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her '-sch und heilig beieuerken, parkeipo Misch völlig rtral zu sein, und auch heute noch — für Dunnne, nie alle werden, — diesen Schein hervorzukehren hen, wirken die beiden Organisationen „hinten rum" umso eifriger als Schrittmacher (für W utschnatronale und Deutsche Volkspartei. Wer an -ser Tatsache noch zweifelt, der sehe sich nur die jte Nummer (47) der Hessischen Dauernzeiümg vom . Mai genau an! In einem Spitzenartikel „Zu n Reichstagswahlen" werden lang und breit die ndwirtschaftlichen Kandidaten der beiden Rechts- rrteien besprochen und ihre Vorzüge ins rechte Licht stellt, während zum Schluß und nur ganz beiläufig wähnt wird, daß „auch die Christliche Volkspartei" 1 zweiter Stelle einen Landwirt aufstelle. Den Na- len „Zentrum" vermeidet der Artikel sorgfältig, da- lit bei den Lesern ja nicht der Eindruck erweckt wird, [s ob auch das Zentrum für die Landwirtschaft etwas brig habe! Und in einem „Eingesandt" wird dem Zentrum direkt die Schuld für die Besetzung des preu- ischen Landwirtschaftsministeriums durch den Sozial- emokraten Storni mit aufgebürdet und offen zum iintreten für die Deutschnationale und Deutsche Volksartei aufgefordert.
Die Herren vom Lcurdbund beweisen damit nur ufs neue, daß die Behauptung von ihrer angeblichen Neutralität nichts weiter ist als eine glatte Umvahr- «it. Der großagrarisch-ostelbische deutschnationale Sund der Landwirte müßte ja an ihrer Wiege nicht Zate gestanden haben, wenn es anders sein sollte. Ane solche Patenschaft verleugnet sich trotz aller Ver- chleierungsversuche nie und nimmer mehr. Drum iehen die Herren von, Landbund mit den Deutsch- rationalen und der Deutschen Volkspartei jetzt auch wüderüch in den Wahlkampf gegen die übrigen Par- eien. Auf dem Kurhessischen Bauerntag am 28. Mai n Kassel soll anscheinend die große Wahlverbrüde- amg gefeiert werden. Als Redner sind dort verge- ehen die landwirtschaftlichen Kandidaten der Deutsch- aatwnalen und der Deutschen Valkspartei, Christian, Mink, Lind und Hepp, der Vorsitzende der Bezirks- kmuernschaft Kurhessens und Landbundagitator Kapp, sowie der Vorsitzende des Bundes der Landwirte in Kurhessen Gutsbesitzer Nägel. Und dcmiit der feudale Einschlag nicht fehlt, hat Kammerpräsident von Keudell den Vorsitz der Versammlung übernommen. Die bloße Zufarnmenstellung der Rednerliste sagt mehr als viele Worte! Deutschnationale, Deutsche Volkspartei, Bund der Landwirte und Landbund bezw. Bezirksbauernschast Kurhessens Arm in Arm — ein Bild, das allen jenen vorgehalten werden muß, die immer noch an die parteipolitische Neutralität des Landbundes glauben." —
Anfangs hat er überall laut verkündet, Politik sei bei chm ausgeschlossen, die Mitglieder sollten sich in ihren Parteien betätigen. Jetzt verlangt er von den Kandidaten, die die Ehre haben wollen, als Land- bundkandidaten zu figurieren, daß sie sein Programm unterschreiben, sie sollen auch in Versammlungen, die er veranstaltet, als Redner auftreten und sich gewis- fermaßen vor den gleichzeitig anwesenden Bundes- agitatorens einer Prüfung unterziehen, von deren Ausfall es abhängen soll, ob der Kandidat den Segen des Bundes bekommt. Diese ganze Art und Weise, die an eine Versteigerung aufs Meistgebot erinnert, — wer am meisten verspricht und am lautesten schreit ist der Sieger — halten wir für ganz ungehörig.
Mit diesem Vorgehen trägt er selber die „parteipolitische Verhetzung" unter die Bauern, tut also das, was er (vergl. Nachrichtenblatt des Bauernbundes Nr. 9) andern vorwirft. Hoffentlich werden die Anhänger des Zentrums unter unfern Landwirten sich durch die deutschnationalen Landbunèagitatoren nicht in ihrer alten Anhänglichkeit und Treue zum Zentrum irre machen lassen.
Was der Landbund und die Rechtsparteien im neuen Deutschland für die Landwirtschaft geleistet daben, ist lächerlich gering. Und auch dieses Wenige tonnte nur mit Hilfe des Zentrums erreicht werden. Alle bedeutenden (Erfolge, die der Landwirtschaft in der Nationalversammlung beschieden waren, sind dem 3c Ji rum in erster Linie zu verdanken, angefangen von der Erleichterung der Steuern für den landwirt- chaftlichen Besitz bis zu der Festsetzung besserer Preise irr die landwirtschaftlichen Erzeugnisse der neuen Ernte. Daß auch die landwirtschaftliche Vertretung der Zentrumsfraktion des neuen Reichstages die ihr gebührende Stärke erhalten wird, dafür bürgen die Wahlzettel des Zerrtrums, die an sicherer Stelle landwirtschaftliche Kandidaten aufweisen. Das Zentrum m unserm Wahlkreis macht es nicht wie die Deutschnationalen und die Deutsche Volkspartei, die bei den
letzten Wahlen je nur ehren Abgeordneten durchbrachten und deshalb ihren Landwirtschaftskandidaten als Stimmensänger an zweik, nicht unbedingt sichere Stelle setzen, fonbern es räumt ihm auf seiner Liste unter den drei sicheren Plätzen, die es zu vergeben hat, den zweiten ein, der unbedingte Aussicht auf Erfolg hat. Darum wahren unsere Landwirte ihre wirtschaftlichen Interessen — ganz abgesehen von den religiösen — am besten, indem sie am 6. Juni den Zentrumswahlzettel in die Urne legen."
Gleichgültigkeit ist Verrat
an der eigenen Weltanschauung.
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Keine Stimme darf am 6. Juni fehlen. |
Helft Säumige zur Wahlurne führen und den s Sieg des Zentrums erringen. §
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Der neue Religion^ehrplan für Thüringen läßt erkennen, wohin die Reise gehen wird, wenn die radikale Lehrerschaft freie Bahn erhält. Für die untersten vier Schuljahre ist durch die Oberschulbehörde und den Laâslehrerbeirat der Plan insoweit festgelegt, als nur deutsche Märchen and Sagen, Robinson and die Kiud- heikâgeschlchte Jesu zur Behandlung kommen sollen. Für die obersten vier Schuljahre ist den Lehrern Freiheit gelassen, ob sie ganz oder teUweise nach neuem Plan verfahren oder dieses Jahr den alten beibehaltsn wollen. Der neue Plan verlangt in vier Johresturfen: 1. Das Gottfuchen der alten Völker. 2. Dos Leben Jesu. 3. Die Lehre Jesu und 4. Das Gottsuchen des deutschen Volkes. Die Lehrer stauben allgemein auf dem Standpunkt, daß deutsche Sagen-, Helden- und Dichtergestalten inuner mehr an die Stelle der elftestem entliehen Geschichte zu treten hätten. Der neue Religionslehrplan, der von meiningischen Lehre«, ausgeorbeitet wurde, hat auch den Beifall des Thüringer Lehrerburrdes gefunden, sodaß wohl, heißt es in einer Zeitungsnotiz, vom nächsten Jahre ab allgemein noch chm unterrichtet werden wird. Das Reichssperrgesetz, das an den bestehenden Schulv erhält nisten vorläufig Aenderungen vorzunehmen untersagt, gilt auch für Thüringen. Der neue thüringische „Religionsunterricht", den man schon mit dem besten Willen nicht mehr als solchen bezeichnen kann, entspricht den bekannten Zwi lauer Thesen und öhirlichen Bestrebungen der radikalen Lehrerschaft. D»e pvsitiv gerichteten P nestenitn «»-Sm in Thüringen, Sochstn und anderswo wegen der Schulfrage einen schweren Stand haben. Auch die Katholiken haben ein ur« eigenes Interesse daran, solche GeistesströmungeNj, die auch auf ihre Schulen überzugreifen drohen, aufmerksam zu vcrsirlgen. Die Eltern sind es vor allen Dingen, die ihren Kindern eine religiöse Erziehung sichern müssen.
Zahlreiche Wahlversammlungen wurden in der abge- laustnen Woche wieder abgehalten. In Eiterfeld und Rasdorf sprach Herr Partessekretär Müller- Marburg über SenkumspoliHt und Reichstagswahlen. — In Rommerz verbreitete sich Herr Seminaroberlshrer S t e i g l e d e r ° Fulda über ine politische, wirtschaftliche und vor allem die kulturelle Lage Deutschlands und über die Arbeit des Zentrums auf diesem Gebiete. Herr Pfarrer Dicke-Neuhof mies nach, daß man nicht gleichzeitig Sozialist und Katho- 6k sein könne. — In Marbach fand unter Leitung des Hrn. Pfarrers Weber am Pfingstsonntag eine Wafsen- probe der Zentrumsleute für die Wahlschlacht am 6. Juni steil Herr Gewerkschaftssekrtär Schmitt -Fulda charak- tarisierte die einzelnen politischen Parteien und wies nach, daß bei richtiger Erwägung der wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und vor allem der christlichen Forderungen, der Katholik, gleich wessen Standes, bloß die christliche Polkspartei, das alte Zentrum, wählen könne. Herr Kaplan Fröhlich besprach sodann die neue Organisation der Zentrumspartei und die Einrichtung von Ortsgruppen. Vorsitzender für Morbach wurde Herr Lehrer Bachmann. — In Mabezell legte Herr Prof. Dr. Leim- tz o ch-§:ckda ausführlich dar, wie das bisher in der Reichs, Verfassung durch die Bemühungen des Zentrums auf dem Gebleie von Kirche und Schule Erreichte aut dann gesichert ist, wenn auch in dem neuen Reichslage unsere Interessen durch eine starke Partei vertreten werde». Herr Sommaroberlehrer S t e i g l e ü e - Fulda begeisterte vom politischen mrd sozialen Standpunkte aus für die Ziele des Zentrums. — In Räckers legte Parteisekretär Mühlenberg in längerem Vortrage die Politik der Zsntrumspar- tei in der deutschen Nationalversammlung dar. In der Diskussion kamen auch die Gegner ausführlich zu Wort, ihre Ausführungen fanden durch Hrn. Kaplan Msä hier Flieden, Hrn. Dechant v. K e i tz -Rückers und Parteisekretär Mühlenberg die gebührende Kennzeichnung. — In Uttrichshausen sprach Herr Parteisekretär Mühlenberg ausführlich über Landwirtschaft und Zentrum. Herr D o g- 1er legte ausgehend von den vorigen Ortswahlergebnissen die Politik der übrigen Parteien dar. — Herr Emil R i t= i e r sprach in Marburg, Amöneburg, Kirchhain, Cassel. Volkmarsen, Raumdurg und Gelnhausen. In Kirchhain waren auf den Ruf des Kreisvorsitzenden, Herrn Pfarrer Hilden die Zentrumsanhanger aus Oberhessen in Scharen herbeigeeilt, ein Beweis, daß das Programm ter Zentrumspartei auH in der jetzigen Zeit seine ah< Zug
kraft noch besitzt. Der lebhafte Beifall, der Herrn Ritter zuteil wurde, bekundete, wie sehr die Hörer sich mit dem Redner eins fühlten. Nach einer Pause stellte sich der Reichstagskandidat, Hr. Landwirt Karl Herbert aus Zirkenbach den Wählern mit einer kurzen packenden An- spräche vor. Als praktischer Landwirt kennt er die Nöten lder Landwirtschaft und versprach, sich des Bauemstandes wie aber auch der anderen Stände anzunehmen, denn er betrachte sich als Zentrrzmsobgeordieter als Vertreter des ganzen Volkes. — In Reustadl, wo die Zahl der eingeschriebenen MitgNeder 800 überschritten hat, gab nad, einem glänzenden Referat des Hrn. Ritter Hr. Postsekretär Kuhn aus Frilda, gebürtig aus Neustadt, seiner Freude Ausdruck, daß auch die jungen Leute in der Versammlung so zahlreich vertreten seien; das gebe ihm Hoffnung, daß sie die Zentrumsfahne in seiner Vaterstadt hochhalten würden. — In Gelnhausen tagte die Versammlung unter freiem Himmel im geräumigen Psarrhoi. Nach den Referat des Hrn. Ritter richtete Hr. Pfr. Ernst ein< warmen Appell an die Wähler, am 6. Juni ihre Pflicht zu tun und einmütig einzutreten für die Devise des Zem. trums: Wahrheit, Freiheit und Recht!
. Ueber die staffelet Versammlung des Herrn Ritter schrieb die „Kasseler Allg. Ztg.", ein fanatisches Preßer- zeugnis alldeutscher Art: „Ritter ist ohne Zweifel ein glänzender Versammlungsredner und weiß mit außerordentlichem Geschick darüber hinwegzugehen, was in Zentrums-, oder besser gesagt in katholischen Kreisen über die Haltung der Partei in letzter Zeit so stark verschnupft hat." (?) Die „Allg. Ztg " erfreut sich dann an Betrachtungen über den „Riß im Zentrumsturm" und zweifelt, ob der früher angewa.rdte Kitt auch diesmal die Sprünge im Mauerwerk verdecken werde. Nun, die Deutfchnotionalen mögen sich beruhigen. Die deutschen Katholiken wissen ganz genau, daß Einigkeil auch in polttischen Dingen gegenüber der Feinde von rechts mrd links ihre alleinige Rettung ist. Die Roitei'fk.ingerlieder alldeutscher Blätter können die Zentrumswöhlerschoft nicht irre machen. Da müssen sie sich Leute suchen, die dümmer find.
I Wähle am 6, Inn» so, 1
1 W'e du im Angesicht des Todes auf dem Sterbe- J f bett wünsche» wirst gewählt zu haben. Die H I Zukunft von Religion und Kirche und christ- j >= lieber 7ugenderziehung stehen auf dem Spiele. F ff I
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Zum F^e des hl. Bonisnlrus.
Am heutigen Sonntag beginnt die Bonifi ^-^ssklov. Acht Tage lang Hallen ine Straßen der Bonifaiius- stadt wider von den frommen Gesängen und Gebeten der Pilger, die zum Grâ ihres heiligen Glaubensva- iers maßen. Schwere Anliegen find es, die wir im diesem Jahre der» Apostel unseres Vaterlandes miem* pfehlen müssen. Erinnern wir uns an jene bedeutsame Episode aus dem Heidcnkampfe der Makkabäer, welche sich am Vorabende der zweiten Schlacht gegen Nikanor zugetragen hat. Judas, der Held, hatte ein Traumgesicht, und das Traumgesicht war folgendes; Er sah Onias, den Hohenpriester, wie er seine Händ« ausbreitete und für das ganze Volk betete. Hierauf erschien ein anderer Mann, ehrwürdigen Alters, bewunderungswürdigen Ansehens und von großerHerrlichkeit umstrahlt. Und Onias hob an und sprach: „Das ist der Freund der Brüder, der Freund des Volkes Israel; der ifts, der so viel für das Volk und die ganze heilige Stadt betet — Jeremias, der Prophet." Was Seren las für das Judenvolk war, das ist der hl. Bonifatius für das deutsche Volk geworden, der Freund der Brüder, der seit Jahrhunderten betend seine Hände ausbreitet über das Volk, das er so sehr geliebt. Gerade in diesen entfdjeibungsvoßen Tagen wollen wir zu ihm rufen:
0 bele für dein Volk, du treuer Schutzpatron des deutschen Volkes, bete für das Volk am Throne des allmächtigen, allgütigen Gottes, auf daß es dem Glauben allzeit treu bleibe, den dn ihm einst gebracht, damit es ihn auch im öffenftichen Leben betätige.
O bels für dein Volk, damit es nie und nimmer dulde, daß die falschen Propheten, die Verkünder des Unglaubens und des Gotteshasses den Grund- und Eckstein aller Wohlfahrt, Christus Jesus, herausbrecheft aus den Grundmauern des deutschen Hauses.
0 bele für dein Volk, du großmütiger Verächter der Welt, du Freund der Armut, damit es wieder zurückkehre zur alten Einfachheit der Sitten und nicht denj Folgen des Luxus und der Vergnügungssucht zum Opfer falle.
0 bete für dein Volk, auf daß es sich nicht betören lasse vom klingenden Erz und der tönenden Schelle deq Wortpatriotismus, sondern stets Hochhalte^ dein Ban-^