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Hit 6cr SkUing der Iilichiiijchr» Luche n.Kl) dem rotitkriege

»rschäftigi sich das streng protestantischeSmier Tag* Hatt" in einemLer Katholizismus als Sieger" bet­itelten Lei arukel. Es gelang darin zum Schluß, Day )et Protestantismus alle Ursache hat, eine Riederla^e }u buch n. Das Blau schreibt zitierend: Wcmi tie Mihoinche Kirche heute einen Siegeshymnus anstimmt, so hat sic alle Ursache dazu. Das Papsttum hat es oeifUnbcn, seinen Cinslnß überall da zu oerHürfen, DS er Kbim vor dem Krieg vorhanden war und ihn Sa wieder hcrzust-llcn, u o er Zeitweise oer>chu.unden war, wie zum Beispieie in Frankreich.

In Deu schlemd zerfleischt sich der protestmttisch? Norden selbst. Die Luther-Kirche ist stumm und in sich zerrissen. Jeder Pfarrer predigt seinen eigenen Ko- techrsmus, ja rnele von ihmn helfen in törichter Ver- blendung mit, der Klassenherrschaft des Pco^wFols zum Siege zu verhelfen. Was Wunder, wenn die kat!^, Kirche heute darauf hofft, daß im allgemeinen Elend, in der Verzweiflung der Völker auch viele Kre-tr der Protestanten wieder den Weg in den Schoß der^nig m Kirche zurückfmdsn werden, die durch ihse feste Form und ihre beruhigenden /Satzungen unruhigen Seelen Frieden und volles G nüccn verheißt? Wir machen annehmen, daß diese Erwartungen sich m reichem Maße erfüllen werden, und zwar nicht nur in Deutsch­land. sondern auch in England, Amerika und in der Schweiz.

Der bemerkenswerte Artikel spricht schließlich die Ansicht aus, daß die Rellung des Deutschen Re'chcs hochstwahrji^einlich rom kathoßsaben Süddeuts'blond rüst eben wird. und wünscht, daß der id)mnfinluie Lnbiribucli mus, der heute den Protestmlismus be- berrfdu, eingebemmt werde, wenn die Lebenskraft des Protestantismus erhalten bleiben soll.

Dieocrfaff mzcederröe den sche UaÜsnQ!- Oc'rfamml'Mg

geht ihrem Ende ei t egen, Ende Mal soll sie noch ei mal für einen oder gqjci Toce gujanunentreten, um Kehraus zu halten und event, die Reste aufzuarbeitc«. Wenn bann die Pforten des' Reichstages sich wieder sssnen, bann wird changar manche sehen. die nicht N.ehr da sind", nie ein zerstreuter Professor zu sagm pflegte. Und neue "Männer werden wieder tomunu, und auch von diesen werden manche Wähler wieder enttäuscht sein Das ist so der Lauf der Zeit, und Undank ist der W.lt Lehn

Soweit mandiesen" Reichstag auch gelüst. rt hat, er hat doch fleißig gearbeitet, alles, was er untr= nommen, n ai gut gemeint. Sm ganzen wird die Ge­schichte wohl einmal gerechter urteilen, als das zuppe- liche, erregbare dewsche Volk von heute es tut, da­von tausend Kriegsnöten und Wiederausbausorgen, ron andauernden Besuchen durch Frau Sorge in Küche und Keller nervös geworden ist. Die ytaiioiialmfamm» lung hat die Dersaffung in kurzer Zeit geschaffen, hat auf vielen Gebieten unseres Wirtfchaftslebens den /Uebrrgangsschwiikligkeiten zur normalen Benumung , der wirtschostlichen Kräfte Rechnung tragen müssen, Schwierigkeiten. dich erhöht wurden durch eine zügel lote Streitlust im Innern und durch die rücksichtslose, verhängnisvolle Wchgrdlung durch unsere Feinde. Da­zu kam eine Haltung der Opposition von rechts unb Unks, tie in ihret leldenfchaftlicheii, zum großen Teil ge- häshgen. aufregenden Form weil die Grenzen über­schritt. die nationales Gemeinschaftsgefühl in solchen Zeuen ziehen sollte

Baid soll der erste deutsche Reichstag die Arbeit fortsetzen. Möge es ihm vergönnt sein, in ruhiger, Don GewalNoien nicht mehr gestörter Arbeil das aus­zubauen, wozu Oie Naliünalvcrjammiung die Grund- lage und den Anfang geschossen hat. Wird die Ord­nung des Rechts nicht mehr gestört, so wird der auf Bier Jahre gewählte Reichstag die Zeit zu ruhioer Veberlegung und Entschließung sinden, die ersoröerlich ist, um die Gesetze so zu gestalten, daß sie unserem Vaterland und Volke zum Segen gereichen werden. Das kann nur geschehen, wenn das deutsche Volk bei den Wahlen dem Radikalismus von rechts und links eine deutliche Absage erteilt.

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ist es ln^er jetzigen traurigen Lage unseres Vaterlan» des traurig ist sie wirklich, wenn auch Sonntag nm

Sonntag getanzt und jubiliert wird, daß Männer, au; deren Uneck man etwas geben kann, doch die Hofj- nung auf eine Gesundung und eine besjere Zukunft nicht aufgcben. So Hai der

deutsche dcj^üfislccgcr in Parks Dr. Mayer kürzlich auf der Landeeoersrmmlung der bayerischen Volkspartei erklärt:Ich glaube an eine wirlschafllick-k Döiederoedurl des deutschen Reiches. ich glaube an eine polnische Eristmzb rechtigung Deutschtands für alle Zukunft." In bei Preisentwicklung hofft er, daß bald fclHt'ätio oder durch cefcllidie Maßnahmen eine rück­läufige Bewegung eintreten wird".

Auch der

Rrichsfknlmzmtntster Dr. Vr'h hat in einer Zentrumsversammlung in Dresden nicht alle Ho'snuna ant die Zukunft aufgegeben. Wohl hätten D ir fast 2 P Milliarden Schulden, für die wir 5V Milliarden an Zii.scn brouchen, trotzdem trhne er den ^kdavken an den Staalsdarkerskt enischicden ab. Dr msch land könne geheilt werden, freilich nur durch die So.warität iUcberzcuMNg ron der Zusammengchöriz- ^f) von vcwz Europa Das Schicksal ber deutschen Mark *ei aum das Schicksal des französischen Franken. Frankreich und Deutschland hätten den Erdball beherr- |â?en sonnen, aber die Faust des Marschall Foch geige, daß Unvernunft die Wcl! regiere.

6in 5kan a!

ist es, daß I^ankreich mit Regevtruppen aller Art deutsches Gebiet besetzt halt, daß diese geschlechtlich un- bänbirfte Menschenjorte auf Weiße, auf Europäer, auf Christen loegelassen wird: besonders die deutschen Frauen senden einen Wehschrei in die ganze zivilisierte Welt über tie Schande, die man ihren Geschlechts* peneffinnen antmt. Auch einflußreiche ausländische Zeitungen unterstätzen den Protest', eineabscheuliche Schmäh" nennt der LondonerDaily K)era!d" b efes Vergehen, das so manche deutsche Frau dazu bringt, sich zu verkaufen. L;c Strafe für dieses kulturwidriae Tun der Franzosen wird nicht ausbleibon. Die schwar- 'en Truppen, welche die Gknüffe Europas jetzt schmecken, werden zur Befriedigung derselben ihr von ^k^-nn pricTTt-?'-. WaK"nhandwerk vereint mit der wilden Natur kraft der Afrikaner noch gegen ihre jetzi­gen Herren richten. _

Ueber b-c Verhältnisse im O"en

lieben nprf**de^ Röhrichten vor: danach haben die 'alcn, untciftüij^con den Franzosen, die immer noch 'hre in Rußiano angelegten 2u Mill aröcn zu retten hoffen und unter stillschweigender Billigung Englands, das durch das Vordringen der Bolschewisten in Ascr- beids Gin d e 2lrfh(fung für Indien fürchtet, die roten Truppen Rußlands angegriffen, die Ukrainer haben derselbe getan. Zwischen ihnen uni den Polen scheint sich eine Einianna meacn der Grenze anzubohnen. Polen tritt das von Utra nern bewohnte Ostoalizicn ab und erhi lt dafür das nielurr strittene Cholmer Land und anarcnzendcs von Polen bewohntes Gebiet. We­niger leicht werden die Einsprüche Polens über die vor bcr 1. Teünna im Jahre 1772 innegchabten Landes- teile ron Weißrußland und Litauen sich erfüllen lallen. Der Anteil der polnischen Bevölkerung in jenen Ee- bictcn ist gerinn, wenn auch der Grundbesitz derselben übergroß ist. Die kalhol'schen C:'min wehren sich energisch gegen die polnischen Ai-sprüchs. Der 2lus- aang ihrer Landevwahlen hat eine katholische Mehr­heit ergeben, die in dem am 15. Mai zusummentreten­den Parlament allein die Regierung in die Hand neh­men kann. In der Abwehr der polnischen B'strebun- aen sind alle Parteien einig. Die Polen selbst suchen sich über ihr inneres Elend durch äußere Großmanns­sucht hinwegzutäuschen. S'e träumen von einem Po- kenreich, das an Größe Deutschland wen'g na-chsleht. Um die seit 1000 Jahren zu Deutfchland gehörigen aberfAlesis den Polengebiete zu ergattern, da bie Aus- sicht auf eine ihnen günstige Abstimmung gering ist. zettelten sie eine Verschwörung an, mit der Absicht, das Gebiet gewaltsam loszureißen. Die deutsche Regierung hat die inici nationale Vesatzungskommission auf diese Treiberekn aufmerksam gemacht und Abhilfe verlangt. Das wird freilich wenig helfen, so lange Frankreich die Polen als Büttel besucht gegen Rußland und als östlichen Sdjii^mann gegen Deutschland. Es st jam­merschade, daß zwischen den beiden Nachbar« Deutsch­

land und Polen, die so eng und auf so weiten Stre­ifen aneinander angewiesen sind, nichts endlich bessere B,Ziehungen cinireten. Das sind die Folgen der frü­heren rücksichtslosen und ungerechten Politik Preußens gegen die Polen, die diese nicht vergessen können uud für die wir jetzt leiden müssen.

Die Târke!

hat in San Remo auf dem Operationstisch gelegen unter dem Sezrermesser der Entente und wenn die Pläne, nach denen mit ihr verfahren werden soll, in die Tat umgiieyi werden, wird die Türkei aus der Reifte der ansehnlichen Mächte endgültig ousgrslrichen hin. Kovstantmopel mit den für die Verteidigung dieser Stadt nach Westen so wichtigen Gebiet um die Tfchadajchahöhen, wird den Lünen verbleiben. Dar- kan llen und Bosporus werdestinternationalisiert", d. h sie rücken in die unbeschränkte Machtsphäre des Berstendes, der durch Streit tröste sich die Kontrolle erzV ngt.

Die braven Griechen erhalten ganz gehörige - Brocken. Man gibt ihnen den südlichen Teil non Epirus und den ganzen Balkansüden bis zum Schwar­zen Meer (mit Ausnahme des bereits erwähnten Tjcha- dalschopelândr streifens), außerdem wird ihnen Smyrna zugcfchoben, wenn auch vorerst nur mit dem Auftrag, es zuvcrTalten".

In Kleinasien werden die Türken nur noch einen Teil von Sinai; den mit Cicilien ynb Kurd stan behal­ten, Armenien erhält feine Unabhängigkeit, noch -m der Präsident Wilson seine Grenzen Mgesetzt haben wird. In Syrien werden die Franzosen, in Palästina die Engländer herrschen; über Mesopotamien erhält England dasMandat" und .Hodschas soll unabhängig werden, sonach dürfte brrkranke Mann", wie man die Türkei gewöhnlich genannt hat, wohl bald

eintoter Mann" sein, wenn die Beschlüsse ron Son Remo wirklich aus- vesührt werden können. Die nationale Bewegung, die in der Türkei eingesetzt hat, macht letztere allerdings sehr zweifelhaft.

(Fimghdt

unser der, ZenkrumsL LHlerfchaft ist mehr als je das Testat bei Stunde. Der halb st es tief bedauerlich, daß im RH inland Abiplstlerunge be strrdun gèst zu Tage ge­treten sind, die jetzt zur Bildung einer eigenen P:r!7i, der christl chen VoUsperici, geführt h^ben. Der Stein bey Äufti-ßes ist diè Koalftiouspolillk des Zentrums, Die doch i ach Vage Der Dinge, wie n ir wiederholt schon bqrgckiu hob ü. die einzige Möglichkeit bot, das zu» samvneagebrochènc Vaterland weder einigernaßen cufzurichten und' d'.e auch die Billigung aller offiziellen Barteln starben gefunden hat; euch tie Rörgl r und Besserwisser, die sich jetzt in Köln z^sammensefunden h beil, nc! el.bei bemerkt meist Leu'e, die im Partei- leben bisher sich kaum betätigt haben, vielfach nicht ein­mal eingeschrieben' Mitglieder Der Partei sind, bet­ten es wohl nicht besser machen können. Allzu tragisch brand)! man di.se Sonteib strebuncen wohl nicht zu nehmen, wir haben derartiges schon öfters er- lebt im Lause der 5 Jahrzehnte, seit dem wir ein Zen­trum haben, sie sind immer wieder überwunden wer­den, und wir Dürfen hoffen, daß der gesunde Sinn der breitesten Schichten überzeugter Zevtrumswähler aller Stände sich von keiner Abfpiittcrung irreführen läßt. ^rnunK und Gervsi.cn sollten sie eigentlich im Keime schon ersticken 2» einer Partei wie cs das Zentrum st, d'e alle Staude umfaßt, gibt es selbstverständlich verschiedene Interessen. Es ist aber doch klüg.r, diese Interessen innerhalb Der großen Zentrumspartei zu vertreten, als bunt Zersplitterung diese zu schwächen, während man selbst von vornherein zur Vcdeutungslo- sigkeil verurteilt ist. Schließlich können und Dürfen doch glich nicht bloß materielle Interessen den A- fd)lag geben. Unser politisches und gesellschastlichcs Leben krankt eben daran, daß es seit Jahrzehnten, be­sonders aber seit der Revolution von so

rücksichls osem Eigennutz

geleitet ist. der das Ganze außeracht läßt u. zur Anarchie sühren müßte. Das kann nicht dadurch besser werden, daß nun neue Parteien, neue Gruppe» und Glüopchen