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den es gestaltet, sollte eine Eiche oder ßutbe zu beiden Seiten jeder Station gepslanzt werden.
In kleineren und ärmeren Gemeinden wird sich statt des Kreuzweges der Dau einer OelaerWrolle mit der ergreisender Figur des betenden Heilandes und den drei schiafenden Jüngern ermöglichen lassen. Hier soll jung und all andächtig beten lernen; denn nach einem Wort des hl. Augustinus kann nur der fromm leben, der fromm beten kann. 3n der Rheingegend verwendet man zum Bau von Oelbergs- und Lourdesgrotten gern den rötlichen Eifeltuffftein.
Manchen Gemeinden fehlt aus dem Kirchhofe noch eine Tolenkapelle. Eine solche ist recht wertvoll Lur Aufbahrung der Leichen bis zur Beerdigung aus Familien, die nur wenige Wohnräume haben, fowie zur Verrichtung der Gebete bei Beerdigungen zur Zeit ungünstigen Wetters. Auch hier könnte an einer Seitenwand eine Tafel mit den Namen der gefallenen Helden aufgehängt werden. Zum Altarbild würde sich die sterbende hl. Monika inmitten ihrer beiden Söhne Augustinus und Navigius mit ihren letzten Worten eignen: „Begrabet diesen Leib, wo ihr wollt; nur um das eine bitte ich euch: Gedenket meiner am Altare des Herrn!*
Alle diese Denkmäler gleichen dem lieblich» Schutzengel, den ich aus einem Kriegergrabe sah, und der in mahnender Weise mit dem Zeigefinger der erhobenen rechten Hand jeden Vorübergehenden nach dem Himmel weist. Sie helfen auch als stumme Bußprediger, die zur Zeit cm Sinnlichkeit und Eigennutz erkrankten oder durch Hochmut verblendeten Seelen ihrem Erlöser wieder gewinnen. B. o. d. Rh.
Das Wahlergebnis in Hefsen-Nastan.
Bei der endgültigen amtlichen Feststellung des Ergebnisses im 21. Wahlkreise ergaben sich wesentliche Aenderungen gegenüber dem vorläufigen Resultat. Es erhielten von den insgesamt abgegebenen 1 136 25ß Stimmen Scheidemann 310 736 Schwarz 192 808 Nießer 182 511, Helfferich 177 273, Schük- fing 116 084. Dißmann 139 321, Zetkin 16 524. Es entfallen also auf das Zentrum 3 Sitze (bisher 3), die Demokraten 1 Sitz (3). die Mehrheiwsozialisten
6 Sitze (7), die Dcutschnationalcn 2 Sitze (1) die Deutsche Volkspartei 3 Sitze (1), die Unabhängigen 2 Sitze (0). Gewählt sind vom Zentrum: Mii- Lelschullehrer Sä-wcrrz. Landnjirt Herbert. Gewerk» schaftsseketär Höner; von den Deut s ch n a t i o n a-! len: Staatssekretär Dr. Helfferich, Landrat Lind i(unb durch Listenverbindung mit Hcssen^Damstadt: Ar- beitersekrctär Hartwig) ; von der Deutschen BolkSpartei; Prof. Dr. Rießer, Landwirt Hepp und Lokomotivführer Seibert; von den Demokraten: Prof. Schücking; von denj Sozialdemokraten: Oberbürgermeister Scheidemann. Frau Tesch. Arbeitersekretär Kaiser. Larchrat Thöne und Schnst» sheller Koch; von bett Unabhängigen; Robert Dißmann und Toni Sender. Das Zentrum im Wahl, kreise Hessen-Nassau hat also aus eigener Kraft seine drei Mandate behauptet unb noch einen Ueberschutz von 12 808 Stimmen erzielt. Diese sollten unseren Parteifrermden in Hessen-Darmstadt ihr zweites Mandat sichern, reichen aber nicht aus. um das dortige Defizit von 24 000 Stimmen zu decken. Verloren sind diese Stimmen aber dennoch nicht, sie kommen restlos für die Rcichèliste der Zentrumspârtei in Verrechnung und sichern dort mit den überschüssigen 36 000 Stimmen aus Hessen-Darmstadt dem Zentrum ein weiteres Mandat. Da das Zentrum bei der vorigjährigen Nationalwahl in unserem Wahlkreise 210 800 Stimmen erzielt hat so beträgt der Rückgang der Stimmenzcrhl etwa 18 000 Stimmen, also rund 9 Prozent. Diesen Rückgang beruht in erster Linie auf der geringeren Wahlbeteiligung, in zweiter Linie auf dem Absplittern einiger Stinnncn nach rechts und links. Im Vergleich zu den ankeren KoalitionSpartcien hat das Zentrum seine Position glänzend behauptet. auch verglichen mit den Wahlergebnissen unserer Parteifreun.de in anderen Wahlkreisen, ist obiges Wahlergebnis eines der allergünstigsten. In ken Kreisen Fulda, Gersfeld und Hünfeld besitzt das Zentrrnn nach wie vor eine starke absolute Mehrheit; die stärkste Partei ist das Zentrum ferner im Kreise Kirchhain too es 42 Prozent aller , abgegebenen Stimmen erhielt. 4583 Stimmen, und im Kreise Gelnhausen mit 6343 Stimmen (nicht 3643 wie in voriger Nummer versehentlich angegeben war).
Ein Wort an ane.
„Zweifellos ist es ein sehr gutes Werk, Opfer und Stiftungen für die armen Seelen zu machen, Werke der Fürbitte zu schaffen zu chrer Erlösung aus dem Fegfeuer. Ist es aber anderseits nicht ebenfalls ein sehr gutes Werk, die gute Presse zu unterstützen, damit viele Seelen erleuchtet werden, tugendhaft leben und so vor den Strafen der Hölle bewahrt bleiben?* So heißt es in einem kürzlich erlassenen gemeinsamen
Hirteribriefe der Bischöfe Apuliens (Italien). Beim Herannahen des •
neuen Quartals mögen diese Worte auch unsern Lesern eine Mahnung sein, dem Bonifat'rusboten unter allen Umständen die Treue zu bewahren, auch wenn er, der Not gehorchend, den Bezugspreis auf 2 IRart für das Quartal erhöhen muß. Jedermann wird einsehen, daß bei der ungeheuren Teuerung der Bonifatiusbote nicht bestehen kann, ohne auch auszuschlagen. Alle Dinge, mit denen so ein Blatt rechnen muß, Papier, Farbe, Maschinen, Metalle, Arbeitslöhne, sind in den letzten Jahren zehn — zwanzig — ja fünfzig mal teurer geworden. Die Papierpreise sind um das zehnfache gestiegen, Buchdruckfarbe kostet statt 60 Mk. jetzt 800 Mark per Kilo; Waschmittel für Buchdruckwaszen statt 60 Mk. jetzt 950 Mk., Buchüruckwalzemnasse statt 2,20 Mk. jetzt 28 Mk. Die Fracht einer Papiersen- dung kommt jetzt fast so hoch wie früher das Papier selbst, dazu rechrre man noch die Erhöhung des Post- tarifes und die Erhöhung der Löhne um bas Fünffache. Da ist der Bonifatiusbote auch bei dem neuen Bezugspreis immer noch spottbillig, ja er ist in der Tat bas
billigste SMntügrblatt.
Früher hat der Bonifatiusbote 50 Pfg. gekostet, nach dem heutigen Geldwert sind das ungefähr 7—8 Mk.; wenn wir jetzt 2 Mark verlangen, so entspricht das noch lange nicht dem Friedenspreis.
Alle anderen Sonntagsblätter haben meistens schon am 1. April ihren Bezugspreis auf 3 Mark und und noch mehr erhöht, obwohl sie nach sachverständigem Urteil an Inhalt und Umfang vielfach nicht im entferntesten an den Bonifattusböten heranreichen. Der niedrige Preis ist nur deshalb möglich, weil die Actiendruckerei, in der der Bomsatrusbote gedruckt wird, kein privates Geschäftsunternehmen ist, das möglichst hohen Gewinn zu erzielen sucht, sondern eine Actiengesellschaft, die nur die Förderung der kathol. Interessen bezweckt, die deshalb das Aktienkapital nicht höher als mit 4 Prozent verzinst unb deren Vorstand und Aufsichtsrat rein ehrenamtlich, so etwa wie der Vorstand und Aufsichtsrat einer Darlehnskasse, ihres Amtes walten. Uebrigens haben wir auch noch von niemand eine Silbe gehört, oder ein Wort geschrieben bekommen, daß der Bonifatiusbote zu teuer fei, im Gegenteil hat man sich vielfach gewundert, daß wir mit den anderen Sonntagsblättern im Aufschlagen nicht gleichen Schritt gehalten haben. Darum wird, wie gesagt, uwhl niemand seinem alten Hausfreund untreu werden. Ja, wir möchten sogar alle unsere Leser bitten, recht viele neue Bezieher zu werben. Es gibt Pfarreien, in denen der Bonifatiusbote
in jedem Hause
gehalten wird, aber immerhin gibt es auch Häuser, wo er nicht ist, aber sein konnte und sollte, besonders in den Städten, auch in der guten Stadt Fulda hätten noch viele Boten Platz. In der Stadt herrscht vielfach die Meinung, der Bonifatiusbote sei nur ein Blatt für die Dörfler, für die gebildeten Städter sei er zu simpel. Allen denen, die so denken, möchten wir den guten Rat geben, es nur einmal ein paar Monate mit dem Boten zu versuchen, und sie werden sinken, daß er auch für sie noch gescheidt genug ist und ihnen in allen einschlägigen Fragen gründliche Aufklärung bietet, so daß sie überall mitsprechen können und zwar „mit Ftmdament ohne Blechladen*.
Die gute Sadie hat gewiß nur Nutzen davon, wenn der Bonifatius- bote immer mehr ein Blatt des ganzen Volkes wird und auch in den Städten noch viel tiefer eindringt und sich noch viel breiter ausdehnt. Darum bitten wir alle unsere Freunde,
besonders in der Stabs, und auch alle katholischen Vereine in der Stadt, daß sie den Bonifatiusboten nach Kräften unterstützen, ihm überall ein gutes Wort reden, Probenummern verlangen und an den Mann bringen, kurz sich rühren und umtuen, daß der Boden heiß wird; möge jeder Stadtabonnent wenigstens einen einzigen neuen Abonnenten mitbringen.
Firmungsreise. Der Hochw. Herr Bischof hat sich in das Dekanat Amöneburg begeben, um in den zugehörigen Pfarreien das hl. Sakrament der Firmung zu spenden. Die Rückkehr erfolgt am 28. Juni.
Personalien. Der Hochwürdigste Herr Bischof hat vom 1. Juli 1920 an dem Pfarrer Peter ^rnst in Gelnhausen die Pfarrei Naumburg, dem Kuratus Wilhelm Engels in Alsberg die Pfarrei Gelnhausen übertragen. Auf Anordnung des Hochwürdigstcn Herrn Bischofs erhielten ferner Anweisung mit Wirkung vom 15. Juni ab: Kaplan Karl Lippert in Mittelkalbach als Kuratus in Alsberg; Kaplan Joseph Scherer in Hattenhof als Kaplan in Mittel- kalbach; Domkaplan Wilhelm Müller in Fulda als Kuratus in Kirchhain; Kaplan Heinrich Joseph Becker in Amöneburg als 2. Domkaplan in Fulda; Neupriester Karl Diez aus Nüst als Kaplan in Amöneburg; Pastor Paul Kemper in Weida als Kuratus in Büchenberg; Kaplan Joseph V. Keitz in Hosenfeld, zurzeit Pfarrverweser in Naumburg, als Pastor in Weida; Stadtkaplan August Ackermann in Fulda als Kaplan in Ho'enfeld; Kaplan Georg Martin Böhne in Wirtheim als 2. Stadt- kaplan in Fulda; Neupriester Peter Kräuter aus Schröck, als Kaplan in Wrrtheim.
Tie Benediktiou der St. Antonius-Statue in der Stadtpfarrkirche fand am Namensfeste des Heiligen, Sonntag, den 13. Juni, nachmittags 2 Uhr, statt. Die Fe st predigt hielt Herr Pater Pazificus vom Frauenberg, b;e Weihe selbst geschah bureb Herrn Stadtpfarrer Gramm. — Nachdem dieser Tage vor dem Standbild ein schmiedeeisernes Abschlußgilter mit Kniebank und Cpfecftod, hervorgegangen aus der Kunstwerkstätte Jos. Nuppel h er, aufgestellt worden ist, ist für die Verehrer des hl. Antonius ein trauliches Plätzchen geschaffen zum Gebet in schweren Anliegen und Bedrängnissen.
Tas 25jährige OrScnsjuöULum des Vo ste ers der hiesigen Niederlassung der barmherzigen Brüder, deS ehrw. Bruders Benedikt, wurde Sonntag im Herz-Iesu-Heim in erbaulicher Weise begangen. 3U dem von dem Anstaltsgeistlichen Herrn Kaplan Lins in der im herrlichsten Blumenschmucks prangenden Kapelle abgehaltcnen feierlichen Dankgottesdienste hatten sich außer den Insassen des Hauses die (Släu» bigen und Gönner des Jubilars sehr zahlreich ein» gefunden. Die Festpredigt hielt der frühere An- staltsgeistliche Herr Dr. Dind in ger aus dem Oblatew klafter zuHünfeld. Ein feierlicherAuaenblick war es, als der ehrw. Jubilar, die mit dem Silberkranze umwuw dene brennende Kerze in der Hand, die Ordensgelübde erneuerte. Das koitierte Hochamt verschönten mehrstimmige Lieder eines kleinen Anstaltschores. Beendet wurde die denkwürdige Feier durch ein Tedeum und den sakramentalen Segen. Nach der Mittagsandacht 3pg eine Prozession in den Garten der Anstalt, woselbst eine dort ausgestellte, dem Jubilar von dem Konvent der Brüder gewidmete und von Herrn Bildhauer Fleck hier gelieferte schone Josephs- Statue eingeweiht wurde. Dem schlichten Jubilar wurden im Lause seines Ehrentages viele Glückwünsche und Liebesbeweise aus Nah unb Fern zuteil, die Zeugnis ablegten von der Beliebtheit der Barmherzigen Brüder in Stadt und Land. Alle vereinigten sich in dem Wunsch, daß Vorsteher Benedikt auch die goldene Ordensfeier bcschieden sein möge.
Im Freiburger Konradsblatt lesen wir: Das neue Franziskanerkloflsr in Tlußbach bei Triberg wurde letzte Woche von Pater Provinzial Theophil Witzel aus Fulda besucht. Große Kolonisationsarbeit war zu verrichten, auch manches Mißverständnis zu beseitigen, um mit Hilse edeldenkender Seelen das für das Kloster bestimmte Haus zu einem Klösterlein umzugestalten. Gar bald hatten der Pater und die drei Brüder das Vertrauen der Schwarzwaldbevölkerung gewonnen; selbst von weit gelegenen Orten kamen die Gläubigen, um sich bei ihnen Rat und Trost in schweren Lebensfragen und Gewisiensangelegenheiten zu holen. Es zeigt sich auch hier, daß unsere Orden einen Lebensfaktor für das katholische Volk darstellen, der von großem Segen ist.
Prüfung für Millelschullehrcr. Das Provin- zial-Schulkollegium in Kassel hat zur Abheltuna der Prüfung der Lehrer an Mittelschulen Termin auf den 9. November 1 920, an welchem Tage die schriftliche Prüfung beginnt, und die folgenden Tage festgesetzt. Diejenigen Geistlichen, Kandidaten der Theologie oder des höheren Lehramtes und Volksschullehrer, welche sich dieser Prüfung zu unterziehen beabsichtigen, haben sich bis spätestens zum 2. September 1920 schriftlich zu melden.
Freie EcstnlstcUen sind im Negienmasbezirk Kassel zurzeit 22 vorhanden, sämtliche für Lehrer. Für katholische Bewerber befinden sich darunter 4 Stellen (Margretenhaun, Wissels, Lütter und Hünfeld).
— Jugendbewegung. Den Vorträgen über „Moderne latb. Jugendbewegung", die Herr Studienrat Hoffmann aus Breslau in diesen Tagen vor der