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sonnte bte Hm ainvertrcmten Tiere, und bk Tiere kannten ihn; er liebte sie, führte sie auf gute Weide und beschützte sie. Sein frommes Gebet und fein bl. Gondel zog Gottes Segen auf bte Herden, so daß sie "rrrlich gediehen und sich wunderbar vermehrten. — ^M hl. Wendelinus können die Landleute lernen, wie » ihr Vieh behandeln sollen.

Die Tiere sind Geschöpfe Gottes; sie stehen zwar yef unter dem Menschen, der nach Gottes Ebenbild er- ^haflcn ist und Verstand und freien Willen hat, aber auch aus ihnn leuchtet uns Gottes Allmacht, Weisheit und Güte entgegen. Gott hat den Menschen zum Herrn der Tiere gemacht, sie sollen ihm dienen zur Nah­rung, Kleidung, zur Arbeit und zur Freude, aber der Mensch soll kein Tyrann sein gegen die Tere; er darf wohl das Mut der Tiere vergießen und sich ihrer Kraft zur Arbeit bedienen, darf sie aber nicht grausam quä­ken und mißhandeln. Gott selber sorgt für das Vieh, r sendet den jungen Raben ihre Speise, wenn sie ver­lassen zu ihm schreien, gibt den Vögeln des Himmels ihrs Speise und Nester und den Füchsen ihre Hohlen; er gedachte auch der Tiere in der große«« Stadt Ninive. „Uab ich sollte kein Mitleid haben mit Ninive, der großen Stadt, in der mehr als 120 000 Menschen woh­nen und so viele Tiere?" sprach er zu Jonas und durch den weisen Salomon läßt er uns sagen: „Der Ge­rechte erbarmt sich seines Viehes, das Herz des Gott­losen ist grausam". „Schau fleißig nach, wie dein "Vieh aussieht; und gib auf deine Herden acht". lSprüchw. Kapitel 27.) Gib deinem Vieh die notwen­dige Nahrung, und halte darum nicht mehr Vieh, als du ernähren kannst, reiche ihm seine Nahrung zur rech­ten Zeit. Sorge für gute Stallung mit Licht und ge­sunder Lust, die Schutz gewährt gegen die Unbilden der Witterung. Halte Stall, Krippe und Vieh reinlich, dm«« „Reinlichkeit ist halbes Leben und fleißig geputzt, ’$ halb gefüttert". Laß es teilnehmen an der Ruhe des Sonntags: „Sechs Tage sollst du arbeiten, am siebten sollst du aber inne halten, daß dein Ochs und Esel ruhe." (2 .Moses 23, 12); überbürde es nicht mit Arbeit, mute ihn« keine Arbeit zu, die feine Kräfte über- 'teigt, schlage es nicht unnötig und mißhandle e? nicht, «aß dich such nicht hinreißen zu Ausbrüchen des Zornes und Filichworten, wenn Vieh sich störrig zeigt. Schütze es vor Krankheit und pflege es in Krankheit. Das stumme Vieh sann sich nicht beklagen, iveim du es schlecht behandelst, aber unser Herrgott wird dich ein- mat zur Verantwortung ziehen.

„Hab besonders ein Auge auf deine Dienstboten »ib Kinder, daß sie nicht die Tiere schlecht behandeln «er gar quälen. Besonders bei Knaben zeigt sich tarke Neigung zur Tierquälerei, anfänglich ohne Ah­nung, daß es dem Tiere weh tut, bloß aus Spielerei, Später oft mit Bewußtsein des Bösen, aus Grausamkeit. Mnn solches nicht beachtet und abgewehrt wird, kann sich diese jugerrdlichs Grausamkeit später auch gegen Menschen kehren. Die richtigste und wirksamste Be­lehrung, wenn ein Kind an boshafter Quälerei eines Tieres betroffen wird, ist eine Strafe, welche dem «reib Schmerzen verursacht mit dem Bemerken, das Unschuldige Tier empfindet auch Schmerzen." (A. Ewiz). Uebrigens kann auch durch allzugroßs Zärtlich­keit gegen die Tiere gesündigt werden, von Kindern ßmb Erwachsenen. Kinder geben sich gern mit Tieren srb, sic gelten ihnen fast wie ebenbürtig, sprechen mit Knen und füttern sie mit dem Brot, das sie sich selbst entziehen. Zuweilen geht diese Zärtlichkeit so weit, «daß sie z. V. Hund oder Katze küssen, oder daß sie ihr febiingstxr einem Menschen vorzieh en. Auch Er­

wachsene kann es geben, besonders kinderlose, die ein ^ier einen Hund, oder eine Katze mit zärtlicher Liebe behandeln, ohne ein gutes Herz gegen Menschen zu ha- leii. Erst kommt der Mensch und dann das unver- ülünstige Tier.

Gebet zur Zeit einer Krankheil oder Viehseuche.

O hl. WendÄinus! Du hast dich in deinem Leben er Gnc.de des Herrn zu erfreuen gehabt, daß durch jein Gebet im Namen Jesu die Krankheiten des Viehes 'pichen. Was dir Gott einst gewährte, als du noch ein gebrechlicher Mensch warst, das wird er dir jetzt, da du unter den seligen Geistern und auserwählten Heili­gen im Himmel deinen Platz einnimmst, gewiß nicht ab [Qiagen, wenn du ihn darum bittest. Sieh daher jetzt, wo Krankheit (Pest, Seuche) das Vieh plc^t und und quält, mit fürbittender Liebe auf meins Not unb Gefahr. Hilf, daß Gottes Strafgericht, von mir gnä­dig abgewendet werde (der ich weMn meiner Sünden wohl strafwürdig bin) und ich vor Verlust und Scha-- ben, die mir drohen, behütet und bewahrt hierbei Hei­liger Wendelinus! Erbarme dich meiner Not, da ich jetzt deines Beistandes so sehr bedürftig bin! dir em­pfehle td) mich und meine Haustiere und hoffe fest, du srerdK nein de»âi«M Gebet erhören! Ais getreuer

Hirt hatt bu durch dein Gebet & Herden deines Herm wundersam vor Krankheiten und Ungemach beschützt 0, erfleh« Gottes Segen auch jetzt über meine Haus­tiere, auf daß ich mit zeitlkhen Gütern hinreichend mrstbcn, desto mehr nach dem Ewigen trachten kann. Durch Jesum Christum, unfern Herrn. Amen.

Irrgang und Rückkehr.

Sie wollen nicht mehr so recht mithin bei den kirch­lichen Veranstaltungen mrd beim kathol. Vereinsleben unsere Männer und Jünglinge. Der Ursachen scheinen gar manche zu fein. Gestritten worden ist schon viel darüber, auch üoer Mittel und Wege hat man schon beraten, wie mans macht, um sie wieder,zugewinnen.

Da möchte ich Dir eine Geschichte erzählen von ei­nem, der auch ging, der aber wiederkam. Warum er ging und warum er miebertam, sahst Du hören.

Eine vielköpfige arme Bergmannsfamilie mit viel Hunger, war sein „Vaterhaus", wenn man eine Miets­kaserne so nennen kann.

Zuckerbrötchen und Fettschnitten gabs nicht viel, aber die älteren Geschwister verstärken frühzeitig durch

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/gingst du auch hundert Zähre deine vahn,

WS Lachte das Glück dir auch auf allen wegen;

Das, was du tust, hast du umsonst getan,

Zehlt deinem Tun des Schöpfers Gnabensegen.

Und baut die Welt dir Tempel und Altäre,

Und ging dein Kuhm durch alle Welten laut, was nützt dir alles, Glück und Glanz unb Ehre...

Du hast dein Haus auf losen Sand gebaut,

Hast du nicht Gott zum Zreunde dir erworben,

Dann bist du tot, noch ehe du gestorben.

(fladjbru* oerboten.) ßcinz Klemm.

WWIOTfWWW kleine Verrichtungen bei anderen Leuten sich ein Stück Brot zu verdienen und teilten es gerne mit der« stets guten Appetit verratenden jüngeren Geschwistern.

Früh schon wurden die Kinder selbständig und mit einem starken Willen zum Leben ausgerüstet. Zeitig an schwere Arbeit gewöhnt, ergriffen sie diese früh. Schwierigkeiten und Hindernisse im Leben zu über­winden, hatten sie alle gelernt, waren diese doch ihre Lebensgefährten geworden. Guter katholischer Geist herrschte in der Familie und felsenfestes Gottvertrauen war da. Das Kruzifix und die „Immerwährende Hilfe" hatten ihren Ehrenplatz, und die täglichen Ge­bete waren Hausordnung.

Von einem dieser Kinder nun will ich erzählen, wie er dem „Leben zu Leibe rückte". Gr ergriff den Be­ruf seines Vaters. Am Tage seines 16. Geburtstages stieg er hinab in den Schoß der Erde, für Eltern und Geschwister. Bald stand er in harter Akkordarbeit tm Konkurrenzkampf mit arboitserprobten Männern. Eure Nummer war er, die nicht versagen durfte, ohne seine Mitarbeiter mi ihrem Verdienst zu schädigen. Er schasste es. Oft, zu oft drohten die Kräfte zu versagen. Aber Mannesmut in „Kinderjahren" half mit. Und nach kurzer Zeit wurde der Bergmann „Mann".

Schnell wurde er mit den Nöten seines Standes vertraut. Ein lebendiger Geist befaßt sich auch rasch mit dem Gedanken, seine Lage zu verbessern. Er strebt. Ja, ich möchte behaupten, die Menschenwürde strebt in- sriuktw voran, alles aus dem Wege räumend, was sich ihrer freien Entfaltung hindernd in den Weg stellt. So eraings dem jungen Mann. Für eine Betätigung des Gedankens der „Selbsthilfe", wie es die ^Arbeiter heut tun, war damals freilich wenig Raum. Schroffes Hsr- rentum, das keine Gegemneinung duldete, regierte da­mals unumschränkt. Im Mittelpunkt der Arbeits­methode stand die Nummer, nicht der Mensch.

Die Luft wurde dem jungen Mann zu eng. Er mußte heraus aus diesen Verhältnissen. In die Welt hinaus. Dort mußte ja die Freiheit herrschen, dort mußte es ja anders fein. Also! Hinaus in die Fremde! ^— Mit 20 Jahren stand er inmitten einer großen Jndu- striezentrale im Kohlenrevier.

Eine gute katholische Welt- und Lebensauffassung ww- ihm bis dahin etwas Selbstverständliches gewesen.

I Das war nun freilich hier ein anderes Leben, als in dem ländlichen kleinen Bergwerksort der Heimat. Hei, wie bk Männer hier so selbstbewußt waren und so stondesbewußt. Wie sie so offen ihre Meinung zum Ausdruck brachten und ihre eigene Meinung haben durften. Und Hunderte, nein Tausende waren es hier« Und rateten und töteten unter sich und in den Ver­sammlungen. Was sie für Dinge besprachen? Und wie sie das alles so herausbrachten. Und zusammen- gefchlossen waren sie auch und ihre Redner hatte sie so­gar. Und dann die schönen Einrichtungen, Zeitungen, Bücher, Diskussionsklubs und wer weiß noch was. Das war es ja, was der junge Bergmann suchte. Da mußte er unbedingt dabei sein! Da brauchten die Kol­legen nicht lange zu drängen, da war er schnell dabei. Ja, warum denn auch nicht? Was sollte ihn daran hindern? Es galt doch der Hebung des Standes, der Verbesserung der Lage der Standesgenossen. Das konnte doch nicht böse sein, das war doch auch nicht verboten? Feuereifer packte den jungen Stürmer.

Ja, das waren Zeitungen, die sagten es! Da fühlte er so recht mit, wenn er die las. Und die Redner in den Versammlungen? Männer, mit der Sprache der Arbeitskameraden, mit der derben Faust. Selbst Ka­meraden.

Die kannten die Sache, die wußten schon, wie man es richtig anfaßte, die kannten den Weg zum Ziele. Denen mußte man ja unbedingt folgen.

Und der junge Mann tat eifrig mit. Bald war er an der Spitzt. Bald war er Vertrauensmann, Mit­arbeiter, Mitkämpfer für den Arbeiterstand.

Aber mancher Widerspruch tauchte gar bald auf« Das religiöse Empfinden des jungen Mannes fühlte sich in den Leitungen, Büchern und Versammlungen gar bald verletzt. Und in den Kollegen kreisen stands schlimm damit Ja, die Geistlichen mit ihrer Kirche sollten Schuld daran sein, daß es dem Arbeiter so schlecht ging. Sie verdummen absichtlich das Volk, halten es nieder, um Kapital für sich daraus zu schlagen. Der junge Bergmann erinnerte sich seines alten Pfarrers. Nein, das ließ er sich nicht bieten. Im heiligen Zorn verteidigte er seine Kirche. Ein höhnendes Lächeln, bitterer Spott war die Antwort. Noch nicht aufgeklärt.

Dann gings in die Bildungsausschüsse, in die Dis­kus sionsklubs, in die Bibliotheken. Hören, Lesen, Dis­kutieren, das war der Hunger des jungen Mannes« Und jede Gelegenheit wurde ausgerrützt.

War das eine interessante Literatur! —• „Ge­krönte Häupter". Ja, ja, jetzt haben wirs. Also, so Hattens die Kaiser, Könige, Herrscher und Päpste ge­trieben? Ja, das war ja toll! — Und gar erst der „Pfasfenspisgel" von Corvin! Na, na! Und dann die Bücher vom Sozialismus, vom Proletariat! Alles gedruckt, alles gedruckt! Also, — wahr! —

Und dann kam der „wissenschaftliche Sozialismus". Also gar „wissenschasttich"!

Marx „Das Kapital wurde erklärt. Das Kommu­nistische Manifest", das „Erfurter Programm", Cn- aels, Laß alle, Bebel, ja das waren wackere Männer. Bebels Buch „die Frau" wurde „verschlungen". Und dann kam gar Philosophie an die Reihe. Feuerbach, Strauß, Hegel, bann Häckels „Welträtsel". Dann weiter Kautsky, Lebknecht, Bernstein, Donat, Vflüger, Pfund, mit ihren Schriften und Gsdankengün- gen. Alles von Lehrern erklärt und besprochen. Sal Die Naturgeschichte und die „Wissenschaft" bewies es ja und die Philosophen hatten es herausgesunden,, es, gibt keinen Gott! — Die vergleichende Neligionsge- schichte hatte zu deutlich die „Entstehung des Christen­tums gezeigt.

Also folgerte der junge Mann, gibt cs keinen Gott, braucht es keine Religion und Säiwmdel ist die ganze Sache. Tatsächlich, die Religion ist nur gemacht, um die Leute dumm zu halten und dem Kapitalismus Dienste zu leisten.

Also, eine Frostfeste der kapitalistischen Wirtschasts- erbnung ist die Sache und das Ideal der Arbeiter ist die sozialistische Wrtschastsordnmrg, und diese ist für den Arbeiter die allein richtige.

Und feie Lehren von der materialistischen Gesch'chts- Lufsasstmg taten das übrige.

Zu all diesen 'Sachen gesellte sich bei dem jungen Mann das ©tabuen und Bewundern der starken ©elbfOfeorgan^ Genossenschaftswesen, Kas- feneinriebtungen usw.

Alles Sslbstosbautes, Selbstverwaltetes. Alles auf die Praxis und den Nutzen der Arbeiter eingerichtet. Das waren Taten statt Worte! — Hier lag das Wahre.

So arbeitete der junge Mam« mit und — sich hinein. Bald, recht bald konnte er feine Gedanken in Sätze kleiden und anfangs in kleineren, später m. grö­ßeren Versammlungen zum Ausdruck bringen.