Wochenkalender.
Sonntag, 4. April. Ostersonntag. (Isidor B. u. Kchl/
Montag, 6. April. Ostermontag. (Vincenz Ferrer, Bek.)
Dienstag, 6. April. Osterdienstag.
Mittwoch, 7. April. Von der Oktav. (Hermann.)
Donnerstag, 8. April. Von der Oktav.
Freitag, 9. April. Von der Oktav.
SamStag, 10. April. Von der Oktav.
G/ter-Sonntag.
(Evangelium Markus 16, 1—7.)
In jener Zeit kauften M iria Magdalena, Mari^», deS Jakobus Mutter, und Salome Spezereien, um hinzu eher» und Jesum zu salben. Und sie kamen am ersten Tage der Woche in aller Frühe zum Grabe, da die Sonne eben aufgegangen war. Und sie sprachen zu einander: Wer wird uns wohl den Stein vor der Türe des Grabes we, wälzen? Als sie aber hinblickten, sahen sie, daß der Stein weggewälzt war; er war nämlich sehr groß. Und da sie in daS Grab hinem- gingen, sahen sie einen Jüngling zur Rechten sitzen, angetan mit einem weihen Kleide, und sie erschraken Dieser aber sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Ihr suchet Jesum von Nazareth den Gekreuzigten; er ist ruckt hier; sehet den Ort, wo sie ihn hingelegt hatten. Gehet aber hin, saget seinen Jüngern und dem Peirus, dah er euch vorangehe nach Galiläa; daselbst werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat.
3« kräh ender Schönheit.
Alle die Schönheit Himmels und der Erden Ist gefaßt in dir allein.
o rufen wir in einem Kirchenlied dem Heiland zu. In strahlender Schönheit erschien er auf dem Tabor, als er noch mit unserm ste, blichen Leibe tu kleidet war. Wie viel schöne» _ . muß er geweien sein, als er auf Golgatha über dem Giabe schmebre, nachdem er den ^od überwunden und das Gewand der Unsterbliche keit umgelegt hatte. Ter Dichter, sucht uns einen "vegrtss davon zu geben in folgenden Strophen :
I. Ist das der Leib, Herr Jesu Christ,
Der tot im Grab gelegen ist ?
Stomm, komm, komm jung und alt Und schau die schön, Lriüsge'talt. Alleluja.
2. Der Leib ist klar, klar wie Krystall, Die Adern rot, rot wie Koroll;
Die Seel hindurchglänzt hübsch und fein
Wie tau]cnömal der Sonnenschein. Alleluja.
3. Nun deck, nun deck die Augen zu.
Daß dir oer Glanz nid t schaden tu, Jm Leib die Gottheit schauen an Kein Mensch, fein Aug' auf Erden kann. Alleluja
Gerade die Schönheit des Mcnschensohncs wird auch in unserm 44. Psalme beschrieben. „Ter schönste diit du unter den Menschenkindern. Anmut ist aus.
gegossen über deine Lipprn; durch deine Gestalt nn* Schönheit schreite glücklich voran und herrsche". (P.alm 41 3-5.)
Und der Heiland in seiner unermeßlichen Freigebigkeit ist nicht eifersüchtig auf seine Schönheit, nein; ec will sie, soweit wir dafür fähiz und env psänglich sind, aut) uns mitteilen, zuerst der Seele, aann auch dem Setbe. Die Seele tm Schmuck der
Sfoun singen wir deS Lrmmes Lob,
* DaS alle Welt zu Ehren hob;
Das Leben rang in heißem Krieg,
O preiset fromm den Ostersieg. Alleluja,
Wir danken dir, bieltreuer Christ, Dein Ruhm verhallt zu keiner Frist: Wir sind um hohen Preis erkauft Und all mit Jesu Blut getauft.
Alleluja.
O Mutter Jesu, reinste Frau,
Nun sei versiegt der Tränen Tau: Schon grüßt dich froh rein liebster Sohn, Und Freuden sind der Leiden Lohn. Alleluja.
P. Gaudentlus Koch.
Gnade ist eine Braut des Heilandes. Als solch wird sie be ringen im zweiten Teil des 44 P almes, oessen Betrachtung im er geistiges Ostermahl sein soll.
Psalm 41, 2. Teil: Die Seele als (Bottesbraut.
11. Nun nei r dein O.>r und höre, Tochter: Vergiß dein Volt und deinen Vater.
12. Nach deiner Zi^r verlangt der König: Er ist der Gott, den man anoctet.
12 a. wi sch n, o Braut ist deine Z eke Durchstrahlt vom hellsten Gnadenlichte.
13. Jungfrauen sind dir bcigegebcn, Dich zu geleiten auf dem Wege.
14. Mit Lust und Jubel zu geleiten Bis zum Palast deS großen Königs.
15. Mit Kindern wird der Herr dich feinen. Die herrschen über alle Lande.
10 O Herr, sie denken deines Namens, Dein Lob sie immerdar verbünden.
17. So dienen dir die Völker alle, Besinnen ewi" deine Gute.
Ja, schon ist die Seele im Schmuck der Gnade, im Schmuck der Tugend. Freilich ist es mit dieser Schönheit wie mit einem Brillantring, der in ein Leder- fu teral gesteckt ist: wir können sie nicht sehen, sie ist unsern Augen verborgen; aber den Augen Gottes ist sie offenbar und er freut sich darüber mehr als über die Pracht der Sonne und der Sterne. Die Seele tm Schmuck der Gnade ist eben ein Ebenbild Gottes, der unendlichen Schönheit und Heiligkeit. „Unsere Seele ist Gottes Bild, ein Strahl seiner Herrlichkeit, ein Ausfluß seiner Weisheit. D.'l.i besteht die natürliche Schönheit einer eeele, die den Sündern und Gerechten gemeinsam ist; wie würde man aber staunen, wenn man ihre übernatürliche Schönheit, welche sie durch den kostbaren Schoß der Gnade erhält, erblicken könnte. Diese Schönhen ist so groß, daß die Sonne und die Sterne, wenn sie damit verglichen werden, ihren Glanz verlieren. Wenn sich eine Seele in der Gnade Co les befindet, so vereinigt sich Gott mit ihr; er wohnt in ihr, er läßt sie an seiner Schönheit teil- nehmen; sie wird reich durch seine Reichtümer, heilig durch seine Heiligkeit, gerecht durch seine Gerechtigkeit und nach dem Ausspruch des hl. Geistes gewissermaßen der gö tlichen Natur teilhaftig. Welche Würde! Welche Größe! O, daß wir an die Vortrefflichkeit unserer Seele immer denken und ihre Größe durch die Er- habenh'it unserer Gesinnungen unterstützen würden."
Schön ist auch die Kirche, die Jesus sich zur Braut erkoren. „Christus hat seine Kirche geliebt und sich selbst für sie hingegcten, um sie zu heiligen, indem er sie reinigte durch des Wasserbad und im Wort des Lebens, um sich die Kirche herrlich darzustellen, ohne Makel oder Runzel oder etwas dergleichen, sondern daß sie heilig sei und unbefleckt" (Cph. 5, 25 f.).
Muß es nicht dein Bestreben sein, an dieser Kirche, dem Leibe und der Braut Christi, ein schönes, würdiges Glied zu bilden? Wenn ein Baum in voller Blüte steht und nur ein einziger Zweig eine Ausnahme macht und kahl und dürr in die Luft st irrt, ist das nicht ein trauriger Anblick? Und wenn bei einem Hochzeitsmahl mitten unter den geputzten Herren und Damen ein Gest im Werk agsxewand, in geflicktem und zerrissenen» Kleide dasitzt, bildet er nicht den Gegenstand peinlicher Aufmerksamkeit und einen Stein des Anstoßes für den Gastgeber? Wie ist es jenem Eindringling ergangen, von dem der Heiland in der bekannten Parabel erzählt, daß er ohne hoch- zei liches Kleid an der Tafel erschien? Hinaus geworfen wurde er dahin, wo Heulen und Zähneknirschen den einzigen Zeitvertreib bilden.
Freund, Ostern ist nicht nur ein Fest, sondern auch eine Mahnung. Du sollst mit Jesus ausec'tehen, sollst an deiner Schönheit dich verjüngen, an seiner Schönheit Anteil haben. Seine Gnade, seinen Frie- \en soi.st du dir verschaffen und darin befestigt hier» den für immer. In der Lstcrbeich'e wird jeder Flecken aus deiner Seele ausgetilgt und in der hl. Kommunion wird deine Seele vereinigt mit Christus, der verkörperten Schönheit, der Sonne der Gerechtigkeit, dem Sibilant des Vaters. dem Strab' des ctDim'n L ♦^MpÄ „