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man, wie sehr die Not des hungernden Volkes zu Herzen geht. Doch das Mitleid ist kein un* Ibares. Um den Hunger der Leute zu stillen, er das große Wunder der Brotvermehrung. ist das edle Herz des größten Volksfreundes. ine andere Szene. In den Säulenhallen des es Bethesda in Jerusalem lagerte eine Menge ke, Blinde, Lahme, Schwindsüchtige, die seh r- g die wunderbare Bewegung des Wassers ab» -n. Am meisten zu bedauern ist wohl ein r Krüppel, der bereits 33 Jahre vergebens auf mg wartet und hilflos und traurig auf seinem lerzenslager liegt. „Möchtest du nicht gesund en?" sagt zu ihm eine freundliche Stimme, airS nan deutlich das zarteste Mitgefühl durchklingen
Da der Kranke erwidert, er habe leider keinen scheu, der ihm helfe, fährt dieselbe freundliche me fort: „Steh' auf, nimm dein Bett und »ele." Im selben Augenblick ist der Kranke voll- len geheilt und so kräftig, daß er sein Bett daträgt. Das ist das gute Herz des himmlischen s, der zahllose Kranke tröstet und heilt.
in Trauerbild, Lazarus in Bethanien ist gern. Wohl hatten die Schwestern des Verstor- 1 die Krankheit seinem besten Freunde in der e mitgeteilt mit den Worten: „Herr, den du hast, der ist krank." Aber der Heiland war zu gekommen; als er eintraf, lag Lazarus schon Tage im Grabe. Weinend und schluchzend en sich Maria und Martha ihm zu Füßen mit Worten: „Ach Herr, wärest du hier gewesen, cus wäre nicht gestorben." Mit den trauernden restern weint ergriffen die ganze Schar der Leid- nden. Wie der Herr sie weinen sieht, wird er erschüttert, und helle Tränen rinnen seine gen hinab. „Seht doch," sagen die Juden, „wie er ihn hatte. Konnte nicht er, der die Augen Blindoeb^reuen heilte, bewirken, daß Lazarus starb?" Gewiß, das konnte er, aber weil er mit einer wahren Liebe liebte, die vor allem Thre Gottes und das höhere Wohl der Menschen kluge hatte, ließ er ihn sterben, um ihn jetzt auS ) und Verwesung zu neuem Leben zu erwecken, ist das liebevollste, reichste, mächtigste Freundeshr.z. Die rührendste Seite des Herzens Jesu ist wohl Barmherzigkeit gegen die Sünder. Diese recht en zu lernen, müßten wir zum Hause des clsäers Simon gehen und mit dem kalten, harten risäerherzen die Güte des Herzens Jesu Verben, das die Sünderin Magdalena gnädig auf- rnt, rechtfertigt und in Gnaden und Frieden ißt. Oder wir müßten in den Tempel von isalem gehen und sehen, wie eine reuige Ehe» »erin von einer ganzen Mauer kalter Pharisäer- m eingeschlossen ist, wie ober das barmherzige
Jesu biete ganze Pharisäermauer sprengt, r wir müßten dem Hause des Zöllners Mat- s einen Besuch abstatten, wo der Herr mit den nein und Sündern zu Tische sitzt, die Pharisäer murren: „Er nimmt die Sünder auf und ißt ihnen." Die rührenden Parabeln müßten wir Iren vom verlorenen Sohn, vom verlorenen iflein, von der verlorenen Drachme, vom barm- gen Samariter, die dem Heiland so ganz aus Herzen gesprochen und geschrieben sind. Oder müßten den göttlichen Erlöser begleiten auf m Triumpazug in Jerusalem, wo er unter dem el des Volkes heiße Tränen vergießt über die ilcndung und den Untergang Jerivalems, zum >erg, wo sein Herz Todesangst leidet für die der, auf den Kalvarienberg, wo ^s sich durch, en läßt und den letzten Blutstropfen hingibt die Sünden der Welt.
Doch wir brauchen nicht diese Orte zu besuchen; haben es näher. Im Tabernakel wohnt und igt dasselbe Herz des guten Hirten, des edelsten ksfreundes, bereit, allen das himmlische, und che Brot z, reichen, das Herz des besten Arztes, Seelenwunden und leibliche Krankheiten heilt, ig Toie zum Leben erweckt; das beste Fcenndes- , das allen, auch reuigen Sündern zurust: antet zu mir alle, die ihr mühselig und beleben ich null euch erquicken".
Heiliges Glück.
Ein Nachtrag zu den Primizseiern.
Ich bin Priester. Damit sage ich, daß ich glückbin. Von meinem Glück will ich herte in chten Worten Zeugnis geb n. Mein Glück hl mit mir auf an jeden Morgen, zuweilen > vor der Sonne. Dann feiere ich, in weißes neu, in Serbe und Gold gekleidet, unser ewig ;es Glück.
Introibo ad altare dei, ad deuni, qm laetifleat iuventutem meam!
Unser Glück! Meines — und wessen? Dessen, der zu Moses sprach: „Tritt nicht näher!" (2. Mo'. 3, 5), zu mir aber: „Komm!" Dann treten alle zurück, meine Brüder und Schwestern, knien ehrfürchtig nieder, und ich steige hinauf zum Altar, nur wenige Stufen, aber sie führen höher, als ragende Schneegipfel: in weltentrückte Höhen, wo die Lüste beständig leise singen: „Heilig, heilig, heilig!"
Es ist wahr, es geht mir. wie den Glücklichen meist: sie merken nicht, wie glücklich sie sind. Manch- mal, wenn ich untreu bin und die Liebe weichen will von mir, dann durchdringt mich ein jäher Schmerz: dann weiß ich, ba§ eines mir unendlich kostba'ec ist als Licht, Luft, Leben rings um mich, die sich mir an Sinn und Herz drängen. Dann weiß ich, in wem ich allein glücklich bin.
Zuweilen aber werde ich es auch inne in jubelndem Frieden. Wenn ich mich neige, den Altar zu küssen: „Supplices Te rogamus . . .* (Kanon), und meine Stirn fast das fleischgewordene Wort berührt, dann verwundere ich mich und kann es nicht fassen: Jener Jünger, den »Jesus lieb hatte" (Joh. 21, 20 h wollte sein ganzes Leben hindurch so genannt und gemahnt werden, daß er „auch beim Abendmahle an der Brust Jesu gelegen hatte", und ich bin 'ja wie er, ich neige mich über Jesus und kann ihm Fragen uud Bitten zuflüstern.
Mein Glück bleibt mir treu bis zum Abend. Wenn dann hinter dem letzten, dem ich um der Liebe Jesu tollen dienen durfte, die Tür ins Schloß gefallen ist, bin ich wieder mit ihm allein. So hab' ich's gewollt: ganz einsam sein, denn lch will mein Glück in ungemischter Süße bewahren. Es ist die Stunde, die überall jene znfammenführt, die sich fürs Leben geeint haben durch die Wahl der Liebe, denen es dann heraufsteigt wie ein wiedergefundenes Paradies, und sie wandeln Hand in Hand. Ich ver- schließe sie innerste, letzte Tür jedem, um zu fein „ein »erschlossener Garten, eine versiegelte Quelle" (Hohld. 4, 12.) Zu einem nur spreche ich:
Kehr ein bei mir und schließe du Still hinter dir die Pforte zu!
Treib andern Schmerz aus dieser Bvust.
Voll fei dies Herz von deiner Lust.
Dies Augenzelt, von deinem Glanz
Allein erhellt, o füll' c5 ganz!
Dann wird leuchtend das Dunkel, die Stille beginnt süß zu reden. Die Einsamkeit wird zu offenen Arm^n, die mich umfangen und nimmer loslasseu.
„Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm." (Joh. 6,57.)
Dann greife ich zum Ende, bevor ich mich zur Ruhe lege, zu einem kleinen Buche, das an einer S-elle Spuren trägt, wie wenn einer schon mehrere Jahre täglich gerade diese wenigen Seiten aufge- schlagen hätte. Es ist die „Nachfolge Christi" und darin jene Blätter, darauf das 23. Kapitel des ersten Buches siebt: „Von der Erwägung des Todes.* Ta lese :ch, daß ich, der ich glücklich bin, noch glücklicher werden soll: in jenem Augenblicke, den die Menschen für das Unglück halten. Mem Glück ist noch wie eine Knospe, rätselhaft und herb Der* lchlossen. Wenn ich sterbe, blüht sie auf.
Aus der Schrift: „Vom Frieden Gottes*.
Ehrung der im Weltkrieg Gefallenen in den Dörfern unserer Heimat.
Trotz der Ungunst der Zeitlage regt sich allenthalben das Verlangen, in Dorf und Stadt ein dauerndes Andenken zu schaffen an die im Weltkrieg Gefallenen. Das ist billig und recht! Aber die Sache ist reiflich zu überlegen, damit nicht die Zahi der schon bestehenden, mehr oder weniger verunglückten Denkmäler und Erinnerungszeichen vermehrt wird. Wir denken hier zunächst an unsere katholischen Dörfer. Dorthin paßt nicht ein Denkmal aus glattpoliertem fremdländischen Stein, nicht ein fliegender Adler, nicht ein Grabstein mit einem unpassenden KnegserinnerungszÄchen aus Kunststein gefertigt. Auch der Ort muß einiger sein, ein Platz im Dorfe, der wegen des regen Verkehres notwendig der ständigen Verunreinigung durch Staub, Stroh, Kot, Schmutzanwurf ausgesetzt und beim besten Willen nicht als zierender, ehrender Denkmalsplatz erhalten werden kann, ist nicht geeignet; sehr störend wirkt es mich ,wenn die Umgebung des Platzes durch rmschöne Schuppen, schlechte Zäune, vernachlässigte Wohnungen und Ställe sich unliebsam auszeichnet. Der Ehrenplatz für unsere stillen Toten muß zum ruhigen, stillen Gedenken einladen, muß uns gestatten, ’ ß wir ungestört der großen Zeit und der Gefallenen gedenken; er mu§ Heimatkunft und Heimaiempsinden zu
Worte kommen lassen; er muß sich dem Dorfbild un6 der Lebens- und Weltanschauung der Dorfbewohner an» schließen; er muß beruhigend, mild, versöhnend wirken; er muß eine bestimmte, erhabene, christliche Idee zum Ausdruck bringen. Der Gedanke an den männermor» beruhen Krieg, an dessen Hilfsmittel und Mordinstrumente, an Rache, Vergeltung, Feindeshaß muß ganz ferngchaltcn werden, zumal in unserer Zeit, wo alle Welt nach Dölkerversöhnung schreit und schreien muß.
In welcher Weise man das Werk schasst, hängt ab von der Lage des Dorfes, vom vorhandenen Geld, vos den gebieterischen Bedürfnissen einer Gemeind«.
Ist in der nächsten Nähe ein Hain, ein kleines Wäldchen, ein Park vorhanden, dann kann dort ein schlichtes Denkmal, passend zum deutschen Wald, errichtet werden, z. B. ein einfaches Malerl, ein Kreuz aus Holz mit schönem Kruzifix (nicht gemalt), darunter eine Kniebank, in der Nähe Sitzbänke, alles auf grünem Rasenplan; oder es wird ein schlichtes Kapellchen mit einer Mater dolorosa und einem Altäre erbaut; au Vertagen, am Fronleic^ramsseste, an verlobten Taget und sonst, bei Vereins- unb Schulfesten pilgert jun( und alt zur geweihten, anheimelnden Stätte hinaui und erneuert das Gedächtnis der aus einer Bronzetasel verzeichneten gefallenen Brüder.
Wo das nicht angängig ist, findet sich vielleicht aus der Feldmark em Wiesenplan, oder ein breiter ganz ver- raster Feldweo mit einem größeren freien Platz, wo mehrere Wege sich kreuzen; durch Anpslanzen einiget Bäume, Errichtung einer Kreuzgruppe oder einer Kapelle läßt sich derselbe Zweck verwirklichen, wie oben Am praktischste erscheint es, daß auf dem. das Gottes- Haus umgebenden Gottesacker, fei es freistehend, sei ee unter schönt n Blumen oder an der Gotteshauswand Än Gedenkstein oder bergt, errichtet wird.
An anderen Orten wird man zu einem onderm Ausweg greifen. Di« Kirch« hat noch keine Seitenkaprlle, wo in"der Karwoche das heilige Grab ausgestellt w-r'-en, oder wo man das Allerheiligste aufbewahren fanu, oa baut man im Stil der Kirche eine Seitenkapklle an mit einem geeigneten Altar unb einer würdigen Gedenk- täfel; da Wird man gern in stiller Andacht seiner lieben Angehörigen gedenken. Oder, das Dorfkirchlein bedarf der Restaurierung, vielleicht der Vergrößerung; da schaffe man etwas Würdiges, das den Gefallenen zur Ehre und zum Segen, der Nachwelt aber zum wahren Ruhm und zum Seelenhsle gereicht, weil Gottes Lob unb Ehre gefördert wird: Man erneuere das ganze Gotteshaus und bestimme einen Altar (Iosephsaltar) in besonderer Weise zum Gedächtnis für die Gefallenen; oder man erweitere das, ganze Gotteshaus zweckentsprechend und überlaste es dann der Nachwelt als Ehren- denkmsl der gefallenen Brüder. Neben dem Hochaltar werde das kundgeben in einer Stein- oder Bronzetafel.
Auch durch ein künstlerisch ausgeführtes farbiges Kirchensenster läßt sich das Andenken an die Edlen wacherhalten.
Nur eine möchte überall Beachtung finden: Man überstürze die Sach? nicht; was man schasst, mag es noch so einfach sein, es sei solid, würdig, den Orts- und Hei- matverhältniste« sinnvoll angepaßt, es sei so, daß es nicht hi wenig Jahren der Vergessenheit, dem Verfall anheimfällt.
Vielleicht wird infolge dieser Anregung die Frag« der Ehrung unserer Gefallenen allseitig, gründlich in praktischere Vorschläge gefördert, — die edle Sache es wert.
. Zehn Ratschläge.
1. Halte dich nicht bester als andere! — 2. Be achte das, was rechtichassene Menschen an dir auS- zusetzen haben! — 3. Gewöhne dir das Kritisieren nicht an! — 4. G^he mit dem „Du" sparsam um! — 5. Dehne deine Besuche nicht zu lanae aus! — 6. Besorge deine Einkäufe selbst! — 7. Erledige wich, tige Geschäfte nicht, solange du aufgeregt bist! — 8. Laß über die Deinigen nie ettvas kommen! — 9. Teile niemand ein Geheimnis unter dem Siegel der Verschwiegenheit mit! 10. Wirf niemand bis Wohltaten vor, die du ihm erwiesen hast! —
Morgengebet.
»iter, frühe ich dich grüße.
Vvrch fer ZössfunA Schrift dich ahnend; Sief ertöt mich de ne Säfte, Deine Hroze stimmt mich mahnen).
De ner hand unfi^ibar Walten
Räume fern? alle Streßten, Die mich neidoo t wogen halten, Meinen Schritt zn dir z« wecken, ©or^c