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Jahre die Überführung her sozialistischen Bürâaüc in dce indivlduaiislijche Prwattmrtjchaft etwas anderes ist die Gründung eluer G. m. b. H. nicht sich erforderlich machte.

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Kurland.

Lie grage Not

Les österreichischen Lottes benutzt die EntèMè, um Oesterreich umer ihre Kuratel zu stellen. In enMchsrr Regrerungskreisen beabsichtigt man, um Oesterreich e« dem vollständigen Zusammenbruch zu retten, Lee Ge­währung einer Anleihe von etwa 63 MiLvrw« PfurrS Sterking an diesen Staat. Zur Sicherheit stürer For­derungen will England den österreichischrrr SLsoss- haushalt seiner Kontrolle unterwerfen.

Einen Akt unerhörter Großmut (!)

gegenüber dem kleinen Deutschland hat sich das groß- machüge Belgien geleistet. Es will nämlich, ähnlich wie England, auf die Anwendung des Paragraphen 18 desFrirdensverlrages" Verzicht leisten. Aus den ersten Blick erscheint die Nachricht aufsallrnü. Man denke doch, während die EnteiUe nur sinnt und trachtet, zu den ohnehin schon unerträglichen Fesseln des Ver­sailler Vertrages uns immer neue Ketten zu schmieden, schickt sich Belgien, der Gefolgsmann des Haß- und racheglühenden Frankreich, an, wenigstens ehre Ser vie­len HrAwfchellen zu lockern! So was ist das deutsche Volk ja gar mchr mehr gewohnt. Doch gelnachi Ant­werpen, der Stolz eines jeden Belgiers, steht in Gefahr, für d^uerild von dem holländischen Hase» Rotterdam überflügelt zu werden. Es braucht dringend das deut­sche Hinterland, um nur einigermassen konkurrenzfähig zu werden. Es ist diesbezüglich auf Deutschland ge­radezu angewiesen. Der angezogeae Paragraph 18 besagt mm, daß sämtliche deutschen Güter, die sich im Larwe befinden, für verfallen erklärt werden, wenn Deutschland den Vertrag von Versailles nicht erfüllt. Der beutle Kaufmann würde sich also hüten, seins Waren über belgische Häfen au^usiihren, weil er da jederzeit mit ihrer Beschlagnahme rechnen muß. Also im wohlverstandenen eigenen Interesse hat Belden ganz genau so wie England plötzlich feinet Großmut entdeckt und aus Anwendung eines Pav-ugraphen ver­zichtet, der für Belgien viel schädigender wirkt als auf Deutschland, das doch allein getroffen werben sollte. Aber es 'st immerhin schon aller Ehre wert, daß wenig­stens bei einem Alliierten m einem speziellen Fall die Vernunft über den blinden Haß gesiegt hat.

lecke unter einer geradezu krankhaften Fmcht vor der Revanche d.r Lisicaleu. Die Sieben, die bei der letzten Ksmmerdebatte über die Dienstpflicht gehattrn wurden, kiewiesen das nur zu deutlich. vom Gest versöhnender Liebe war darin nicht das Geringste zu merken und gerade am Vorabend des christlichen Friederlsfestes er­reichte der Derüschenhatz seinen Höhepunkt. Alle Hin­weise der Reg ieruir gsmä nnei auf die völlige Ohnmacht Deutschlands, auf die Feststellung, daß diedeutfaze Bedrohung" (?) nicht mehr wie vor dem Kriege 300, sondern 700 Kilometer non Paris entfernt, zwischen Weser und Eibe liege, ja selbst nicht die Behauptung Tardieus, daß die Besetzung des Unten Rheinusers nicht zeitlich begrenzt" (?!!) fei, vermochte den lodern­den Vern chtungshaß zu mildern, ja General Maud Huy versieg sich zu folgeirden dämonifHen Drohungen: Die Frage von 100 000 Soldaten mehr oder weniger werde Deutschland nicht in Schach halten. Deutschland habe 1914 die Bevölkerung durch Brarckbomben zu terrorisieren versucht. Heute stehe Frankreich in Dcmsch- land und wenn Deutschland unerlaubte Kriegsmittel anwende, wenn es zehn Häuser in Paris nisderbrenne, dann werde man dafür 100 in F.unkfurt und 100 in Mainz nieberbrennen. Auge um Auge, Zahn um Zahn das müsse Deutschland wissen, das fei mensch­lich, denn es sei das einzige Mittel, einen barbarischen Krieg zu verhindern. Diese Worte, am Voriabend von Weihnachten gesprochen, fütb die scheußüü-sie Blas­phemie, das ist nicht mehr menjchirch, das ist teuflisch; es ist haßgeborener Wahnsinn, zu drohen, wenn Deutsch­land in Paris zehn Häuser nieberbrenne, so werde man" Lasur 100 in Frankfurt und 100 in Mainz nckderbrenuen. Nicht als obs den Franzosen amguten Willen" d-azu fehlte die Namen ihrer Mordbrenner- Generale Melac und Turenne stehen ja in Deutsch­land noch inbester" Erinnerung allein wie könnte Deutschland in die Lage kommen, in Paris zehn Häuser mederzubrennen? Lsts auch schon Wahn­sinn, hat es doch Methode! Noch toller ist, was der Matin" von sich gibt. Er versteigt sich zu der Be­hauptung nachdem Deutschland zu Wasser und zu Land völlig wehrlos gemacht fei liege diedeutsche

Gefahr" in der Luft und daß hauptsächlich R: deutsche sogenannte Friedensluftflottedie Gefahr" darstelle. Für die Geistesverfassung der Franzosen ist es bezeich­nend, daß nach dieser pyramidalen Leistung derMa- ün" nichts weniger als dem Fluche der Lächerlichkeit verfiel, sondern daß ihm im Gegerüell ein hoher Mi- tiLar, der ans dem Elsaß ftainmenbe Gsrreral Hufcheuer imJournal" allen Ernstes mit bei BehsnMnz bei« spreng, daß der nächste Krieg tot sächlich sich kn der Llkft abspielen würde. Da man mm die Luft mcht eräugen nicht rLÄmkiercn unb feen Drutschep. mchi ^ssweise versbrekche» kasm, so birÄt sileMngs nichts anderes übrig, als das bersche Bslk en.fach aus- z-MMen, so llmZr die Franzosen, diese SchriÄmscher der eurssächtzon ZivktrfMvki, noch die Mmist dazu 'yabHn. Man könnte ja einfach über Asse Tolchckrs- lerei lechen, «kenn diese frar^ösischsn Kriggschauvmi» sten mit chren Wutanfällen nicht die ganje europäische Politik vergifteten und eine Wred^genefung Les aus hunderterlei Kriegs wunden blutenden Europa unmög­lich machten. Di« wieder bis zur Siedehitze gesteigerte Deutschenhetze steht übrigens in krassestem Gegensatz Lli den kürzlich aus Brüssel verbreiteten beruhigenden Meldungen, wonach endlich der Schlüssel zur Lösung der furchtbaren europäischen Krisis gefunden worden sei. Lei solcher Grirnnmrg ist eine Verständigung ein Ding der Uinnögkichreft. Schöne Aussichten übrigens er­öffne ute Bemerkung Tardieus, daß Frankreich nach Ab­lauf der 15jähr. Befetzungsdauer unter Umständen noch länger am Rhein bleiben unb die Befetzmrg sozusagen zu edier Annexion machen will. Dazu bietet der Ver­trag von Versailles natürlich keine ^Berechtigung und wer weiß, wie bis dahin die Welt aus sieht.

D'Armunztö,

der italienische Dichiergeneral, der 1915 einer der Hauptknegshetzer in Italien war, halte bekanntlich im vorigen Jahre auf eigene Faust F rvms, die HaforHaüt an der Adria, auf die die Jugoslawen spekulierten, be­setzt, um sie für Italien zu fichem. Nach dem Vertrag von Rapallo hat aber Italien dort nichts mehr zu suchen. Das im November genossene Abkommen zu^scherl Ita­lien und Jugoslawien enthält acht Artikel, die u. a. Lie Grenzen genau bezeichnen, das Gebiet von Zara im Umkreis von acht Kilometern an Italien geben, einige Inseln Italien zusprcchen und Iugoslakoien und Italien zwingen, die UnabbängiffeH Fiumes anzuerkennen. Diese letztere Bestimmung hat der Diktatur d'Annunzios formell em Ende gemecht. Allem der Dichterregent wollte mit feinen Legionären nicht gutwillig abziehen und so mußten denn die Italiener gegen ihren eigenen Landsmann norgd;en, wenn sie das Adria-Abkommen korrekt erfüllen wollten. Ge sandten den General Caviglia aus, um klare Bahn zwischerr der Regrerrmg und d'Annunzis zu schaffen. Daß die Italiener mit einem nafteu und einem trotfenen Auge diesen Vor- marsch auf Fiume uersolchen, ist begreissch. Ihr Herz war bei d'Annunzio, ihr Verstand bei der Regierung. Es ist nun tatsächlich zum Kampf geformten und Bruder- blut ist geflossen. D Aimur-zw hat aber sehr bald, als er sah, daß Ernst gemacht wurde, einaelenkt und seine Kapitulat'oir augeboten. Dabei ist er allerdings der aste Heldenhanswms! geblieben. In einer Erklä­rung sagt er,es verlohne sich nicht, für Italien zu sterben." Er war irr Phrasen immer groß, zwischen Phrase und Tat ist aber ein großer Schirdunter. Je­denfalls ist die Koniâd'k von Fiume zu Ende und d'Annunzio hat vorerst ausgespielt, er soll im Flug­zeug Fiume verlassen haben.

Bsrnün'tlge Ansichlen

Hat der frühere italienische Ministerpräsident Nitti geändert und es wäre nur zu w rwchen, dah man auch n Frankreich derartigen Gedänkengärn en ;ugäm# cher wird. Nitti ist der Ueberzeugung, daß eine Gesundung Eu opas nur durch den Wiederoulbau Deurschlands möglich sei. Tie Verträge von Ver- lailles und Saint Germam feien voller Irrtümer und enthielten wegen ihrer Absurdiiät (Torbeitf unerfüllbarer Bedingungen, die an§ Rachsucht ausgeklügelt, nun mit Mißtrauen angewandt würden. Die genannten Virliü e sollten nicht zerrissen, sondern ihre Ausführung den Grund­prinzipien der Wirklichkeit, Menschlichkeit und Kultur angepaßt werden. Nieinand denke daran, Deutschland zu vergrößern, aber niemand'fe Deutschland niederdrücken oder spalten treten. Nie­mand wolle die Besiegten von der Leistung der Entschädigung frei'prechen, aber unerlaubt sei eS, daß diese Leistungen Nicht festgesetzt und darüber ent­stehende Meinungsverschiedenheiten auf anderem als diplomatischem Wege gelöst würden.

König Kottslanlitt von Griechenland

ist von England, Italien und Amerika bereits aner­kannt worden: Frankreich spielt vorläufig noch die ge-

, kränkte Leberwurst, wird aber wohl auch bald ein- lenken, zunial nackchem Kronprinz Georg einen Buß, gang nach Paris angetreten hat. Man will nicht nur die Garantie geben, daß Griechenland die äußere Po­litik von Venizelos fortfege, sondern man werbe auch be­reit sein, den Alliierten jeds nur mögliche Unserstützm^g Zu geben. Nach solchen Beweisen der UuâwLrfigkeck wird man wohl auch in Paris nicht allzu hartherzig sein und aller Voraussicht nach wird sich rürs in 8 egen Mißes Wshigefcâen austsssn.

SskuKchis»,

die füdemenksnischt Republik, muß einen prächtigen, K^MHungstreuen Kachokiken zum Prösig^ten Haäen. Es hat hingst von Frankreich Megerofstziere erdeten, die in Kolumbien eine Fliegerschule begründen sollten Ex machte jedoch die Bedingung, daß ihm nur solche Offi­ziere geschickt werden durften, die auch prakkkksisrende Katholiken, also nicht nur Taufscheinkatholiken find, denn, so fügte er bei in Kolumbien werden nur die« jenigen Militärs respektiert, die ihre religiösen Pflich­ten erfüllen. Muh nicht jeder, ob Freund oder Feind. Respekt vor einem solchen Manne haben? Kolumbien war es auch, wo sich das ganze Volk mit dem Präsiden­ten an der Spitze dem Herzen. Jesu weihte und das Fest des Herzens Jesu zum Nationalfriertag erhsb.

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UElhoUken auf gepaßt!

Freie Gewerkschaften und Religio».

Wenn die Agftatoren derFreien" Gewerffchaften in katholische Gegenden rommen, tun sie so, als ob dieFreien" Gewerksch aften neutrale Organva tionen wären. Insbesondere aber hüten sie sich, Angriffe auf die religiö'e Ueberzeufiung der Aroeiter und Arbeiterinnen zu machen. In jenen Gegenden des Reiches, wo her Sozialismus aüeinber i fdjenb ist, werden auch dieFrci-n" Geiverkschafrrn deutNcher. Wle dieFielen" Ceiverkschaften Lre religio en Fr».;en behandeln, darüber beriäbtet die ssziakvemokralische Volkszeitung" in Bautzen am 16. Oktober ds. IS. aus einer Sitzung des CrtstatiellS derFreien" Gewerkschasien iu w, daß bei einer Besprechung der Verhältnisse in der S-cKtschule zu Pulsnrtz bezüttich des Reliâionsunte> rtchtes Genosse Stadt- rat Linke die Delegierten auffozberte,in ihren Ge­werkschaften dahin zu wirken, daß recht »t?k Abmel- dangen aus dem RsiiftonsunKrrrcht criolgen, um den Lehrern, die sich weigern, Religionsunterricht zu erkden, zu Hilfe zu kommen. Auch Genosse Htsdt« rat Garten schloß sich dem an und stellte den Antrag, daß in allen G-ÄrrktchKiten Bersammiun -en adge- hatten und zu dieser Frage Strlluug gensiumeu werde» soll." Der Antrag wurde einstimmig an« g nommen. Die er Vov'ang beweist wieder aufs neue, daß dieFreien" Geweckschasten reügienëfe ns« lich sind. Jeder ruhig denkende Arbeiter muß sich aber in der heutigen Zeit sagen, daß er in den Freien" Gewerk! chaften nicht mitmachen darf, wenn er seine christliche Ueberzeugung n'.chr verleugnen wrll. Deshalb heraus aus den toten Verbänden und hinein in die christlichen Berufsorgamsauonm!

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Wahlbewegung. §L6NdrLl?LnöldaLNren.

Allenthalben tritt man setzt der Kc-nbidatEuswahl für Lie Landtagswahlen näher. Von der rechten Wahl der Kandidaten hängt viel ab; nicht nur der zahlen­mäßige Ausfall der Wahl wird dadurch beeinflußt, noch mehr ist zu denken an die wichtigen großen > a- gen, die den kommenden Landtag beschäftigen w n und die verlangen, daß erstklassige Kräfte und gsu . atr Sachkenner der neuen Zentrumsfraktion dev Landis« angehören: die große VerwattungHreform, das Auto- nomkegefetz für die Provinzen, die Rcvâ'ung des Verhäktmsies zwischen Kirche und Staat, die Maß­nahmen, die den Rest der Kutlur'auw '^ feb^ebung be­seitigen sollen, das neue preußische Schulgesetz, die neuen Gesetze für die Handels-, Landwirtsckafts- und Handwerkskammern, neue Steuergefetze usw. .

Man sieht, eine Fülle hochpolitisclrer und fh ver­wiegender Fragen wird den neuen Landtag beschäfti­gen. Sie erfordern zu ihrer Erledigung Männer, die sie zu meistern imstande sind. So sehr, auch begreif­lich ist, daß die einzelnen Stände auf den Wahlvor­schlagslisten Namen von Berufsvertretern sehen wollen, die Aufzählung obiger Ausgaben zeigt, daß der Wunsch aus Standeskandidaturen kein Hindernis werden darf für die Wahl der unbedingt nötigen führenden Politiker, der Verwaltungssachverständigen, der geschulten Juristen, der erstklassigen Kenner des Staats- kirchemechis, der SchMrage^her Steuerfragen.^Schon