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Wochenkalenyer.

Sonntag, 12. Dez. 3. Adventssonntag. Kollekte für den Lonifatiusverein.

Montag, 13. Dez. Lucia, Jgfr. u. M. Odilia, Jafr.

Dienstag, 14. Dez. Von der Oktav der unbesl. Ein- pfän.iniä, Lothar.

Mittwoch, 15. Dez. Oltav der unbefl. Empfangs. Mariä, Christina. Quatember.

Donnerstag, 16. De . Eusebius, Bisch, u. M. Adelheid.

Freira I, 17. Dez. Sturmius, Abt. Quatember.

CamStag, 18 Dez. Vom Tage. Quatember.

Dritter Kdvents.onniüg.

(Eo. Joh. 1, 19-28.)

In jener Zeit sandten die Juden von Jerusalem Priester und Leviten an Johannes ab, daß sie ihn fragen sollten: Wer bist du? Und er bekannte und len- netc es nicht und bekannte: Ich bin nicht Christus! Und sie fragten ihn: WaS denn? Bist du Elias? Uno er sprach: Ich bin cs nicht! Bist du der Propget? Und er antwortete: Nein! Da sprachen sie zu ihm: Wer bist du denn? damit fair bk non, die uns gesandt haben, Antwort geben. Was sagst du von dir selbst? Er sprach: Ich bin die Stimme eines Rufenden in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, wie der Prophet Jsaias gesagt. Die Abgesandten aber waren Pharisäer. Und sie fragten ihn und spiachen zu ihm: Warum taufest du aber, wenn du nicht Christus, noch Elias, noch der Prophet bist? Johannes antwortete ihnen und sprach: Ich tause mit Wasser, aber in eurer Mitte steht der, den ihr nicht kennet. Dieser ist es, der nach mir kommen wird, der vor mir geroeien ist und dessen Schuhricmen aufzulösen ich nicht wlirdig bin. Dies ist zu Bethania geschehen, jenseits des Jordans, wo Johannes taufte.

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-^ Ysop. «

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eben Sonntag wird in den katholischen Pfarrkirchen vor dem Anne das Weihwasser ausgeteilt und dabei der [ ^r Bers aus dem 150. Pjalme gesungen r ^ Asperges me Domiue Hyopo et 5) mimbabor; zu deutsch: be.pienge mich, 0 Derr, mit ^ op, und ich werde rein.

Der N op ist eine kleine, unscheinbare Pflanze, die im Morgenland vorkonimt, eine Höhe von etwa zehn Zentimetern erreicht und b'aue, lippenförmige Blüten trägt, unserm Gartensalbei nicht unähnlich Schon bei den Juden wurde der Asop ins Wasser getaucht und damit religiöse Besprengungen vorge- nomnicn. Aber nicht der Asop ist es, der rein macht, sondern die Gnade Gottes bei entsprechender Por- bereintng der Seele. Nicht auf die Gestalt und Art des N op kommt es an, sondern auf seine Bedeutung. I Nach dem hl. Augustinus bebeutet der A op die Demut; dazu ist er ja ivcgen seiner Klemhe.t und Ansch inbaiken ganz besonders geeignet. Die Demut aber ist jene Tugend, die das Hindernis der Gnade, den Siwz, hinivegiäumt, das Herz empfänglich macht zunl Berkehr mit Gort im Gebet und Gottes Schatzkam Ater öffnet zu großer Freigebigkeit, Ten Demütigen

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ist Gott nahe, den Hochmütigen aber widerstehtNem." Hat aber nicht der Heiland unseren Johannes er. Gerade 311 Beginn des Gottesdienstes ist uns j In seiner Demut gibt er der Wahrheit die Ehre:Ich desha b b'c Dem'n nnerih^rlich. - ibin nicht Chr stus".Bist du Elias?" Antwort?

Bcfpterge mich mit Zsop, so werde ich rein." j Nein. Hat aber nicht der Heiland unseren Johannes Es ist w e wenn du beten würdest:Lieber Gott, be> einen Elias genannt? In der Tat war er ein Elias

wahre mich vor dem Hochmut und laß mich in Demut in je nem Feuereifer, ein Elias in seinem Amt als erscheinen vor demThrone deiner Gnade, damit ich Vorläufer. Und dennoch, Johannes will diesen Na- Hilfe finde in meiner Not und Trübsal." Den Psop men nicht für sich in Anspruch nehmen. Das ist De­hm der Heiland als göttliches Heilkraut vom Himmel mut.

gebracht. Die Menschen, nachdem sie von der Offen- Frage hätte er bejahen können, denn Christus nannte barung abgewicken waren, holten die Demut ganz und! ihn einen Propheten, ja mehr als einen Propheten, gar verlernt. Kaum daß sie noch ihren Namen kann-, einen Gotteoboten, einen Gesandten des Himmels, einen

ten.Vergeblich sucht man das Wasser der Demut in den Schriften der gelehrten Heiden," sagt der heil. Augustinus, bei doch in der altklaflischen Literatur sich gut auskennt;überall findest du zwar die herrlich­sten Anwe sungen über Zucht und Sitte, die Demut aber wirst du nicht finden. Das Wasser der Demut strömt nirgends her als von Jesus Christus. Da also die Menschen so krank waren von Hochmut, so kam ein göttlicher Arzt vom Himmel her und erschien

als demütiges Kind, litt Verfolgungen und starb am jid)?Die Stimme des Rufenden", wie wenn er

Kreuz". sagen wollte: ich bin nur eine Trompete, in Ne der

Ja, das ganze Leben des Heilandes war ein Leben Geist Gottes bläst; ich gebe nur die Zunge und das

der Niedrigkeit und der Demut. Demütig war feine Wort her, ab"r ein anderer ifts, der durch mich ruft

Gestalt, sein Aeußeres, sein Gang, sein Auftreten, je ne und spricht; ich bin nur ein Werkzeug in Gottes Erscheinung; demütig war feine Kleidung, bescheiden Hand. Und wie gern ist Johannes, dieser Abgott seine Wohnung und Nahrung, nicht besser als die der der Juden, vom Schauplatz verschwunden, um dem gewöhnlichen Bauersleute, Handwerker oder Tagelöh- Heiland Platz zu machen. Mit welcher Sorgfalt, mit ner. Er ist nicht mit einem Gespann von Pferden welcker Freude hat er den Andreas, den Johannes, durch das gelobte Land gefahren, sondern barfuß über, den Petrus, und alle seine Jünger in die Schule des die staubigen Straßen und holperigen Wege geschritten; Herrn überführt.Ich muß abnehmen," sprach er, er hat seinen Verkehr nicht beschränkt auf große und;Christus aber muß wachsen "

hohe Persönlichkeiten, sondern hat im Gegenteil das' Uebe auch du d'ch über die Adventszeit in der

arme Volk bevorzugt; er ist nicht an den Hütten der Demut. Siehst du bei der Sonntagsmesse die violette Armen vorüberoeganarn, sondern hat mit Fleiß die Farbe am Meßgewand und an der Kelchbekleidung? Wohnungen des menschlichen Elendes ausgesucht. Den 5he mahnt dich zur Demut. Sei nicht ne'id'sch, wenn Aposteln hat er in einem Uebermaß von Herablassung andere eine höberc Stellung, ein besseres Einkommen die Füße gewaschen. Ganz hingerissen, ganz ergriffen baben. Sei nicht stolz, wenn dir ein Amt übertragen von einer solchen Demut ruft der hl. Paulus aus: Ut wenn du eine Familie, wenn du Dienstboten, Obwohl der Heiland es für feinen Raub hielt, Gott i wenn du Arbeiter, trenn du Leute unter Nr hast Sei gleich zu sein, hat er doch sich selber vernichtet, sich wor allem bemütig Gott gegenüber und feinem Stell-

selbst eru'edrigt, und ward in feinem Aeußeren w's i Vertreter gegenüber in der hl. Beicht. Denke an das

ein Mensch erfunden; er hat sich selbst gedemütigt und ist gehorsam geworden bis zum Tod am Kreuze".

Kein Wunder, daß wir aus dem Akund eines so bemüfgen Heilandes gar oft Ermahnungen der Demut hören:Lernet von mir, denn ich bin sanft und de­mütig von Herzen". Und abermal: wer sich demütigt wie ein Kind, der ist der Größle im Himmelreich".

Laßt nun hervortreten den Mann, den die Kirche in dieser Adventszeit auf den Gdylb erhebt, den sw w'è einen Leuchtturm vor uns hinstellt, den hl. Dorläussr

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_ g mines, und bewundert an ihm die Demut, die er mangel aber ist nichts anderes als Brotmangel und von seinem göttlichen Mester gelernt. Allgemein wird,Hungersnot für de Seslen. Viele unsterbliche See- er von!mn v^edgerosen alsChristus, als Messias" len müssen zugrunde gehen, wenn Seelsorg.r fehlen, angesehen; deshalb die Frage der Abgesandten im h u- die ihnen das Brot des Evangeliums mw l'gen Evangelium:Bist du der Christus?"Bist du '

ser Messias?" Er brauchte nur ja zu fernen und man

hatte ihn im Triumph nach Jerusalem geführt und aus darunter 40 000 Kinder verloren Mhen/wÄ "sur 'ihr'ä'

Bist du der Prophetr"Nein.

L. e

Engel. Johannes aber lehnt diesen Titel ab. Das ist Demut. Auch seine Taufe erniedrigt er und nennt sie eine Wasserlaufe, während *er die Taufe Christi eine Taufe mit dem hl. Geiste und mit Feuer nennt. Das ist Demut Nichts anderes will er fe'n als eine Stimme.Ich bin die Stimme des Rufenden in der Wüste." Beachte eine neue Seite in feiner Demut. Er sagt nicht: ich bin ein Rufer in der Wüste; das scheint ihm noch zu viel Ehre; sondern wie nennt er

Wort des Nölkcrapostels: Wahrhaft ist das Wort und aller Annahme würdig: Christus ist in Vie Welt ge­kommen um die Sünder selig zu machen, deren erste' und ärgster ich bin." Der Burgpfarrer.

.Patenschaft für arme

Prietferamts^^i^fm

Was Vrotmangcl und Hungersnot bedeuten, wis­sen wir jetz! aus schmerzlicher Erfahrung. Priester-

-er Grade

reichen. Wir machen ja d'e traurige Erfahrung in der Diaspora, wo uns alljährlich 70 000 Katholiken