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einer Reihe von Beglückwünschungen deS Vereins schloß Herr Neidert mit Dankesworten den Festakt, zu dessen würdigen Verlauf vor allem auch der Gesangverein Winfridia und der Orchesterklub Fulda beigetragen hatten. Besonders freudig wurde eS vor allem begrüßt, daß das 50jährige Jubelfest Anlaß gegeben hat, daS im Laufe der Jahren etwas gelockerte Band zwischen Met. sterverein und Gesellenverein wieder fester zu knüpfen. Das wird für beide Vereine und der kath. Sache im allgemeinen gewiß von großem Vorteil sein.

Bei der Ktat»beratu«z in der preußischen Landes- Versammlung hat im Namen der Zentrumsfraktion unser Abgeordneter Herr AmtSgerichtSrat Rhiel gesprochen, ein Beweis, welcher Wertschätzung er sich in der Fraktion erfreut.

Vom 7.10. August findet in Fulda derVer- bandstag vonNeu-Dcutschlaud" statt. Eine sehr große Anzahl Anmeldungen liegt vor. Aus allen Gauen Deutschlands, von Nah und Fern werden die Schüler höherer Lehranstalten hier zusammenkommen, um sich in ernster Beratung und in frohem Zusammen­sein zu neuem, zielbewußten VorwärtZstreben zu be­geistern. Bisher hatte man die kalh. Schüler außer­halb der Schule vernachlässigt. Gottlob besteht nun seit einem Jahr der VerbandNeu-Deutschland", in dein sich bis jetzt fast 20,000 Schüler zusammen ge­schlossen haben, um freigewollt katholischen Idealis­mus in sich zu gestalten. Wer ein Freund der Fugend und unseres Volkes sein will, muß an Siefen Bestrebungen Interesse haben. Auch in Fulda besteht bekanntlich unter der tatkräftigen und zielbewußten Leitung des Herrn Kaplans Lins eine aus den Schülern des Gymnasiums und der Oberrealschule bestehende blühende Gruppe des Ver­bandes unter dem Namen Albertus-Verein.

Eins große Vaurrnverfammlung hatte am Diens­tag voriger Woche die Bauern der Kreise Fulda, Gersfeld, Hünfeld und Schlüchtern zahlreich in ten großen Stadtsaal zusammengeführt. Als erster Redner sprach Herr Dr. Crone, Generalsekretär der Vereinigung der deutschen Bauernvereine Berlin und Mitglied des Reichswirtschaftsrates. Er schilderte die politische Lage und im Zusammenhang die wirtschaft­liche Lage der Bauernstandes. Vor allem betonte er die Notwendigkeit der Organisation, wodurch die Landwirtschaft ihren Einfluß vergrößern müsse, um den Mittelparteien den Rücken wirksam zu stärken. Ausdrücklich betonte er den parteipolitisch nèutralen Charakter der deutschen Bauernvereine, die Wert dar­auf legen, das christliche Element in den Vordergrund zu stellen. Herr Dr. G r a ß, Leiter der Organisa­tionsabteilung des rheinischen Bauernvereins Köln sprach ssèann über die Bedeutung der Landwirtschaft für den Wiederaufbau. In dem Räderwerk des Wirtschaftslebens sei jeder Stand ein wesentlicher Be- standteil. Nur durch das Zusammenarbeiten aller Stände könne eine Gesundung des Wirtschaftslebens erfolgen, und wenn ein Stand auf die Lebensbedin- gungen des anderen Rücksicht nehme. Redner begrüßt es, daß die Landwirtschaft an erster Stelle den Weg des Abbaues beschritten habe. In der Aussprache begrüßte Herr Lehrer R i tz-Petrrsbsrg die Versamm­lung im Namen des z. Z. in Kassel weilenden Land­rates und versicherte den Landwirten, daß mit dem Abbau der Lebensmittelpreise auch die Verbilligung der Bedarfsartikel des täglichen Lebens Hand in Hand gehen werde. Der kommissarische Landrat von Gersfeld hoffte, daß durch die Anregungen in die­ser Versammlung auch im Kreise Gersfeld der Preis­abbau alsbald Einsetzen möge. Herr Gutsbesitzer B i s- p i n k-Trätzhof bat die städtische Bevölkerung, vom Lande fort zu bleiben und nicht mehr zu Hamstern, da­mit die landwirtschaftlichen Produkte: Eier, Milch, Butter usw. nun auch gleichmäßig verteilt werden könnten. Als erste den Landwirten zu bietend« Gegen­leistung müsse auf die Verbilligung des Kunstdüngers hingearbeitet werden. Herr Pfarrer G o l b a ch-Sim- mershausen gab seiner Freude über den Preisabbau Ausdruck. Alles, was zur Rettung unseres Volkes beitrage, sei willkommen. Eins müsse dem andern aus der Nos helfen.

Herr Prof. Dr. Thielemann ermahnte eindring­lich die Erschienenen, ihre Erzeugnisse nicht den Wuche­rern zu geben, und keine Profitgier, sondern christl. Ge­sinnung wallen zu lassen. Herr Bürgermeister V i e th- Langenbieber schlug zum Schlüsse die Annahme einer Resolution vor, in der di« Versammlung sich einstimmig mit den Beschlüssen über den Preisabbau einverstanden erklärte. Ebenso wurde eine von Herrn Dr. Crone vor­gelegte, an die Regierung zu sendende Erschließung an­genommen, die den Abbau der Preise aller Bedarfs­artikel, besonders der landwirtsch. Produktionsmittel fordert. Der komm. Landrat des Kreises Gersfeld, Hr. Dr. Wichens, rief darauf die anwesenden Landwirte seines Kreises zu einer sofortigen Sitzung im Neben­

saale zusammen, um ebenfalls die Prelsabbaufrage zu besprechen. Es tourten 6 Landwirte gewählt, die im Verein mit Konsumenten die Preise für die diesjährigen Herbstkartoffeln festsetzen sollen. Auf Anregung des Bürgermeisters Vieth- Langenbieber wurde eine Re­solution an den Lcmdtagsabg. Herrn Amtsgerichtsrat Rhiel zur Weitergabe an die Regierung beschlossen, in der gegen die geplante neue Gemeindeordnung Ein­spruch erhoben wird.

Unsere landwirlschaflliche Winlerfchule in Fulda konnte nach Zjähriger Verwaisung, hervorgerufen durch den allzufrühen Tod des ehemaligen Leiters der Anstalt, des Hrn. Direkt. Schoppmann im Aug. 1914 und burd) den gleichzeitig ausbrechenden Krieg erst wieder am 4. Nov. 1919 eröffnet werden und zwar mit 60 Schü­lern in der Unterklasse, während die Oberklasse wegen mangelnder Beteiligung geschlossen bleiben mußt«. Lei­der mußten 20 Schüler zurückgewiesen werden, um eine Ueberfüllung zu vermeiden. Es empfiehlt sich daher eine rechtzeitige Anmeldung schon in den Mo­naten Juli und September. Im August ist der Lei­ter der Winterschule beurlaubt. Bis jetzt haben sich bereits 85 Schüler zum Besuch der Winterschule für das Halbjahr 1920=21 angemeldet. Von den 60 Schü­lern der Unterklasse, die im Winterhalbjahr 1919=20 die hiesige Anstalt besuchten, stammen 28 aus dem Kreise Fulda, 15 aus dem Kreise Hünfeld und nur 8 Gus dem Kreise Gersfeld, tchwohl letzterer Kreis jedem Schüler, der die Winterschule besucht, 100 Ul vergütet. Zur kathol. Religion bekannten sich 48, zur evsng. 12 Schüler. Von diesen 60 Schillern wohnten in Fulda 44 und 16 kehrten jeden Tag mit der Bahn nach Hause zurück. 4 Schüler waren 16, 7 zwischen 16 und 17, 31 zvnschen 17 und 20 und 18 über 20 Jahre alt. Das beste Alter zum Besuch der landwirtschaftlichen Winterschule liegt zwischen dem 17. und 24. Lebens­jahr, weil zum besseren Verständnis des naturwissen­schaftlichen und fachlichen Unterrichts eine gute prak­tische Ausbildung unerläßlich ist. Im Jahre 1895 be­suchten nur 21 Schüler die hiesige Anstalt, 1900 schon 45, 1905 waren es 52 und 1920=21 wird die Wimer- ftfmle mit 120 Schülern eröffnet werden, vorausgesetzt, daß die erforderlichen Schulräume zur Verfügung gestellt werden. Die landwirtschaftliche Winterschule in Fulda tritt damit, was die Schüler­zahl verlangt, an di« erste Stelle im Regierungsbe­zirk Kassel. Es ist zu wünschen, daß für die Zukunft der Anstalt geeignete Räume zur Verfügung gestellt werden, wie das auch in anderen, kleineren Kreisen der Fall ist, damit die hiesige Winterschule den ande­ren Schwesteranstalten würdig an die Seite gestellt werden kann. Es soll an dieser Stelle nicht uner­wähnt bleiben, daß auch die Regierung wiederholt dar­auf hingewiesen hat, daß möglichst bald jeder Kreis eine landwirtschaftliche Schule erhalten soll. So er­hält auch der Kreis Hünfeld für 1920=21 eine eigene Anstalt, bei der sich schon 62 Schüler angemeldet ha­ben und die Landwirte haben im Kreise Hünfeld be­reits eine bedeutende Summe aufgebracht zur Errich­tung einer neuen landwirtschaftlichen Schule. Allge­mein ist zu bemerken, daß den Winterschulen ein grö­ßeres Interesse zugewandt werden muß, um eine Ertragssteigerung zu erzielen, da viele landwirt- schafilich« Gebiete von Deutschland losgetrennt werden, ohne daß ein nennenswerter Ersatz geschaffen werden kann. Daher tritt an den Landwirt die hohe Aufgabe, aus ein und derselben Fläche mehr herauszuwirtschaf- ten, was aber nur gelingt, wenn Theorie und Praxis zusammenarbeiten. Ohne Lebensmittel keine Arbeit, ohne Arbeit kein Wiederaufbau.

Für einen braven Jungen, der Bäcker »erbe« will, ist eine Lehrstelle frei, desgleichen für einen, der Schneider werden will.

OsttesdienftorÄnnnF.

Sonntag, 18. Juli. Dom. (Kollekte für die Domparamente). Vs6, 6, Vs7, 7 Uhr hl. Messe. Vs7 Uhr in der Marienkapelle, hl. Messe u. Kommunion der chrisien- lehrpfl. Jünglinge. 8 Uhr Pfarramt mit P edigt und Umgang. VslO Uhr Kathedralamt mit Predigt. 11 Uhr Christenlehre für die Jünglinge. Vsl2 Uhr hl. Messe und Predigt Vs 2 Uhr Sakramentsandacht, danach Christenlehre für die Jungfrauen. 4 Uhr Sakraments- bruderschaft mit Predigt und Andacht. 7 Uhr Andacht in der Marienkapelle. Stadtpfarrtirche. 57s Uhr Kommunion. 5-V4 hl. Messe. 6 V« Uhr hl. Messe und Kommunion der Jünglinge. 8 Uhr HI. Messe und Predigt (1. Schulgottesdiensti. 9Vs Uhr Pfarramt 11 Predigt 11 Uhr hl. Messe und Predigt (2. Schulgottesdienst). 9'/- Uhr Andacht für die JünglingSsodalität in der Severc-

kirche. IV« Uhr Christenlehre für die Jungfrau 2Vs Uhr Andacht vom hochwürdigsten Gut. - Pfarrkit zum heiligen Geiste. 8/«7 Uhr hl. Kommunion 7 1 Frühmesse, 8 Uhr Predigt, Amt mit Kommuni 715 Uhr Christenlehre. 5 Uhr Andacht. Sodall Vs 10 Uhr. Srverikirche. Sonntags V,7 Uhr werltc 6" M. Herz-Jes«-Heim. 6 Uhr Frühm., 8 Uhr 1 m. Pr., 2 A. (Mittw. abends 8 A.) Frauenbe Hl. Meßen von 67 Uhr. 8 Uhr Bruderschaftsim mit Predigt, 9 Uhr Hochamt mit Predigt. Nack 2 Uhr Predigt, und Andacht für die Terziaren. ( teilung deS Päpstlichen Segens. ,

Frankfnrt-Bocksnheim. &) Kapelle deS St. Elisabeth« krankenhauseZ, (Ederstr. 12): 6 M., vor derselben Ai teilung der hl. Kom., b) Pfarrkirche St. Elisab Elisabethenplatz (am Kurfürstenplatz): 7*7 M., vor u nach derselben Austeilung der hl. Kom., V*8 M. m. P vor und nach derselben Austeilung der hl. Kom. (n für Erwachsene), */<9 Kinder otteSdienst m. Pr. u Austeilung der hl. Kom. (nur für Kinder), 10 Hochw m. Pr., vor demselben Austeilung der hl. Kom., V« hl. Messe m. Pred., 2 Christenlehre m. kurzer Segen andacht auch für Erwachsene, Vs 5 M. in. sakramental« Segen. An Wochentagen: 6 U. M., 7 U. Schulau 8 Messe. Freitag abends 8 Kreuzwegandacht, danc Beichtgelegenhett. Beichtgelegenheit: Xagli^VsStun vor -jeder hl. Messe. An Sonn. und Feiertagen v morgens 6 an. An den Vorabenden derselben v 47 und von 8 an. Ginnheim. 10V, Uhr Ai und Pred. Eschersheim. 9 Uhr Amt und Pred. Eckenheim. 7V, (im Sommer 7) Frühm., V*10 Pr. Hochamt. Nachm. 3 Chr. u. A.

Hofgeismar 10, E«»lstz«fen8,Esch»eL»7V, Frühn V,10Hochamt,Wanfried V,10, Mellunien 10, Rotenbn Vr9, Bebra V,11, Hoosfeld V,7 Frühm., V,10 Hochamt Pr., Schmalkalome SV, Hochamt m. Pr., Ziegenhnin 8 Hochamt m. Predigt, Schlüchtern V,1O Amt mit Pre nachmittags 2 Andacht und Christenlehre, Kirchha 7 Frühmesse, Vs 10 Amt. Bncha 3V« Amt. Eisenach 7 Frühm., 9Vs Hochamt u. Pred., 7V,"abends Seger andacht. Freitag abend 7V, Andacht, Franke berg i. H. 9/* Hochamt in. Pred., nachm. 2 Andab Allendorf (Werra) V.10, Witzentzansen Vs 10, Homde (Bz.Kassel) Vs 10, i^ing^aaf#« SV» Amt m. Pred., oc her Berchtgelegentzeit, Jena V,8 hl. Messe und Predi« 10 Hochamt und Predigt, abends V*8 Andacht, Stsnen Vs 11 Gottesdienst, Bad Ord Sonn- u. Feiertags: 7 Frühm., 8 erster Schulgd., Vs 10 Hauptgd., 11 zweit Schulgd., Vs3 SegenS-A. Wochentags 7*7 u. V,

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