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Erscheint jeden Sonntag u. kostet vierteljährl. Ausg. A2. Mk., 632.50 Mk. Redaktionsschluß Montag. Anzeigen die einspaltige Kolonelzeile oder deren Raum 40 Pfg. Bei Wiederholung entsprechender Rabatt. Für Offert- und Auskunft-Anzeigen 30 Pfg. extra. Anzeigen müssen spätestens bis Montag morgens im Besitz der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda sein. Größere Anzeigen erbitten wir uns entsprechend früher.

- -. - Druck und Verlag der Fuldaer Actiendruckerei.

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Religiöses Wochenblatt für die katholischen Gemeinden Kassels

WsSenKalender.

onntag 29. Aug. 14. n. Pfingsten. Die Enthauptung des hl. Johannes des Täufers, Sabina, M.

Montag, 30. Aug. Rosa von Lima, Jungfr., Felix u. Adauctus, M.

Dienstag, 31. Aug. RahmunduS Nonnatu jef.

Nittwoch, 1. Sept. Aegidius, Abt, 12 Brüder, M.

Donnerstag, 2. Sept. König Stephan, Bek. freitag, 3. Sept. Vom Tage. (6. Jahrestag der Er­wählung des Papstes Benedikt XV.)

-amstag, 4. Sept. Von der Mutter Gottes.

vierzehnter Sonntag nach Pfingsten.

(Ev. Matth. 6, 2433.)

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Niemand kann zweien Herren dienen; denn entweder oird er den einen hassen und den andern lieben; oder er wird sich dem einen unterwerfen und den andern verachten. Ihr könnet nicht Gott dienen und dem Mammon. Darum sage ich euch: Sorget nicht ängstlich für euer Leben, was ihr essen werdet, noch für euern Leib, was ihr anziehen wèrdet. Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung? Betrachtet die Vögel des Himmels; sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen: und euer himmlischer Vater ernähret sie. Seid ihr nicht viel mehr als sie? Wer unter euch kann mit seinen morgen seiner Leibeslänge eine Elle zusetzen? Und warum sorget ihr ängstlich für die Kleidung? Betrachtet die Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen; sie arbeiten nicht und spinnen nicht: und doch sage ich euch, daß selbst Salomon in all' seiner Herrlichkeit nicht bekleidet gewesen ist, wie eine von ihnen. Wenn nun Gott das Gras auf dem Felde, welches heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird, also kleidet, wie viel mehr euch, ihr Kleingläubigen! (sorget also nicht ängstlich und saget nicht: Was werden wir essen, was werden wir trinken, oder womit werden wir uns bekleiden? Denn nach allem diesem trachten die Heiden. Denn euer Vater weiß, daß ihr alles dessen bedürfet. Suchet also zuerst daS Reich Gottes und seine Gerechtigkeit: so wird euch dieses alles zugegeben werden.

vom Unerfsrschüchen.

Keinem Arbeiter, der im Verlauf der J Unterhaltung eine große religiöse Unwissenheit an den Tag legte und so viele Dinge besonders aus der J bösen Kriegszeit nicht in Einklang bringen konnte mit Gottes Güte und Gerechtigkeit, legte ich die Frage vor: wissen Sie auch, was das erste ist, das wir von unserm Herr­gottwissen und bat eisen müssen? Als er verstummte, sprach ich: das erste und noiwendigste, was wir von unserm Herrgott begreifen müssen, ist dieses, daß erunbegreiflich" ist. Der Mann wird sich diesen Gedanken wohl überlegt haben, als er dann allein durch den Wald weiterschritt, seiner Arbeit entgegen.

Seelen In Wt! Mr Ml?

Diaspora.

Weißt du, glücklicher, religiös wohlversorgter Katholik in ganz katholischer Gegend, was das ist: Diaspora? Was das heißt, in der Zer­streuung unter Andersgläubigen leben, stunden­weit zur nächsten Kirche, zum Priester, und keine katholische Schule für die armen katholischen Kinder!

Heißt das nicht für die Lauen, bald die religiösen Uebungen an den Nagel hängen und dann entweder mit Frau und Kindern dem reli­giös-kirchlichen Leben überhaupt absterben oder in der größten Gefahr sein, sich, um doch etwas zu haben, einfach an die Konfession anschließen, unter der man lebt?

Heißt das nicht für die dort lebenden guten und eifrigen Katholiken, sich wie in der Verbannung fühlen und mit bitterem Schmerz der schönen, prächtigen Kirchen gedenken, die sie in der Heimat, aus der die Verhältnisse und das Suchen nach Arbeit sie fortwandern ließen, gesehen haben? Heißt das nicht viel­fach für die lieben Kinder, des ihnen nötigen Religionsunterrichtes und all der schönen Freuden entbehren muffen, die sich für ihr empfängliches Gemüt an die Feste des Kirchen­jahres und deren Feier im Gotteshause knüpfen? Heißt das nicht gar oft für die Jugend, in den Stürmen des Lebens keine Gelegenheit zu regelmäßigem Sakramentenempfang haben, der ihr Lebensschifflein vor dem Zerschellen an den Klippen bewahrt? Herßt das nicht für manchen Greis, der wie der alte Simeon Aus­schau hält nach dem Erlöser, ohne die letzte Weg­zehr ins Grab sinken und den ernsten Schritt in die Ewigkeit.tun?

Und dafür sollten Katholiken, die, was kirch­liches Leben anbelangt, mitten im Ueberfluß sich befinden, kein Verständnis haben? Nein und tausendmal nein, sie sehen weiter, als der eigene Kirchturm seinen Schatten wirft, sie unterstützen mit Freuden den Bonifatiusverein. Demnächst wird allen Lesern deS Bonifatius-Boten Gelegen­heit gegeben, eine besondere Gabe für den Boni- fatiusvereiu zu spenden, da wird sich keiner aus­schließen. Nähere Mitteilung folgt.

Mr wollen ane SM fein!

Ja, Gott ist unbegreiflich, unerforschlich. Oester I hat der königliche Sänger diesen Gedanken seiner Harfe anvertraut; so auch im Psalm 63, dem wir unsere Aufmerksamkeit schenken wollen.

Psalm 65: Des Sünders Bosheit und Gottes weife, unbegreifliche ^ügnnzen.

1. Erhör, o Gott, mein heißes Flehen, Dem Feind entreiße meine Seele.

2. Scharf wie ein Schwert ist ihre Zunge Und schußbereit ist stets ihr Bogen.

3. Bewahr mich vor der Bösen Rotte, Vor meiner Uebeltäter Menge.

4. Sie zielen heimlich auf die Unschuld, Ermorden furchtlos Gottes Knechte.

5. Sie halten Ratschlag mit einander, Bestärken sich in rhrer Bosheit.

6. Und Fallen legen sie dem Guten Und denken: wer wird cs bemerken?

7. Sie sinnen stets auf neue Bosheit, - Doch fruchtlos bleiben ihre Mühen.

7a. Sie brüten heimlich schlimme Pläne, Doch werden sie damit zu Schanden.

8. Der Mensch versteigt sich in Gedanken: Doch Gott ist groß und unerforschlich.

8a. Die Schläge wutentbrannter Gegner Verwandelt er in Kinderpfeile.

8b. Und ihre Zungen macht er kraftlos, Zum Werkzeug eigenen Verderbens.

9. Erstaunt sind alle, die es sehen Und Furcht wird jedes Herz ergreifen.

10. Und alle preisen Gottes Werke, Erkennen seinen mächtgen Finger.

11. Im Herrn erfreut sich der Gerechte, Und neu erblühet seine Hoffnung.

David schildert das Treiben der Feinde, die sich erschöpfen mit den Ränken und Schlichen ihrer Bos­heiten, um Gott und seinen Dienern zu schaden. Einer Pincke gleichen sie, die sich im Spinnennetz verfangen hat; jemehr sie sich zu befreien sucht, desto mehr verwickelt sie sich in die verderblichen Fäden, bis sie zuletzt die Beute der gefräßigen Spinne wird. Ein gottloser, boshafter Mensch verschwendet all seine Mühe dazu, um sich selber mit Schande zu bedecken und sein eigenes Verderben zu schmieden.

Wie war es z. B. mit den Juden, die den Hei­land verfolgten? Sie fingen sich in ihren eigenen Netzen. Ihre Pläne gingen dahin, den Namen des Heilandes auszutilgen oder wenigstens für alle Zeit mit Schmach zu bedecken. Und der Erfolg? Gegen ihren Willen haben sie dem Heiland die höchsten Ehren erworben und seinen Name unsterblich gemacht für Zeit und Ewigkeit. Das Kreuz, zu dem sie ihn verurteilten, war für den Heiland der Steigbügel zum Triumph, zum Sieg über Tod und Grab, zur Auferstehung und Glorie, zur Liebe aller Auserwählten. Jesu Feinde aber haben sich durch all ihre Bosheiten mit unsterblicher Schande bedeckt. Wie lächerlich haben sie sich.gemacht nach der Auferstehung. Die Wächter am Grabe haben sie überredet, die Aus­sage zu verbreiten:Während wir schliefen, sind seine Jünger gekommen und haben den Leichnam gestohlen!" Ais ob Leute, die vom Schlaf über-.