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Das heißt: es sind Verhandlungen über die gäbe zu eröffnen, sobald die Bresche gelegt ist." ie ausgehende Sonne des 21. September beleuch- nit ihren Strahlen ein gar trauriges Schauspiel, caurigsten eines, wie die Welt sie je gesehen hat: $om der Päpste, die Hauptstadt der katholischen von FeuerschlünLen umgeben, die es bald in einen von Rauch und Feuer hüllen sollten.

Morgens 53^ Uhr eröffneten die Italiener das r. Heldenmütig erwiderten die päpstlichen Trup- >en Kampf und verhinderten fast 5 Stunden jeden ?ns inerten Erfolg. Gegen VzlO Uhr richtete dec ) ein heftiges Artilleriefeuer gegen die Porta . In der Nähe dieses Tores ward sine Bresche Mauer geschossen. Da gab General Kanzler den )L überall die weiße Fcchne aufziehen zu lassen, nn schickte er Parlamentäre zu Cadorna.

Während diese und nachher General Kanzler selbst Cadorna verhandelten und überall die weiße Fahne !, drangen gegen alles Völkerrecht italienische Ba­ne durch die Bresche in die Stadt. Wie tonnte auch ein ehrenhaftes Verhalten von der Regierung Viktor Emanuel und von seinen Söldnern er- m! Ihnen folgte ein Pöbelhaufen, großenteils ffnet, der Abschaum des Volkes und der ver- en Gegenden von ganz Italien. Diebstahl, Räu- und Plünderungen folgten das war der glor- Einzug der siegreichen Eroberer in die hl. Stadt it ununterbrochener Beharrlichkeit haben Pius IX. seine Nachfolger bis auf den heutigen Tag sich igert, den mit Waffengewalt geschaffenen Zustand nkennen. Die ganze katholische Welt hat treu

Haltung der Päpste sekundiert. Alljährlich e aui den deutschen Katholikenversammlungen ichst Protest erhoben gegen diesen ungerechten ' am Kirchenstaat und die schmachvolle Freihäts- tbung des Oberhauptes der Kirche. Um so mehr n sich die deutschen Katholiken zu diesen sich im- wiederholenden Kundgebungen für verpflichtet, er preußische Gesandte von Arnim bei jenen trau- Vorgängen eine so beklagenswerte Rolle gespielt : Er hatte Viktor Emmanuel zu seinem räuveri- Vorgehen ermuntert und noch in den letzten Ta- rer EntscheLung durch seine Intriguen Cadornas ke gefördert. Verschiedene Male schlich er Heim- Mischen Rom und dem feindlichen Hauptquartier mb her und wollte den Hl. Vater bereden, von Verteidigung Roms abzustehen (Ber. Cadornas). Desch-chte wird wohl noch aufhellen, ob Arnim im :ag Bismarcks so handelte.

Ar deutsche Katholiken aber wollen am gen traurigen Gedenktage einen herzlichen Gruß n nach Rom, zum heißgeliebten Oberhaupt der lischen Kirche. Noch lebt in unser aller Herzen Geist der treuen Liebe und Anhänglichkeit, dem Georg von Hertling in schwerer Zeit des Kampfes rruck verliehen:

Den Gruß laßt erschallen Zum ewigen Rom,

Zum Herzen, das uns allen Schlägt in St. Peters Dom!

Es zucken die Blitze,

Der Donner laut rollt;

Und Gott hat es gelitten;

Wer weiß, was er gewollt?

Die Stürme laß wehen!

Was hat's denn für Not?

Der Fels wird doch bestehen,

Sein fester Grund ist Gott.

priefterftand.

Don Alban Stolz.

1 Wahrheit gibt es schon in diesem Leben keinen scheren Menschen als den katholischen Geistlichen, n er wahrhaft von Gottes- und Nächstenliebe drungen ist. Sein Leben ist das edelste Künstler- : der Stoff, in welchem er arbeitet, sind unsterb- Seelen das Ideal, das er darin ausprägt, ist Christus selbst und das Genie, welches ihn be- rt, ist der Heilige Geist und seine Kunstwerke einmal aufgestellt werden in dem Dom des Him- vor Gottes Thron, ihm zu ewigem Ruhm. Frei den mannigfaltigen Erbärmlichkeiten, womit das den den Mann oft quält und herabdrückt, hat der arger feine Familie an der Gemeinde. Er ent- aber auch das Edlere in der Ehe, eine reine Liebe, im Gegenteil, außer einem Fürsten vermag sich wohl ein Mensch auf Erden die innigste Liebe so Herzen zu gewinnen, als in einer Dorfgemeinde echte Geistllche.

$6$ Herr der Kamille

Die Hausfrau ist das Herz der Familie, welches in schönster Wechselwirkung Liebe austeilt und Liebe empfängt. Auf ihrem Walten ruht hauptsächlich das Glück der Familie. Die Familienmutter kann das Herz der Kinder mehr an sich fesseln als der Vater, und deshalb ist auch ihr Einfluß aus dieselben stärker und nachhaltiger. Sie wirkt still und geräuschlos, aber ihre Tätigkeit ist darum auch um so wirkungs- und segensvoller.

Zur Erfüllung ihrer Aufgaben in der Familie hat sie von Gott besondere Einlagen und Gaben erhalten: Geduld und Opferwilligkeit, Innigkeit und Tiefe des Eiemüts, Zartheit der Empfindung, Geschicklichkeit zu allen Erfordernissen des Hauswesens. Es kommt vor allem daruaf an, daß die Eigenschaften und Natur- anlagen sorgfältig ausgebildet werden. Dann ist ihr Wirken segensreich in der Familie und man könnte fast sagen, ihr sei nichts unmöglich.

Eine Frau kann das Haus zum Paradiese, aber auch zur Hölle machen; sie kann den Mann in seinen Arbeiten, Leiden und Kämpfen ein Schutzengel oder ein böser Geist sein; sie kann die Kinder zu guten Menschen und frommen Christen erziehen oder in sitt­licher und religiöser Hinsicht verwahrlosen lassen.

Die Familienmutter muß mit dem Vater einig sein; nie darf sie vor den Stabern eine andere Meinung äußern. Sie muß aus sich achten und in ihrem Aeußern niemals eine Geringschätzung gegen den Fa- millenoarer merken lassen, die den feinfühlenden Kin­dern mcht entgehen und dem väterlichen Ansehen bei ihnen entgegcmoirken würde.

Wohl einer Farmlie, in welcher eine Frau und Mutter schaltet und maltet, welche sich des Ernstes ihrer Aufgabe bewußt ist und die Heit der Jugend benutzt hat, sich aus dieselbe vorzubereiten! In ihr ist alles geregelt, es herrscht überall Reinlichkeit und musterhafte Ordnung. Alles findet sich an seinem Ort und alles hat seine bestimmte Zeit. Die Ausgaben werden genau mit den Einnahmen in Einklang ge­bracht und auch mit wenigem wird Haus gehalten. Den Hausvater umgibt eine angenehme Häuslichkeit und er findet stets liebevolle Aufnahme und Pflege. Sind Kleidung und Nahrung auch einfach, so ist jene reinlich und diese schmackhaft.

Wehe ober einer Familie, in welcher eine Haus­frau waltet, welche den Leichtsinn unb die Eitelkeit der Jugend in den Ehestand überträgt und die einfachsten Dinge im Haushalt nicht versteht! Die Eitelkeit und der Hochmut werden so lange die Herrschaft führen, bis Not und Mangel sie ablösen. Die Unordnung und Unsauberkeit werden den Mann anwidern und ihn außer dem Hause suchen lassen, was er im Hause nicht findet. Unzufriedenheit und Ungeduld werden die Liebe verdrängen und Zank und Hader ihren Platz einnehmen.

Ja, das Familienleben würde gesünder sein, wenn manche Frauen wirtschaftlicher, einfacher, zurückgezoge­ner wären und verständen, das Heim muh mit beschei­denen Mitteln freundlich zu gestalten.

Da Mi§f ich ja verrückt fein!

In T-Dork war Mission. Alt und jung beteiligte sich rege an den Predigten und Andachten, die von Ordenspriestern gehalten wurden. Selbst aus den zum Teil recht weit entfernten, nachT-Dorf eingepfarr- ten Ortschaften strömten die Gläubigen scharenweise herbei. Manche mußten schon vor Tagesgrauen auf­brechen, um zur ersten Predigt zurechtzukommen. Und sie kamen und waren zur rechten Zeit da, die Weitesten gewöhnlich zuerst. Die Frühjahrsbestellung war frei­lich schon vorüber, die Kartoffeln waren zumeist schon gelegt, die Heuernte noch nicht in Aussiäst. Trotzdom gabs noch gar vielerlei Arbeit im Felde und im Gar­ten, in Haus und Hof. Daher fing die Frühpredigt fchlm um 6 Uhr, die Abendpredigt erst um %8 Uhr an. So ging es die ganze Woche hindurch. Wer da etwa gedacht hatte, die Leute würden die Sache bald satt be- tommen, der täuschte sich gründlich. Je länger die Veranstaltung bauerte, desto voller wurde die Kirche. Allerdings war auch die Mission gut vorbereitet wor­den. Seit Ostern hatte der Pfarrer fast in jeder Pre­digt darauf Bezug genommen. Zum Uebersluß erhielt jede Familie eine gedruckte Einladung ins Haus. Manche wurden mündlich noch besonders gebeten. Ei­nigen wurde sogar ein Wrieflein geschickt. So hielt man es fast allgemein für Ehrensache, sich eifrig an den Missionen zu beteiligen. Schließlich war es allen Beteiligten Herzenssache. Sie erbauten sich nicht nur an den Vorträgen der Missionare, sondern auch durch das gegenseitige Beispiel. Namentlich machten die

feierlichen Generalkommunionen, besonders die bet Männer und Jünglinge, den größten Eindruck. Und erst die Schlußfeier war einfach unvergeßlich. Lange, lange sprach man noch von den schönen Tagen.

Doch so ganz ungetrübt war die Freude der Ge­meinde und ihres Pfarrers in der Mrjfionszeit nicht. Einige waren einfach durch nichts zu bewegen, sich an der Mission zu beteiligen, den Gutgesinnten zum Aerger, sich zum Schaden und dem Feinde alles Guten zur besonderen Freude. Darunter einer, dem Alter und allerhand trübe Erfahrungen arg zugesetzt hatten. Verdrossenheit hatte sein Herz derart ergriffen, daß er für alles gütliche Zureden unzugänglich war.Mögt ihr in die Kirche gehen", sagte er zu denen, die ihn aufforderten, sich doch auch die Missionspredigten an­zuhören,ich gehe lieber in den Wald." In der Tat, er kam nicht in die Kirche. Er konnte aber bald nicht mehr in den Wald gehen; denn wenige Wochen nach der Mission packte ihn die Gicht so heftig, daß er kaum imstande war, sich in seinem Zimmer von einem Stuhl zum anderen zu bewegen. Schließlich konnte er über­haupt nicht mehr gehen und stehen. Er mußte das Bett hüten. Da haben ihm andere Missionen gepredigt, nicht eine Woche, fonbern viele Wochen hindurch, mo­natelang, die entsetzlichen Schmerzen des Leibes. Aber er hatte doch noch feine Mission gehalten, ehe er iv die Ewigkeit hinüberging.

Viel schlimmer erging es einem jungen Menschen derselben Sirebgemeinhe. Die jungen Burschen wun­derten sich schon seit Tagen, daß Franz sich bisher noch nicht an einer einzigen Predigt beteiligt hatte. Es war schon Donnerstag, und am Freitag sollte die Stan- dcspredigt für Männer und Jünglinge fein. Da gin­gen zwei feiner früheren Schulkameraden zu ihm. Sie trafen ihn beim Auslesen der Kartoffeln. Erst sprachen sie von den Kartosfeln, von den Pferden, vom Acker und mancherlei anderen Sachen. Dann faßte sich der eine ein Herz und fragte:Franz, warum gehst du nicht in die Missionspredigten?" Franz zog die Stirn 'm Falten, aber schwieg. Doch der andere ließ nicht locker und fragte wieder:Nun, Franz, warum nicht?" Franz stieß kurz und grob die Worte hervor:Das ist meine Sache." Nun redeten ihm die bethen Freunde zu, so eindringlich sie es verstanden, doch ja wie sie und die anderen sich von jetzt an zu beteiligen, ganz sicher aber zur Standesunterweifung zu kommen. Franz ließ sie eine Weile reden. Dann machte er sich unwillig von ihnen los und schritt aufs Haus zu. Beim Gehen drehte er sich noch einmal nach ihnen um und rief ihnen höhnisch zu mit einer bezeichnenden Bewegung nach der Stirn:Da müßte ich ja verrückt seinl"Franz", sagten sie erschrocken, fast beide zugleich,verfünbige dich nicht!" Und Franz kam wirklich nicht. Ein Jahr war vergangen, seit die Mission in T-Dorf abgehalten worden war. Der Pfar­rer hatte in der Sonntagspredigt daran erinnert und die Gemeitide ermahnt, doch auch die guten Vorsätze wieder zu erneuern. Wieder gingen die beiden Freunde des Dors entlang. Diesmal, um sich von der Werk­tagsarbeit zu erholen. Wie von ungefähr standen sie vor der Behausung des Franz. Da sagte der eine: Wo mag bloß der Franz stecken? Ich habe ihn seit einigen Tagen nicht mehr gesehen."Wie," entgeg­nete der andere,das weißt hu nicht?"Was beim? Ist ihm etwas zugestoßen?"Nun freilich, und nicht wenig."Aber um Himmelswillen," sprach der Frager ungeduldig,so fags doch."Denk", erwiderte der mÄere,er ist seit Mittwoch im Krankenhaus." Aber warum denn? Muß er sich etwa operieren lassen?"Ja, wenn der Schaden zu operieren ging," entgegnete der Gefragte,weißt du noch, was er uns sagte, als wir ihn aufforderten, sich auch an der Mis­sion zu beteiligen?"Ja, das weiß ich noch jo gut, als wenn ich es erst heut gehört hätte. Es ging mir damals durch Mark und Bein, sein höhnisches Wort: da müßt ich ja verrückt sein. Du, er ist doch nicht etwa . .?"Leider, lieber Freund, er ist in der Nervenheilanstalt." So war es in der Tat. Und Franz konnte nicht mehr die Anstalt verlassen. Der vordem so starke und stattliche Mensch wurde immer unansehnlicher und schwächer. Er konnte nicht ein­mal mehr Kartoffeln verlesen. Er hatte feine Kraft m^hr in seinen Gliedern und verstand nicht mehr, die outen von den schlechten zu unterscheiden. Ob der Franz in seinen lichten Augenblicken auch noch feine Mission gehalten hat, ehe ec in die Ewigkeit hinüber­gegangen ist? Evtl weiß es!

Selbst wenn du WuuLer wirken und sogar Tote ei- weÄsu würdest. immer bist d uGskles Schuldner. Wena du aber Aluursen gibst, so bist du es. der Gsli sich M» Schuldner mschl." (Joh. Chryst.).

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