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die relWonslofe, tnaletfdlffW Lchule as Normal- sitzule Höllen, redet eine erschütternde Sprache."

Dieses Urteil steigt im Werle noch durch den Um- Sand, daß es in derMitteldnüschen Zeitung" Der- Kssentiichl ist, die noch vor einem Vierteljahre das Zen­trum alskulturlose Partei" beschimpfte w-d ihr den Vorwurf machte, in der Weiinarcr Verfassung die christ- ßd^ Schule verschartdell zu haben.

GderschiesieR.

Das ist zur Zeit die brennendste FrrM. Veilkren wir bei der demnächstigen Voiksabsttmnurng dieses Land mit seinen reichen Kohlenschätzen, drum ist nicht nur der Lebensn-.mv unsere Wirtschaft getroffen, sondern auch Die Erfüllung des Versailler Vertrages uiunöglich, bann würde die Grundlage für den Wederaufbau Deutsch­lands zufammenbrecherr. Wir können aber nur eine Mehrheit für den Anschluß an Deutschland haben, wenn euch die vernünftigen Deutschpolen mit uns stimmen. Leider hat es Preußen nie mftanben, die Syrupathien der chm angegliederten Völker zu gewinnen, die neue sozialistische 'Jicgimmg so wenig wie die alte Imiker- regiermtg. Diese hat zwar äußere Ordnung gebracht, für d'e SeeLenbedürfnisse des gut katholischen und leicht lenkbaren Volkes hatte sie aber kein Verständnis. Wie überall in die katholischen G genden sandte man auch nach Oberschichten fast nur protestantische höhere Be­amte mrd verbot den Religionsunterricht in der polm- schen Muttersprache. Wenn es auch offiziell abgelaugnet wurde, in bei Praxis hat Preußen sich immer als ein protestantischer Staat gefühlt, der sich berufen glaubte, dem Protestantismus die Wege zu bereiten, der alte Sorlemer-Alst Halle sicher recht, weim er den Satz prägteGermanisierung ist Prstestaritisierru^": bejoa- ders im Osten und im Elsaß waren die Germmsifienuigs- bestrebm^en nur der Deckmantel für die allmähliche Pro- testMtisierung. Man blieb taub gegen alle Vorstellungen man hatte ja die Macht und fühlte sich in ihrem Besitz so sicher, daß man gar nicht daran dachte, daß es auch einmal anders kommen könnte und man auf die Stimmung der katholischen Bevölkerung angewie­sen sei. Auch im Krieg zeigten sich da keinerlei Ansätze zu einer grimbüd)en Waâlung. Unter solchen Um- stäitden ist es tein Wunder, weim in der Meinung der Leute Preußen und Protest ant^iomus als ein Begriff sich verband und die Lackmrg des neuen katholischen Polen­reiches eitle mächtige Wirkung aus übte. Der vielge- schrnähte Erzlager hatte schon im April vorigen Jahres beantragt, den Oderchchlesiern Autonome, d. h. vollstän­dige SelbstärM-akeit zu n*rHb«m, konnte aber w gen des Einflusses der sozialistischen Münster in der IReidp» regierung nicht durchdringen, nur mit Aufwand aller Energie formte er einige höhere kathotische Beamte durchdrücken. Als diese an der Front sichszamsprozesi sion teUnahtNLll, do sah bas katholische Volk zum ersten­mal. daß es unter den preußischen Beamten auch gute Katholiken gibt und daß sie auch als Katholiken neckt gut bei Deutschland bleiben sönnt an. Aber da taten d^e Polen ihrerseits den klagen Schritt, den Erzberger unserer Re­gierung geraten hatte, und nahmen eén Gesetz an, das herWoywodschaft Oberschlesien" größte Selbständig­keit in Aussicht stellte. Demgegenüber haben sich nun auch bei uns die maßgebenden Stellen Reichs- und preußische Regierung entschlossen, Oberschirsien zum Bundesstaat, wie Bayern, Baden usw. zu machen, wenn die Bevölkerung, nachdem sie für Deutsch land sich entschieden hat, das wünscht. Der Antrag wird voraussichtlich mit großer Mehrheit im Reichstag an» genommen werden, da man auch bei den einzelnen Par­teien sich der Erkeimtnis nicht verschließt, daß das der einzige Weg ist. das alte Land vielleicht noch für Deutsch­land zu retten. Freilich, was im April 1919 ein gro­ßes Entgegenkommen gewesen wäre, wird heute wohl nur als ein wenig anerkanntes Rachhmken mmefehen werden. Immerhin kann es noch eine gute Wirkung für uns haben______________________

Traurig sieht es aus kn der UMf

Sitte und Recht scheint es kaum noch Mi geben, weder km pegensritigen Verhältnis der Völker, noch brr Staatsbürger, noch der BerufsNalsen, noch bei Gs- |d?lcd)tcr, noch zwischen Oberen und Unteren. UcbtraC Haben Mack^wille, Zügellosigkeit und der Wrmsch, den ar-.deren auszubrutcn, die Achtung vor bem Recht und der guten Sitte verdrängt, überall herrscht Streit und Kampf, im Innern der einzelnen Staaten und im Weltr crbarÄ. Wir Deutsche haben uns daran gewöhn:, di- traurigen Derhältmsse im eigenen Lande als die ßclaen des fürddcrlid^n Z'chunmevbruchs noch dem verlorenen Kriege zu betrachten. Aber tatsächlich be­stehen ganz ähnliche Zustände überall. Um das zu finden, brandrt man wahrlich nickt nur nach dem von

tiefsten Schmerzen gequälten Rußland zu bücken: selbst vor den Toren Londons, dicht am Herzen der Welt, in Jr and. herrscht absolute Anarchie (Gesetzlosigkeit) und os.'ch sonst ist Errgtand, in dem wir alle oft gern das Must r der Ordnung urck der ruhigen Entwicklung sehen, vor genau die gleichen Sorgen gestellt wie wir selbst. von denen der jetzt arrsaLdrochene große VerZ- srdesterftreik nicht die ^eruy,,jte ist. Ruhs und Ord­nung wird es erst wieder geben, wenn dre Achtung vor dem Rechte des andern sich durchgesetzt hat. Der bem großen Kriege wurde der Friebe der Welt bmd) die GlcichgeMchtLpotiük auch echter Haiten, die zu dem Rüstungswettstreil führte, der Europa in ein bewaff­netes Laster Der man beste. Im Weltkrieg ist d'efer Gleichgewicht durch die fast völlige Vernichrang der einen Pmici zertrimrmsrt worden. Jetzt Herr-L)! die Dktutm der Sieger, die durch FsrHt regiert, jo lange ihre Ri acht ausreicksi, und wick-tig genug sind sie bie Sieger von Versailles, um dem vor ihren Füßen liegenden entwaffneten Deutschland ihren Willen auf= zuzwingen. So langt diese M^tzipsiM die Sieger beherrscht, wird es keinen wahren Frieden geben, nur die Rückkehr zum Recht kann chn bringen. Diese Ueber­zeugung mac^ sich übrigens schon hier und da bei un­fern Feinden geltend. So besamte sich der frühere Minist crpräsideM Nitti in schien als entschiedener Gegner des Versailles Vertrags. In einer Ansprache führte e- aus, daß Deutschland, wenn es gesiegt hätte, einen solchen Horten wck imgerechien Frieden, mie chn die Alliierten diktierten, den Besiegten niemals auf­erlegt hätte. Die Welt will ehren wirklichen Frieden, sagt Nitti, und nicht euren Diktatsrieden, der Fehler und Irrtümer enthält und keine GrundlWL bittet für einen wirklichen und dauer hasten Frieden.

In der L. S. Y.

hat nach der Spaltung aus hem Pardiiag 311 Halle jetzt der Kamps um bie Firam, um die Presse, He Kaffe und den ganzen Büroepparm m vollem Umfange ein* gesetzt, wobei es noch geimgKrach" geben wrrd, be- jondsrs wenn es sich um die Teilung der Gttder Han­deln nxrb. Bekanntlich ist der Sruub der Spaltung die Stellung zu der sagen. 3. IciternaLionale nm chrem Sitz in Moskau. Die Unabh. erstreben nützt nur G elH- bere^flguug, sondern die H^rrschsst, d4eDiktatur des Prsielarrales", allerdings, wir sie sagen, immer noch auf dem Weg der Demo Eratk, d. h. t-er Gewinnung bet Massen durch die Agitation und bie Wahlen, während die Kommunisten iriefes Zi-tt mit allen Mitteln, mich nett dem der Schreckensherrschaft erreid/en wollen, wie sie die Bolschewisten zur Zeit 'm i-iußland aus üben, sie wollen mit Gewalt durch care Wettceooluèürn in allen Ländern ihre neue Lehre in die Wirklichkeit umsetzen. Zu diesem Zweck haben all die gielä-gssi nuten Leute aus allen Zsulturstaaten einen WelLr-^rd geschlossen, l^i man die3. Imeruationale" nennt, die Ujren Sitz in Moskau hat. Unsere Uicabhängigsn maren !«cht cckge­neigt, sich auch anZuschließen, man stellte ihren aber in Moskcul solche Bedingungen, 21 Punkte, daß sie auf ihre Selbständigkeit hätten verzichten und sich ganz dem Kommando von Moskau hätten unterstellen müssen. Nur ein Teil der Delegierten allerdings der größere, war dazu bereit, und so kam es zur Spaltung, die sich natürlich auch auf die Fraktionen im Renhstna und den Einzellaudtagen ausdrhnt. Die bethen Flügel bekämpfen sich nun unterehranber, wie sie zusammen vorher die Mehrheitssoz. und noch früher die bür^rl. Parteien bekämpft haben. Während in Halle die Rch- senknechte die Mehrheit Hattsn, haben in der Reickstags- fraktion mir 2? sich der neuen Partei cuâlchlossen, Mt offiziell den RamenUnabhängige Partei" mit dem Zu­satzLin^e" führt, während sie sich selbstFraktion Eich­horn" (noch einem ihrer Führer) nennt und der Parla­mentewitz sieEichbörnckren" Getauft l^t. Die ^rc ube der Unabhängigen über ihren Erfolg bei den JuniwÄd- len l at nickt lange gebauert, schon nach 3 Monaten ist die Partei in vollkommcnrm Auseirurnderaehen. was bei der bunt zusammengewürieltrn Men-Ze ihrer Millänser, unter Herren nad, dem Medrh«t-sonnlist°>n E"now tin der WochenschriftReue Zeit") neben den Drbe-tsm An- oehöria« von früher meist «nrz un Miss dien Sensfen, Liesercmbm,^illehrer. Geehrte, Künstler, eigenbröt­lerische Ideologen, ja selbst Börlenspokrrlanten und Pri- nen anfkrs sickoft aus den seltsamsten, vielsa-h er^nr« brocken schen Beweggründen" zusammen finden, weiter nicht zu nerwlmdcrn ist. Bei ein-r Partei, die aus so schwache Füßen steht, aenüat ein Vorkommnis, um das nach außen Hn stolze ©ebmsbe in bedenkkchrs Schwart- ken zu bringen.__________

ZlUE^V

auf deutschApsell^amn" und sein Kollege ßoforosft, die beiden Russen, sind nun doch allerdürgs erst nach-

bun sie ihre Brandreden in Halle schalten haben auf Betreiben der Reichsregierung von dem preußischen Mr- nister des Innern, dem Sozialisten Severing, der sie auch Ijereingei asten hatte, ausgewiesen worden und über Stettin in ihr russisches «Siwjeet Paradies zurück­gekehrt. Ent Protest der Unal'.hängigcn im Reichstage, der zu einer längeren Besprechung führte, hat baran auch nichts ändern können, er wurde gegen die Sümnuen der beiden unabhängigen Gruppen adgewicsen. Bei dieser Aursprache hat sich gleich, daß dieser russische Hetzer Smowjem. Oberbürgermeister von friere birg, die Stadt so regiert "at, deß sie von 2 URiliionin auf 800 000 zu- ifgegarn.cn ist, daß er an einem Tag 800 Leute hm- richten und bei dem Streif in ben Pâowerken die Streifführer von Ratten äussreren und so hinmorden ließ. (Die englische Presse hat die Pbotogravhivn und entgehenden Schilderungen über die Art der Mortern veröffentl'cht. Man tat diele 50 Führer crurgvzogen, auf den Fußboden gebunden, ihnen eine Ratte auf den Leib gesicht, darüber einen Tons gestülpt imb den Topf heiß gemacht sodaß die Ratte sich in den Leid eins reffen mußte). Weiter mürbe festaestellt, daß

dieser V ulhvnd

protzig lebt und im Auto reft, einen eigenen Koch hält und in Halle eine Wohnung mit 14 Zimmern hüte hatte, reiche Gastmähler a titelt und moMbeleiht und wohlge­nährt hoher sammt während seine armseligen Unter- timen Hungers sterben. So f^Mi die

Vo??»«' vier

^us, böten beutfdy? unreife Icinaen Mtd tünuKTbramite Pl^ntMen Nachläufen und für He sich deutsche Arbeiter­führer ins Zeug legen.

DisFührer des Pralstmckg?,".

Di# KommunistischeArbeiter^sibrng", das Organ der K. A. P. D., bringt ein paar S°izzen nom ^a"e n» fer Parbitan der U. S. P D., hrr bckanntück zur E ->al- lunq der Dortei führt. Die Schilderung ist eine vor- treffliche Sioffierung nickt nur einzelner Figuren aus dem kommunist'schen Revolutionsdenlückertum, sondern ihres ga 7?n Schlaoes überhauvt Das gena wie Blatt lckreibtt Wo« h'ir (gestalten wimm-ln da vorüber! ^cs Pilo in der Mittagspause ist besonders originell. Herr Vosenfesh, ein Bourgeoistvy. begrüßt respektvoll eine Dame, die sickerlich in der Nteaend t'es Kurnörttendamm eine hvchherrschaftliche Wohnung besitzt. Die feste be­statt Wilhe'm .Herzogs, das Urbtln eines bürgerlichen Literaten, promeniert mit seiner Frau, der betanmen Filmdiva Erna Morena, die in ihrem raffinieren .^a- b-tus wie aus dem letzten Modejournal ausgesch-''tten erscheint. Hub schließlich der ganze Troß der S"ar« takuszentrale: Paul Levi, Tdalbe-wer, B-an^-r u. Co., bk Regisseure dieses Parteitages, aber auch sie nur Schachttauren, die von sick-rer Hand geschoben werden. Natürlich bars bie zur Firma gehörende Damenwelt nicht fehlen: sehr n-edlicke. gleichfalls nach der lechen Mnde Don Berlin W geweideteKommunistinnen", die vom proletarischen Semu^tfein noch m*her enHernt fein bürsten, als das volit lcke Bewußtsein der Dinmann und Hitter>Ing von der dritten Internationale. Der ein­fache Prnletcirer, der als Tribünenbelucher, das Bild im Saale verfolgt, mag dabei vielleicht zu der be-ech- tigten Frage kommen, ob das die Rührer sind, m;e er sie sich denkt imb wünscht. So weit das Kommunisten- blatt. Leiden kommen dieeinfachen Proletarier" wie die Erfahrung {ehrt, nicht zu dieser Frage tau­bem laufen wie verblendet diesen modernen Ratten, fangern nach, die sich auf ihre Kosten wohl sein 'affen, ober wie b<r Millionär P fenfe'b. v. a ihr- Kapital err. in Sicherheit bringen wollen, ind m üe denNolls- freund" mimen. Die Welt will halt betrogen -feint

§cdwmdel

war besonders in hen letzten ^iegsjcchren ein viel­gebrauchtes Wort. Daß es hier und da auch bei uns feine Berkchtiour^ hatte, wird niemand heute leugnen wollen. Aber was wir jetzt erleben, ist sicher ein noch Hd größerer Schwindel. Der vielgepriesene Weltscie- den ha!

ftati des Abrüstens ein Vestrüsten gebracht. Von Frankreich wissen wir, daß es in Was- fen starrt, weil es selbst das unterlegne Deutschland fürchtet. Belchen hat, mit Frankreich ein Milnor- abkommen zur gegenseitigen Unt Stützung gesöcho -n. Vor kurzem i-m auch Rvrdamenka, das bis zum K rieg überhaupt fein fjecr hatte, seine Armee um einige Hun­derttausend Marrn erhöht, rmd nun hat aud) Sinan eine Milliardensumm« zum Auebau seiner Kriegsflotte bestimmt. Mittlerweile läßt sich al^er die Welt mit dem Völkerbunds schwindtt von Wilsonsgraden an der Nase herumführen. Nach dem Kriege hatte man glau­ben sollen, müßte ein Völkerbrmd kommen, wo alle Völker in heiligem Wettstreit eiferten, um die Wunden des Krieges zu hsilen. Weit gefehlt! D-v Völkerbund wurde ein Räuberbündnis, um die unterlegenen Lân-