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b, daß Amerika zuerst unserem Feinde hilft, uns zu egen, dann Bedingungen aufstellt für schonende Be- dlung Deutschlands, für den Völkerbund und an- 'S, und dann davon läuft und sich gar nicht mehr Die europäischen Verhältnisse kümmert. Nicht ein» zur Brüsseler Finanzkonferenz sendet Amerika voll- üchtigte Teilnehmer, sondern nur stille Beobachter, ydem sie ihre durch einen Sieg der Mittelmächte gebeten Milliarden, die sie in das „Geschäft" des eges gesteckt hatten, gerettet haben, ist ihnen anschei- d alles egal.
Diözese Fulda.
er Hochw. Herr Bischof hat zur Spendung der Firmung in der vorigen Woche im Dekanat -ifa geweilt.
Eine Volksmision findet vom 24. Oktober bis in 7. November einschließlich in sämtlichen katho- chen Pfarrkirchen der Stadt Fulda statt. Die reine werden höflichst gebeten, auf diese ernste Ver- taliung bei der Aufstellung ihres Winterprogramms o Festsetzung von Veremsfestlichkeiten gebührende icksichl nehmen zu wollen.
In der kommenden Woche (vom 4.—6. Oktober) st in Fulda die Generalversammlung der Görres- ellschaft zur Pflege der Wissenschaft im katholischen utschland. Schon zweimal hatte Fulda die Ehre, m letzten Mal im Jahre 1895: Die irresgesellschaft wurde am 25. Januar 1876 7i Andenken an den großen Vorkämpfer Holffchen Geisteslebens, Joseph von Görres, in rblenz gegründet, mit dem Zweck „im katholischen utschland wissenschaftliches Leben nach allen Rich- ngen hin zu wecken und zu fördern. Diesen Zweck ' folgt die Görresgesellschaft in mannigfacher Weise: mral durch die beiden wissenschaftlichen Zeitschriften, 5 „Historische Jahrbuch" (seit 1889 erschei- nd, gegenwärtig Schrifilester die Münchener Univer- ätsprofessoren Dr. v. Grauert und Dr. König) und 'S „Philosophische Jahrbuch" (seit 1888 scheinend, gegenwärtige Herausgeber die beiden Ful- TV Professoren Dr. Gutberlet und Dr. Schreiber); ^onn durch die „Quellen und Forschungen aus dem biete der Geschichte" (seit 1892), sowie durch die Studien und Darstellungen aus dem Gebiet der Ge- ichte" (fett 1900), ferner durch die fortlaufende Bear- itung der Akten, Briefe und Tagebücher des Konzils n Trient (seit 1901), dann durch die Herausgabe des Staats-Lexikons" (5 Bände), durch die jedes Jahr vanglos erscheinenden „Dereinsschriften", in denen esonders wissenschaftliche Spezialarbeiten veröffentlicht erden, durch die „Studien zur Geschichte und Kultur es Altertums" (feit 1907), durch die „Publikationen er Sektion für Rechts" und Sozialwissenschaften (seit 908).
Daneben unterstützt die Gesellschaft durch Geldmittel ie wissenschaftlichen Arbeiten hoffnungsvoller junger belehrter, unterhält (seit 1889) ein eigenes Institut in iom zur wissenschaftlichen Erforschung der römischen Archive nebst einer archäologischen Abteilung, sowie m Institut für orientalische Altertumskunde in Jeru- alem, dessen Fortbestehen durch den unglücklichen lusgang des Krieges vorläufig unmöglich gemacht ist. Die wissenschaftliche Gesamttätigkeit der Gesellschaft ist ins fünf sogenannte Sektionen verteilt: Die historische Sektion (Vorsitzender Grauert in München), Sektion ür alte Geschichte und Kultur (Bors. Kirsch-Freiburg n der Schweiz), naturwissenschaftliche Sektion (Vors. Killing in Münster i. W.), philosophische Sektion Vorf. Baumgartner-Breslau), Sektion für Rechts- und Sozialwissenschaft (Vors. Beyerle-München. Bei '?r bevorstehenden Tagung in Fulda werden sämtliche Lektionen mit Vorträgen an die Oeffentlichkeit treten, jodaß eine sehr große geistige Abwechselung den Be- ■ liebern geboten win . mMontag abend istBegrußungs- Versammlung im exogen Stadtsaal mit Anspracken, Genngen u. Musikstücken. Am Dienstag Vorm, findet nach einem BUchöfl. Gottesdienst im Dom die erste öffentliche Versammlung im Priesterseminar statt, am Nachmittag beginnen die Sektionssitzungen die sich auch noch über den Mittwoch erst) eisen. Am Di-mstaa abend ist große Festversammlung im Swdt- mal mit Festrede und gesanglichen wie musikalischen Darbietungen Zwischen den Veranstaltungen am Vormittag und nachmittag sollen sich Besichtigungen der Fuldaer Kir ' cu und Kunststätten einstigen. §re Teilnahme an sämtlichen Veianstaltuuaeu ist allen Volkskreisen, Mäistier und Frauen gegen Lösnug einer Gesamtem!, ittckarte ermöglicht. Zu der Be- grüßungs- und Festversammlung am Montag und Dienstag abend in der Eintritt auch ohne Karte allen Schichten der Bevötkeiung gestattet, nur merbeu den Karteninhabern reservierte Plätze eingeräumt.
Die Tagung ist die erste größere seit einer Reihe von Jahren. Nach den Vorbereitungen und Anmeldungen zu schließen, wird sie einen sehr erhebenden Verlauf nehmen und den Ruhm Fuldas als einer der hervorragendsten Bildungsstätten Deutschlands seit den Tagen des hl. Rabanus Maurus (f 856) bis in unsere Zeit auss neue befestigen. Allen Teilnehmern aber wird sie die seltene Gelegen- heit bieten, das Schaffen und Wirken der Wissenschaft im katholischen Deutschland aus nächster Nähe zu beobachten und eine Reihe der führenden Männer der Wissenschaft aus ganz Deutschland kennen zu lernen.
Die Gaben des Josephspfennigs werden auf vielfachen Wunsch wieder in der früheren Form veröffentlicht. Bei dieser Gelegenheit sei diese vom Gründer des „Bonifatiusboten", dem fei. Prälaten Schick, eingeführte Sammlung unseren Lesern aufs wärmste empfohlen. Die Einnahmen des Losephspfennigs sind in der letzten Zeit leider zurückgegangen, während es doch dringend nötig wäre, daß sie wachsen müßten. Sammelstellen sind die Actiendruckerei, Kaufmann Los. Schmitt und das Generalvikariat; auch die Redaktion des „Bonifatiusboten" ist gern bereit, Gaben anzu- nehmen und an die Verwaltung des Losephspfennigs, die von einem vom Herrn Bischof ernannten Komitee besorgt wird, weiterzugeben.
Die Sf. Jofephsbücherbruderschafk haben wir unsern Lesern schon öfters empfohlen; sie will bekanntlich durch Herausgabe und Verbreitung guter Schriften im Volke den katholischen Glauben und die guten Sitten erhalten und pflegen. Je mehr Mitglieder sie hat, um so mehr kann sie gegen einen geringen Beitrag leisten. In den mehr als 25 Jahren ihres Bestehens hat sie schon unendlich viel Gutes gestiftet; das sollte alle Gutgesinnten dazu antreiben, diese segensreiche Einrichtung auch in der jetzigen schweren Zeit zu erhalten, denn grade jetzt, wo Religion und gute Sitten überall wanken in den Herzen der Menschen, wo alles über den Haufen geworfen wird, was früher feststand, ist die Verbrei- tung guter Lektüre ein besonders verdienstliches Werk. Für den Mitgliedbeitrag von Mk. 4,35 erhält man in diesem Jahr drei Bücher, mehr kann bei den entsetzlich hohen Papierpreisen diesmal leider den Mitgliedern nicht geboten werden. In £nlba hat sich Herr Zahn- techniker Kapp schon seit Jahren der Sache angenommen; er nimmt Bestellungen für das Jahr 1921 gern entgegen.
Hünfeld. Der im Bonifatiusboten gegebene Hinweis auf die große Not der Diaspora, vor allem die große Gefahr, die den kathol. Privatschulen brobt, die eingehen müssen, wenn nicht außerordentliche Mittel aufgebracht werden, hat die Jungfrauen-Kongregation veranlaßt, sich in den Dienst der guten Sache zu stellen und einen Theaterabend zu veranstalten, dessen Reinertrag dem Bonifatiusverein zufließen soll Zur Aufführung gelangt das Stück: „Frauensegen" von P. Paul Humpert 0. M. I., in dem das Leben der hl. Lioba zur Darstellung kommt. Hoffentlich findet das Beispiel Hünfelds an vielen Orten Nachahmung, denn die Unterstützung des Bonifatiusvereins ist und bleibt die Hauptpflicht des kathol. Deuffchland.
Weimar. Am die vom Thüringer Katholikentag an Se. Heiligkeit Papst Benedikt XV. gerichtete Er- gebenheitsdepesthe ist von Seiner Eminenz dem Kardi- nalstaatsselretär Gasparri nachstehende Drahtantwort aus Rom beim Hochw. Herrn Bischof von Fulda eingeiroffen, die in deutscher Uebelsetzung also lautet:
Das Bekenntnis des Glaubens der Katholiken Thu ingens, ihre Gefühle des Gehorsams und kindlicher Ergebenheit hat der Heilige Vater sehr gerne entgegen» genommen; indem er den geziemenden Dank dafür aus- spucht, erteilt er Ihnen und allen Versammlungsteilnehmern von ganzem Herzen den Apostol ii chen Segen.
Kaidinal Gasparri.
G Wiß wird dieser Segensgruß des Hl. Vaters allen Teilnehmern an irrn so erhebend und glanzvoll verlaufenen Katholikentag in Weimar große Freude bereuen und sie in ihrer Anhän 'lichkett an d 'N apostolischen Stnl l von neuem des mken.
Der Pestaushelfer Schimmel und der Schreibgehilfe Fellner sind in München wegen eines Scheckbetrugs in Höhe von 200 000 Mk., der aber vorbei gelang, festgenommen worden. Schimmel war in der Nätezeit „Kommandeur" des 1. Fußartillerie-Negiments.
Wie die Kriegsfolgen die Gesundheit der Stadtkinder verheert, hat eine Untersuchung in Sachsen ergeben. In einem einzigen Bezirk waren sämtliche 4000 Kinder krank und unterernährt. Jeder, der Lebensmittel verschiebt, oerwuchert oder zurückbehält, macht sich am langsamen Mord dieser Kinder mitschuldig.
Die Stadt Moosburg hat wegen andauerndem Mangel an kleinen Wechselstücken ein Notgeld im Werte von 50 und 20 Pfennig herausgegeben. Das Zwanzgerl ist mit einem originellen und viellagenden Vers aus
gestattet: Notgeld! — ist Dir and'res Ueber, Arbeit; — und verdräng die Schieberl
Ueber ein wundertätiges Lhristusbild in der spät* schen Stadt Limpias haben mehrere Blätter anforur* lierbare Mitteilungen gebracht, vielfach nur un dem Sensationebedürfnis der Leser entgegen^ukavr. men. Wir haben von der Sache bis jetzt abstchtttch keine Notiz genommen, sondern erst auf eine autoritative kirchliche Entscheidung gewartet. Diese wird nun bald erfolgen, denn der Papst hat eine genaue Untersuchung angeurbnet, an der außer Geistlichen «-"«Ji Aerzte und Naturforscher teiluehnren. Zugleich da. er befohlen, daß alle (acholischen Zeitungen darüber schweigen sollen, bis die Untersuchung abgeschlossen ist
^ * KMretüasten. ^ ^
Es werden geeignete . amilien-Pflegestelleu ge'u^t für 3 Fürsorgezöglinge (Geschwister) und zwar 2 Mäd, chen im Alter von 5 und 8 Jahren und einen Knaben im Alter von 9 Jahren. An Verpflegungskosten werden gezahlt 200—300 Mk.
Junge von 14 bis 18 Jahren als Lehrling von. •' ^em Malermeister in kleine Stadt gesucht.
Angebote (mit Empfehlung des zuständigen Plärr, amtesi an das Caritasfekretariat Fulda. (Pfarrer Atzert.) Für Antwort ist Porto beizufügen.
Das in der vor. Nr. ausgeschriebene 16jährige Mädchen ist bereits vom Herrn Landeshauptmann vergeben
Sottesüierrstordnung.
Sonntag, 3. OIL Dom. (Kollekte f. d. JofephS- kirche.) V.6, 6, >/,7 u. 7 M. Um V87 Uhr gestiftete hl. M für die gefallenen Krieger mit Predigt nnd Gen.-Komm. des Männerapostol. Um 8 Pfarramt m. Pr., 9V» Kathedralamt m. Pr., 11 Chr. f. d. Jüngl^ 11V, M. u. Pr., 1V, Rosenkranzandacht, 2 Chr. f. d. Jungfr., 4 Pr. u. A, 7 Rosenkranz u. Sg. Montag 5 Uhr Rosenkranz-A. — Stadtpfarrkirche. Nosenkrauz- f eft Toties-qnoties’Slbla^. (Kollekte f. d. St. SturmiuS- kirche.) 5Vr Kom, 5V. Pt., 6V« M. u. Kom. d. Männerapostol., 8 M. u. Pr. (1. Schulgd.), 91/« Pr. u. Hoch- an t mit Diakonium u. Chorgesang, 11 M. u. Pr. (2. Schulgd), 9 Vs Chr. f. d. Jüngl. i. d. Severikirche, 1V, Chr. f. d. Jungfr., 2V* sakramentale Andacht, 7V, Nosenkranzandacht. — Pfarrkirche zum hl. Geist. (Koll.' für die SturmiuSkirche.) V.7 Kom., 7 Frühm., 8 Pr. u. Segensamt m. Kom., 5 A. Tgl. 5 Uhr Rosenkrz.-A. — Severikirche. Sonntags '/,7, werktags 608 M. — Herz-Jesu- Heim. 6Frühm., 8Amt m. Pr.,2 A. (Mittw. abends8 A.) — Frauenberg. 5, 6, 6'/, u. 7 M., 8 Rosenkranzm. m. Pr., 9 Hochamt m. Pr., nachm. 2 Kreuzwez-A. m. Pr. (auf dem Kalvarienl erge).
Montag, den 4. Oktober. Frauenberg. Fest des seruph. hl. Vaters Franziskus. (Ablatztag für all- Gläubigen.) HI. Messen von 5 Uhr an. 8 Uhr Rosen- kranzmesse, 9 Uhr Festpredigt und feiert. Levitenamt m. Aussetzung. Nachm. 3. Uhr feiert. Vesper m. sakram. Segen, 6 Uhr Gedächtnisfeier des Hiuscheidens des Heiligen (Transitus). Verehrung seiner Reliquie nach dem Hochamt und dem Transitus: Generalabsolution f. d. Terziaren.
Frankfurt-Bockenheim. a) Kapelle des St. Elisabethen, krankenhauses, (Ederstr. 12): 3 M., vor derselben Aus- teilung der hl. Kom., b) Pfarrkirche St. Elisabeth Elisabethenplatz (am Kurfürstenplatz): VH M., vor und nach derselben Austeilung der hl. Kom., Vs8 M. m. Pr., vor und nach derselben Austeil un dec hl. Kom. (nur für Erwachsene), *49 Kinder ienft m. Pr. und Austeilung der hl. Kom. (nur su. .^jer), 10 Hochamt m. Pr„ vor demselben Austeilung der hl. Kom., Vs 12 hl. Messe m. Pred., 2 Christenlehre m. kurzer Segensandacht auch für Erwachsene, Vs5 A. m. sakramentalem Segen. — An Wochentagen: 6 U. M., 7 U. Schulaint, 8 Messe. Freitag abends 8 Kreuzwegandacht, danach Beichtgelegenhert. — Beicht^elegenheit: Täglich»/» Stunde vor jeder hl. Messe. An Sona, und Feierragen von moraens 6 an. An den Vorabenden derselben von 4-7 und von 8 an. — Ginnheim. 10Vs Uhr Amt und Pred. — Eschersheim. 9 Uqr Amt und Pred. — Eckenheim. 7Vs (im Sommer 7) Frühm., V^lO Pr. u. Hochamt. Nachm. 2 Ehr. u. A.
Hofgeismar8, Carlshafen 10, Eschwege7V» Frühm., »/-10Hochamt, Wanfried ".10, Melsungen 10, Rotenburg Vill, Vcbra Vs9, Hersfeld l/a7 Frühm., V310 Hochamt in. Pr., Schmaltalden 9Vs Hochamt m. Pr., Ziegenhain 8VS Hochamt m. Predigt, Schlüchtern Vs 10 Amt mit Pred., nachmittags 2 Andacht und Christenlehre, Kirchhain 7 Frnhmejse, VslO Amt. Vacha 8V» Amt. Eisenach 7V« Frühm., 9Vs Hochamt u. Pred., 7Va abends Segens« andacht. Freitag abend 7 Vs Andacht, Franken, berg i. H. 9V« Hochamt m. Pred., nachm. 2 Andacht, Allendorf (Werra) VslO, Witzenhanfen VslO, Homberg (Bz.KasseN " ' Ehringshausen 9»^- Amt m. ^reo., vorher Beicht ' ■ eA, Jena Vsä hl. Messe und Predigt, 10 Hochaml ,. ivdigt, abends Vs8 Andacht, Steudnitz Vs 11 Gottesdienst, Bad Orb Sonn- u. Feiertags: Vs7 Frühm„ 8 erster Schulgd«, VslO Hauptgd., 11 zweiter Schulgd., Vi2 SegenS-A. Wochentags *h7 u- V*8.
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