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rucy, christliche Eltern, eurer Heiligsten Pflicht, die katho- ischen Schulen zu schützen, immer bewußt. Hierauf wurde sine Schniresolnsion im Sinne des Vorredners verlesen und mter lautem Beisoll angenommen. Den Wortlaut bringen vir in der nächsten Nummer.

Lautlose Stille lag über den wetten Räumen und >er Masse der Zuhörer, als der HochwüMgste Herr Bischof ich mm erhob und mit überaus herzlichen Worten unter Hinweis auf den göttlichen Kinderfr«md mahnte, das hei- igste Gut der irgend, die katholische Schule zu pflegm rnd zu schützen; unser Leben aber auch nach Christi Leben russ neue zu regeln. Was Petrus zum Lahmgeborenen besprochen, muß auch zu unserer Zeit gesagt werden: Im Namen Jesu sage ich dir: Stehe auf. Die Worte des 2berhirten sind zu leuchtenden Leitsternen geworden für mfere DiasporakachoLken draußen in der Wüste. Und dB die Menge der Zuhörer niederkmeie mrd der Bischof nnrebkn von der Getsttichtett von der Bühne des Nstto- ralthsaters aus den Segen laut erteilte, war das wiederum «r MH von so ergreifender Wirkung, daß kein anderes iretgnis des Lebens es aus der Erinnerung mehr streichen 'am. Als dann der Präsident des KcühlNikentages allen Nttwirkenden gedankt, intonierte die Orgel das ..Großer Rott wir loben dich". Es wuchs sich aus zu einem qe- vottègsn Darckgesong und den meisten wird es gegangen ein wie dem Schreiber tiefer Zeilen, daß sie es nie im 2eben mit größerer Begeisterung, mit innigerem Dank md Lob gesungen haben als in jener Stunde.

Nun sind sie alle wieder daheim die lieben Gäste und tehen wieder in der Tretmühle des Lebens, der Katho- -ikentag 1920 aber steht in ihrer Erinnenmg aufgerichtet vie ein Leuchtturm mitten im brandenden Lebensmeer, »er sein Licht klar und hell auch in dunklen Stunden aus- sießt über all ihre Diasporswege.

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Liobooklav auf km Petersberg.

Wenn zur Herbstzeit Wald, Hain und Hug mit bunt« arbigem Laube sich schmücken, beginnt die liebliche 'iobaoklav auf dem im Fuldaer Lande weithin sicht- aren Petereberge. Sllljährlich hatte die im April diese» iahres leider so früh verstorbene Schriftstellerin, 3o« efine Grau, immer warme und begeisternde Worte, um n diesen Blättern die Leser zur Verehrungihrer iioba" aufzumuntern. Und es war ihr jedesmal ge- ungen. Zogen doch Jahr für Jahr die Gläubigen in ellen Scharen zum Grabe der treuen Gehilfin des hl. ionifatius, um der hl. Aebtissin zu danken für den Segen der durch ihre Wirksamkeit unseren Borfahren eworden, um ihre eigenen und des Vaterlandes Nöten ir zu klagen. Noch sind bis heute die Wolken der rübsal nicht verschwunden; immer noch trauern wir b ber Nachwehen des verlorenen Krieges. Immer noch lösten wir klagen über die Verwahrlosung der Ju- end, die den Ernst der Zeit nicht begreifen will. Furcht nd Bangigkeit befällt uns, wenn wir sehen, wie fast llenthalben der Bestand der christlichen Schule gefähr- et ist; wie die Feinde der Christentums aus den Lehr- ilen selbst das Bild des Gekreuzigten entfernen wollen. >a haben wir Grund genug, im Gebet an jene uns zu -enden, die in Erkenntnis des Wertes des unsterblichen Seelen im Verein mit ihren Gefährtinnen ihre ganze ebenstraft aufgezehrt in der Erziehung der Jugend im Christentum und christlicher Gesittung. Gewiß -ird sie jetzt, da ihre verklärte Seele so nahe dem Hrone Gottes ist, zur Zeit der sie ehrenden Festoktav lehr noch als sonst die Bitten der frommen Besucher ,rer Grabesstätte erhören. So oft hat die oben er­wähnte Schriftstellerin die Laute genommen und ihre alten innig gerührt zum Lobeit^er hl. Lioba". Die errlichen Akkorde sind verklungen, die Harfe ist ihren änden entfallen. Was sie gesungen, wollen wir treu ewahren. Von den vielen Versen, die sie den Saiten itlocfte, möge einer hier noch erklingen:Wenig Stät- 'n gibt es in unserem Vaterlande, wo der Hauch des Hrwürdigen und Unendlichen so erhaben uns anweht, >ie in der karolingischen Krypta des Peterskirchleins uf dem Berge über der Bonifattusstadt. Werden doch der demselben Altarsteine, auf dem der hl. Rabanus as immerwährende Opfer der Versöhnung bärge« rächt. auch heute noch die hl. Geheimnisse gefeiert im chatten von St. Lioba's Sarkophag. Und mit dem eichen Vertrauen wie vor elfhundert Jahren ruft noch erite das gläubige Volk zu seiner lieben Gottesheiligen: Heilige Lioba, bitte für uns!"

Kaplan Alexander Werthmüller in Batten wurde am Leiter der Bischöflichen Lateinschule in Großauheim am 1. Oktober 1920 ab bestellt. Der bisherige Lei- rr der Bischöflichen Lateinschule in Großauheim Franz èanft wurde vom 1. Oktober 1920 ab zur Festsetzung nner Studien beurlaubt.

Sleinheiligkreuz, das friedlich und lieblich im jetzt Herbst- ch gefärbten Walde liegende Wallfahrtskirchlein, war in er verflossenen Oktavwoche des Festes Kreuz-Erhöhung üederum das Ziel vieler frommer Pilger und Wanderer eworden, die dort Trost, Hilfe und Kraft in Kreuz und eiden vom reuze Christi erflehten. Die Baukosten der uz vor dem Kriege wiederhergestellten Kirche sind dank er Freigebigkeit der Gläubigen nunmehr vollständig be- chtt. Jetzt gilt es die noch fehlende innere Einrichtung »d Ausschmückung zu beschaffen. Der Hochwürdigste Herr

Bischof, der der Ansgestallrmq dieses altehrwürdigen Wall- fahrtskirchleins sein besonderes Interesse und perfönlidK Fürsorge zuwendet, beabsichtigt nun zunächst außer dem Ausbau des Hauptaltares einen künstlerisch aus geführten, zur Andacht härmenden Kreuzweg in der Kirche zu er­richten, um bie Gläubigen immer mehr zu inniger Be­trachtung und Liebe des kreuztragenden Heilandes anzu­regen. Gewiß bedarf es nur dieses Hinweises, um recht viele zu veranlassen, zu dem angegebenen Zwecke gern imd reichlich beizusteuern. Jede, auch die geringste Gabe, wird mit herzlichem Danke angenommen. Die hierfür bestimm­ten Spenden möge man in dem Opferftocke in der Kirche niederlegsn, oder aber in dem Nachbarhaufe bei der Fa- m^te Wehner abgebsn. Möge es recht bald gelingen, die dem gläubigen DoSe so lieb gewordene Andachtsstätte wür­dig und stimmungsvoll auszustatten. Möge auch hier sich das Wort, das der göttliche Heiland im Hrnbkick auf feinen Kreuzestod «nsfprmh erfüllen: (Joh. 12, 32)Und ich, wenn ich erhöht fein werde. werde alles an mich ziehen."

»Wir, die wir bie Wohltaten einer geordneten Seel­sorge kennen und täglich and sonntäglich vor uns haben, wir sollen uns bei jedem Kirchgang erinnern, wie viele von unsern Vr-dern und Semestern nicht in der Lage sind, in Shvkchcr Weise ihren kirchlichen Pflichten uachzukonmren und ich meine, wir find verpflichtet, unsere Gabe für den Vontsstiusvereia mindestens zu verdoppeln. (Windthorst

uf der KathoKksnoersmnmlung zu Koblenz, 1890.)

S'll'h^i'^O^i,^

Poppenhausen. Am vorigen Sonntag hatten sich die Zentrumswähler der hiesigen Pfarrei im Schvnberg'jchen Saale zu einer imposanten Partei­kundgebung versammelt. Neichstagsabgeordneter Derbert«Zirkenbach gab eingehenden Bericht über die Tätigkeit der Zentrumsfraktion im Reichstag und fesselte durch seine spannenden Ausführungen die Zuhörerschaft bis zum letzten Augenblick. Nach ihm sprach Studienrat Scheller-Fulda über Grund- sätzttches zur Zentrumspolitik und über Bürger» Pflichten eine- ZeutrumsmanneS. Die Versammlung, die unter der Leitung des Herrn Kaufmanns Wehner stand, endete mit einem begeisterten Schlußwort des Herrn Derbonten Dr. Fischer.

Vom Mckn. Ar» der Diözese Limburg schreibt man uns: End« vorigen Monats starb in Nassau (Lahn) der Stânt der Theologie, Herr Heinrich Wfl- kens. Derselbe hatte im verfloffenen Frühjahr seine Gymnasiolstlidien mit bestem Erfolg beendet und war atsdam. in das Priesterseminar zu Fulda eingetreten, um sich dort dem Studium der Philosophie und Theo- logte zu widmen und sich auf den Empfang der Heil. Priesterweih« vorzlwereiten. Aber sein Herzens­wunsch, nach beendeten Studien als Priester im Wein­berge des Herrn arbeiten zu können, sollte nicht in Erfüllung gehen. Mitten in den Ferien, die er im Elicrnhause verlebte, befiel den hoffnungsvollen, be­gabten jungen Mann plötzlich eine tückische Krankheit, der er schon nach wenigen Tagen wohlversehen mit den hl. Sterbesakramenten erlag. Völlig ergeben in den Willen Gottes brachte er sein junges Leben zum Opfer. Die BeerdiMng fand am Sonntag den 29. August in Ahlbach bei Hadmnar sttt. Die ganze Pfarrgememde nchm an derselben teil. Auf dem Wege zum Kirchhof und am Grabe sangen die Diakons aus dem Priesterseminar zu Limburg und eine große An­zahl von Theologiestudenten der Diözese ergreifende Trauerlieder. Noch der feierlichen (injtgnung wurden am Grabe Kranze medergelegt, u. a. von einem Theo- lopiestudenten im Namen der Studienfreunde des Ent- schlosenen, von einem ehenrasigen Mi'jchüler im Namen der früheren Klassenkamerccheu von den Gymnasien zu Limburg und Oberlahnstein. Auch ehemalige Lehrer tos Verstorbenen nahmen an der Beerdigung teil, so Herr Gymnasialdierktor Dr. Joris und Herr Reli- gions- und Oberlehrer, Professor Fliegel, und als Ver­treter des Priesterseminars zu Limburg Herr Regens

^--sd-. Vermischtes, -«cs^

Zum päpstlichen Nuntius in München wurde Mjgr. Marchetti ernannt, der der Nuntiatur schon von 19071915 als Uditore angehört hat und noch in bestem Andenken steht. Er war dann vom Papst nach der Schweiz entsandt worden, wo er im Sinne einer Friedensmrmütlung eine ausgedehnte Tätigkeit entfaltete.

Gewiß werden alle Leser des LS.-B/ heute mittels bet beiliegenden Zählkarte ein Scheryein für den

BonifatiuSverein spenden. Wer g. Z. nicht bei Kaffe ist lege die Zählkarte bis zum 1. Oktober zurück; vielleicht bleibt von dem Monatsgehalt trotz Steuerabzug auch noch etwas für den BonifatiuSverein übrig.

Für ein 16jährigeS Mädchen (Fürforgezögling), daS sich seither gut geführt hat, wird leichte Dienststelle gesucht.

Für 16jährigen Jungen wird Stelle auf Land gesucht. Desgleichen für einen 16jährigen braven Jungen Lehv^ stelle bei einem Bäcker auf dem Land.

Lsritèrsekretariat.

GottesdieR^or-KUNg.

Sonntag, 26. Sept. Dorn. Vs6, 6, V«7 u. 7 M. Um 6 Gen.-Kom. d. christl. Müttervereinß, 8 Pfarramt m. Pr., 07s Kathedralamt m. Pr., 11 Chr. f. d. ^üngL, llVs M. u. Pr , IV» MichaetS-Bruderschaft, 2 Chr. f. d. Jung fr., 2A Vers. d. christl. Müttervereins, 4 Pr. u. A , 7A. Montag 77» Rosenkranz-A. Stadtpfarrkirche. 5V? Kom, 5*/» M., 63/« M. u. Koin. d. Müttervrreins, 8 M. u. Pr. (1. Schulgd.), 91,» Pfarramt u. Pr., 11 M. u. Pr. (2. Schulgd), 97» Chr. f. d. Jüngl. i. d. Severikirche, 17» Chr. f. d. Jungfr., 27* Bruderschaft h. hl. Erzengel Michael, 37* A. f. d. Mütterveretn. Pfarrkirche zum hl. Geist. 8/«7 Kom., 7 Frühm., 8 Pr., Amt m. Kom., 7»5 Chr., 5 A. SodalirSt. 7*10. Michael-kirche, töoüt «blaß ) 7*7 M. m. AuSt. d. Kom., 10Amt m. Pr.,2A.d.beid Bruderschaftenu. Prozession. Severikirchr. Sonntag» 7*7, werktags 6" M. Herz-Jef«- Heim. 6Frühm.,8Amt m. Pr.,2A.(Mittw. abends8 A.) Fraurvberg. 5, 6, 67» u. 7 M., 8 Nosenkranzm. m. Pr^ 9 Hochamt m. Pr., nachm. 2 Kreuzwe-«-!. m. Pr. (auf den» Kaivarient erge).

Fvankfurt-Bockenheim. a) Kapelle des St. Elifabethen- krankenhauseZ, (Ederstr. iZ): 6 M., vor derselorn «us- teilung oer hl. Kom., b) Pfarrkirche St. Elisabeth Eliiabethenplatz (am Kurfürstenpicrtz): '/,7 M., bot unb nach derselben AuSteitunr der hl. Kom., 7»8 M. m. Pr., vor und nacb derselben Stusteilun* der hl. Kom. (nur für Erwachsene), 8/«9 KinderAotteSdienst m. Pr. und «u-teUung der hl. Kom. (nur für Kinder), 10 Hochamt m. Pr., vor demselben Austeilung der hl. Kom., 7*12 hl. Messe in. Pred., 2 Christenlehre m. kurzer «egen- andacht auch für Erwachsene, 7*5 A. m. sakramentalem Sege«. An Wochentagen: 6 U. M., 7 U. Schulamt, 8 Messe. Freitag abends 8 Kreuzwegandacht, danach «etchtz-elegenhelt. Beichtgelegenheit: Tägliche Stunde vor jeder hl. Messe. An eonn« unb Feiertagen von morgens 6 an. An den Vorabenden derselben non 47 und von 8 an. Ginaheim. ICH/* Uhr Amt und Pred. -r- Eschersheim. 0 Uhr Amt und Pred. Eckeuheim. 77» (im Sommer 7) Früh«., 7*10 Pr. u. Hochamt. Nachm. 2 Chr. u. 3.

Hosrei-marS,Earl-Hafen 10, «f^weaeT1/» Frühm.» â/»10 Hochamt, Wanfried '/,10, âÄelfnng»* 10, Noteubirg 7»9, BebraAll, Hersfeld 7*7 Frühm^ 7*10 Hochamt m. Pr., Schmalkaldeu 97» Hochamt m. Pr., Ziegenhaiu 8*A Hochamt m. Predigt, Schlüchtern 7« 10 Amt mit Pred., nachmittags 2 Andacht und Christenlehre, Kirchhain 7 Frühmesse, 7*10 Amt. Bacha 8*/* Amt. Eisenach 7V« Fruhm., 97» Hochamt u. Pred., 7*}» abends Segens­andacht. Freitag abend 77» Andacht, Franken­berg i. H. 0*A Hochamt m. Pred^ nachm. 2 Andacht, Allendorf (Werra) 7*10, TSitzenhausen 7*10, Ho Olberg (Bz.Kaflel) 7*10, Ihringshausen 97» Amt m. Pred., vor­her Berchtgelegenhert, Jena 7*8 hl. Messe und Predigt, 10 Hochamt und Predigt, abends 7*8 Andacht, Steudnitz 7*11 Gottesdienst, Bad Orb Sonn- u. Feiertags: 7*7 Frühm., 8 erster Schulgd., 7*10 Hauptgch., 11 zweiter Schulgd., 7*2 SegenS-A. Wochentags)»7 u. 7*8.

Mittwoch, 29. Sept. Festd.hl. Erzengels Michael. Franenberg. (Ablaßtag f. d. Terziaren). Gegen 6V< Levitenaml.

Frauenberg. Im Monat Oktober wird jAen Xag eine öffentliche Nosenkranzandacht für die Anliegen oer hl. Kirche abgehatten und zwar an Werktagen nachm./»ö vor dem ausgesetzten Allerh^iligsten, an «onn- und Feiertagen in der 8 Uhr-Messe.

Freitag, 1.Okt. (Herz-Jesu-Freitag ) Frauenberg Aussetzung des Allerheiligsten von morgens 5 bis adeudS 5 zur Anbetung des göttlichen HerzenS Jesu. Um 9 Leviten- amt. Nachm. 4 Schlutzandacht mit Umgang.

Gottesdienstordnung während der Lioba-Oktav auf dem Petersberge vorn 26. Sept. bis 3. Okt. einschl.

Sonntag, 26. Sept. Früh 3/»6 erste Aust. d. hl Kom. u. Beichtgelegenhert, 3A7 Kom., hl. M. m. Anspr., 9 Hüchault m. Pr., 2 A. m. Segen.

Montag, 27. Sept. Beichtgelegenheit von 4 an.

Dienstag, 28. Sept. Früh 6 Aust. d. hl. Kom. u. Amt i. d. Lioba-Gruft u. Beichtgelegenheit, 7 hl. M^ 9 Levitenamt m. Pr, nachm. 2 A.

S onn tag, 3. Okt.: Wie am vergangenen Sonntag«

An den Wochentagen ist Dienstag ausgenommen der Gottesdienst früh 7; abends 8 A. i. d. Gruft. Nach allen Gottesdiensten, und auch zu anderen gelegenen Zeiten, wird die Reliquie der Heiligen gut Verehrung aufgelegt.