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00 Ferdinand Schottingh kn Paderborn und wird durch jeden Buchhändler gerne besorgt) sind Auszüge daraus zu finden. Lernen wir von ihr, vom Schicksal unserer Lieben im Reinigungsort uns nie schreckhafte, das lie­bende Herz peinigende Vorstellungen zu machen, so tief wir ihr Sühneleiden auch mitempfinden, und so sehr das Andenken daran uns zu hilfreichster Liebe über das Grab hinaus aiiireiben soll.

Ich glaube," so schreibt St. Katharina,daß der Geist nirgends, ausgenommen im H mmel, mit einer Ruhe erfüllt werde, die mit dem Frieden einer Seele im Fegfeuer verglichen werden könnte. Diese Ruhe nimmt von Tag zu Tag zu, je mehr der Rost der Sünde ausgebrannt wird und verschwindet; die Seele wird immer mehr dem Einflüsse der göttlichen Sonne ge­öffnet. Eine zugedeckte Sache wird von den Sonnen­strahlen nicht berührt; daran ist nicht die Sonne schuld, die ja unaufhörlich Licht und Wärme ausgießt, sondern die Decke. Je mehr diese gelüftet und hinweggenom­men wird, desto mehr wird der Gegenstand von der Sonne beschienen. Geradeso verhält es sich mit dem Rost der Sünde, der die Seele gleichsam bedeckt und von dem reinigenden Feuer verzehrt werden muß. Je vollkommener dies geschieht, desto mehr wird die Seele in den Stand gesetzt, das wahre Sonnenlicht, das Gott

reich der katholische Glaube ans Fegfeuer und die An dacht für die lieben Verstorbenen sind.

Setb ihr schon vergessen?

Ihr V. wn, die ihr euer Bestes hingegeben fürs Vaterland, zum Schutz der Heimatfluren, für uns alle, ihr Heldensöhne Deutschlands, treu bis in den Tod, hat man euch schon vergessen?

Seid ihr schon vergessen, ihr stillen und verlassenen Heldengräber auf Frankreichs blutgetränkte Feldern, in Ost und Süd, in tiefer Meeresslut?

Fast scheint es so, als hätte unser deutsches Volk wirklich seiner tapferen Gefallenen vergessen, vergeßen, daß fast zwei Millionen seiner besten Söhne nicht mehr heimgekehrt finb zu Weib und Kind, zu Eltern und Braut, zu Haus und Hos, sondern draußen liegen im; Feindesland. Sonst wäre es undenkbar, daß ein i Großteil unserer Volksgenossen sich hineingestürzt hat in den Taumel der Vergnügungssucht, daß man tanzt und tollt zu jeder Zeit, statt in stiller, wehmütiger Trauer und Dankbarkeit unserer gesottenen Helden zu gedenken.

Acöge die Allerseeiengeit alle aufrütteln, daß wir uns wieder erinnern an das, was wir verloren! So

sterhast«: Weise wurden eür ernstes, religiöses Stück: St. Joseph, unser Schutzpatron- und ein Lustspiel zu Gehör gebracht. Die deklamatorischen Vorführun­gen sowie die MusiL- und Gesangsoorträge fanden reichen Beifall. Der Lünglingsoerein kann stolz sein aus das diesjährige Stiftungsfest.

St Kumgundis. Am Sonntag den 21. Novbr. findet in Bettenhausen zum Besten des Neu­baues der Kirche eine größere Veranstaltung statt. Schon heute sei daraus hingewiesen. Diätere Mittei­lung erfolgt in der nächsten Nummer des St. Elisa- berydlattes.

Kath. Zünglingsvereiu Sf. Iamilia. Es wird noch einmal auf den am Mittwoch (Fest der hl. Eräa- beth) abends 7 Uhr imHackerbräu" stattfindenden Theaterabend hiirgewksen und um rege Teilnahme gebeten.

Kath. Grsellenverern. Von neuem gibt sich der kmh. Gesellenverein die Ehre, seine Freunde und Gönner zu enu m Untcrhattmrgsabend am Sonntag den 21. No- veinber, abends halb 7 Uhr, im Saale derStadt Stock­holm" freundlichst einzuladen. Qm Mittelpunkte des Abends soll stehen das ergreifende, achtakrige Volks­schauspiet von Kanter:Unschuldig zum Tode ver-

n' hpri'whon1 Sg^ih' n a nhirmmt ^f '* blühende Menschenleben hat der schreckliche Krieg

111 L.,:iu.J1 ..Tc^'. zu, ab ur Rost ab.r mmt. Co ..»»nirbisb umh Mr dontfiGn« Mnie Wntor tmh Nrnkisr

vernichtet und dir, deutsches Volk, Väter und Brüder,

»° durch Ne °e-u-!°chl-P-m, M «etrnger. D,° armen ÄÄÄL^bSÄ IiÄ!

Seelen sind in Gottes Willen, den sie aus reiner Liebe innig und willig umfassen, mt solcher Ruhe ergeben, daß sie ihre Strafe niemals Strafe nennen oder dafür halten."

Weiter legt sie dar: Je näher ehr fallender Körper der Erde kommt, d:sto größer wird d'e Geschwindigkeit, mit der er niederfällt. Die Seelen tm Reinigungsorte sind nicht bloß von natürlicher, sondern mich von über­natürlicher Sehnsucht nach Gott entflammt und wer­den so gewaltsam zur Verein'gung mit ihm fortgensfen, daß deren schmerzliche Verzögerung, die sie selbst ver­schuldet, sie jeden Augenblick zu töten vermöchte, wenn sie sterben lärmten, Der Schuld nach sind sie von aller Sünde frei und dein Willen nach mit Gott aufs innigste verc^ tat. S e fühlen, daß unaufhörlich und unwider­stehlich ihr liebevoller Vater sie an sich zieht, aber sie fühlen auch, daß sie wegen änlich enter Makel diesem Zuge nicht folgen können. Bis würden sich, wenn es

Wehmut und Trauer! Und haben sich denn die Ge- füllenen unsere Dankbarkeit für immer nicht reichlich ver­dient? Sie waren die Mauer, die schützend unser Land

umgab, der Damm, der sich der heranbrausenden Fem- desslut mächtig entgegenfteüte, sie fingen mit ihren Lei­bern die Kugeln auf, die uns und unserm Lande galten, vergossen ihr Blut, damit nicht das Blut unserer Kin­der und Frauen und Greise vergossen würde! Der Heiland sagt:Eine größere Liebe hat niemand, als daß er sein Leben hiugiht für seine Freunde" (Joh. 15, 13), sie haben es getan, danken wir es ihnen vor jaü.m durch das Gebet in der Allerftelenzeck. Ihre Gräber sind verlassen und vielleicht gar schon vom ^aje zerstört und geschändet um so liebevoller laßt uns ihrer gedenken mw für sie beten.

Was wir uns von all den vielen blutigen Opfern des Krieges erwartet haben: einen geredeten, dauern­den Frieden, w r konnten es nicht erlangen. Ist des-

urteilt." Hier wird uns die sehr zeitgemäße Lehre gegeben, in keiner Not zu verzagen, fonb-tn immer wieder zu jenem emporzuschauen, der hoch über den Sterner thront; denn wo die Not am größten ist, ist Gottes Hilfe am nächsten. Darbietungen unserer Ge­sangs- und Turnabteilung sollen die Aufführung um­rahmen. Zum Schlüsse wird auch der Humor zu seinem Rechte kommen in dem Schwank:D:r Herr 2 rek- tor" von Ney. Der Eintrittspreis für reservierte Plätze beträgt 2,50 At, für Saalplätze 2 AL. Eintritts­karten sind im Vorverkauf zu haben beim Präses und den Mttgliedrrn.

halb ihr Blut umsonst geflossen? Das sei ferne! Un-

dem ö stlichen Willen csi N ssre, m t lmauihcuisamer strm Land und Volk blieben die Schrecken des Krieges G walt m ein noch viel schmerzlicheres Femr werfen 1.....- - - 1

um desto schnelle dis Gerschtüle't, letzten Heller

Randgkosfen eines Fremden.

Von Studienrat O r t m a n n-Recklmghaussn.

Seit zwanzig Jahren komme ich jedes Jahr einmal durch Kassel. Es ist mir stets eine Freude, einige Stunden dort zu verweilen. Nach einem Gange durch die Uststadt, an deren malerischen Straßenbilöern ich im Laufe her Jahre manche törichteVerblendung" wahrnehmen konnte, führt mich mein Weg von derSchönen Aussicht" (ein ganz klassi­scher Name) herunter stets zu der mir liebgewordenen, alten, traulichen Elisabethkirche. Auch die ter hl. Familie ge­weihte schöne Basilika versäume ich nie aufzusuchen, ihre prächtige Ausmalung verfolge ich mit steigender Teilnahme. Meine Liebe aber n e h ö r t dem kleinen, f a st

nereinigt zu werden. Sie preisen die B Zahlung fordert bis auf den loben die Barmherzigkeit, die ihnen

Gotteshaufe a m

die MogUchke. gewährt, noch nach dem Tode genugxr- tun. Sie Beilagen, aber sie beklagen sich nicht. S e halten an um Erbarmen bei ihren zurückgebliebenen Mitbrüdern und Mitschwestern, aber sie sind zufrieden mit Irr allergeringsten Linderung, d'e ihnen aus den ftcUnevtretenben Genugtuungswerkm der Hinterbliebenen

cm ge Zecken ^as fajonfte Denkmal und Borbitd deut- ; hinein, als meine Mutter, die schlichte, fromme Frau aus fryer Treue v.s in den Tod! > der eichsfelblschen Heimat, mir von ihrem sonntäglichen

Ihr tapferen Helden, ihr seid nicht umsonst gefallen. j Kirchpa ^ erznhlis. Damals schon kannte ich die Namen Euer Beispiel, das leuchtende Vorbild der Treue, wir ^r amtierenden Geistlichen, vor allem des später durch wollen es nachahmen mit aller Kraft. Auch wir wol- ' - len treu fern bis in den Tod, treu unserem Gott, treu unserem Vaterland, treu unserer Pflicht!

pa:e Oratorien berühmt gewordenen Dechanten

Fidelis

Müller. Die Geschichte dieser Kirche und ihres Stifters, .dessen Denkmal heu.e noch den großen Platz ziert, konnte meine Torliebe si r sie nur steigern.

zuteil wird. Sie betrüben sich nicht, wenn andere vor ihnen erlöst werden, und wollen lieber ew'g leiden, als der göttlichen Eerechtioke t etwas schuldig bleiben. Dante hörte den Reimgungsberg von Jubelliedern erdröhnen, so oft eine Seele in den Himmel entlassen ward.

& t^t ^ t * iV ^ V* «

Eine ganze Vergangenheit mit ihren Kämpfen und Ent- fagum eil, ist rr Qp^rfrcudigkeiL und G!aub"ns!reue stürmt auf mit!) ein. so oft ich sie betrete. Kass.l ist reich an pvo= ßen, prachtvollen Bauten: die Paläste, Musten, Vibttothe- i len, das Theater. Mit Bemundenina schweift der Mick ge­st M-'dr eng, um doch nur

Mit jedem Augenblicke wächst die Gotteserlenntnis der armen Seelen, und jedes Fünklein derselben schla­gen sie höher an als die Pein der Feuersglut. Je heller das ewige Licht ihnen laichtet, desto hrst'ger brennt in ihnen die Flanme ihrer ungestillten Liebe; je mehr also die Freude zunimmt, desto mehr auch die Qu el, je näher das 3 el ist, desto schmerzlicher wird die Sehnsucht nach ihm. Und anderseits: je größer die Pein wird, desto größer auch der Trost. Die vollkommene Ruh- in- müün der heißesten Sehnsucht, der reichste Trost im

_ -- an dem letzten Gebäude mit dem Rundturm und dem gol-

Sl. EKsabrlh. Am heutigen Sonntag den 14. No- ' . n-n, è ? i l ö o r i st h r i ft us

vember begeht der kath. Sünglinasverein die Feier i st, die Q u e I l e^ a l l e r W e i s h e i l und G dj ö n= itUtitn moUen. Es

feines Stiftunoefcftes durch gemeinsame hl. Kommu- heb. die uns die Nachbargsbäude re

Nion in der Frühe und emen Feftgotiesdisnst um drei- '" vi-rte' 10 Uhr. Bei letzterem nehmen die Mitglieder

Platz in den Bällen rechts im unsren Raum ber, ^ ^ r nm und neuesten Leit das Wort in uns er- Kuck'e. Mögen alle ausnahmslos sich eins üben. macßé; Christus herrscht gestern, heute und in alle Ewig- weltliche Feiertichkeit findet erst am nächsten Sonn- Jen.

tag den 21., abends 7 Uhr, imKleinen Stadlpark" ; In der Vorhalle der Kirchs hängt zwischen verschiedenen r Sm Mittelpunkt des Aosâ ' Hinweisen auf Vc.--.-ine Md Einrichtungen die Sinnig? einer

2er i BuchhaMung. Auch sie ist stets mein Z!A m Küücl. Hat

Ä^SÄÄsr* 5u rn

die ird che Flamme das Gold, bis es von allen un- L ^l- EUfabeth. Am vorletzten So-m.ag h.At der Mu - teroerem feine diesjährige Generalverfa.mirl ing na,

[ ' 3 -^reinigt, v erundzwanzigkaratig und: nachdem er am Sonntag vorder dir kirchliche Feier

Lawr vollwertig geworden ist. D r Drang und der feines Stiftungsfestes begangen hatte. Ai s d m Bericht Brand der unbesriedigten Sehnsucht, die an Ler Seele, über den Stand des Vereins sei hervornchoüsn, La t er

b'tt r's^ Ochste Trost im (Ob. Karlstraße) statt. 5m Mittelpunkt des

Vst - " Ertragung undenkbarer m rb stehen das romantische Sck'aujpielDe

Pemen, die freudigste Ergebung in eine zeitweilige Vrr- iAßrv- , - - - - - - - -

dammnis, d'e wunderbarste Mischung von Glück und >' ''

zehrt, ohne

schmerzliche,

ist, als ströme in der Urkirche Kassels alle Andacht ver- canrencr K-M«bKr zusammen, als flüstere um ihrs Pfeir [er eins tiefere Stille, damit umso ergreif-' nÄsr vor dem

Gie gâb das katholische Buch r ) es mar kein leichtes Ringen in den 53 Jahren, mit solchem Aushänge.

fitz'Id sich zu Ghauplsn. Daß sie immer noch da ist. ver­ursacht mir fast eine persönliche Freude. Tie Kalsrser Buch« Handlungen si d mir alle bekannt, mench? von ihnen haben Besitzer i'nb G - areher nicht zu Gunsten unserer Ideale gewechsstt. Sie kleine B ücherstube am St e i n-

geblieben und mir ist daber lein auszüsuchen ur j meine Einkäufe zu

weg ist sich treu Weg zu rasti, um H

sie zu verzehren, dieses über alle Maßen Ver'P aupenblickckch 175 Mitglieder zösikt, eine Zahl, m t keinem irdischen Feuer vergleichbare ^' ^ wesentl'ch vergrößern würde, wenn besonders; ~-t » . die mageren Frauen und Mutter auch dem Verein sich * nwvvu

der AusmNÜnn d^r bl Kast^lckn wogten. Es fei deshalb auch hier an düsc'^'N £

Mütter die Litte gerichtet, dem B-rein beizstr^n. Z r .

lyeofeucr. j Vorsitzenden wurde die seitherige Vorsteherin Frau Mst > also pflegen w'r im Aller-jTenethoff wiedcraèwählt. ' '

m t keinem irdischen Feuer vergleichbare

ßtebèsfwr einer gerechten, abm noch lücht beseligten Seele ist n

vieler

anderer Las

Reinigungs- oder

^egfeuer.

Mit solchen Ged^..^.° «ljV . .... ^«.^

freien in er st mehr als sonst die geistige Verbindung mit unseren ßkb r, i:: We " -

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gern

erleben, h er ur

_ H Sf. Zo'eph. Am Sonntag bm 7. November

n in der Ewigkeit. Dann werden wir es feierte der ka!h. Sünglingsverein unserer Gemeinde ft n drüben, wie höchst tröstlich und.jegens«;Stiftungsfest im,Saale des.Veroinshaufes. In mu-

dis Katholjksn KaMs des Lornenre; kathskifchen Buchhändlers m Dam

Diab

streitende urb leidende Jim die Gefahren abzu.

wehren, die so manchen sorglosen und fluchtigen Seelen drohen, und anderseits bleibt ißr der Schmerz leider nur allzu oft nicht erspart, aus ihr hervorgegangene Rinder sich V6U kürem ^-ii-um rennen fest». Das ist die Trnst