Der erste preuh^chr ZenlrumssLttestag fand in Verbindung mit der SOji^cigen Jubelfeier des Zentrums zu Beginn der Woche in Berlin statt; zahlreich waren aus dien Teilen Preußeris die Vertreter erschienen. Wir werden in der nächsten Nummer da- über berichlev.
50 Jahre „Germssi«".
Ein xaiHenrs Zettungsjubsiäum, an Lem bis ganze kathslifche Presse Deutschlands Anteil nehmen wird, be- yrht man 'm diesen Tagen in der RmHshavptstadt. Die „Germania", das Beriirier Zenrrums^tall, blickt cm 17. Dezember auf ein 50jähriges Bestehen zurück. Sie »ssrds von Beeliaer Katholiken, herunter dem Mitbegründer der Acnlrrmisfraflion des Reichstags LcZations- rat von Kehler, ins Leben gerufen als ein Ab»ehrorgan S^cn die ürchsnfeinÄichen Blätter der Rsichshsuplstâ. tter Paul Masierckes gefchickler Leilung gewann die „ 'Stt-RTénia" bdb Betz-strmz und wuchs über den Nah- vren eines letalen Blattes zu einer im In- und Ausland «ruftnsrtfmri ü«Ht-trn Zeitting hinaus. Die «ngesehensten Kemen aus dom l»U)»{btiH?n Deutsch!»?^, u. a. August • Veichen»P«4or, Bischof Frhr. o. Strider, waren unter %r*i Mi teridtern vertreten. Neben den «ernten katho- iHHsn Wättern, die bei der GrstnörrnZ! des jWtüen drM- schen SUifwr»i0es bestanden, fiel der „<$sr«mim" im Sfolher?*mpf die Äusx«be der poHiiifti'i^y.t Sectretung d^r aR^ttftffe*.#« r«eh,8sch:n Küche und ihr-c Vakenner MN üwnr^tmft des pst'.lisch? n Leberis zu. Sie l>t diesen K«n»k ge<$fl d:e 6 rdr» Sdi wes«ersuch e d?r Kirche in De»« s^Ed mit «usas-A^-ichkÄi Ltjsr x-führt. Aus ihren ver§rÄtrn Rl«Lt«n fiisielt sich ein r^wes Bild der GtMBmmz m, k«ch«tischen S' $4 tat eil zu den Kul.uâmPss- Ieiten. sM?r. Der Regierung und den P«^t»ieu wmds bsSvrch schr bald die mahnende „D--<M»n^" sehr un- trqu-m vn) deshalb beirrn §»^e« sie ein KesfÄH-eüen, en hem sich die Zeitungen, Wllzdlisttrr, Patizei und Gericht« mit gleichem Eifer beteiligt«. Die „Öws-snia"» !».**®f teere ««èrn zu schrserrn Gefirn««is- und hohen H»!-ft«ifen »wwletli. Staunte n«hte seine Urb-rzeu- xs-nxstrei.'e mit einrrn Jatzre E^fimMN» butzen, ein anderer NsäsAern ertzÄt fast- fünf 3»^re Sefh»U»i4. Es hat Zestc-n fi^gebrt, wo d r @i»et#etiw«ü bis zu fünf Aed-ak- ♦atre der „©^nawrix' in feine Obhut Rc**5ttTMtt hatte. V>mai rinz^m der „G«rn«>ia" 11, denn 25 und schließlich 57 AkrÄreen auf einmal zu. Tr»h aller dieser Ber- f»l€iK»pen r^m die „tHeem««»»" «Ler ciaw raschen Auf- fchsusg^uÄ ihr« Veâeitur ftnwha »?^er Psi zei noch Kscichie avfi^ie«. Steten Mchuvke teat » b*r Stetes tü>n eta Fkisprich Slieefflhnper täti^. der m IZsahretä-ern Mir?«, von 81 bis 84 Chefr. rakteur mar. Leiter des Metzes vreren ferner: Dr. . Adolf Franz, Dr. Eduard M«rcer»r und L^rm^mi ten Brink. In den fünf Iahr- ^etw ihres Ächt-Hess fit die „G;rm*ni«" ihrem Gr;mü- W mrer»ks»rfft treu gebüdhjtt. Die versteht in vorderster j T^nie die Ihren der Partei, die die Wahrung des ibeellen und msèrriÄtèn Wohles aller D alt st reiss auf ihre Fahne Qsf*d>?&eti ^et. Mit Rücksicht auf den bevsrftrhenden ichische« Zerttrr 'w 5»« t eit ag hat die „Geemoma"
Laufe dieser Woche ihre geftna*Kner Herausge- gsben, di? die so nrche beieèn«i4s!lie->r«L>2n Gründu-nos- tege der Jirnd^esfraktion (13. Dienst,«) und der Aei- timg (17. De;»mbers gest eins em feiert. Die 54 Seiten starte AusqaÄ« enthält neben einer längeren Geschichte der „<3*«»»#«* von Hermann Orth einen boachtrasevor- len Aufsatz über den Nech ^eikÄnken im Zentrum von f^f^lreier^errT Dr. Hommerich, ferner RüÄstickr auf die Ew^ifftom 55 Iobre in kultur- und wh-ti-ixrfapolitischer Hchfficht, auf die Entvncklnng her kall'-Äfsichen Earitos, leer Kunst, der Techmk Groß-Berlins Urch seines Musif- lsLens. RtÄb technisch ist die FcstL^rrrmor her«»rL«Kenü o«SKLsj«tbii. Ld mutlos anaos!
MchsNkerr! Kvfzepchi!
Bei der Sttu&mg der preußischen Verfassung hat ?lch ein Nsrgan-r coffcosen, der die ernsteste Aufmerk- etnfert aller Revuen oerfangt. Es hmrdolt sich um das Verhältnis von Kirche und Staat. Der König von Preußen war oberster Bifcl-of der evangelischen preußischen Landeskirche; das Verhältnis des posLßischrn Staates zu der katholischen Kirche BW durch Verträge zwischen dem Papst und dem Kdmg, svKenannte Korrkordate, geregeU. Mst der Ab- dan^ng König Wilhelms und der Einführung der Nrpublik war die Neuregelung des Verhältnisses zwi- schen Staat und Kirche eine unabweisbare Notwendig- seit gowards«. Das Zentrum hatte durch den 8U>g. Psrfch folgender, Antrag eingebracht:
§ 63 der Verfassung erhält folgende Fasiung:
1. Die Befugnisse, die nach den früheren Gesehen, 8?rord bangen und Dernägen dem König zustande«, Hetzen auf das Staaisminisierium über.
2. Die Reche, die dem König al» Träger des landes- h?KÄchm Kirche «.Regiments zustande», werden
von drei, durch das Staatsministerium zu bestimmenden Atmistern evangelischen Glaubens ausgeübt, solange nicht die evangelische Kirche diese Rechte durch Siaatsgesetz bestätigte Kirchengrsetze auf kirchtuhe Dr» gone übertragen hat.
3. Die Neuregelung der bisher vom König gegenüber der kalholischen Kirche ausgeübten Rechte bleibt einem Vertrage mit dem päpstlichen Stuhl Vorbehalten.
Abs. 1 dieses Paragraphen möge hier außer acht bleiben. Nach Abs. 2 sollen die Nechte des ianSedl}crr= lichen Kirchenregiments vorläufig durch drei Minister ecangd sch^n Glaubens ausgeübt werden, bis sich die evangeif'che Kirche eine neuß Verfassung gegeben hat, was in den nächsten Ntonateri geschehen soll. Sobald diese bestätigt ist, soll das Kirchenregiment an die kirchlichen Organe der evangelischen Kirche übersehen. Dieser Antrag wurde angenommen. Nicht so der 3. Absatz, in welchem die Neuregelung der bisher Dom Könige g^enüber der kalholisck-en Kirche »usxeü'ürn Rechte einem Vertrage mit dem päpstlichen Stichle rorbei;<iten bleiben sollte. Der Absatz enthält nichts anderes als eine Selbstverständlicht «L Tr»h^e«r «arvde er sbgslkhnt, und Mur von sÄslklchen Gisfeerev Parteien, von der äußersten 9t chten bis zsr cchtz^'st'n Linken. Rechkrstthende (deufchti-l?.»nslef blätter hat- ten sich schsn vorher dagegen ausselprschen mit der 'Äe-tw. Lena, durch! würde der Staat „osr somifqsn Unspsüchen kapituliere:,". Lins K^rlArksmAMk*M. wie wir sie bisher noch nicht gesehn ^bcaU! Die DrssschnâsÄen, bei denen, nach der Veh-UrpLn^ ihrer Wsrtsxchrer in der letzten Zeit, ja «n^Äknch dir Intere^rn der deutschen Katholiken miriMtMss vtze«ss- ßut a^fLÄpkHen fein sollen wie bÄm Ze«^rm, hab« geschtsGr« argen diesen Absatz §estimmt. Der Adg. Busch rief den DcuüchnationalLN zu: ^Wo bleibt des« setzt Ihr Kalholsten-Ausschust?" Lchrvertzea war die Ar-t»^rf. Auch die paar kaltzstffche« MäâSer der derrtfchnstisnaicn Partei haben gegen den Antrag ge- stimmt. Das sollte den deutschen Kathsüke« die AuHLN öffnen. Die Firma bat sich geändert, aber der Kul- turtampfsgeift ist geblieben. Wir EKcben uns das für diePr«!ßenwah!cn merken müssen. Wir ks:«ren cs ja einigermaßen begreifen, daß es für DssMkr-strri, KuLLrrkK».Pf-LfHerale und Cszl»L«M«kraten sckrr^lch wäre, Wenn der päpsNiche Stuhl in der Mnchi schert Verfr-fANJ yenannt würde, daß aber such der deutfch- rat »Mile Kstchotiken-Ausschuß bei dieser Garde marschiert, ist ein herrliches Zeitbild! Man täusche sich nicist: Der arUüa'hoirfche Geist ist in DsulfckiMd ie- teRéi^r cis je, uni er bestimmt sogar die Politik. Die Kschsiik-n sind gewißen „biir$eriid)en" Parteien, wenigstens großen Testen derselben, nur recht, weil man hofft, daß man sie als Luns nenfutèer beim Kampf um den Leldbeulet verwenden kann, weil ihre Grmrd- sätzr nun einmal die Anerkennung des Eigentums- • Begriffs bedingen; im übrigen aber steht man, was WeltanschKUngsfraaen an langt, mehr auf dem Boden der Linken, ist sich zum wenigsten darüber einig, daß der k? H^tizismus in Deutschland ât hoä lsrumLu darf. Destr allerdings nicht offen ausg^fprscheus Gedanke steht Gevatter bei fast allen großen teutschen Prslkls^-en: Anschtußfrag«. Südtirol er p cobkr.t, Einheitsstaat und Föderalismus, Erhaltung der entscheidenden und ausschlaggebenden Vormachtstelluirg Preußens mit allen Mitteln usw. Es ist traurig, daß trotz aller Not und allem Elnü), das über uns gekommen ist, der alte Katbolikenhaß immer noch lebendig ist. Für uns ergibt sich aus derartigen Vorkommnissen die richtige Lehre, daß nur volle einigtest der deutsoren Lakholiken, in Nord und Süd, einen neuen Kulturkampf verhindern kann.
In der Dö kerbundsversammlrmg
in Genf wird immer noch weiter geredet; immer deutlicher wird es dabei, daß der gartze Völkerbund in seiner jetzigen (Bestatt n!ch:s anderes ist als ein Hilss- mittel der Enteme, das sie für ihre Zwecke ausnutzen möchte. Dat diesem großen Weltbetrug handelt es sich nicht um anegletdjenbe Völkergerechtigkeit, sondern um eine Sanktionierung der durch die Entente an den Völkern Mitteleuropas begangenen Ungerechtigkeiten und die Sicherstellung der dabei gemachten Beute. Das ist die Quintessenz des Bötkerbunderates. Die ganze Machlfülls dieses Schwindelgebäudes liegt ja beim Dölkerbnndsral, d. h. bei England, Frankreich, Italien und noch 4 Vasallen dieser Machst^ hie haben
mehr zu sagen, als die 41 Mitglieder der Völkerbunds- Versammlung, die nur Dekoration sind. Die kleinen Staaten sind nichts andere» als Statisten; sie gehen Hall mit, well es ja immer manche Vorteile bringt, in der Gesettichaf' der Großen sich zu bewegen.
Es wird immer schönerk
KKrzNch waren der Rsichskcmzlec Fehrenbach unb Minister Simons im besetzten Geb.et; sie haben bei bet Gelegenheit nâclich auch Reden gehalten und aus die Lejch«W»en hm^ettiefen, die die Bewohner des linken Rheinusers zu tragen haben, auch die Abtrennung von Cup ii und Malmedy wurde entsprechend gewürdigt. Darüber sind die „Besatzungsmächte" verschnupft und Reiben ssfort in einer Note — die wievielste mag das Loht srm! — sich über die Aeußerungen der deutschen Stinifier befassen und in Aussicht gesteht, sie würden „Reist« een Ns«h8- und Sp-slsimnistern in das besetzte Gebiet Mtzsrtzrn nur unter der BedinzMg ge- kstzmüg»«, L«ß die tzshcrr S LLtsèeaA ten sich im Verlause jslchrr ^«Kjue^cu der Angrksse gegen die aüb »«ieu RrGHsrsvA«« u:^ bk« KinsdArSVtkiraz emtzallen." Dy? derrtschr RtG«MS!ß tzrt sich mit Recht gegen bi je %«s»nm£dMttig »««SMl unb mit erfreutcher Deu lich- ftü teMuf; hkUMVtèesE, daß das linke Atzeinufer nach »ir rsr tes^^e» Land fei rmd es der f^Zs- und i'tMeeéas^ieei«^ »an ten Sefs^ungsberitten nicht »ratweitet »»»Ma krnn H»è terf, mit der Be^lk:ruii§ des . -f-tzis« L-Mâ an Ort und Stelle in Fühlung zr tt^rn iä^» «SL« è«ö 33 fLKS«, war sie für âSksâiäßil ^ü. Kne Bsfchrimâ«;- chrer Hsnèlsnzsfre ihsit in kschâ ^er ©«954 tf ter Aerpflichtungen, die die Durch fäHNisz b^ LLâ«2es bis Mr Gcenze der MszrichLn ssrfrhE, Sönne fie »icht «rwrksuE«. Das wäre aus r*N fë*«<x, »M« der te^f^ Reichs? anzlsr, man er cuf d^châ ^«teff den Murrd auftun will, erst di G«»ch«VAMG ix TtttsrÄ-r tayt eintzslen müsste.
Ser Mâ^f »«r tâgü^e Vrot
^«f 6Msr Ja» te« Rvchstsq befchLstigt. Die 8rs xââÈMk i^èrsZ im Isaferen Lahr etwa 7 Mst Harme« g^en S-% im 3stiere, ist also um rund 2 Prszent, bei ^?H2« um 14, bei Roggen um 30 Pro M^MK^iMM, Ws 1. Drz^nber hatte die Stetig, tvârsiesle 551 RlS Tonnen Brstgâeidr erfaßt gega über 1 117 000 Tsmien im Vorjahre, die Lbüeferur xcht sehr lanZs<UU vor sich und wenn die Regierur nicht fest zu greift und auf Ablieferung drängt, beste! die Eeföchr, daß tes Ee.reide unter der Hand verkam mid srrfchsden «erb. Der RslchsrrvährusJsrLènüb lj«Ke x-Gsâer den Angriffen auf die LanèWirtscho einen sehr schtsrrsn Stdnd, sucht aber d'e Verhältnis in itec L«Brwsttschgft so dorzustellen, wie sie wirtii sind; vEerÄttg^ sprach er auch scharfe Worte gegen d särttsixen Landwirte. Er sagte: Der Rückgang d Ubti-faKMi? ist nicht nur aus den schlechten Ausfall d' Trnre zurück-«führen, sondern vor allem auch auf dc schca«kv«tose Streben gewisser landwirtschaftlich Kreise nach (Betsinn, die sich Leiitve'fe der Verpflichtn -ur nsIstaubigen Ablieferung des Getreides zu en ziehen suchen. Wenn es >0 weiter ff he, führe das ; einem ^ufammerrbruch unserer Finonzw rischast in dann sei alles retioren. Dieser Zusamm nbruch mü! aber kv^Mnen, wenn u>r wehere Lebensmittel aus de Auslimd bei unserer schlechten Valuta um ungeheur Geld bezahlen müssen, während anderseits unser eie nes Getreide durch Sch eher, Schl ächhändler aus dc Lande geht oder einzelne Volkskreise, die recht v Geld hebm, auf Kosten bei anderen übersatt leb kennen. Zur Sicherung der Ernährung müssen 1 27t MMonen Tonnen Brolgetteide eingasührt werd und zur AerbiA'ffMtg des Brotgetreides müssen ca 2 MilltEbe« aufgewendet werden, wenn das Brot nt imerf^täinglid) teuer werden soll. ' Die von manch Kr usen verlangte Aushebung der Zwangswirtschaft Getreide ist vorläufig nicht möglich So lange r nicht ans eigenem die Ernährung des Volkes sich stellen können, wird die freie Wirtschaft nur unfe: Ruin bedeuten. Wenn wir mehr brauchen als i selbst erzeugen, barm muß d e Erzeugung so vert w'wden, daß jeder etwas bekommt, sonst wird ein 2 verhungern und ter andere im Uebermaß leben. ' ZryanL-^Wchüst ist heute nichts anderes n-ehr als c