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Wer ist der Sieger?

Daß vor der Wahl, nach der Jagd und i m Krieg am meisten gelogen wird, ist eine alte immer neue Geschichte. Im Weltkrieg haben wir es Zu unserem Schaden mehr als genug erfahren. In den Kämpfen, dis jetzt in Kleinasien noch zwischen Türken und Griechen stmtfinden, hieß es zuerst, die Griechen hätten eine große Niederlage erlitten, jetzt stellt einoffizieller" griechischer Bericht fest, daß die Griechen den Türken die schwerste Niederlage hergebracht hätten. Die Wahr­heit wird wohl in der Mitte liegen!

Harding, der zukünftige amerikanische Präsident, erklärte vor einiger Zeit, keine Regierung könne gerecht sein, wenn sie nicht einen Kontrakt mit dem Allmächtigen habe, und der Hauptmangel des Versailler Vertrages sei nach sei­ner Meinung, daß in dem Begriffsbereich dieses inter­nationalen Dokuments keine Anerkennung Gottes zu fin- den sei. An einem guten gegenseitigen Verhältnis der Nationen müsse man verzweifeln, so lange nicht unter ihnen allen der gemeinsame Wunsch herrsche, das höchste Wesen anzuerkennen. Alle Achtung vor dem Mann, Nachrichten aus Amerika lassen übrigens auch eine gründliche Wandlung der amerikanischen Politik unter dem Präsidenten Harding erwarten. Bisher segelt- sie mehr oder weniger im Schlepptau des englischenMut­terlandes". Harding will nun eine starke nationale Politik treiben und eine Politik der freien Hand. Sehr richtig meint er, Europa sei jetzt mehr auf Amerika an. gewiesen als je zuvor, denn Amerika sei heute an Stelle Englands der Bankier der Welt. Wie schmeckt diese Pille, Mister Lloyd George? Präsident Harding ist, so heißt es weiter,informiert, daß Europa 4o große Hilfe von den Vereinigten Staaten bedarf, daß es be­reit ist, in Verhandlungen über die Bildung einer Ge- fcllfch«fl der Titifiesen einzutreten, wie sie Harding vor. geschlagen hat. Das heißt: Präsident Harding macht die finanzielle Hilfe Amerikas abhängig von der Verwirk- lichung feines Planes eines wirklichen Völkerbundes, und den Herren in London und Paris wird schließlich nichts anderes übrig bleiben, als nachzugeben. Denn Amerika ist durch das Gold stärker als sie!

Vahlbervegnng.

Line rroße Gefahr.

besonders für die Jugend, ist die Sozialdemokratie. Lernünstge, ernst denkende Männer werden ihr nicht so leicht ins Netz gehen, aber auf die unerfahren« Jugend übt die sozialdemokratische Irrlehre mit ihren Phrasen und Schlagwörtern, die den mensck^ichen Lei­denschaften schmeicheln, einen Kefichrlichen Einfluß aus. Für sie wird sie, besonders auch durch ihre Preße'und Zeitschriften, zu einer arotzen Verfichrer'n. sie raubt ihr das Beste und Kostbarste, was es auf Erden gibt, den Glauben und die Religion, und bahnt der jugend­lichen Verrohung und Entsittlichung die Wege. Sie begeht damit ein schweres Verbrechen am Volke und bringt die Menschen um unendlich viel Trost im Leben und um ihr ewiges Glück. Aber was liegt solchen Leuteil am Glück des Volkes; sie kennen nur ihr Partei­interesse, für sie handelt es sich nur darum, möglichst großen Anhang für ihre Revoltsticursideen zu gervin- nen, mag darob auch unzähliges Menschenglück zu- grunds gehen. Aber auch für solche Schädlinge des Rolkes schlägt einmal die Stunde wo fh^-n m» w^ aufgehen werden. Christus hat einmal ein furchtbares Wehe über die Verführer ausgesprochen im. , sonst so milde Heiland, hat das scheinbar harte Wort gebraucht:Wer eines von diesen Kleinen, die an mich glauben, ärgert, dem wäre es besser, wenn ihm ein Mühlstein an den Hals gehängt und er in die Ms des Meeres versenkt würde."' Mag sein, daß meses strenge Heiland-wort auf viele dieser großen lind kleinen Volkeversührer keinen Eindruck macht, etwas macht aber vielleicht doch noch Eindruck, die letzte Siuitde, die manchen vielleicht näher ist, als sie giaurvu Dann werden sie denjenigen kennen lernen, und sie werden vor lh.n als Achter zittern. Es wird ihnen auch schau­ern vor der Menge von Zeugen, die gegen sie auf« treten 96 erinnere nach da an eine stelle aus dem göttlichen Gedicht des großen Dante. Sie laut-t-

Vom Glutwind der Hölle, des ewigen Flammen- rerkers, gepeinigt und gejagt

r'.Lrllucht Franziska da Rimini das uetführeritoe _Buch, dessen Opfer sie geworden."

Ich wünsche Niemanden das Schreckliche, aber ich furchte, daß einmal gar manche Opfer dieser Leute einen grauenhaften Fluch gegen die Urheber ihres Un­glückes schleudern werden.

Unsere katholische Schule

A "ur dann gesichert, wenn wir eine starke Zenkrums- Kr.ei haben. Das Zentrum ist die einzige Partei, die

Das b sch si che K nviât in ßâa.

Eine große Anzahl von Eltern wird Ostern ihre Söhne an das Gymnasium oder die Oberrcalschule schi­cken. Diese seien hiermit auf das Bischöfliche Konvikt aufmerksam gemacht. Zunächst ist diese Anstalt für Gymnasiasten da, im Einzelfall gestattet die Bischöfliche Behörde auch braven, frommen, begabten Oberrealschü- lern von Ostern ab die Aufnahme. Der Pensionspreis beträgt für das Vierteljahr 500 Mk., für Nichtdiözesanen 50 Mk. mehr. Anmeldungen werden baldigst erbeten.

Was biekel das Konvikt seinen Zöglingen? Zunächst ausreichende Verköstigung. Das Vi'chöfliche Oekonomie- gut Erlesmühle mit 100 Morgen bebautem Land, mit reichem Viehbestand liefert all seine Erträgnisse ins Kon­vikt. Das ganze Haus selbst ist nach den Anforderungen moderner Hygiene angelegt. Acht barmherzige Schwe­stern besorgen die Hauswirtschaft. Unter der Obsorge und Aufsicht von drei geistlichen Herren verrichten die Schüler ihre hänsl. Arbeiten und erhalten die notwendige Nachhilfe. Klavier- und Geigenunterricht wird von drei

unter allen Umständen für die konfessionelle Schule eintritt. Die Deutschnationalen und die Deutsche Volkspartei sind in dieser Frage, wie die Vergangen­heit bewiesen hat, höchft unzuverlässig. dir Soziotdeino- kratie erstrebt nach ihrem Programm die religionslose Schule und wenn sie die Macht bekäme, würde sie die­selbe sofort einführen. Die Demokraten wollen die Simrütauschule (Mischschule), mit der wir uns so wenig einverstanden erklären tonnen, wie mit der gemischten Ehe. Der Religionsunterricht, der in der Simuitan- schule erteilt wird, wird zu einemFach" wie die anderen Fächer unb kann nicht, wie es sein muß, den ganzen Unterricht und das gan-fe Leben des Kindes durchèringen. Was das für ein Religionsunterricht werden kann, zeigt ein Artikel in derHessischen Schnl- zeitnug". in der Mittelschullehrer Mütze, ein sehr ein­flußreiches Vorstandsmitglied des Hess. Voiksschuüeh- rervereins und demokratischer Stadtverordneter in einem ArtikelBilanz" sich folgendermaßen äußert:

Die nationale und soziale Einheitsschule hat uns das Jahr 1920 nicht gebracht. Das Reichsgrundschulgesetz ist zwar eine erste Etappe auf dem Wege, aber der gordische Knoten auf diesem Gebiete ist noch zu lösen und es scheint, als würde das kommend« Jahr ein Jahr ungeheu­rer Kämpfe um das Prinzip der Konfrssioualität der Schulen werden. Die damit zusammenhängende Frage, ob die Herrschaft der Kirche über die Schule endgültig und restlos vorbei fein wird, Trennung von Kirche und Schule vermögensrechllich und aufsichisrechtlich wird ihrer prak­tischen Lösung entgegengeführt werden. Wir L-chrer wer­ben, das sei kirchliche» Hritzspsrnen gefegt. mit äußerster Energie für eine selbständig neben der Kirche stehendes '^chul- und Blldungswefen kämpfen, kirchliche Aussicht über den Rellglsnsunlerrichl in keinerlei Herrn ^»nehsren und nötigenfalls auf der ganzen Linie entflossen den § 149, Abs. 2, der Neichsoerfafsung (wonach die Lehrer die Er­teilung des Religionsunterrichtes ablchnen können) für uns in Anspruch nehmen. Wir wollen mit der Kirche an dem kxA.il mrje.er Volkskultur gemeinsam arbeiten, nicht gegen-1 einander, aber neben einer freien Volksküche eine freie Volksschule, der das nationale und soziale Prinzip über dem konfessionellen steht".

Also einen ReirgroASUnkerrichl. frei von jedsr krcch- lichen Aufsicht! Da müßte man sich schließlich auch einen h^on^chen Rel»Mon«mterrich1 gefallen lassen, der Lehrer form in der Religionsstunde treiben was er will. Für eine solche Schule bedankt sich das katho­lische Volk. Es wird den Deurokroksn an der Wahl­urne die Quittung geben für ihre Schrllpolitik. Keine Stimme einem Demokraten! Das muß die Losung sein.

Als Vertreter der Arbeiterschaft

pfleat man sich gerade auf Seiten der Kommunisten und ( - Unabhängigen aufzuspielen. Sieht man sich gegen-' über diesem Gebühren die Männer dieser Parteien an, die in den Parlamenten so häufig das große Wort von ihrer Führerrolle in der Arbeiterschaft zu gebrauchen pflegen, so kann man eine eigenartige Entdeckung ma­chen Da sind u. a. zu nennen: der Fabrikant Geyer, Redakteur Dr. Geyer, der jüdische Redakteur Dr. Herz, der jüdische Rechtsanwalt Dr. Herzfeld, der schriftsteller Liptnsli, der jüdische Dozent Dr. Löwen­stein. der jüdische Rechtsanwalt Dr. Levy, der jüdische Arzt Dr. Moses, der jüdische Rechtsanwalt Dr. Rosen­feld, die jüdische Schriftstellerin Semmler, die jüdische Schriftstellerin Wunn und um das Dutzend voll zu machen, der jüdische Rechtsanwalt Dr. Cohn, der es lediglich einem Formfehler zuzufchreiben hat, daß er nicht auch ins Reuhsparlament einziehen konnte. Das sind also alles Leuie, die nach einem Ausspruch Dr. Heims keinen oder gar kaum einen Begriff von Arbeit und Arbeitsrvert haberr. Was sagt die von diesen Parlamönlariern vertretene Arbejlerschafk zu solchen Vertretern?

Musiklehrern erteilt. Das Hauptziel der Anstalt besteht in der Erziehung der Schüler zu fittenreinen, charakter­vollen Katholiken. Die meisten Priester der Diözese sind aus dem Konvikt heroorgegangen. Die Gefahren der modernen Zeit für Glaube und Unschuld werden von den Zöglingen ferngeymten. Aus diesem Grunde wer­den Jungen im Konvikt nicht geduldet, die eine Gefahr für die anderen bilden würden. Gewiß müssen die Kon- viktoristen auf manche Freiheit verzichten. Aber für hin­reichende Abwechselung und Freuden wird gesorgt. Die Spaziergänge in der Woche, Zimmer- und Hofspiele in reichster Auswahl, Sonntagsausflüge auf Gut Erles­mühle, Fußballspiel auf der Bleiche, monatliche Licht- bildervorträge, Theater- und Musikabende bieten reichste Erholung. Eine größere Bibliothek mit Untrrhaltungs- büchern steht den Schülern zur Verfügung.

So ist das Konvikt geeignet, ein schützendes Eltern­haus den Schülern in der Fremde zu sein, und es ist für gewissenhafte Eltern die größte Beruhigung, ihr» Söhne in einer solchen Anstalt zu wisien.

Der Fastenhirtenbrief des Hochw. Herrn Bischofs, der heute und am nächsten Sonntag zur Derlefung kommt, behandelt die vier Felsenzründe für die Erneue­rung . nnseres Gesellschchir'ebsas: Aulsrität. Gemeiu- fchaflssinn. Ligenlum und Arbeit, alle vier getragen vom Geiste der Religion und des Christentums, worauf Papst Leo XIII. vor Jahrzehnten schon hingewiesen hat. Wer am Wiederaufbau des Volkes mitarbeiten will, wird diese Grundlätz^ des großen sozialen Papstes bei seiner Arbeit zu Grunde legen müssen. Wir werden das über­aus zeitgemä " mit seinen praktischen Nutzanwendungen im Bonifatiusboten demnächst zum Abdruck bringen.

Kemzeloorlräze finden von jetzt an allmonatlich ein­mal im Dom statt. Sie werden von dem von der Ka­tholikenversammlung vom vorigen Jahr her rühmlichst bekannten Jesuitrnpater Richter aus Frankfurt a M. gehalten. Das Gesamtthema für das laufende Jahr lautet:Die grösste fokale Erscheinung der Weltge­schichte: die Weltiirche El/risti unb ihre Entwickel»^". Der Einleitungsvortrag am 26. Januar, der große Man- nerscharen um die Domkanzel vereinigte, behandelte die Frage:Warum dürfen, ja müssen wir von einer Ent­wickelung der Wektkirche sprechen trotz und unbeschadet ihrer Unabänderlichkeit?" 1

Im Alter von 72 Jahren, unb im 53. lhres geist­lichen Standes starb in der vorigen Woche Schrvesicr Panliue. Mehr als vierzig Jahre war sie mit dem Mutterhaus« und Fulda verwachsen, seitdem sie der Kulturkampf aus bem Waisenhause in Erfurt vertrieben hatte. Mehr als 20 Jahre wirkte sie an der Seite der allen Fuldaern bekannten Generaloderrn Maria Theresia als deren Assistentin und als Oberin des Mutterhauses. Als letzte ist sie nunmehr von den dreien zur ewigen Ruhe eingegangen, die durch Jahrzehnte die Schicksale des Mutterhauses und der Genossenschaft leiteten und bestimmten, nachdem die langjährige Nomzennteisterin, Schwester Euphrosia ein Jahr vor Frau Mutters lobe heimgegangen war. Sin Mutterhause kam das innerste Wesen der Verstorbenen zur vollsten Geltung. Voll praktischen Verständnisses für alle Bedürfnisse des 5)ausho!tes, war sie unermüd­lich tätig, liebevoll besorgt für die Schwestern wie die Pfleglinge des Haufes. Als das Bild einer treusorgen­den Mutter, so wird Schwester Pauline fortleben im Gedächtnisse der vielen hundert Personen, denen sie ihre liebende Fürsorge zuwenden durfte. Die vielen Priester, welche sie kennen lernten, werden um ein be* 'anderes Memento gebeten.

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GottesdienstsrdKAAg.

Sonntag, 6 Febr. Dor». Vs6. 6, S7 u. 7 M. um VzT gestiftete M. f. b. gefall. Mitgl. d. Männer, apostolats m. Anspr. u. Generalfominunion b. Männer, 8 Kcrzcnweihe u. Proz, Pfarramt u. Pr, '/»10 Kathe- dralamt u. Pr., 11 Chr. f. d. Jün >!, Va12 M. u. Pr , v82 Herz-Jesu-A., 2 Chr. f. d. Jungfr., 4 Pr. u. A., 7 A. i. b. Marienkapelle. Slndtpforrkiech». Drei­tägige Anbetung. Vollkommener Nblaß. 5Vj Aues. u. Kom., 5-/4 M., 63/< M. u Kom. f. d. Sakrarnentsbruderschaft und das Männcrapostolat, 8 M. u. Pr. (1. Schulgy, 9's Pjarrao t u. Pu, 11 M. u. Pr. (2. Schulg.'. Rnbetuttgsstunden: um 11 f. ^üngl., 12 f. Männer, 1 f. Schulknaben, 2 f. Schutmädchen, 3 f, Jungsr., 4 f. Mütter, 5V, Schlutzandacht. Pfarrklrchs zum hl. Geist. 7 Acühm., 8 Pr. u. Amt m. Kom.,'/-S Chr., 5 A. Werktags 7'/» M., Mittwochs 5 fatram. A. Severikirche. Sonntags u. werktags b-7 M. Herz- Jesu-Heim. 8 Hochamt u. Pr., nachm. 2 A. (Mittlvoch abends 8 Andacht.) Frauenberg. 5, 6, 6Vs u. 7 M., 8 BcuderschastSin. m. Pr., 9 Hochamt m. Pr., nachm. 2 feierliche Vesper m. fairam. Segen.

Frankfurt-Bockenhrim. a) Kapelle ^es St. Elisabethen» krankcnhauses, (Edcrstr. 12): 6 M., vor derselben Aus-