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Religiöses Wochenblatt die katholischen Gemeinden Kassels

14. Und strotzte auch dein Haus von Wohlstand: Latz nicht dein Herz davon berücken.

wochenkalender.

»Ntttag. 15. Aug. 12, n. Pfingsten. Mariä Himmelfahrt, iontag, 16. Aug. Joachim, Vater der fei. Jungfrau. Üenstag, 17. Aug. Karolomann, Bek. Hyacinth, Bek. Mittwoch, 18. Aug. Wigbert, Abt. Agapitlls, M.

Zonnerstag, 19. Aug. Von der Oktav von Himmelfahrt, steitag, 20. Aug. Bernard, Kirchenlehrer.

Samstag, 21; Aug. Oktav der Kirchiveihe, Johanna Franziska V. Chantal, Witwe.

Zwölfter Sonntag nach Pfingsten.

Ev. Luk. 10, 2338 vom barmherzigen Samaritan.)

Ein Stern in Mariens Krone.

n seinen monigfachen Lcbensschick- salen hat David an Gott sich an» geklammert, auf seine unendliche Allmacht vertraut, an seiner uner­meßlichen Güte sich gesonnt. Drum war auch seine Geduld gleich einem ch keine Trübsal erschüttert wnrde.

Von seiner Geduld und Gotkergebenheit in allen Fährnissen seines vielbewegten Lebens ist der Psalm 61 ein beredtes Zeugnis.

psülm 61: Davids Geduld im Gedanken an Gotter Macht und Gute.

1, Soll nicht mein Herz sich Gott ergeben? Von ihm allein kommt meine Hilfe.

2. Er ist mein Gott und ist mein Heiland, Mein Schirmherr, meine treue Stütze.

6. Tie Feinde stürmen wütend auf mich, Allsamt sie wollen mich vertilgen.

4 Für schwach und kraftlos sie mich halten Wie schiefe Wände, morsche Mauern

5. Mein Leben ist in ihren Händen, Kein Geld kann ihren Blutdurst stillen.

6, Ihr Mund ist voll von Segenssprüchen, Doch trieft ihr Herz von Mord und Bosheit.

7. Sei gottergeben, meine Seele, Von ihm Iommi ut Geduld und Hoffnung.

8. Er ist mein Gott, ist mein Beschützer Ist mein Verlaß und meine Zuflucht.' r

10. Auf ihn vertraut, ihr Völker alle lind schüttet vor ihm aus die Herzen.

11. Ein mächtger Helfer ist er allen Und jederzeit ein treuer Beistand x

12. Ein Hauch nur sind die Menschenkinder, Sind Lügner nur aus Gottes Wage.

13. Auf unrecht Gut euch nicht verlasset Und denket nicht an Diebesbeute.

15. Feststeht die Satzung unseres Gottes, Die von den Vätern ich vernommen:

16. Lei dir, o Herr, ist Macht und Güte, Und nach Verdienst du jedem lohnest.

Auch wir müssen in allen Lebensschicksalen eine unerschütterliche Geduld bewahren im Gedanken an Goiles Macht und Gottes Güte.

Bec dir, o Gott, ist Macht und Güte! Weißt du denn nicht, daß deine Schicksale von Gott kommen? Und von was für einem Gott? Nicht von einem grausamen, nicht von einem strengen, nein von einem milden, von einem gütigen. Das innerste Wesen Gottes weiß der hl. Geist selber nicht besser zu er­fassen und zu beschreiben als mit den liefen Worten: Gott ist die Liebe, Gott ist die Güte. Ein Abglanz seiner Güte aber ist die allerseligste Jungfrau Maria, deren Himmelfahrt wir heute begehen. Sie ist das Werb mit der Sonne bekleidet, den Mond unter ihren Füßen und auf ihrem Haupte eine Krone von 12 Sternen. Diese12 Sterne" sind nichts anderes als die wundersamen Tugenden, nm denen der himmlische Vater seine Tochter, der gött­liche Sohn seine Mutter, der hl. Geist seine Braut geschmückt hat. Nicht der geringste und nicht der mindeste dieser Sterne ist Mariens Güte, ein Spiegel unb Abbild der unendlichen Güte Gottes.

Der hl. Bernhaid wird nicht müde, .Mariens Güte zu preisen und zu erheben. Durchgehet die ganze hl. Schrift, sagt er, und prüfet, ob ihr irgend­wo etwas Rauhes, estvas Herbes, etwas Abstoßendes findet bei Diaria. Wenn ja, dann möge sie euch in Zukunft verdächtig Vorkommen; und ihr möget sie in Zukunft nicht mehr anrufen. Wenn aber im Gegenteil ihr nichts bei ihr findet als Güte und und Liebe, dann rufet sie mit allem Vertrauen an. Zwar ist Gott die Güte selber und alle menschliche Güte ist nur ein Ansflnß und ein Anteil der göil- lichen Güte. Und doch, so fährt der hl. Kirchenleh­rer weiter, und doch will es scheinen als wäre bei Maria »sozusagen noch mehr Güte zu finden als selbst bet ihren: Sohne Jesus. Denn dieser ist nicht bloß Mensch, wildern auch Golt, nicht bloß Erlöser, jonbern auch Richter, nicht bloß gütig, sondern auch gerecht. Diaria aber ist bloß Mensch, bei Maria ist bloß Güte und Milde. Hin. erissen vom Zauber ihrer Güte beschließt er das Salve Regina mit den herrlichen Anrufungen: o clemens, o pra, o dulcis Virgo Maria o müde, o gütige, o süße Inn stau Maria!

Worin zeigt sich Mariens Güte? Besonders in ihrer Güte gegen" die Sünder. Mit ihren welchen Diutterarmen hat sie schon manchen Sünder aus der Umstrickung der Sünde, aus der Verkettung bei ;eu Gelegenheiten befreit. So lebte in Alexandrien Maria von Aegypten, die indes mit ihrer hlmmlcschen Namenspatronin nichts gemein halte als den Namen. Im übrigen führte sie ein lasterhaftes, ausschweifen­

des Leben zum Aergernis der Siadt. Da geschah es, daß die Christen von Alexandrien eine Walliahrt machten zum hl. Kreuz nach Jerusalem. Auch Diaria schloß sich ihnen an, nicht aus Frömmigkeit, sondern ans Neugierde. Sie kam nach Jerusalem und war im Begriff, mit den üb.igen Pilgern in das Heiligtum der Kreuzkirche einzutreten, um dort das Werkzeug der Erlösung zu 'eben, das Holz des Kreuzes. Doch siehe, an der Schwelle bleibt sie wie angewurzelt stehen und kann keinen Schritt vorwärts tun. Daran sind meine Sünden schuld, sprach sie bei sich selber, und kniete vor einem Bild der Mutter Gottes in der Vorhalle nieder. Unter Tränen flehte sie die Mutier Gottes an, ihr doch dazu zu verhelfen, das Kreuz ihrer Sohnes schauen zu dürfen. Nach dem Gebet steht sie auf und probiert den Eintritt ein zweues Mal. Una siehe, ohne jedes Hindernis kann sie die Schwelle überschreiten. Und. die Ver­sprechen hat sie gehalten und ist nicht mehr zurück» gekehrt an den Ort der Sande, sondern begab sich in eine abgelegene Wüste, wo sie bis an ihr Lebens- ende strenge Buße tat,

Das ist die Stufenleiter der Sünde, sagt ?o schon der hl. Bernhard: durch Maria zu Christus, durch Christlls zum Vater, vom Vater zur Seligkeit. Der hl. Johannes Chlysostomus spricht sogar die kühne Ansicht ans, Gott habe Maria ernmblt, damit sie die Sünder, welche die Allmacht ihres Sohnes nicht retten kann, rette durch ihre Gute.

So n in in denn, mein Christ, für dich unb für andere arme Sünder, besonders für die ver wckien und berblenbeten, die Zuflucht zu Maria, der Mutter der Gnade, der Mutter der Barmherzigkeit, dec Zuflucht der Sünder. Der Burgpsarrer.

Neue Heilige.

Maria Margareta Alacoque.

Zahlreich wie höchst 'el'en folgten sich in Rom, der Hauptstadt der Christenheit, vom 9. Diät bis 13. Juni dieses Jahres die feierlichen Heilig- und Seligsprechungen Arn meisten freut sich wohl bie ganze C wlstenheit über die Heiligsprechung der seligen Niargarela Maria Alacoq re, die ja längst weltberühmt geworden ist als bevorzugte Schülerin des göttlichen Herzens Jesu, dessen grenzenlo e Er­barmungen zu verkündigen ihre Lebensaufgabe war.

Von Geburt aus ist Margareta eine Französin Ihr Vater war königlt der Dichter und Notar, ent­stammte aber einem ein heimischen burgundischen Bauerngeschlechte. Un schuldvoll und engelrein wuchs sie heran. Oft sprach sie schon als tleiues Kwd, ohne den Smu der Worte zu erfassen:O mein Gott, ich weihe dir meine Reinigkeit und gelobe dir ewige Keuschheit." Sie Gälte später zufolge ihrer Vorzüge mehrmals heira en können und sollen, blieb aber dem Jugendvorsatze, Jungfrau zu bb- ben und Klosterfrau zu werden, getreu. Dre öftere hl.