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gen, davon hak man gar nichts gemerkk, mit Gefchäfts- ordnungsdebatten und sonstigen Streitereien wurde die Ze-t vergeudet, der ganze Zwiespalt, Ler innerhalb der Azialdemokrcrüschen Parteien, besonders der Unabhängigen aufgetaucht ist, trat hier in Erscheinung. Es war nichts anderes als ein Vorspiel zu den sozialdemokratischen Parteitagen in Kassel und Halle, die in dieser Woche stattsmdkn. Eine wäre „Bedeutung" hatte der Kongreß nicht, praktische Arbeit wurde gar nicht ge- teilst
Mi der ZsMifierMg.
der Kohlenwirtschaft hat sich der Neichswirtschsstsrat beschäftigt. Auch die Regierung hat schon im Juli in einer Entschließung sich auf den StarDpunkt gestellt, daß die Kchlenwirtschaft nach gemeinw-rtsäfastlichen Gesichtspunkten zu ordnen ist unter gleichzeitiger Heranziehung der Bergarbeiter und Angestellten zu mit verantwortlichen Trägern dieser Wirtschaft. Es wurde eins Neinr Kommission von 15 Personen gebildet, die die Frage weiter erörtern soll; so einfach wie sich manche die Sache denken, ist sie nicht, vor allem ist die in radikalen ArbeUrrkreisen bestehende Absicht zu be- käm;-fen, die die Sozialisierung nur deshalb wollen, um besser gestellt zu sein und weniger arbeiten zu müssen. Der bekannte Unternehmer Stirmes, erklärte, auch die Unterm: Hrner wollten eine DerstärMZung, denn ohne eine solche sonnten wir nicht wieder in die Höhe kommen. Wir können aber nicht eher an die Frage heran- treten, ehe wir nicht wüßten, ob und wie wir den fma- ^ellen Zusammenbruch vermeLan könnten. Erst wenn eine Möglichkeit des Aufbcures ^funden sei, könnten derartige Pläne verwirklicht werden. Uebrigens könne die Frage der Kohknfozialisierung nicht für sich allein gelöst werden, es fd ein völliger Umbau unserer Gr- samtwirtschast nötig.
Die WchsKsMiefürurrg
in den ersten 10 Tagen hat 120 000 Gewchre, nahezu 1000 Msschk»NFew-chre, 17 Kanonen und ANS ganze N^)e ssnsüger Waffen und Mumtion zu Tage gefördert.
Erfreuliche folgen
des mißlungenen Generalstreiks werden aus Württemberg berichtet. Die Masse der Arbeiterschaft in dm Stuttgarter Grsßbâriebsn «refforbti Äs eine wahre Erlösung, die nach dem mißlungenen Generalstreik er- ßte Ausscheidung der radikalen Agitation und De-
Hung. Sie ist deshalb trotz des Lohnausfalls durch- ims nicht erbittert über den Ausgang des Kampfes. Der Terrorismus ist aus den Betrieben verschwunden, und die Arbeiterschaft arbeitet freudiger und mit gesteigerten Leistungen. Von einer der größten Fabriken 5. B. sind drs AUoMsistrmWn 50 Prozent mH dseLber höher Äs ts den Tagen vor Schließung der Werks. Es herrschen durchweg Ruhe und Ordnung, und di- Leitung hat be« Lindste Heffnung, daß auf Angers Zeit die Rntze ge«
Zu eiltet Iârkrisspe
^r ssziâemkoratstche OrtsMvßm fM Mschonend dir Stad wer waâmg vmi Groß-Bersin grenachi werden, «achdem Lire Roten kn StaLcharlanrent dis Mehrheit erlangt hân; nicht wK«g« als 1630 ne?.!? Beamtsn- stsllen wollen sie erreichten und sie nur msi wsfchechtw Sozialisten besten. Das kann grä werdertt
Grenzenlsje FeiOeit
wirst der ehemalige Unabhängige und jetzige Mehr- heitvsozialist Dr. Reftriepke den U. S. P.-Führern vor, weil sie in ihres Herzens KSmmerlÄn Gegner des bolschewistischen Systeme waren und in der „privaten Unterhaltung" sich darüber lustig machten, vor der Oes- f e n t l i ch k e i t jedoch mit dem Bolschewismus sympathisieren. Das sind also die Führer der Arbeiterschaft. Wider ihre bessere Ueberzeugung geben sie dem Terror der Linken nach; verleugnen sich und ihre Ueberzeugung selbst und taufen das, was sie selbst im Herzen verurteilen, den Massen als das gepriefenste Allheilmittel oorl
DekchchnsKsnale RsmfresrrdMhkekl.
In »inet ©sutfdjnafortalen Versammlung erklärte, laut „Nastrnburg^r Zeitung" Obrrregierungsrat Dr. von Dry ander: „Dem Zentrum bleibt mit Klerus, Beichtstuhl und Tradifion immer iwch eine unheimliche Macht Allmühl ch bricht sich aber auch die Erkenntnis in kat'h. Kreisen durch, daß die Zentrumspolitik eine urnzuläno- liche und ein fett' ge ist ... . Wir Deutschnalioncuen erstreben zum Ausstieg aus diesem Elerrd das Zujam- menfafsen aller nationalen Kräfte. Wir bekämpfen ebenso die httcrndisnale Sozicâmskratre wie den im ternationalcn KÄholizisnms . . . De Rationalität über alles .... Für eine politische Partei muß immer obenan das Wohl des Siaates, die Natwualilät stehen, dann erst kumnrt die Vertretung der Konfession und der Stänk« . . ." W derspruch hat der Herr aus der Versammlung heraus nicht gefunden. Da es sich nicht um den nächstbesten ANtator oder Parleisekrerär handelt, so verdiLnt diese Aeußerung an den Pranger
gestellt zu werden als kennzeichnend für den Geist, der in deutschnationalen Kreisen umgeht und den auch der zur Köderung der Katholiken kürzlich gegründete Ka- tholikenausfchuß nicht barmM konnte und auch kaum jemals bannen wird.
Vohl fein auf unsere Kosten lassen fich's die zahlreichen Entente-Vertretungen, die sich bei uns aufhalten. Der den feinsten Restaurants und Hotels der Hauptstädte sieht man bei Tag und bei Nacht ihre Autos halten. 3n den besetzten Gebieten natürlich noch weit mehr als bei uns. Im französischen Senat beantwortete der Finanzminister eine bezügliche Anfrage dahin, daß die Vesahungs^ostsn, die De :H> land zu zahlen hat, bis Ende März 1920 die Kleinigkeit von 1,6 Milliarden Franks betrugen; von Deutz cy- land feien bis Ende Juli 1920 nur 1,388,000,000 Frsnks bezahlt worden. Die 1,8 Milliarden Franks ergeben noch dem heutigen Kurs 7,2 Milliarden Mark. 3 > der vom französischen Finanzminister als von Deutsch'and bereits bezahlten Summe sind nur die festen G«K> leisimrgcn zu verstehen, die Sachleistungen sind darin nicht mit inbegriffen; diese betragen weit mehr So beziffert sich allein der Wert der französischen Rrqm- Mis-rem auf mindestens 6 Milliarden. Und es ist teme Aussicht vorhanden, daß sich diese Desatzungskosten vermindern. Im Gegenteil. In den besetzten Oebieten richten sich die Franzosen für eine Armee von 300 *'00 bis 400 000 Mann ganz „häuslich" ein. Die Kosten trägt natürlich das arme deutsche Volk. Ungeheure Strecken fruchtbaren Landes werden m'NsSrljrbc« Zwecken dienstbar gemacht und so der deutschen Landwirtschaft entzogen. Es ist das einfach himmelschreiend und läßt sich durch friedliche Absichten nicht erklären. Die Franzosen gehen offenbar auf neue Eroberung«« in DeuUch'and aus und das deutsche Volk soll ihnen noch die Kosten erstatten. Ein angesehenes e'bme^er War nennt das mit Recht die „Schunds der Versailler Der- frä^e“. So wird das deutsche Volk nun schon je t zwei Jahren, obwohl die Waffen ruhen, von seinen Feinden bis auf bm letzten Pfennig snsZ-sssgen.
Mil elneM Federstrich ist ein kerndeutsches Land italienisch gsworden. Am 28; Septzernder hat der König von Italien das D'^r^t unterzeichnet, möftres) Südtirol bis zum Brermerpaß sbsrhakb Innsbmck Ilân mmexlisdert wird. ®'n:ge HundertüLtsend Deutsche und die paradiesisch schönen Geg<srdrn von Drixen, Bozen und hieran tamn^n damit Ä> sie wollen oder md?t, tmfsr die Oberhoheit Italiens. Wenn es einen „SchwirDel" n<«b, so ist es der vom Ar^sktzefk-WnrnEMrech? der Völker, wie es der Präsident Wilson gepredigt hatte. Keuce ^e^e fümmerf sich bei unseren Feinden um diesen Wilsorr- punkt, auf den wir Deutsche hsrsrnoefsJen find. Das rem deutsche Elsaß rmiszte imsefrapt französisch werden, Ne SMikslsr italienisch, im Rheiv^and emig? Seme in« den bEsch, in Weftproußsn trotz ihrer deutschen Ab- ftimrrwig polnisch; dic doiKschen Kärn-tner midjk men M dnr SlsDen zwingen und die Dbmf Riester zu den Polen. Unsere (Seiner fümmern sich um kein Selbst- bestimMMS arecht, wenn sie damit nur Drisch land sÄM^Hrn sönnen. Mit ihrem „Fr'ârvsvsrtrLg " aber legen sie mir den ^und M neuen Kriegen.
3m Osten
ist es zwischen RuhlarL und Polen zu emem Wssfen- sti^ftand bekommen, dem roob-l bald der Frieden folgen wird. Endgültig wird di-' Grenz« zwischen den beiden Ländern wohl erst Lärm festgesetzt worden, wenn Nuß- lant) nach dem Zerfall der Bolschrwisienherrschsst neu iWfgsbssl ist und wieder als mächtiger Faktor in her europâifchen Politik erschemt. Ein solches Rußland, das üb'T kurz oder lang kommen wird, kann sich dü> jetzt auf dem Papier gezogene Grenze nicht gefallen lassen. Der all polnische Traum, dem diese Grenze Erfüllung erbracht hat, w'rd zerrinnen, wenn Mrßland sich vom Krankenbett aufreckt.
Immer mehr Licht kommt allmählich in das Dunkel des lmglücklichen Kr'e- ges und unseres Zusammenbruches. In fein-m Buche: "Die Marneschlacht", spricht General v. Franeois bie A-si^t aus ba^ die verlorene Marnesch'ocht bie Quelle alles Unglücks sei, das über Deutschland gekommen f«: der Verlust des ganzen Krieges, die Revolution und alles was darauf gefolgt ist. Er f"obt na h den S tz"l- digen und er findet vier, drei davon nennt er, den Dierten nennt er nicht, aber er sagt, er fei die größte Sünde des Kaisers gewesen, dast er in den großen Westkrieg gezogen fei mit einem Oberbefehlshaber lvon Moltke), der gebrochen gewesen sei an Leib und Seele und schon die letzten Manöver nicht mehr habe lei cn sönnen. In der Marncscklacht habe er ganz versagt, sodaß der Oberbefehl auf General v. Bülow übergegangen sei, aber auch der habe die Ruhe verloren, als er sah, daß zwischen dem rechten Flügel und dem Zentrum eine Lücke war, die er nicht füllen konnte und er sah schon, wie die Engländer durch diese Lücke eindrangen, obschon die Engländer dazu wenig Neigung zeigten. Auch hätten die Generäle sich gestritten, von welcher Seite sie Paris angreifen sollten. Zlckiem wäre der rechte Flügel zu schwach gewesen, obwohl der aro^e
Stratege Schlieffen, der den ganzen Plan des Zweifrontenkrieges ausgearbeitet habe, immer darauf gedrungen habe, den rechten Flügel vor Paris rechl stark zu ma- chen. Dann fei plötzlich der Befehl zum Rückzug ge cm. men, aber auch der sei nicht nötig gewesen. Von vie em Rückzug datiere bas Unglück Deutschlands. — Die Mar- nefchlacht ist also nicht verloren gegangen aus Mangel an Reserven, sondern wegen der Unzulängllchkeit und Verwirrung der obersten Heeresleitung.
AiGoN m pivß
KrstZ und Revolution haben ntdH mir Länder und Soifer wild durchemcuwsr s-erütiett, joiuxnr auch Tau« seride von Menjchen^eelèn aus dem G^chgew-cht, ja aus i/iaub und Bund gebracht. So aurr wir auf der Loiid- fette Europas sieht es heute in vielen Herzen ans. und dadrinnen können keine dlpiomaÄschen âjerhundlungen, keine Fr«densvrr:ruKe und feine Gesetze, da kann nur Gott seiber wâr Ruhe und Ordnung schaffen. In ihm müßen die unruhigen Herzen unserer Zeit wieder zur Ruhe kommen. Freilich Gott ruft uce Seinen auf tausenderlei Auen und uns hurcherrerlei Wegen finden Vdrnrle sich zu Gott zurück. Am lautesten und em« miiiglichsirn aber wird in den kommenden Wochen Gottes suchende Gnade zu den kÄhsfike« der Zonismi.iâ- flUdt sprechen durch die große Dolksmsifisn. die am 23. Duober bis zum 7. Nooenüxr in den 3 Pfarrkirchen der Siad: Fulda von Vätern der GkvUjdjajt Jesu ab* gehatton wird. Fransn und Iungfrmlsn, Männer und Lünglaâ, alle sollen sie der bleche nach den Gnadew ruf GottèL in diesen ht. Tagen vernchmen. O möchte doch len: Äwchoük ihn ungehürt mL mlbcjoigl v?challen lassen. Darum wourn wir alle, denen an der Ehre Emres u-ch d-'Ni 5)«l der Seelen etwas gelegen ist, die Seelenarbeü bei Missionare »ergreife» und begleite» durch eifriges, mrügrs und cert rauens volies ckbeL Dü^ Bitte ergeht nicht ms an bk Leser des „B. B.^ in Fulda selbst wir richten sie an alle tralholikeu in der gatijcn D.özcse. O möchten sie alle mit uns die Hände erheben, oaß auf di» Fürbitte des. hl. Bou fatius reickier Segen in diesen GnârKKgen auf Fulda her» -vedersiromt und es mkch in Zukm-fl bleibt, was üj der LtrZLNgenhe t sein Stolz war:
eiL« trsA külhâjche SIg^L
Im AenedstKucNkWesk'sster formten dieser Tage die ®l)orjm^ireiten Maria Riv-ardts Trapp und Maria Lioba Trost ans Fulda, ferner die Laienschwrster Iiift na Trott ai® Srnnnerrhamfen ihr 2 5 j a i) r i • ges Ordensjubiläum buchen. Aus bktem Anlaß fand ein feierliches Hochamt statt, tverau sich die Gratulation der AngetzsriK-sn, SSerBxmdten und Bekannten der LtÄrilariunen amtcbloß.
In der Bcnediitiner • Wissieus • Abtsi Münster« lchwarzach am Main legten am verga igenen Sonntag, 3. Oktober, 8 ChornoviZen und 6 Brübernovizen ihre Drbensgetübbe ab. Unter ihnen befand sich auch ein Fuldaer Diözesan, Frater Romuald Weidner aus Cett» geaferunn. — Die Benediktiner-Missionäre, denen kürzlich 2 Provinzen in Korea als Missivnsgebiel znqewie- fen und in Peru die Leitung eines Prikstersemluars übertragen morden ist, können zah.reichen Zuwachs von, P-liefter- und Brüderkandibalen gut gebrauchest.
Die Slsdipfarrkircke hat dank der Frclgebigkeit mehrer Wohltäter im Innern eiektr t jchcs Licht erhalten, das hellstrahlend die Hallen des Gotteshauses durchflutet. Von der geplanten dekorativen Beleuchtung des Hochaltars, der übrigen Altäre, bei Wciy- nacht-krippe und des heiligen Grabes muß leider wegen Mangels an Mitteln abgesehen werden.
Zum dritten Male seit tfoem Bestehen hielt die Gök- reZjßejeJfchast zur Pflege der Wtjsechchâst im kalh. Dealzch- land in Fulda in der vorigen Woche ihve Generaiver« jammlung. Als Verein, der die Förderung der höheren Wissen schaft sich zur Aufgabe gestellt hat, mach: Die Gesellschaft im gewöhnlichen Leben wenig von sich reden, ist indessen doch auch für dieses von der höchsten Wichliz- keit. Denn „wie die Sädje, Flüsse und Ströme, welche in' der Ebene die Felder bewässern und befruchten, auf den Bergeshöhen entspringen, so stießen die Lehren und Anfä>auunnen, nach welchem sich das religiöse, politische, mirtfd)ßfilid)e und soziale Leben ßesèaliet, aus den Grundsätzen, die auf den Hochschulen und in den Schriften der Gelehrten ihre Vertretung finden". Die FiÄdoer Tagung hat, das ist das allgemeine llrt«l, einen tziänzenden Verlauf genommen. Seit 20 Jahren habe er keine Görres- togung erlebt, die so befriedigend euch in so restlos reiner Harmonie verlaufen sei wie die Fnlèaer, konstatierte am Schluß der Tagung Prof. Dr. Rademacher (Domi), der Generalsekretär der ©efell straft, emgefangen von der sest- lichen Brgrüßungsverjammlmrg am Montag abend u* '