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ker hl. Sakramente, zumal manche Me religiösen Seite« »Jo# UZjjnm urrhsPue uapoQ Zaho^ söuvi ppiui kentlich schlägt auch für sie bald die Stunde der Be­freiung. _________________

Im Offen

ist die Lage noch immer ungeklärt; über die russisch­polnischen Friedensverhandlungen verlautet nichts Zu­verlässiges. Der Krieg geht inzwischen weiter, wobei die Polen im Vorteil zu sein scheinen. Nach ihren Be­richten haben sie 10 russische Divisionen fast vernichtet. Auch zwischen den Polen und Litauern stimmt es nicht, die litauische Nitionalversammlung fordert das Volk auf, »die poln. Eindringlinge von der litauischen Erde zu vertreiben". Ob es wohl in absehbarer Zeit an unserer Ostgrenze wieder Ruhe geben wird? Vorerst sieht es noch nicht danach aus. Einen siebenjährigen Krieg ha­ben wir da jetzt schon bald; hoffentlich kommt es nicht zu einem dreißigjährigen.

Beachtenswert

ist es, daß der Mitgliederstand der Mehrheitssozial- dsmokratie im Reich sich 1920 um über 15 Proz. erhöht hat und zur Zeit 1 180108 beträgt. Die Beitrags- ekmahmen der Hauptkassen haben sich vervierfacht, sie betragen 1 434 000 Mark. Die Zahl der Parteiblätter stieg im verflossenen Jahr von 95 auf 147. In der Agitation haben, nach dem Bericht des Parteivorstan- des, besonders die Lehrer (!!) gute Dienste für die Sozialdemokratie geleistet. 260 000 Jugendliche nah­men im Berichtsjahre an den für sie veranstalteten Aor- tragskursen, Spielen, Wanderungen usw. teil. Zu­rückgegangen ist nur die Zahl der organisierten Frauen. 5 ebenfalls bietet der Bericht auch für uns Stoss zu einer Gewifsenserforschung; geht es auch bei uns vor- wätls? Wird bk Parkklprcsse allseitig unterstützt? Wo ist die Jugend? Von dein Eifer der Gegner müssen wir lernen, es wäre beschämend, wenn wir für unsere gute Zache nicht mindestens so viel Opsergeist ausbräch-, wie bte Sozialdemokratie für die ihre.

Unverwüstlich

ist die Lebensenergie des deutschen Volkes für Unter­nehmer und Arbeiter. Ein Beweis dafür ist die Ein­weihung des neuen Stationsgebäudes der Großfunken­station Nauen. Der Umstand, daß der Neubau mit sei­nen gewaltigen Hochfrequenzmaschinen, Transformato ren usw. nach einem verlorenen Kriege fertiggestellt und seiner Bestimmung übergeben werden konnte, zeugt deutlich den Willen zum Wiederaufstieg, der in den wei­testen Kreisen des deutschen Volkes lebendig ist. Die drahtlose Telegraphie überwindet Zeit und Raum. Ge­rade Nauen zeigt, wie menschlicher Erfindungsgeist eine Schranke nach der anderen auf dem Verkehrsgebiete niederzureißen bestrebt ist. Die elektrischen Wellen, die ven Nauen ausgehen, fluten um den ganzen Erdball. Sie sind so stark, daß sie von unseren Gegenfüßlern in Neuseeland aufgefangen werden können. Auf einen bei der Eröffnung abgelandten Rundfunkenfpruch „An Alle" waren schon nach 2 Stunden, während die Teil­nehmer an der Feier beim Frühstück saßen, zahlreiche Glückwünsche, zumteil von den entferntesten Punkten der Erde, eingelaufen. Es konnten solche verlesen wer­den aus Stockholm, Budapest, Kopenhagen, Hetsingfors, Santiago (Chile), Buenos Aires, Peking usw. Stau­nen muß man wirklich bei diesem Einblick in die Wun­derwerkstätte der Natur, deren Kräfte der Menschengeist sich dienstbar gemacht hat. Da uns die Entente die überseeischen Kabel genommen hat, ist die funkentele- graphische Verbindung von allergrößter Wichtigkeit, und auch das Abkommen, das neuerdings zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten über den drahtlosen Nachrichtendienst für 30 Jahre abgeschlossen wurde, ist deshalb von besonderer Bedeutung. . Dieser drahtlose Nachrichtenverkehr bildet ein wichtiges Binde­glied zwischen Deutschland und Amerika und es ist ein wichtiges Mittel zum Wiederaufbau unseres Handels. Er setzt uns in den Stand, mit allen Ländern, unab­hängig von London unmittelbar in Verkehr zu treten. .Allerdings muß man sich auch vor einer Überschätzung der drahtlosen Nachrichtenübermittelung hüten Kabël wreden uns für absehbare Zeit unentbehrlich sein, auch Deutschlands Bestreben muß darauf gerichtet sein, auch Ueberseekabel wieder in feinen Besitz zu bringen. Trotz der Vollendung der funkentelegraphischen Einrichtungen ist der drahtlose Verkehr nur ein Notbehelf Auf den Ausbau eines eigenen Kabelnetzes können wir deshalb nicht verzichten.

Millerand

ist der 10. Präsident der französischen Republik seit 1870. Der erste Präsident war der Marschall Mac Mahon, den noch die Nationalversammlung an Stelle des gestürzten Tiers gewählt hatte. Er trat aber vor Ende seiner Amts­zeit zurück. An seiner Stelle wurde am 30. Januar 1879 Jules Grevy gewählt. Als dessen sieben Jahre abgelaufen waren, wurde er am 28. Dezember 1885 wiedergewählt; er kam aber nicht an das Ende seiner Amtszeit, da er am 8. Dezember 1887 abdanken mußte. Die Wahl an dem- feiben Tage fiel auf Gabi Carnot, der am 24. Juni 1894 von einem Anarchisten ermordet wurde. Am 27. Juni ,1894 wurde Casimier-Perier aewäblt. der aber schon am

15. Januar 1895 abdankte. Zwei Tage barauf wurde Felix Faure gewählt, der am 16. Februar 1899 plötzlich starb. Zwei Tage daraus wurde Emilie Loubet gewählt, der nach sieben Jahren zurücktrat. Ihm folgte Armand Fallieres, der am 17. Januar 1906 gewählt wurde. Am 17. Janaur 1913 wurde Poinccare gewählt. Er war seine sieben Jahre im Amt; am 17. Janaur 1920 wurde Des­chanel französischer Präsident. Seit einigen Tagen ist Millerand Herr im Elysee als 10. französischer Präsident. Interessant ist, daß Millerand früher eingefleischter Sozia­list war, heute ist er ein Vertreter des französischen Bür­gertums und ein Hort der Reaktion. Ob es bei uns anders sein würde? Das ganze sozialistische Wüten dauert nur so lange bis sie selber an den führenden Stellen sind und einsehen, daß sie mit ihren verschrobenen Ideen nicht regieren können. ___

Einer der verbissensten Kirchenfeinde in Italien.

der Herausgeber des sozialistischen Hetzblattes „Popolo d'Jtalia" („Volk von Italien") namens Mussolini, mochte jüngst in seinem Blatt ein wertvolles Geständ­nis. Er schrieb: „Ein Kampf der Reiche spielt sich um uns ob. Deren 3 stehen noch auf der Schaubühne der Geschchte. Das englische, das noch Gebiet besitzt, aber den Jdeeninhcllt verloren hat; das russische, das eine Idee besitzt, aber im Osten und im Westen nach Gebie­ten sucht, und das christliche, das keine Gebiete aber ein Idee besitzt, innerhalb der sich über das ganze Angesicht der Erde hin verstreut 400 Millionen sammeln. Lon­don, Moskau und Rom, dies ist gegenwärtig der Drei­fuß der Menschheit. Kann sein, daß von ihnen nur das Roms sich rettet. Es ist ein Reich, dessen Leben bereits nach Jahrtausenden zahl, und auf den roo- geude» Fluten der Geschichte ist des Schisslein Jesu dasjenige, das sich besser noch als olle anderen hält “

Wir wissen, es kann nicht bloß fein, daß das Reich Christi sich aus dem Kampfe rettet, sondern es wird sich sicher retten, weit auch die Hölle selber die Kirche nicht überwältigen kann und weil Christus bei ihr ist bis ans Ende der Welt. Für den radikalen Seitungs« mann muß es ein hartes Bekenntnis sein, daß er seine eigenen Träume zusammenbrechen und schließlich das triumphieren sieht, das ec nvt allen Mitteln bekämpft Es geht ihm wie dem abtrünnigen Kaiser Julian (361), der am Ende seines Lebens auch seinen vergeblichen Kampf gegen die Kirche Christi einsehen und beken­nen mußte: „Nazarener, du hast gesiegt."

x^ Diözese Fulda. *^^

Sein 25jäf)riges Jubiläum

als Geschäftsführer der Fuldaer Actiendruckerei, in der bekanntlich auch unser „Bonifatiusbote" gedruckt wird, konnte am 1. Oktober Herr Direktor I. Parzeller feiern. Wohl war bei seinem Eintritt in das Geschäft die Actiendruckerei über die ersten Schwerigkeiten hinaus, das Geschäft stand aber immer noch in recht be­scheidenen Anfängen. Der blühende Stand, den das Unternehmen heute zeigt, ist vor allem dem Jubilar zu verdanken, der in stetem Einvernehmen und einträchtigen Zusammenwirken mit Vorstand und Aussichtsrat in eiserner Pflichterfüllung, in steter opferbereiter Arbeit mit Umsicht unb Energie die in täglich neuer Form an den Leiter eines Druckerei- unternehmens herantretenden Aufgaben auf sich genom­men und durchgeführt hat. „Es geht aber nicht an," schreibt zum Jubiläumstag sehr richtig die Fuldaer Zeitung, „die Würdigung unseres Jubilars auf anerkennende Worte über seine erfolggekrönte Arbeit als Leiter eines umfangreichen Gewerbebetrie­bes zu beschranken. Die Fuldaer 2lffenbnufmi ist nach dem Sinne ihrer Begründer niemals ein reines Geschäftsunternehnien gewesen, dem die Erzielung hoher Gewinne als Endzweck vorgeschwebt hatte. Und auch in unserer Zeit, wo sich der Wille, unter allen Um­ständen Geld zu verdienen, ost so brutal durchsetzt, da ist die Fuldaer Aktiendruckerei ihrem bewährten Grund­satz treu geblieben: ehrlich im Handel, christlich im Wandel! und Alles zur größeren Ehre Galtest Keinen treueren Sachwalter dieser Wahlsprüche,_ keinen znver- lässiaeren Hüter dieser Grundgedanken hatte die Aktien- druckere finden können, als 3- Parzeller. In 25jäh- riger Tätigkeit als Geschäftsführer hat er bewiesen, daß das Ideal eines ehr stächen Kaufmannes in ihm lebendig ist, rastloser Eifer ihn beseelt für alles, was der Stärkung und Förderung der katholischen Sache dienlich ist.

Volle Hingabe an die große Sache, diese heute so seltene Tugend, ist der schönste Ruhmestitel unteres Jubilars. Sein ganzes Denken und Tun ge­hören dem Werke, das er leiten darf. Selbst in Tagen schwerer Krankheit blieb das Werk seine erste Sorge. Die Tür seiner Krankenstube konnte ebensowenig gegen geschäftliche Inanspruchnahme gesperrt werden wie die

knappen Erhokungswochen, die er sich vergönnte. Fest, umgrenzte Arbeitsstunden, Höchstarbeitszeit und solche Einrichtungen hat I. Parzeller für seine Person nie gekannt. Vor der großen Sache läßt er seine Person ganz in den Hintergrund treten; das Glücksgefühl, daß die gute Sache wächst und gedeiht, strömt dann aller* dings lohnend und segnend auf den opferbereiten! Mann zurück.

Die Sache der Fuldaer Aktiendruckerei und ihrer wichtigsten Unternehmungen, des „Bonifatiusboten* und dr „Fuldaer Zettmlg", ist die Verteidigung des christlichen Volkstums gegen die zähen und erbitterten Singriffe aller jener Elemente, die den Christengott und das christliche Sittengejetz aus Familie und Staat vertreiben wollen. Wenn I. Parzeller nun so ganz, ohne jeden Vorbehalt, 30 Jahre, davon 25 Jahre als Geschäftsführer, rast- und ruhelos ant Werke der Fuldaer Aktiendruckerei gearbeitet hat, so ist ihm das wohl nur dadurch möglich gemefert, weit ibn die Begeisterung im Kampfe für jenes christlich« Volkstum im Innersten beseelt und entflammt hat. Sa nur erklärt es sich, daß er noch west über das Maß fei­nes Wirkungskreises als Druckerei- und Verlagsleite« überall da seine Kraft, ferne Kenntnisse und Erfahrun­gen zur Verfügung stellte, wo Kämpfe für die christ­lichen Ideale zu bestehen waren. Immer und überall hat I Parzeller in Wort und Schrift anregend mÄ ausführend mitgewirkt. Galt es um Werke der christ­lichen Politik, der christlichen Caritas, des katholischen! Laienapostolates: der Geschäftsführer der Fuldae« Aktiendruckerei, der stets freundliche, arbeitswillige, er­fahrungsreiche Herr Parzeller war und ist, wie jede« Eingeweihte weiß, die nie versagende Zuflucht aller, die in der katholischen Bewegung im alten Buchenlanö und weit darüber hinaus tätig find.

Kein Wunder, daß dem Jubilar zu seinem Ehren­tage zahlreiche Glückwünsche und Gerungen aus allen Kreisen zuteil wurden. Das gesamte Personal der Ful­daer Actiendruckerei — ungefähr 80 Personen — be­ging unter Teilnahme von Mitgliedern des Sorftanbeä und des Aufsichtsrates der Fuldaer Actiendruckerei den Tag durch eine Feier im sinnig geschmückten „Harmoniesaal", die in ihrem harmonischen Verlauf sich als ein echtes und rechtes Fa­milienfest kennzeichnete Die Herren Uphnoor und Hil­lenbrand sprachen als Vertreter des kaufmännischen und technischen Personals und wiesen auf dar gute Verhält­nis, das immer zwischen dem Jubilar und dem Per­sonal geherrscht habe. Die Glückwünsche des Vorstan­des und Aufsichtsrates brachte in den anerkennendsten Worten Herr Domkapitular Dr. Leimbach zum Aus­druck und Herr Chefredakteur Schütte feierte in seiner Festrede das erfolggekrönte Arbeiten und Wirken des Herrn Direktors Parzeller im Dienste der Actien­druckerei und der katholischen Sache, ßieberoorkäge des Sängerquartetts „Gutenberg" und gemeinsame Lie­der umrahmten die einzelnen Ansprac^n.

Ueberrascht von der Fülle der Ehrungen, womit der Jubeltag ihn begrüßt, dankte Herr Parzeller allen warm und innig. Er schilderte den ganzen Entwick­lungsgang der Fuldaer Aktiendruckerei und gedacht« der verstorbenen und lebenden Mitglieder des Vorstan­des und des Aufsichtsrates, sowie der dankbaren Mit­arbeit aller Angehörigen der Actiendruckerei.

Möge es dem verehrten Jubilar vergönnt sein, noch viele Jahre wie seither in körperlicher und geistiger Fische die Geschäfte der Actiendruckerei zu führen und seinen mannigfachen Ehrenämtern zum Besten des Vol­kes vorzustchen, getreu feinem allen Wahlspruch „Bel jedem guten Werk bin ich dabei".

Wie eine dieser Tage im Kloster Frauenberg ein« getroffene Karle meldet, ist P. Lukas Berning mit drei Schwestern aus dem Multerbaus Thume nach einer 70tägigen Fahrt in der Mission der Fuldaer Franziskaner in Japan glücklich angelangt. Er ist der erste deutsche Missionar, der nach dem unglücklichen Kriege wieder den Boden Japans betritt. Wir wün chen den neuen Missionaren Gottes reichsten Segen zu ihrer Wirksamkeit unter den Heiden im „Lande der aufgebenden Sonne "

Der Iunglmgsverein der Dompfarrei beging am vo­rigen Samstag fein 31. Stiftungsfest. Die kirchl. Feier bestand aus einer Generalkommuinon am Morgen, zu der die Mitglieder sehr zahlreich erschienen waren. Am Abend war im Stadtsaale eine schön vorbereitete Familienfeier, bestehend aus Theater und Musik. Nach zwei von der Vereinskapelle unter Leitung des Herrn Ebert gut vorgetragenen Musikstücken begrüßte der Präses, Herr Domkaplan Becker, in herzlichen Sor­ten die Gäste, darunter auch Herrn Diözesanpräses Domkapitular Prof. Dr. Leimbach. Er betonte die Notwendigkeit der Jugendpflege, die wir nach den Richtlinien unserer hl. Religion, unseres Heilandes,