kechchast, der Industrie, und der alten Veamlenschats ein Beispiel nehmen. Aber das ist es ja eben, daß ihnen der ganze übertriebene Sozialist curumm el nur Mittel zum Zweck ist. „wellverbesierer" nennen sie sich und treiben noch^nichts anderes als eigensten Personenkult." U ^ cen solchen Leuten lassen sich Hunderttausende von AröcZ.np an der Nase herumführen. Ob es ihnen nicht doch bald dämmert, wenn sie sehen, wie die Obergenossen ic:;: sich an die Staatskrippe herandrängen und sich qutb-zchlle Posten sichern, wo man nebenher ganz bequem und ohne Opfer auch noch einen „Enterbten" der Gesellschaft mimen sann Ar die Summen, die nicht alle werden.
Nicht verstehen
können es viele, wie es möglich ist, daß unser Volk sein
furchtbares Unglück nicht mit Würde erträgt, federn eigentum geworden ist und dazu muß ein jeder es durch Uneinigkeit, matercalstisches Denken uns «ns mithelfen an seinem Platz.
Vergnügungssucht noch vergrößert; sie zürnen ihrer
Heimat und verzweifeln an ihrem Volke und fielt werktätig am Wiederaufbau des Vaterlandes mitzuar- beiten, haben sie sich in eine trotzige Verbitterung hineingelebt, in der sie seelisch dahinsiechen. Und doch ist Las alles, was wir jetzt zu unserem Bedauern um uns herum sehen, nicht so unbegreiflich. Paul Keller hat in seinem jüngsten, in der „Bergstadt" veröffentlichten Roman „Deutschland", einem Lettischen Gegenwartsroman im eigentlichen Sinne, diese Dinge auch berührt Cs heißt da sehr richtig: „Nachdem der Krieg Ordnung und alte Sitte in Trümmer geschlagen hatte, mußte da nicht diese furchtbare Gärung kommen, in der Armut nach Sättigung, ewiges Knechtsein nach Freiheit, dumpfe Unbildung nach Licht, in dem alles von unten nach oben drängte wie die gewaltigen totc^welten eines mi fgepril schien Meeres?
Wer hatte das Menschentöten Heldentum genannt, das Rauben als Requirieren entschuldigt, das Zerstören zum Tagewerk vieler Lahre gemacht? Wer hatte Millionen Männer aus den Arbeitsstätten heraus- genommen und sie verurteilt, tatenlos in Erdlöchern zu hausen, im Stumpfsinn von Kartenspielen, Zoicn- reißen, alles zwischen Heimweh, Todesangst und Betäubung, Tage, Monden, Lahre zu erleiden? Wer hatte die Sauberkeit in Schmutz, den Biedersinn in Roheit verwandelt?
Deutscher, bedenke dies alles, und dann verachte dein Volk! Gieße über ein Best die Lauche verwesenden Blutes und verlange von ihm, daß es dufte! Gib deinem Kinde die jämmerlichste Erziehung, das schlechteste Beispiel, und dann, wenn es mißraten ist, wende dich in Abscheu und Strenge von ihm. Lasse Millionen Menschen berufsmäßig töten, durch Blut waten, Augen ausbrennen, Schädel einschlagen, Häuser anzünden, plündern, lasse sie leben unter Flüchen und Schimpfen, unter Schreien und Lärmen, Saufen und Ludern, vernichte alle Grenzen der Menschlichkeit, lasse sie Sommer und Winter in der Schule der Roheit sein, und dann verlange, daß bei den ersten Klängen der Fric- densschalmeien diese selben Leute wieder mit dem Kaffeekännchen zur Fabrik gehen, fleißig arbeiten uom Morgen bis zum Abend, niemals sich an fremdem Gute vergreifen, sich artig uni) sittsam benehmen.
Ach, die Diplomaten schließen schneller Frieden als das Leben."
Irland
wird von England bekanntlich seit Jahrhunderten geknechtet mit unterdrückt, so ähnlich wie wir jetzt von unseren Feinden Zur Verteidigung der vaterländischen Freiheit haben sich die Irländer ein Schlagwort gebildet, voller Freiheitssehusucht und voller Schmid, nicht nachzulassen, bis sie das englische Loch endlich abschütteln können. Dieses Schlagwort, das sie sich fortwährend zur Ermunterung zurufen, heißt in der irisch- keltischen Sprache: „Sinn-Fein mit heißt auf deutsch: „Wir selbst". Es hat sich auch unter diesem Namen ein Bund gebildet und heute gehören ihm wohl alle Fländische Patrioten ohne Ausnahme an.
Wir selbst
das sollten wir uns auch in Deutschland einander zurusen, wo wir gehen und stehen: Wir selbst! Ja, wir selbst müssen uns einander zuvor wieder schätzen und kennen und verstehen und lieben lernen. Es ist nicht wahr, daß wir das miserabelste Volk sind. Wir sind nicht schlechter als andere Völker auch, und sind ganz gewiß in manchen Punkten besser als andere Völker. Also achten wir uns doch! Sind wir am Ende ein verlorenes Volk? Vielleicht, weil wir den Krieg verloren haben?
O nein — auch andere Völker haben schon Kriege verloren und haben sich doch wieder großartig ausgerichtet: so z. B. Deutschland selbst nach den Hunnenkriegen, nach der Raubritterzeit, nach dem dreißigjährigen Krieg, nach den Napoleonischen Kriegen vor hundert Jahren. - ,, - r . wn
Aber wir müssen einander wieder besser lernten und Regierungsbezirk Staffel taute in der vorigen V oche
verstehen lernen. Es hat einmal einer nicht ganz unrichtig gesagt: „Wo drei Deutsche beisammen sind, gibt es unter ihnen gleich vier Parteien". Da liegt ein Hauptfehler, daß wir im Volke selbst so zersplittert waren und seit den, Krieg durch den sozialdemokratischen Sozialismus und Kommunismus und Spartakismus :mb Bolschewismus noch mehr auseinandergerutscht [h \ Leder Stand und schon bald jeder Beruf sagt: 3d) Ib^. Und so kommen wir nie im Volke zu einem gcHnafamen Wir selbst!
Dazu kommen wir erst dann, wenn wir einander helfen, statt uns anzuseinden, wenn wir Deutsche samt u. sonders uns wieder als Brüder und Schwestern betrachten. Dies wird aber erst wieder der Fall fein, f wenn das Christentum und seine Liebe wieder Volks- 5 oJstslnfiiKi rum-YrwScrtv» IW »ttnh K.^i* **♦•<£* z>tu> !^>^»H ^^
An die VeuLsche Kan-rvirlfchast.
Der Abbau der Zwangswirtschaft
ist des die
auf vielen Gebieten erreicht. Nach dem Beschluß Reichstagsausschusses vom 17. August soll auch Zwangswirtschaft für Vieh und Fleisch zum 1. Oktober
aufgehoben werden, wenn es gelingt, bis dahin cht? Getretdöreferve von zwei Millionen Tonnen zu schaffen. Damit ist die Entscheidung über einen weiteren bedeutenden Schritt zur Gesundung der deutschen Wirtschaft in erster Linie von der eigenen Leistung der Landwirtschaft abhängig gemacht.
Das ungewöhnliche zeitliche Zusammentreffen der gesamten Halmsruchternten, der Mangel in Kohle, an elektrischer Betriebstraft und der unbefriedigende ferner ertrag haben eine bessere Anlieferung von Brotgetreide bisher verhindert. Sie OsfsenUich keit muß diese widrigen Umstände gerecht würdigen. Die Regierung muß ihnen Rechnung tragen; sie muß alle notwendigen Maßnahmen treffen, um die AblieZ- rungc-mögllchkeiten zu sichern. Sie berufenen Vertreter der deutschen Landwirtschaft werden mit allem Nachdruck auf die Erfüllung dieser Forderung h'nwirlen.
Die Landwirte müssen alle Kräfte anspannen, um das geforderte Ziel zu erreichen. Das liegt wie im allgemeinen so im dringenden eigenen Interesse der Landwirtschaft
Es würde für den gesamten Abbau der Zwangswirtschaft ein schweres Winter nist fein, wenn die Stuf» Hebung der F l e i s ch w i r t s ch a f t an rmzureichew der Ablieferung von Brotgetreide steifern sollte.
Zugleich ist die schnelle Anlieferung genügenden Vrotkorns aber auch eine zwingende vaterländische P s l i ch t Das Abkommen von Span bedroht uns mit schwersten politischen und wirtschaftlichen Gefahren. Wird es nicht erfüllt, dann fällt das Ruhrgebiet in die Hand unserer unvsrjöh llichsteu Feinde. Eine Wirtschafiskatastrophe von unabsehbarer Tragweite mühte die Folge fein.
Um dieses Unheil abzuwenden, haben die deutschen Bergarbeiter sich zu freiwilliger Höchstleistung bereit erklärt. Die notwendige Mehrleistung ist bedingt durch entsprechende Ernährung. Vor allein braucht der Bergmann bei feiner Arbeitsweise unter Tag reichlicheres und besseres Brot. Es rechtzeitig vcm Auslande heranzuschaffen, ist unmöglich. Nur die deutsche Landwirtschaft kann helfen. Sie muß zu ihrem Teil alles daran setzen, damit noch schwereres Unheil von unserer Volkswirtschaft abgewehrt wird.
Das Schicksal des ganzen Vaterlandes liegt wieder vornehmlich in der Hand des deutschen Landwirtes. Die deutschen Landwirte werden und müssen in bewährter vaterländischer Gesinnung alles aufbieten, unsere wirk schaftliche und nationale Unabhängigkeit zu retten. Reichsausschuh der teutschen Landwirtschaft. — Deutscher Landwirlschaftsrat. — Bund der Landwirte, — Deutscher Landbund. — Deutsche Lanbwirkschaftszesc.i- fdjcift. — Generalverband der deutsche, Raiffeisen-Genossenschaften. — Reichsverbond der deutschen landwirtschaftlichen Genossenschaften. -— Reichsverband der deutschen land- und sorstwirtschfatl. Arbeitgebervereinigun- gen. — Vereinigung der deutschen Bauernvereine.
xc^ Diözese Fulda. *^^
Zu statistischen Zwecken findet alljährlich zweimal eine Zählung der HKchenbesucher (der hl. Messen) statt; sie erfolgt wieder am 3. Sonntag im September.
Der Landesausschrrß der Zenlrnmsparkel im
unter dem Vorsitz des Herrn Amlsgerichisrats Rhiel in der „Harmonie" in Fulda. Die Satzungen für den Bezirk wurden nochmals durchberalen und verabschiedet. Ueber die Verhandlungen des Reichsausfchus- ses der Senlrumeparlei am 24. und 25. Ium wurde Bericht erstattet und über die kommenden Londtavs- und Gemeindewahlen eine rege Aussprache geführt. U a. wurde mitgeteilt, daß im Kreise Fulda bereits 27 0 0 0 eingeschriebene Mitglieder her 3 ? n t r ums Partei vorhanden sind. Auch in h anderen Kreisen des Fuldaer Landes ist die Zahl k organisierten Zentrumsmitglieder erheblich. Nach In. teressanien Mitteilungen über die Ursachen Ler Teuerung, die durch lokale Prosabbou-Bemühunpen nicht wesentlich beeinflußt werden können, faßte die Vcr- fammluirg einstimmig folgende Entschließung: ;
gegen dis Teuerung:
Ser Landesansschuß der Zsntrumspartei des Regie, rungsbezirks Kassel verurteilt nachdrücklich die unter Duldung und Mithilfe von Regie- r ungsorganeu ftaUgebabte Preistreiberei der Berussv4 rbände und K r i e g r ge feilsch a f t e n und die Festsetzung unberechtigt hoher Höchst- und Richipreise; er verlangt schleunigen und durch- reifcndcn Preisabbau von oben herab und energisches Vorgehen gegen den Wucher mit Gegenständen des täglichen Bedarfs. Der Landesausfchuß richtet an die Zentrumsfraktion des Reichstags das dringende Ersuchen, aus diesem Gebssie mit allem Nachdruck Abhilfe zu schaffen.
Diese Entschließung wird gewiß In allen Kreisen der Zmtnimswählerschaft große Befriedigung Herver- rufen. Hat man es doch endlich einmal deutlich ausgesprochen, daß das Uebel an der Wurzel gefaßt werden muß. Für jeden, der mit volkswirtschaftlichen Fragen einigermaßen vertraut ist, mußte es ja von vornherein restlichen, daß die bisherigen Versuche von mehr aber weniger berufener Seite, örtlichen Preis- abbau burchzuführen, keinen wirklichen Erfolg haben konnten, wenn nicht der ungesunden Preisbildung von oben einmal ernstlich au den Kragen gegangen wird. Es wäre nur zu wünschen, daß auch die Parteileitungen anderer Bezirke sich tiefem Vorgehen unverzüglich an» schließen, um mit noch größerem Druck aus Nei.b-tog und Negierung einzuwirken, damit man endlich den Mut fintet, dem Ungeheuer „Preiswucher" den Kopf ab-- zuschlagen. Auch die
A u s l 8 n d er f r a ß e wurde besprochen und folgende Entschließung gesaßt:
Der LandeSauSschutz der Zentrum-partei oc» Re- gicrmvS Kassel verurteilt die DuUuua des Aufenthalts und unausgesetzten Zuzugs von Ausländern seitens der matzqebendcn lltegicruu^sstellen, umsomehr als durch diese vielfach verbrecherischen Elemente die größten moralischen und wirifchaftltchen Nachteile cutstehen, die B all Ker u ä h r n n g immer mehr beeinträchtigt und die Äohnu ng8no t ständig vergrößert wird. DerLandes- «usstluß ersucht die Zentriuuspartei deZ Reichstags, ohne Verzug auf Abhilfe dieser Mißstände zu dringen.
Weit.rhin erfolgte eine Stellungnahme zu der in dem Entwurf der neuen Landgemeindeordnung vorgesehenen Einführung der
51 in tsve 1 b ä n d e n nÄ 91 in t 6 vo t st e Hz: r.
Tie Ansicht der Versrnttmlung fand folgenden Niederschlag:
Der yanbcSauIfd'U'ü der Zentcnmèpd t des Regierungsbezirks Kassel erhebt re, cn die g> plante Ein» sührunz von Amtöverbänden und Amtsvorstchcrn^ schärsstcn Widerspruch, einerseits wegen der damit verknüpften writeren Vermehrung de'r Bc- am ten uns dadurch entstehenden finanziellenVeiastunz der Steuerzahler, unfrei trfniä wegen des C i n« Ali f [6 in das Sei bst best im in ungeredjt der Geneinden.
Eingehend wurde auch die S ch u ! s r a g e erörtert und Steilung genommen gegen die Bestimmung des neuen Lehrerbesoldttngsgesetzes, wonach ben Gemeinden jede Mitwirkung bei der Anstellung der Lehrpersonen genommen werden soll. Energisch verlangt wurde auch die Durchführung der Parität bei ter Anstellung der Beamten, wobei leider der alte preußische protestantische Geist noch immer sein Unwesen treibt zum Schaden der Katholiken. Mit sreundlicheu Worten ist uns nicht geholfen, wir verlangen Taten und ein N m« lernen vor allem bei den „Geheimräten", die 0er neuen Zeit anscheinend vielfach noch mit recht wenig Verständnis gegenüberstehen. , .
Zum Schlüsse der mh’wffanten LasUNg fü] ter Voist den de, Herr Landia iSobgeovbnctcr Amtsgerichtß- vot Rhiel-Fttlda 4er Hoffnung Andruck, daß die