigstens eine Entsagung zu üben in der Fastenzeit, um für die Sünden der Unmäßig teil Buße zu tun, um am Durste des Er- löjers teilzunehmen, um ein gutes Beispiel zu geberv um uns vor der Hölle zu bewahren.

Der Burgpfarrer.

Küdaer Hirtenbrief, ii.

Geliebt? Diözescmenl

Die der gesellschaftlichen Autorität von Gott ver» Itehenen Befugnisse haben, wie wir sahen, die Aufgabe,