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en Staates, jegliches Geschick, das ihnen als Ka° 1 von diesem Staate bereitet wird, gemeinsam werden.

dürfte nun wohl bei dieser Gelegenheit auch die zwar nicht Thüringer sich nennen, aber schon vom Wachstum ihrer Kirche ob nah und fern twas vernommen, willkommen sein, ein Bild von atwickelung der katholischen Kirche in den thü- )en Kleinstaaten während des vorigen Jahr- ts in knappen Umrißen zu schauen. Beginnen fit Schwarzburg-Sondersbausen. Wie so oft in Zeitläuften der Kirchengeschickste brave katholische en die Schrittmacher junger katholischer Gemein- mrden, so auch in Sondershausen als 1867 das zburgiscke Bataillon aufgelöst und durch konfes- gemiscyte preußische Truppen, ausgehoven zum n Teil in den Rhe'.nlanden, ersetzt wurde.

? Abhaltung eines Gottesdienstes für diese Trup- ;urde nun von Berlin aus gefordert und am 1. nber 1868 ernannte der damalige Feldprobst der schen Armee, Namszanowski, den Dechanten von laufen Baumhoer zum stellvertretenden Militär- ger von Sondershausen mit der Auflage alle vier n Gottesdienst zu halten. Dieser Zustand seel- her Aushilfe, die später zeitweilig auch durch Raufen geleistet wurde, dauerte bis zum Jahre Rasche Fortschritte machte die katholische Ge- e in den Neunzigern Jahren. Dechant Hellwig Nordhausen, eifrig bemüht der kleinen Herde zur n Hürde und zum eigenen Hirten zu verhelfen, e 1892 Religionsunterricht für die Kinder ein, er- 1894 für 21000 Mk. ein Grundstück mit zwei chäusern, von denen das eine die Schule und Ka- aufnahm. Als dann 1896 Dechant Hellwig den vollen Ruf als Domkapitular an die Kathedrale Paderborn erhielt, sandte die bischöfliche Behörde rsten Missionsvikar in der Person des Dr. Fritsch Sangerhausen. Bereits nach zwei Jahren am 24. 1898 zog in Sondershausen, der jetzt noch amtie- Pfarrer Freund ein. Wenig, sehr wenig auf die mkasse bauend, umsomehr Gottes Vorsehung ver- nd, ging er sofort an die Errichtung der Schule krönte seine Arbeit mit der Erbauung der ge- ckvollen Kirche im Jahre 1908.

un noch zwei Bilder aus dem Diasporaguckkasken. ür das Militär war die leerstehende Kirche St. s, aus alter katholischer Zeit, gemietet worden, cteiligten sich an dem Gottesdienst natürlich auch lische Zivilpersonen und der amtierende Geistliche auch diese in der Kirche Beicht, taufte, traute, d.

llzog Kasualien an ihnen. Als dies ruchbar ge­rn, gab der protestantische Kirchen- und Schulvor- den Bescheid:Die Vollziehung von Kasualien 1 hiesiger Stadt nicht ansässigen resp, nicht zur ärgemein.de gehörigen Personen, überschreitet die ze der Erlaubnis und ist deshalb ausgeschlossen." Falle der Nichtbeachtung soll die Benutzung der e überhaupt verboten werden. Ob dann unter n Himmel die bravenZivilisten" sich niederge- i, wenn sie beichten, heiraten oder taufen lassen en, weiß ich nicht; klingt für Diasporaverhältnisse Dings nicht unwahrscheinlich.

er obengenannte Dr. Fritsch hatte ein Schristchen jsgegeben mit dem Titel:56 Preisaufgaben für estanten in öffentlichen Briefen an meinen Freund , protestantischen Pfarrer in I." Der fürstliche lenrat und das Gesamtministerium hielten hohen und lösten die 56 Preisaufgaben verblüffend schnell mühelos in ihrer Art. Man sah wenige Tage nach m Konzilium Dr. Fritsch mit Sack und Pack am chof schmerz- und tränenlos von dannen ziehen, ein Erlöster. Es war im zweiten Jahre seines nthaltes in Sondershausen, am 18. des Monates 1898; die Luft ging frisch und frei und wer lange muß rosten.

lrnsiadl im Schwarzburgischen sah viel früher die vicklung einer katholischen Gemeinde als Sonders- en. Es ist eine Erfahrungstatsache für Diaspora- liche, daß nicht selten Männer in bescheidenster lung bei Gründung junger Gemeinden, unter mu= m Einsatz ihrer abhängigen Existenz, wesentliche entscheidende Dienste leisten. So legte der Kam- Diener Friedrich Riegel das Fundament zur heu- 1 Pfarrgemeinde Arnstadt. Er wußte in seiner Weise H einen Konsistorialbeschluß vom 22. Januar 1817 Erlaubnis zum katholischen Gottesdienst zu er- jcn. Seelsorgliche Hilfe kam aus dem Schotten- er in Erfurt, 1831 kaufte man das Haus eines uhmachermeifter Koch, richtete hier eine Kapelle ein , gab ihr gelegentlich der Einweihung am 24. Sept. .7 den Namen Güntherkapelle in Erinnerung an n Grasen Günther, der im Frühlichte der Christia- rung jener Gegend den Missionaren gute Dienste ete. 1870 kam der erste ständige Geistliche Kaplan iel aus Erfurt, 1872 entstand die Schule, 1877 die He.

Ein Schmerzensbild aus jenen Tagen.

Es war, wie schon gesagt, um das Jahr 1831, da i von obigem Schuhmachermeister Koch ein Haus fte und die Kapelle einbaute. Ebenso wohlwollend unklug wurde diesem Manne der Jnsitz für sich und Seinen zugestanden. Ob dessen ärgerlichen Lebens, übte sich bald ein Teil der Gemeinde den Gottes­ist in diesem Hause zu besuchen und die kleine dc zerfiel schließlich in zwei Parteien, die sich der­

art befehdeten, daß zwei Jahre lang überhaupt ein Gottesdienst nicht mehr stattfinden konnte. Zu guter- letzt trat der Hauptrufer im Streit mit seinen Genossen zur Sekte der Rongeaner über. Bald die Hälfte der Gemeinde war verloren, aber es war doch wieder Frie­den eingekehrt in den Türmen, die Mauern konnten aufgebaut werden und die Wunden verharschen.

Von einer staatskirchenrechtlichen Entwickelung ist natürlich wenig zu berichten. Der am 18. April 1807 erfolgte Beitritt zum Rheinbund hatte für die Katho­liken des Fürstentums keine rechtliche Bedeutung, weil damals noch keine Gemeinde bestand. Gleichwohl hatte Art. 13 der deutschen Bundesakte auch für die später entstandenen Gemeinden Geltung. Eine gesetzliche Re­gelung zwischen Staat und Kirche ist nicht vorhanden. Da in der Circumscriptionsbulle de salute animarum (16. Juli 1821) sowie in der Bulle Provida sollersque (16. Aug. 1821) Schwarzburg-Sondershausen übersehen war, so war Weser Staat kirchlich res nullius: d h. rechtlich keiner Diözese zugeschrieben. Dabei verblieb es, bis Bischof Martin von Paderborn die Behörde in Rom aufmerksam machte und diese dann 1869 die Ka­tholiken von Schwarzburg-Sondershausen der Diözese Paderborn zuschrieb.

Das Wachstum der Katholiken drückt sich in folgen­den Zahlen aus: 1880 410 Katholiken, 1885 615, 1890 633, 1895 658, 1900 1092, 1905 1520, 1910 1723 Ka­tholiken. Leider ist in der Volkszählung von 1915 dis Konfession ausgeschaltet worden.

(Fortsetzung folgt.)

Ein bewährtes Hausmittel

(Aus Alban Stolz: Mixtur gegen Todesangst).

Solange du Feindschaft hast, verfluchst du dich gerade so vielmals, als du während der Zeit der Feindschaft betest:Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldiger«!" Tenn in jedem Vaterunser forderst du Gott heraus, er solle dir auch feind sein wegen der Beleidigungen, durch die du dick gegen Gott versündigt hast.

Ja, das laß ich schon gelten, sagst du, aber man ist eben ein Mensch; was will man machen, wenn der Zorn inwendig kocht unb dampft, wenn man Wasser auf ungelöschten Kalk schüttet? Tie Leute machen es einem darnach; ich kann eben nicht anders, ich muß schimpfen und fluchen. Pfui, schäme dich, daß du so lügst. Freilich kannst du anders, aber du willst nicht anders und hast eine matte Seele, die sich lieber von Zorn und Haß hin- und herreißen läßt, wie ein loses Spinngewebe vom Wind, als daß sie ihm herzhaft und stark Widerstand und Gewalt antun möchte. Den schlimmsten Feind hast du in dir selber sitzen, der es übel mit dir meint und dir mehr schadet als alle die Leute, die mit dir böse finb' Dieser Feind ist das empfindliche und rachsüchtige Wesen, das in dir leicht wie ein Zündhölzchen ent­brennt und dich und andere plagt. Dem stell nach, deinem Grollen, und tritt es unter die Füße und wirs es zum Haus hinaus, so oft es anklopft oder sich einschleichen will, wie einen verdächtigen, lieder­lichen Kerl!

Ich will dir nun einen solchen Handgriff lehren, Ivie man den bösen Geist des Hassens und Grollens beisammen und ihn banken kann. Es ist ein ganz wohlfeiles Mittel, ein Hausmittel, das überall zuhand ist, in der Küche, in der Stube, im Stall und außer dem Haus, im Feld, im Wald und auf der Wiese, wenn gerade der Nachbar dir das Wasser abge­spannt hat. Es ist eigentlich ein Sympathiemittel, eine Sympathie, wo kein Aberglaube dabei ist. Ich sage dir das Mittel von Herzen gern, versprich aber, daß du es gebrauchen wirst alle Tage deines Lebens, versprich und halte, ich bitte dich recht sehr barmn. Es ist so einfach und leicht und gar viel zu wert und bringt großen Vorteil dir und deiner Familie, und deinen Nachbarsleuten und deinen Vettern und der Schwägerschaft, allen zusammen. Ich will es i)jr jetzt sagen:

Wenn der Teufel kommt und zischt dir in den Sinn:Das ist zu arg, was der und die über dich gesagt haben"; oder:Das tät ich nicht leiden, ich tät klagen oder sonst weit machen;" oder:Schau, das ist der Dank von dem Lumpenpack, tu nur keinem mehr etwas zulieb, sie sind alle falsch" usw. wenn, sage ich, der Teufel mit seinem schwarzen, giftigen Pelz so an dir reibt und alte und neue Geschichten aufrüttelt, damit du in Hitz und Haß kommest, so geh hin und bete ein Vaterunser für den Feind und für dich, daß Gott euch allen zwei gnädig sein und euch mli^inander in den Himmel verhelfen wolle und daß Gott dir vorher weil es sonst mit dem In den-Himmelkommen nicht geht helfen möge, von ganzem, ganzem Herzen zu verzeihen!

Der hl. Daler

hat eine Kundgebung (Motu Proprio) erlassen, wonach der 50. Jahrestag der Ausrufung des heiligen 3ofep;j zum Schutzpatron der kath. Kirche in der ganzen kath. Welt feierlich begangen werden soll. Das Motu Pro­prio weist auf die Gefahren und Verwüstungen ZM, die, weit schlimmer als diejenigen des Krieges, "der Welt durch jene Lehren drohen, welche die Menschen nur zur Erwerbung materieller Güter antreiben, dis ver­schiedenen Klassen der bürgerlichen Gesellschaft in feind­lichen Gegensatz zu einander stellen und so Unordnung und Unheil unter den Menschen Hervorrusen. Ter Papst beklagt an chdas Nachlassen der Sittlichkeit. Er fordert die Gläubigen auf, für die Verehrung des hl. Joseph des Schutzpatrons der Kirche sich angelegen sein zu lassen. Die Arbeiter sollen sich unter seinen Schutz und Schirm stellen, damit sie vor den schweren Gefahren des Sozialismus bewahrt würden, der der größte Feind der christlichen Lehre sei. Weiter fordert der Papst die Gläubigen auf, die Verehrung der Heiligen Familie zu verbreiten, deren Oberhaupt der heilige Joseph fei; denn die Familie sei die Grundlage der menschlichen Gesellschaft.

Lkzbischos vr.ThsNsr Mrber vonzreiburg ist drei Tage nach seinem goldenen Priesterjubilänm ge­storben. 22 Jahre hat er den Hirtenstab des hl. Konrad geführt. Diese Jahre sind ausgefüllt mit rastloser Hirten- ârbeit zum Wohle der unsterblichen Seelen, die Gottes Vorsehung seiner Hut anvertraut hatte. Eine seiner ersten Forderungen an die Regierung war die Zulassung von Männerklöstern; erst 1918, kurz vor Ausbruch der Re­volution, erreichte er das Ziel dieser apostolischen Bemü­hungen, nachdem er selbst mit großem Nachdruck in der Ersten badischen Kammer für den betr. Antrag eingetreten war. Inzwischen haben Franziskaner (aus Fulda), Kapu- gmer, Redemptoristen und Zisterzienser in der Diözese ein Heim gefunden. Die Abtretung Elsaß-Lothringens an Frankreich brachte die Notwendigkeit, für verschiedene weib­liche Kongregationen in Erlen bad, Bühl und St. Trudgert neue Mutterhäuser unb den Schulbrädern in Kirnach und Ettenheimmünster neue Pflanzstätten zu errichten. Erz­bischof Dr. Nörber besaß ein ausgezeichnetes Organisations­talent. Besonders die Kongregationen und religiösen Ver­eine sind während seiner Amtstätigkeit mächtig empor­geblüht. Bei der Förderung der Kongregationen ging er üo der Anschauung aus, daß alles Vereinsleben nicht zum Ziele führt, wenn nicht religiöser Geist gerade die Kern­truppen belebt. Aus dem heimischen Klerus hervorgegan- gen blieb er auch als Oberhirt ein Freund und Berater seiner Geistlichen, die er wiederholt um sich versammelte, um mit ihnen die Aufgaben, wie sie die neue Zeit stellte, zu beraten. Die Sorge um einen eifrigen priesterlichen Nachwuchs lag ihm auch ganz besonders am Herzen. Die Einführung eines fünfjährigen tl>eologischen Studiums und der Freiburger Hochschulkurse ist zum großen Teil sein Werk. Eines seiner Hauptverdienste ist die MitwirkrmF beim Ausbau des Caritasverbandes für ganz Deutschland. Für die kirchliche Freiheit ist er immer unerschrocken ein­getreten; in Baden hat die frühere Regierung von jeher versucht, den Erzbischof gegen das Zentrum auszuspielen; mich bei dem Verstorbenen hat es nicht an derartigen Versuchen gefehlt, er hat aber sowohl als einfacher Scel- sorgsgeistlicher wie als Erzbischof nie ein Hehl daraus gemacht, daß er aus innerer Ueberzeugung der Fahne des Zentrums folge. Großer Unterstützung erfreute sich bei ihm auch die katholische Presse; noch kurz vor seinem Tode verlieh er dem Chefredakteur desBadischen Beobachter", einem Geistlichen, den Titel eines Geistlichen Rates. Erz­bischof Thomas war einer echter Volksbischos; was er in zweiundzwanzigjähriger Wirksamkeit geschaffen, wird auch in Zukunft noch reiche Früchte tragen und sein Andenken wird gesegnet sein. R. I. P.

In Rom fand am Jahrestage der Verkündigung der Glaubenssatzungen der Unfehlbarkeit des Papstes im rech­ten Seitenschiff, in welchem das Konzil feine Sitzungen gehalten hatte, eine Gedächtnisfeier statt. Don den Vä­tern des Konzils ist nur mehr ein einziger, Kardinal Gib­bons von Baltimore, am Leben.

Eine Bekehrung. Der General Ignace de Vanien- timiUe, der Präsident von Ecuador und Freimaurer war, hat sich auf seinem Todesbette mit der Kirche wie­der versöhnt und die heiligen Sterbesakramente em­pfangen. Er ließ seinen besten Freund, den General Morxzago, zu sich rufen und sagte zu ihm:Im Augen­blicke des Sterbens sieht man alle Dinge mit anderen Augen an. Möge mein Beispiel Nachahmung finden!"

Liebe Leser

vergeßt den Zosephspfennig nicht!-»