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ute, wenn Ihr feine Stimme hört, riet eure Herzen nicht (Pf. H 8).
einer Predigt des berühmten Jejuitenmissionars
Kranz Laver Weniger, tels d. eingewanderten Deutschen in Nordamerika.) ^ erzähle besonders einen Fall für die verstock- ndcr, der sich bei einer Mission in Williams- [getragen. Da kam ein Arbeiter nach ^aufe Ae zu seiner Frau: „Weißt du, der Missionar den ich schon einmal in Pennsylvanien gehört, n dem ich dir soviel erzählte." Da erwiderte üb: „Olim, dann Hosse ich, jetzt wird es einmal mit dir, und du wirst einmal beichten, was schon seit Jahren immer versprochen und nicht hast." „Ja," sagte er, „diesmal will ich es ) halte mein Wort." Doch was geschieht? Ein ich dem andern geht vorüber, und er schiebt die immer wieder auf. Da sagte das Weib am m Tage vor dem Schluss« zu chm: „Du hast heilig versprochen, du gehst zur Beichte; dies- lst du mich nicht narren; du gehst sogleich mit die Kirche und beichtest. Wo nicht, dann sage daß wenn du morgen auf dein Totenbett kämest, en Priester riese, um dir beizustehen. Du oer- -s nicht." „Nun dann," sagte er, „ich gehe!" che mit dir," sagte das Weib. „Wozu? Ich a, wo di« Kirche ist." „Nein, ich will mich igen, ob du es getan hast." Sie geht mit ihm. c Türe der Kirche angelangt bleibt er stehen ji: „Nun sehe nach Hause zu den Kindern!" denen geschelst nichts. Ich will sehen, daß du ." Endlich geht der Mann in den Beichtjtuhl chtet.
iS darauf, als er an den Platz kam, wo er — es war eine Zuckerraff'merie —, da rief er re Mitarbeiter zusammen und sagte: „Freunde, ritte ich euch um Verzeihung, daß ich so oft Priester und Religion gottlos geredet. Gestern 1 aber gebeichtet — meine Frau hat mich dazu : — und gut hab' ich es gemacht — ich habe meralbechte abgelegt. O, wie ist mir nun so ms Herz. Wer immer aus euch noch nicht die gemacht hat, gehe hin und beichte heute noch." ri Stunden daraus zieht man den schweren mit belaßenen Elevator empor. Er steht darunter, einmal reißen alle Stricke. Der Elevator stürzt herab und zerdrückt ihn wie eine Fliege. Das um von allen Seiten auf den Boden hin. Da n Weib und erzählte es mir sogleich „D, wie 1 ich," rief sie aus, „haß ich ihn gestern noch ichte gebracht habe." „Glückliches Weib, wie T einst der Mann im Himmel dafür danken." frau, erzähle das deinem Manne, wenn « and die Beichte verschieben will.
nen, man könne bald das Oefchen vertragen. Also gewiß eine Zeit, die nicht gerade zu Frohsinn lockt.
Doch an all das denken die Menschen nicht, wenn es sich ums Vergnügen drcht. Wie viele, die sonst jeden Groschen herumdrehen, sollen sie für einen guten Zweck etwas hergeben, springen am Tanzaberrü mit Zwanzig- und Fünfzigmark-Geldscheinen um, als hätten sie noch viel weniger Wert, als sie chn schon haben bei der niedrigen heutigen Valuta. Sie könnten sich ja allerdings in gewöhnlichen Züten zu großer Sorge auch entschlagen. Sie haben den Weizen in die Scheune gesammelt und schon geht bet Sämann wieder übers Land, um für die Ernte des tommenben Jahres den Samen auszustreuen.
Eines ist nun doch merkwürdig und ein Zeichen, meine ich, großen Leichsinns. Wir hätten gewiß Ursache, jetzt nach den fürchterlichen Kriegejahren und all den Elend, das sie über Millionen Familien gebracht, die Buß- und Trauerglocken zu läuten und in ernster Gewissenserforschung über unsere Schuld vor Gott nachzudenken. Und hatten wir n djt ebenso nötig, bei den traurigen Zeiten, die uns noch bevorstehen, in uns zu gehen, ernsten Gedanken Raum zu geben, uns von unserer Selbstsucht und dem schrankenlosen Egoismus frei zu machen und uns darauf zu besinnen, daß die unmäßige Vergnügungssucht und das Allesgenie- ßenwollen ein Verbrechen gegen diejenigen ist, die durch die Verhältnisse zum Entsagen und Entbehren gezwungen sind.
Man muß nicht entgegenhalten: „Gerade diejenigen sind heute die Vergnügungssüchtigsten, die am meisten nötig hätten, sparsam und haushälterisch mit dem Ihrigen umzugehen. Man schreit nach hohen Löhnen und diejenigen, die sie verdienen, sind die genußsüchtigsten. Man verlangt verkürzte Arbeitszeit und nach 4 Uhr werden bie Stunden im Wirtshaus beim Kartenspiel und beim Bier- und gar beim Weinglas totgefchlagen. Mag sein, aber wenn viele so unverständig und unbesonnen handeln, soll bann jeder sich mit in den Leiâ^sinn hineirtziehen lassen und mit auf >cm Vulkan tanzen? Sollen wir alle uns das Wort des alten, gottoergeffenen Weltmenschen zu eigen machen, von dem in der hl. Schrift geschrieben steht: „Lasset uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot?" Das waren die waschechten Ego sten, bis so 'prad^n und auch heute gibts ihrer leider noch viele in allen Ständen. Kehrte doch die Liebe, die Gottes- und Nächstenliebe in das Leben der Menschen zurück, sie allein kann die Well erneuern und retten.
Nach der Erntezeit.
in die Ernte zu Ende ist, finden auf dem Lande messen statt. Eie haben in unserer Zeit gegen viel an Bedeutung und Reiz verloren, denn t beinahe aus jedem Dörfchen und jedem Dorf zu fast jeden Sonntag etwas los, fast jeden j Kirmes. Und wenn nicht im eigenen, barm uf dem Nachbarort oder bn nahen Städtchen der Stadt, zu denen man leicht mit der Eük. oder der Eisenbahn ober dem Fahrrad kom- iuL Früher tarnen die Musiker mit Horn, te. Daß und Geige nur am Kirmestage und zum lange auf und die Jugend, damals ge» lebenslustig wie heute, war damit zufrieden, ist nun leicht begreiflich, daß man das frohe eft, zu welchem auch immer Verwandte und e von nah und fern tingelaber. werden, in hie it verlegt. Im Sommer haben die Leute wegen en Arbeit auf dem Felde keine Zeit zu Be- md Hände und Füße, die den ganzen Tag iahen und Garbenbinden tätig sind, sind zu ch am Sonntag im Tanze zu verbuchen und .n.
n man aber Irie Stimmung draußen in brr etrachtet, sollte man meinen, Musik und Tanz el passe wenig in diese Herbstzeit. Das Feld it seinen Stoppeln, durch die der kalt- Wind betet einen trüben Anblich die Blätter welken en ins dürre Gras, große dunkle Wolkenmassen sich am Himmel und legen sich vor das Himber Sonne, trübe Nebel hüllen Wald und ihren grauen Mantel, die Sommerfäden in
I spinnen bte Winterwolke, die Vögel ziehen den zu und rufen: „Es wird unwirtlich, wir
das Land", die allen Leute frösteln und mei
—»» vereinsamt. «—
Am Ende der Dorfes steht ein kleines, von der mächtigen Krone eines blätterreichen fiaftanienbaumes beschallet, freundliches Haus. Zurückttetend aus der sonst liniengraden Häuserzelle der Straße, wird es von dem Vorübergehenden kaum bemerkt. Grüne Läden links und rechts bar Haustüre lehnen an die schneeweiße Vorderwand. Ernes der Fenster ist mit roten Geranien und weißen Levtoyen geschmückt. Hinter den Blumen sitzt eine Frau, deren grauwerdendes Haar auf die Mitte von 50 bis 60 Jahren schi eßen läßt. Sie strickt emsig an einem langen schwarzen Strumpf. Das ist außer der Säuberung von Wohn- und Schlafzimmer und dem Bereiten eures einfachen Mittag- und Abendessens, des Morgen- und Nachmiltagkaffses ihre tägliche, fest einzige Beschäftigung. Nur des Sonntags ruht die Strumpf arbeit. So oft die Glocken tauten, geht Mutter Friedl zur Kirch», zur Frühmesse, ins Hochamt, zur Vesper. Kommt sie aus dieser nach Hause, dann wird das Feuer geschürt, der Kessel summt, die Kaffeemühle geht, denn Mutter Friedl weiß, gleich kommen sie: ihre in der nächsten Stadt beschäftigten zwei Söhne. Eben treten sie ein, zwei wackere, kräftige Burschen. der eine 22. der andere 19. Sie sind der Mutter ètoh. brav und fleißig, ih-e Freude seit ihres Mannes Tode. Obgleich in der Stadt, in der sie die Woche üoer in Arbeit sind, vieles die Jugend lockt, sie kennen-ke in anderes Vergnügen, als den Sonn- tcgsbifud) der Mutter. Jbr bringen sie ben Wo^ev- lohn, mit ihr verplaudern sie b^n Nachmittag und erzählen ihr alles, w^s sie in den odit Tagen an Freud und Leid erlebt. Wä hrend der eine nach dem Knssce an der Seite der Rtutter sitzen bleibt und kin Sieif' chen raucht, nimmt der jüngere die Gitarr«- von der Wand und spielt und singt zu M: IQ ulkt Freude ein Lied nach dem anberen. Du-s sind Frau ör» bis pfid« lichste Stunden, und wenn es Abend n^rd und fre aniu dem Kastanirnbaum von ihnen Abschied rènmt, ist ihr letztes Wort allewell: „Daß ihr am Sonntag fein wieder kommt".
Heute aber erstirbt ihr dirs« Wort in der Kehle. War es doch auch ein so trauriger Nachmittag, dem
Attesten hatte das Pfeifchen nicht geschmeckt, und vek Jüngste hatte seiner lieben Gitarre keinen Ton ent. lockt, denn morgen he ßt es: „Hinaus in den Krieg!"
Immer noch strickt Frau Früdl an Wochentagen ar den schwarzen Strümpfen, immer noch geht sie Sonntags zur Frühmesie, zum Hochamt und zur Vesper, aber wenn sie heimkehrl, kommt ihr das Stübchen so leer vor, es schien ihr ihre lieben Söhne. West weg sind sie in Frankreich und uxxm sie schreiben, ist es nichts Frohes Nur im Rosenkranz oder im Leben der Heiligen sucht sie Trost unb begibt sich dann am Abend noch einmal zur Kirche, den Kreuzweg zu gehen unb lange beim Bilde der schmerzhaften Mutter zu knien.
Der Krllg ging zu Ende. Viele der jungen Burschen waren heimgekehrt, nur Mutter Friedls Söhne nicht. Sie waren gefallen in der Schlacht, und ihre Leichname ruhen in Feindesland. Wie es immer so geht, die Leiden des Krieges waren bald vergessen, siebet und Flöte klangen wieder über dir 6tragen. Eine Weile horcht Mutter Friedl auf die besonnten Klänge, an denen sie früher, als ihre Söhne noch lebten und mitfangen, so viel Freud; gehabt. Dann aber setzt sie sich nieder in bas alte Sofa, in dem sie so oft inmitten ihrer Söhne gesessen, und weint und meint Noch hängt links das Pferchen und rechts die ©ittarre an der Wand, aber ke ne Hand streckt sich mehr nach ihnen aus. Wie ist doch der Mutterschmerz so groß!
Weder denkt sie des letzten Sonntagnachmittags, wo der Franz und der Fritz zum Abschied die Mutter geherzt und geküßt und dann beim letzten Gruße und Händeschütteln ihr gesagt: „Behüt dich Gott, Muttert Mutter nit meinen, leb wohl!" Und wie sie selbst da» Weinen nicht hätte lassen imb nicht wie sonst hätt« sagen können: „Daß ihr mir am Sonntag fein wiederkommt!"
Das kleine Häuschen unter dem Kastanienbraun kfl eme (Etnfiebeki geworden. Noch blühen am Fsnstsr Geranien und Leokoycn und hinter den Blumen sitzt dÄl nämliche Frau nicht mehr mit grauen, aber mit weiße» Haaren unb strickt und strickt am Strumpf; iticht m»g« für ihre Söhne, aber für d-e Armen des Dorf« Ds» Kops hat sie tief gebeugt und zuweilen fällt eure Träne in die Maschen.
Und in dem Stübchen wird» nicht lauter unb nirHt fröhlicher, auch nicht, wenn der Sonntag kommt. Sie Türe geht nicht auf, unb Mutter Friedls Söhne kommen nicht mehr herein. Die anderen kamen, bie anderen fingen, bis anderen spielen, so wie sie sangen unb spelten, und freuen sich des jungen vollen Gebens. Die Fricdlbuben, sie kommen nicht mehr. Sie sind draußen geblieben, der Fritz und der Franz. U^-dâ Btütterleln ist nun allein, so »anz mutterseärnollei».
Und wieder kam ein Sor «. Noch war Mutter Friedl zur Frühmesie und zum Hochamte gekommen, aber in der Vesper hatten bis Nachbarn fie wrim&t Und als eine derselben, besorgt, was fDhitter Friedl mk verfahren fein könnte, gegen Abend in das kleine Haus* chen trat und auf ihr Klopfen kein Herein erfolgt» und nun Me Türe öffnete, da faß Mutter triebt fti® udn blaß in sich zufammengefunken vor ihrem Tische, vor ihr ausgeschlagen die Legende der HMgen, zur Linken das Pfeifchen, rechts bie Gitarre, in der Hand den Rosenkranz.
Mutter Friedl war tot und ihre Seele hZaLberv gegangen zu ihren Söhnen Fritz und FrarH. „Datz ihr mir aber am Sonntag jci.i wiederkommt!" Nmr brauchten sie nicht mehr zu kommen, sie maus« immer bei ihr im Lande bet ewigen Freude.
Die Warnung.
Der berühmte Schottländer Buchanan hatte feint Jugendzeit tn völliger Gle'chgüliiqkeit gegen bat Herl feiner Seele zugebracht. Err^H Tage« kam ex in den schottischen Bergen mit einem Bauern m3 Gespräch, der ihn auch nach ferner religiösen Ueber# zeusung frag!". Bnâ anon nfläite in junen: sichern Leichtsinn: „Ich hebe überhaupt hin? religiöse Heben* eugung; ich bin n die er ön’ficbi wie ein weiße- Blatt Papier." ..Co?' |omc der Bauer, „da nehmt euch nur in acht, da;> nicht der Teufel seinen Namen darauf schreibt." — D esc wenigen Worle machten Bttchanen emfibstft' ei l at e leine Arche m? r, bis er die Wahrherr cefunben hatte i nd wurde Nttl Gottes Gnade ein wahrer E ^>ift
Vie tzauptpflicht der KaihoHken Veulschrands ist dir Unterstützung de» Donifatiurvereins» ~« Dir ftdifs Bit Muis! ,SsWer“ ML «s4