gemeldet. In diesen Tagen lief die Nachricht ein, daß derselbe am 16. April 1917 in Frankreich den Heldentod gestorben ist. Diese Meldung verdankt die Wuwe einer Angabe, welche der aus französischer Gefangenschaft zurückgekehrte Schütze Otto Weiß, jetzt wohnhaft in Ehringshausen, Kreis Alsfeld, im Bureau des Durchgangslager Münsingen, Württemberg, gemacht hat. Der Verstorbene gehörte dem Jnf.-Reg. Nr. 81 an. Vielleicht trägt diese Nachricht dazu bei, daß auch über andere, bisher als vermißt gemeldeten Soldaten aus diesem Regiment näheres zu erfahren ist. Die Witwe hat mit diesem Sohne nun ihre letzte Stütze verloren, da der jüngere beieits im Herbst 1914 den Heldentod starb. Die Pfarrei Petersberg beklagt in dem Toten das 55. Kriegsopfer.
Kleinhaus. Am Dreifaltigkeitssonntag den 30. d. M. wird wieder wie in den vergangenen Jahren bei der St. Wendelinuskapelle unter freiem Himmel eine große Missions- und Bonifatiusvereinsfeier statt- finden für Steinhaus und die ganze katholische Umgegend. Die Feier beginnt nachmittags 2 Uhr mit einem Festzug des Kindheit-Jefu-Vereins. Zwei auswärtige Redner werden sprechen über die kath. auswärtigen Missionen und den Bonifatiusverein. Vor und nach diesen Reden und beim Festzug singen die Kinder und das Volk unter Begleitung einer Musikkapelle entsprechende religiöse Lieder. Der Ertrag der Kollekte kommt zur Hälfte den Missionen der Oblaten und zur Hälfte dem Bonifatiusverein zu gute. Mögen wie im vorigen Jahre Tausende kommen, ihr Scherf- lein opfern für den erhabenen Zweck und sich katho- Usche Glaubensbegeisterung holen in dieser schweren Zeit! Für die Festteilnehmer, die weit her kommen, ist morgens 11% Uhr in der Kapelle eine hl. Messe.
Weyhers. Eine schöne und vorbildliche Auf- Mbe hat sich hier der Volksverein für das katholische Deutschland unter der Leitung des Herrn Pfarrers Dr. Flügel gestellt. Herr Lehrer Storch hat am Sonntag, den 9. Mai zum Reifen Male ein großangelegter und tiefgründiger ^apologetischer Vortrag" in dem Saale des Gastwirts B. ®üiHer gehalten. Reicher Beifall von allen Seiten bekundete das rege Interesse an diesen Wclt- anschauungsfragen. Am Schlüsse jedes Vortrages fang Herr Lehrer Lotter mit den Schulkindern einige herrliche Lieder, die wesentlich zur Verschönerung des Nachmittags beitrugen. Möge überall auf dem Lande die christliche Weltauffassung durch den Volks- Verein neu gefestigt und begründet werden.
Aus dem Kreise Gersfeld. Im »Gersfelder Kreisblatt' Nr. 38 und 39 teilen die Ortsbauernvereine des engeren Bezirkes Gersfeld mit, daß sie aus dem Kreisbauernverein austreten und eine neue Vereinigung im Anschluß an den bekannten Landbund gründen wollen. Mit dem Anschluß haben sie es wohl so eilig, um noch vor den Wahlen deutschnationale, zentrumsgegnerische Agitation im Kreise treiben zu können. Denn mag auch der Landbund und seine Wortführer tausendmal versichern, daß er nur „landwirtschaftliche Interessen vertreten und wahren" wolle, so bleibt es doch dabei, daß er letzten Endes nichts anderes ist als ein deutsch- nationaler Wahlverein. Die Vater des Landbundes sind fast ausnahmslos Mitglieder des Bundes der Landwirte, der bekanntlich die landwirtschaftliche Interessenvertretung des ostelbischen Großgrundbesitzes, der sogenannten preußischen Junker und in politischer Hinsicht der ausgesprochene -Schildträger des konservativen Parteigedankens ist. Zum Zentrum hat er fast immer im schärfsten Gegensatz gestanden. Ein Bück in die P-.esse des Landbundes, besonders auch in die Hessische Bauernzeitung beweist, daß diese neue Gründung ganz von diesem zentrumsfeindlichen Geiste erfüllt ist; offen und versteckt wird fast in jeder Nummer gegen das Zentrum gehetzt, werden seine Verdienste für die Landwirtschaft geschmälert oder ganz ignoriert, während alle Erfolge für die Landwirtjchaft, die doch nur mit Hilfe des Zentrums durchgebracht wurden, dem Landbund und den Deutschnaiionalen zugeschrieben werden. Der Landbund hat übrigens auch fast nur in rein protestantischen Bezirken Boden gefunden; und auch die Hessische Bauernzeitung ist offenbar nur für einen protestantischen Leserkreis berechnet. Um sich davon zu überzeugen, braucht man nur ihren Osterartike! zu lesen, der sich ganz im Stile protestantischer Sonn- ragsblätter bewegt. Wer die Verhältnisse im Kreise Gèrsfelo kennt, der zu zwei Dritte! katholisch ist, und der über 7000 Zentrümsstimmen bei der letzten Wahl aufgebracht har, wird mit dem Schreiber dieser Zeilen überzeugt sein, daß eine derartige Gründung, wie der Landbund, feinem ganzen We en nach nicht in de» Kreis nabt Losten lü cd teilen auch alle
Bauernvereine, die nicht zum „engeren Bezirk Gers- seid" gehören, besonders diejenigen, deren Mitglieder religiös und politisch auf einem anderen Boden stehen, diese Ansicht und lassen sich nicht auf den Leim locken. Seid gewarnt!— Wenn die Gersfelder Vereine in ihrem Aufruf behaupten, der derzeitige Vorsitzende habe trotz wiederholter Aufforderung die Abstimmung zum Anschluß durch Einberufung einer Vertreter - Versammlung nicht herbeigeführt, so kann zur Aufklärung folgendes gesagt werdet«: Nach der in dem Aufruf erwähnten Aufforderung ha« der Vorsitzende gelegentlich einer Vorstandssitzung der Gruppe Fuldatal am 23. März b§. Js. zu Gersfeld über seine Tätigkeit zur Ber- treuiiig der Interessen der Mitglieder eingehend beuchtet und allgemeinen Beifall gefunden. Bezüglich der Entscheidung über den Anschluß ist dargelegt worden, daß der Verein parteipolitisch laut Satzung sich nicht betätigen könne und dürfe, und daß da er bezüglich der Anschlußfrage vorher noch Eichung nötig fei. Man könne umso unbedenklicher noch einige Zeit warten, da für die Wahrung der wirtschaftlichen Interessen dadurch nichts verfäumt würde. Auch gegen diese Ausführungen ist kein Widerspruch geltend gemacht worden. Auch.war schon für die Vorstandssitzung, welche auf den 19. ds. Mts. nach Gersfeld einberufen ist, die Anberaumung einer Bertreterversammlung nach Fulda zur Emscheidung der Anschlußfrage als Punkt der £age5oiöming angefe^t Den Ortsvtzreinen des weiteren Beurks Gersfeld dürste daher zu raten fein, sich der Neugründung und den Austrittsbestrebungen des engeren Bezirkes Gersfeld fern zu halten.
lAk Schwarzbach, Kr. Hünfeld. Die Bewohner der Pfarrei Schwarzbach hatten ihrem früheren Herrn Pfarrer Pfeifer, z. Zt in Großauheim bei Hanau, zu seinem silbernen Priesterjubiläum eine namhafte Summe gespendet. Der Jubilar hat nun in Arstehung der sehr beschwerlichen Pastoration der hiesigen Pfarrei diese Summe zu einer Kaplanei st iftung überwiesen. Die ungefähr 1 Stunde von ihrem Pfarrdorfe entfernt liegenden Gemeinden Obernüst, Mahlerts und die weit zerstreut umheliegenden Weiler und Höfe griffen den Gedanken mit Freuden auf und sammelten sofort die Summe von über 35 000 Mark, um eine selbständige Kaplaner in der Filiale Obernüst zu erhalten. Hoffentlich wird der schöne und überaus notwendige Plan bald verwirklicht.
Bieber <.Kreis Geinhausen). In der altehrwürdigen Burgbergkapelle bei Bieber ist am Pfingstmontag, den 24. Mai, vormittags 9SA Uhr, Hochamt mit Austeilung der hl. Kommunion und Predigt durch einen Ordenspriester, vorher in der Pfarrkirche und Kapelle Beichtgelegenheit.
Ginnheim. Dank der Opserroilligkeit der Katholiken und der Umsicht des Kirchenoorstandes haben die ersten zwei Friedensglocken ihren feierlichen Einzug in die Großstadt Frankfurt gehalten und am Sonntag zum ersten Male als Herolde Gottes ihr heiliges Lied in die Nidda-Ebene gesungen. Möge es ihnen vergönnt ein, niemals mehr draußen im Höllenchoral der Ge- chütze mitzusingen, sondern durch chr frommes Rufen die kommenden Geschlechter anspornen, die feierlichen Gottesdienste mit ju feiern, die Katholiken mahnen, tagsüber dreimal die Hände zu falten zu einem innigen Gruß an die Himmelskönigin Maria, deren Namen die große Glocke trägt. Die Jofephsglocke wird jeden Abend ein Mahner fein, der 52 Helden der Pfarrei tm Gebete nicht zu vergessen, die in freulder Erde gebettet liegen.
Lom THaht. Ein Parlamentsveteran, der frühere bayerische Zentrumsabg. Oekonomierat Franz Burger, ist im Alter von 84 Jahren in Zell am Main, wo er auch Bürgermeister war, gestorben. Er halte volle 49 Jahre hindurch, bis zum Ausbruch der Revolution, der bayerischen Abgeordnetenkammer angehört und hier durch seine Gewissenhaftigkeit, seinen Fleiß und seinen wahrhaft goldenen Charakter die Achtung und Wertschätzung selbst seiner politischen Gegner erworben. Mit ihm ist ein braver Volksmann, ein tiefgläubiger Katholik dahingeschieden. R. I. P.
Iâia. Die Zentrumspartei unseres Wahlkreises nahm aus einer Delegiertenversammlung in Erfurt Stellung zu den Reichs- uni) Landtagswahlen. Als Kandidaten für den Reichstag wurden nominiert Propst Poppc-Heiligenstodt, Mitglied des früheren Reichstages, Landwirt Wand usw., für den Thüringer Landtag Dr. Kiel-Geisa. Die endgültige Festlegung geschieht in Nordhausen. — Am Samstag sprach hier der Berliner Stadtverordnete Rehbinder über das Zentrumsprogramm. Rechtsanwab Dr. Schrömbgens am Reichsgericht Leipzig wird in Tautenburg bei Jena zu einer noch zu bestimmenden Zeit sprechen. Nach einer Mit- telluna kann der Reichsminister der Finanzen Dr.
Wirth in dieser Woche nicht in Jena sprechen infolge dienstlicher Verhinderung. — Dr. Kropatieheck-Dresden, Mitglied der Reichsschulkonferenz, forderte in einem Vortrage in den Rosensälen konfessionelle Schulen
Der frühere Kronprinz Georg von Sachsen hat sich laut Wiener Reichsp. an der Universität Tübingen für Theologie eingeschrieben. Er war schon im Felde das Muster einer wahren Frömmigkeit; täglich sand er sich zur bestimmten Stunde zur hl. Messe ein und kommunizierte während derselben. Ein belgischer Geistlicher stellte ihn feiner Pfarrer, . in welcher er längere Zeit im Quartier lag, als Vorbild für seine Pfarrkcuder hin.
Vielfach werden jetzt aus Amerika Lebsusmitiel an Verwandte und Freunde geschickt. Wenn man jedoch bedenkt, was dort die Lebensmittel kosten und den Wert des amerikanischen Geldes bei uns rechnet (1 Dollar — 40—50 Mk.),so kommt heraus, daß man um dasselbe Geld bei uns das Drei- u. Vierfai-e bekommen konnte. Wer also Verwände in Amerika hat, die ihm schicken können und wollen, soll sich Geld statt Waren schicken lassen. Je mehr ausländisches Geld zu uns hereinkommr, desto m hr bebt sich mOer Geldwert.
Das Erscheinen eingestellt hat die bekannte katholische Zeitschrift „Alle und Neue Well" (Venziger, Einsiedeln). Der Verlag schreibt: Zu unserem lebhaften Bedauern fetzen wir uns genötigt, unsere verehelichen Abonnenten davon in Kenntnis zu setzen, daß wir den Vertrieb von „Alte und Neue Welt" mit Heft 6 in Deutschland einstellen müssen. Der Grund liegt in dem überaus tiefen Stand der Mark; da die Zeitschrift in her Schweiz hergeftellt wird, ist der Selbstkostenpreis eines Heftes 8 Mk.; somit würde an jedem Heft 6—7 Mk. verloren, was bei 15 OOO Abonnenten in Deutschland 1 Million Mk. pro Lohr ausmachen wurde. Für die Schweiz erscheint die Zeitschrift weiter, vielleicht auch später wieder für Deutschland.
Das englische Kinderhilfswerk hat einen Bericht über seine Tätigteit herausgegeben, in dem es-u. a. heißt: Wir haben noch nicht das Schlimmste gesehen. Nach amtlichen Berichten an die Zentralvereinigung in Genf beträgt di« Zahl der hilfsbedürftigen Kinder in Mitteleuropa 13 MU» Honen. Nachrichten, die uns aus Deutschland zugegangen pnb, enthüllen ein furchtbares Kinderelend infolge des Mangels an Milch und Fett. In manchen Städten, bc» sonders in Berlin, Leipzig und München, haben Tuberkulose und NachMs epidemische Formen angenommen und 30 Prozent der Kinder sind körperlich so mißgestaltet, daß photographische Aufnahmen von ihnen sich nicht zur allgemeinen Verbreitung eignen. — Es ist ja erfreulich, daß man auch in England jetzt für die armen Kinder etwas tun will — man hat dort aber auch viel gut zu machen, denn Trr-ZlanÄ vor allem trägt an dem schrecklichen Elend durch die völkerrechtswidrige Hungerblockade die Haupt» schuld. ________
Mr den BonèsatLtts-SammelvereLn gingen bei uns ein: Frau Helmke, Mackenzell 5. Joseph Schreiber, Herolz 10 Frau Th. Müller, Geba 2. Magdalena Bohn, Kassel 5. K. Oswald, Kloster Shenberg 5. Frau Ch. Bodenrods, Gießen 3. Wilh. Grote, Berlin 25 Cari Dux, Naumburg 5. Frau Rieger, Bad Orb 10 50. Erstk. in Weitstem- bad) 25. J. Kirsch, Harbach 5. Von den Erstk. in Horas 33 50. Erstk. Rückers 17.50. Rückers, von Versch. 6.75. Dipperz 2. Desgl. 5. Bremen bei Geisa, Ler ch. 2 38. Theresia Schmitt. Waidmühle 15.Karl Sachs,Pfaffenhausen 2.BfarrerMaltmus, Wankenau 100. A. Boland, Anzefahr 20. A. Schellenberger, Geisa 2. N. N. Kassel 15. N. N. Bad Nauheim 150. Sonder- qelb, Molzbach 20. Lehrer a. D. Kronenberger, Großauheim, 5. Dipperz 11. Groß, Magdeburg 5. F. Kesler, Berlin 30. Frl. Jäger, Kassel 5. Erstl. Allendorf durch Psr. Reinhard 64 Kafp. Desch, Oberndorf 30. Joh. Fischer, Berlin 5. W. Loiter, Mom- bei« 6. August Schmitt, Desgl. 5. Konst. Schmittdiel, Desgu 2. Frz. Jos. Kaufmann, Desgl. 1. Ludw. Sack, Desgl. 4. Karl WIeber, Desgl. 2. L. Kräiing, D.-Hainm 3. Müller, Frkft a.DL 5. Karl Reinhard, Orb 5. Dipperz 5.40 Weitere Gaben werden gern angenommen auf unser Postscheckkonto 4051 Frankfurt a. 2H.
d Fuldaer AMendruÄereU
St Josephs-Pfennig.
Bei der Fuldaer Aktiendruckcrei gingen ein:
Orb. N. d.M. 5. Koblgrund. Desgl. 10. Ung. 3.®. d. bl. J. 15. Armenbof. D. hl. I. b. g. u. w. W. b- 2. Dretersbarrsen. N d. M. 10. 2eëflL6. Groüenlüder. Desgl. 0,b0. VeterSbsrg. Desgl. 3. Arlda. SL 3. b. f. u. 1. Gelnhausen. N. d. M. 5. Ercken-ell. Desgl. 10. Mao- badh 3. E. d. hl. W. 2. Seiten N. d. M. 5, Desgl. 60- Neubm Desgl. 30. Grobenlüder. Desgl, 1. Desgl. 1. èiesel.Desgl. 2. L^n^enbleber. Desgl. 1. RückerS.Desgl. 11. Hofbieber. D- bL 8- 6- «• «• U.A» ff ftd-xeü 3 Ed bW 1 Desgl Z E. d. bl. Herr ^eiu. 4. Wiesen. 3. G b! bb £ 10. Giesel. N. d. M. 2. Stellberg. Z.E.d. ül. 3. L Schwarzbach. N. d. M. 6. Grobenbach. 3- & d. bL J. 200.
Issephs-RhabLAvspfLnaig für die Lateinschule in Geisa
G^Ha 3 G b bl 91 10 St. b. M. 5. Desgl. 6. Desgl. 1. Wiesen» selb N d M 5 Buttlar 6 3 b t u. i. e. b. Ä. 5. Pfarrei Bremen. 3. Gib. U.3.20 Ä"20. Desgl. 10. Desgl-5. Desal. 10. S. ÜL3. i 5 Mb. 12. Um würd. Crstt. 4. Desal.2