WsHeMalender.
?amtag, 2. Jan^ Fest des allerhell. Namens Jesu. .Makarius, Einsiedler.)
Sconto gr, 3. Jan. Oktav V. Johannes. (Genovefa, Jsifr.
Dienstag, 4. Jan. Oktav v. Feste d. Unschuld. Lkinder.
Mrtttvoch, 5. Jan. BiRl v. Epiphanie. Telesphorus, si. u, M.
DonsiLtag, 6. Jan. Epiphanie (HI. 3 Könige).
7-,reira', 7. Jan. Von der Oktav von Epiphanie.
- ni^Rg, 8. Jan. Von der Oktav von Epiphanie.
Das gest Epiphanie.
è. Matth. 2, 1—12.)
A'-s Jesus geboren war zu Bethlehem (im Stamme) kud« zur Zeit des Königs Herodes, sieve, da kamen ^eife aus dem Morgenlands nach Jerusalem und a ent Wo ist der neugeborene König der Juden? ^ yn wir haben seinen Siern im Morgenlande gesehen ) find gekommen, ihn anzubeten. Als der Lröm ' rodes dies hört', erschrak er, und ganz Jerusalem ..i ihm. Und er versammelte alle Hohenpriester und . chriftgelehittzn des Volkes,-und erforschte von ihnen, wo Christus geZorcn werden sollte. Sie aber sprachen ,m ihm: Zu Bethlehem (im Stamme) Ju a; denn also ' eher geschrieben durch den Propheten: Und du, Leth- ohem im Lande (des Stammes' Juda, bist keineswegs âdic geringste unter den Fürsten-Städten Juda's; denn . aus dir wird hervorgehen der Fürst, der mein Volt Israel re,.ieren soll Ta berief Herooes die Weisen heimlich, und- erforschte-genau von ihnen.die Zeit, da -ex .fum ihnen erschienen war. Dann wndte er sie nach Bethlehem, und sprach: Gehet hin und forschet " «enau nach dem Kinder und wenn ihr es gefunden yabet, so zeiget mir's an, damit auch'ich komme, es anzubeten. Als diese den König gehört hatrc^ zu en sw har. Und siehe, der Stern, den sie rin Mor: emande ge-ehen hatten, ging vor ihnen her, bis er über dein Orte, wo das^Kind war, ankani, und still stand. Da sie aber den ^iein sahen, hatten sie eine überaus große Freude. Und sie gingen in das Haus, fanden das Stin ; mit Maria, seiner Mutter, fielen nieder und beteten es an. Sie taten auch ihre Schätze auf und brachten i^m Geschenke: Gold, Weihrauch und My rhen. Und als ste im Schlafe durch eine Offenbaiung gewarnt wurden, Mi» sie Nicht mehr zu Herodes zurückkehren sollten, za n sie auf einem anderen Wege wieder in ihr Land urucr. ' -
w» ist dar Glück?
.^^^^^^-ur den To.en der Zeit kommt ein > <fA- H$ AÜÄ "" cs 'V^ie geschritten geheunnievoll '^''chstöcst è und Funkel, verhüllt und vermummt: ' W^ ^u, Smn und Rücken trägt es die fA^H^ Zahl 1, die ZayIGvttes, die Zahl der , ^ - ‘■‘»J/Ä Auszeichnung rind Vollkommenheit: _ ~ m ^s soll dieser doppelte Einser anders bedeuten ms Glück, viel Glück? Und was wünfchètè die Kinder "^ Eltern am Nenjahâ^lpcgen ? „Ein glückseliges ' Fahr". Was wünscht der Fleund seinem - de? „Ein glückseliges neues Jahr". Was
w tuschen wir alle einander mit Händedruck und 3 ” Vorkommenheit? „Ein glückseliges neues Jahr". Ganz natürlich. Wie der Fisch nach Wasser, die ölume nach Licht, so dürstet das Meüjchenherz nach Glück. Glücklich wollen alle sein und unglücklich will niemand sein und kann es nicht einmal wollen
Ader wo ist sas Glück? In dieser Frage gehen Die Antworten auseinander wie die »Röhren einer elektrischen Le tuag. Jai Fortschritt, sagen die einen, in den Errungentchasten der Kultur und Technik. In der Tat besitzen wir so manche E'findungcu, Die das Leb^n b.q i’m und behäglich machen. Wir haben die EMdruckerkunst, die uns ermöglicht, nach einer viertel Stunde schon eine Rede in der ZRrun zu lesen. Wir haben die Eisenbahn, die un§ ermöglicht, in sechs Stunden von Frankfurt nach Ba el zu fahren. Wir haben den Telegraph, der itn» na einer Stunde Kunde bringt von einem Erdbeben in fallen, von einem Ausstand in Persien. Wir haben das Telephon, das uns ermöglicht, mit einer ab' wesenden Person ein Gechräch ja führen. Wir haben das elektrische Licht, das uns ermö sticht, durch Um» drehung eines Knopfes ein ganzes Zimmer, ein 'unzes Haus, eine ganze Stadt taghell zu beleuchten. Wir haben das alles und noch viel mehr. Aber sind wir deshalb glücklicher und zufriedener geworden? Hatzen deshalb Wucher unb Habsucht und Verbrechen aufgehört? Blühen nicht im Gegenteil diese Laster üppiger als zuvor? Scheint nicht auf den.Errungen« schoflen der Kultur ein Unfegen zu ruhen? Warum? Weil man die innere Kultur, die Kultur der Seele, dre Kultur der Tugc, , mit einem Won die Relitsto- vernachlässigt.
Wo ist ba§ Glück? In der Wissenschaft, sagen andere. In der Tat gewährt sie bem Forscher grosse Befriedigung. Als Archimedes nach langem Kopf- zeibrechen d e Lösung einer Ausgabe herausgeklü cli hatte, sonnte er seine Freude nicht zitrückyallen, sondern soll mit lauter Stimme ausgerufen haben: „Heureka", ich Habs gefunDen.
Aber wie viele können sich denn mit der Wisien- s l ast befassen? Kaum einer aus Jausend. Sollen alle übrigen auf das Glück verzichten müssen? Die wenigen ehrlichen Forscher aber müssen am Ende mit einem allen Philosophen bekennen: ich weiß, daß ich nichts weiß.
Wo ist das Gluck? Wieder andere suchen es im Soz'aliöttlus. Wir schaffen eine neue Wirtschaftsordnung, wo Besitz und Arbeit, Pflichten unb Lasten gleichmäßig bei teilt werden, wo niemand Ueber fluß hat, aber auch keiner Manoel'leidet. Meiueltvegen; aber io:e sieht es in den Ländern aus, die am weitesten Voran und im Sozialismus, am weitesten voran im Kommttni»mus und Bolschewismus? Herrscht nicht gerade bot t die p ö^te Unordnung, die grösste Unsicherheit, die größte Not, das Gegenteil von Glück? 0 Wahn des Sozialismus, der die Sterne am Himmel auslöscht und die Hoffnungen der Erde begräbt!
Wo ist das Gluck? Wieder andere suchen es in Reichtum und Wohlleben. Doch nur wenige kommen habet aus ihre Rechnung. Und haben nicht die Paläste bet Gioßen eine Tüce, durch die man früh ober spät ihren Leichnam hruaustcagl? Unb haben nicht die Miürouäre Erben, die aus rhren Tod warten ? And sind nicht die Rosen des Reichtums mit gar vielen Dornen umgeben ? Unb hat nicht der Heiland mit bitterem Ernst ausgerufen: Weh euch, ihr Reichen? Wie kann also im Reichtum das Glück oestenen?
Aber vielleicht liegt das Glück im Kkmsrigenrch, in Uukeufchheit und Urrmäßigteil? Aber seht lyr nirht, wie die Menschen, die diesen LHern huldigen, Ge- sundheit und Ehre e-nÄßen, wie sie sich und ihre Familien in Jammer unb Elend stürzen? Ein langes, furchtbares Erwachen folgt auf den kurzen Rausch d^r Wollust.
Wenn irdische Güter des Menschen Herz glücklich machen könnten, dann hätte Salomon glücklich sein müssen. Doch hören wir seine eigenen Worte: „Ich Salomon, der König von Jerusalem, unternahm grosie Werke: ich baute mir Häuser und pflanzte mir Weinberge, ich legte Lust- und Baumgärten an, ich machte nur Teiche, um den Wald der grünen Bäume zu bewässern: ich hatte Knechte und Mägde und Rltwer und Schafe mehr als alle, üe vor mir in Jerusalem gewesen sind. Ich sammelte mir* Gold und Silber und alle Schätze der Könige und Länder; ich schaffte mir Sänger und Sängerinnen an, machte mir Gefäße, die da dienen zum Weineinschenken! und alles, was meine Augen verlangten, versagte ich ihnen nicht und wehrte w arm Herzen nicht, alle Lust zu genießen und sich zu freuen an dem, was ich gemacht; für meinen Teil und ?ür mein gutes Recht hielt ich es, die Früchte meiner Mühe zu per" feu. Als ich mich nun wände zu den Werken, die n : ' gemacht und zu allen Arbeiten, mit denen ich i st mich abaemüht, da fand ich in allen Dingen EttAlE und Geistesplage und daß nichts von Dauer sei unter der Sonne!" —
Wo wohnt also das Glück? Nicht in der Welt und ihren Gütern, sondern im Himmel unb in Goll. Gott besitzt alles, was zum Glücke gehört: Weisheit und Macht und Schönheit und Helligkeit und Güte und Ewigkeit; er ist in sich selber unendlich selig und glücklich, ist ein Meer von Seligkeit und Glück. Unb er bewacht' es nicht eifersüchtig wie die Hesperiden ihre goldenen Aepsel, nem in unendlicher Freigebigkeit will er uns davon mitteilen, so viel wir fassen können, er will auch uns alle glücklich und selig machen. Zu diesem Glück gelangen wir durch die Bereinigung mit Gott, die in ihrem höckstsn Maß erst dann erreicht wird, wenn unsere Seele frei ist von den Banden des Fleisches, wenn wir ausgezogen haben dieses GswMd aus Asche.
Doch schon hienieden auf Erden gibt Gott eine« Vorgeschmack des Gstickes allen, die ihn redlich suchen im Glauben, in Beobachtung seiner Gebote, im Kampf gegen die Sünde, in Uebung der Tugend, in treuer