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ihrer Snadenspendung, ihrer Hirtentätigkeit, kurz ihrem ganzen religiösen Leben auf Lrundlagen, die Gott selbst gelegt hat?
Deshalb brauchen wir uns auch nicht zu verwundern, daß die katholische Kirdje, trotz allen Anfeindungen und Verfolgungen von außen, trotz so vieler Schwierigkeiten von feiten untreuer Kinder, trotz des Ansturmes aller Geister der Zinsternis und der Bosheit dennoch ihre unverwüstliche Kraft und segenspendende Lebensfülle bewahrt hat bis auf den heutigen Tag. Es hat sich erfüllt die Weissagung ihres göttlichen Stifters: „Die Pforten der Hölle werden sie nicht über- wältigen" (Matth. 16, 18.). Und gerade in diesen Tagen hat die Verheißung des Sohnes Gottes sich aufs neue erfüllt. Sahen wir nicht im Osten Europas ein weitverbreitetes Religionsfgftem jäh rusammenbrechen, nachdem es Jahrhunderte lang durch eine gewaltige Staatsmacht rusammengehalten war? Und erlebten wir es nicht im eigenen vaterlande, wie Throne stürzten, die als nie wankende Stützen von Religionsgesellschaften galten? Ein Thron dagegen hat nicht gewankt, ein Oberhaupt ist nicht gefallen, ein Neligionsgebäude steht unerschüttert da: das ist Petri Thron, das ist das Oberhaupt der katholischen Kirche, das ist die auf den Seifen Petri aufgebaute Religion. —
Geliebte Diözesanen 1 Welch ein Glück ist es doch, sich zur übernatürlichen Religion Jesu Christi zu bekennen —, ein Glied der katholischen Kirche zu sein —, durch ihren unfehlbaren Mund über die Heilswahrheiten belehrt zu werden, durch den Empfang ihrer Sakramente aus den Quellen des Erlösers zu schöpfen (Is. 12,3) —, bei den Tabernakeln ihrer Gotteshäuser dem Heilande so nahe zu sein —, an ihren Altären der unblutigen Erneuerung des Kreuzopfers beiruwohnen —, in ihren geistlichen Hirten die gottgeweihten Führer zur ewigen Heimat zu besitzen! — wie müssen wir doch aus dem Grunde unseres Herrens wünschen, daß diejenigen, die noch nicht zur katholischen Kirche gehören, auch den weg zu diesem Glücke finden. Möge die Erkenntnis der Hinfälligkeit aller irdischen Größe sie mit Sehnsucht nach den unvergänglichen Schätzen an Wahrheit und Gnade in der katholischen Kirche erfüllen! Möge das milde göttliche Licht, das vom Seifen Petri in diese Zeiten des Völkerhasses versöhnend und erwärmend hineingestrahlt ist, auch ihre Herren gewinnen! Möge die göttliche Kraft, die mitten in der großen und allgemeinen staatlichen, sozialen und religiösen Erschütterung ihr zur Seite stand, auch ihnen den Mut verleihen, selbst unter Opfern den Weg zur Mutterkirche einruschlagen! Möge auf die liebevolle Einladung Unseres hl. Vaters Benedikt XV. in seiner BonifatiusEnzyklika aus dem vorigen Jahre bald als Antwort von allen Seiten unseres lieben, jetzt so zerrissenen deutschen Vaterlandes der allgemeine einmütige Ruf erschallen : „Kommet, lasset uns hinaufriehen zum Berge des Herrn und zum Hause des Gottes Iakobs, daß er uns seine Wege lehre und daß wir wandeln auf seinen Pfaden; denn von Sion wird das 6eseh ausgehen und das Wort des Herrn von Jerusalem." (3f. 2,3.) So wird das sehnsüchtige verlangen des Herrn sich erfüllen: „Et fiet unum ovile et unus pastor, und es wird eine Herde und ein Hirt werden." (Joh. 10,16.)
II.
Geliebte Diözesanen!
wenn wir die Ordnung der Natur und der Gnade aufmerksam betrachten, finden wir in ihr ein großes 6esetz durch den Schöpfer aufgestellt: es ist das Gefeß, daß aus der treuen Pflichterfüllung immer auch ein reicher Segen für den Menschen ersprießt. Dieses wohltätige Gefeß besteht auch hinsichtlich der Religion: wer ausrichtig religiös ist und diese Gesinnung in Wort und Wandel betätigt, der wird gar mannigfach von Gott dafür belohnt werden nach dem Wort des Psalmisten: „Glückselig alle, die den Herrn fürchten, die auf seinen wegen wandeln" (Pf. 127,1).
Diese Wahrheit laßt uns jetzt ins Auge fassen, nachdem wir vorher die zuverlässigen Grundlagen der natürlichen und der übernatürlichen Religion betrachtet haben.
J. — Die erste Reihe von Segnungen, welche die Religion uns spendet, umfaßt folgende Sie gibt dem Sittengesetz erst die rechte Fassung und erschließt uns voll und ganz seinen Inhalt. Ferner: Erft die Religion gibt uns zur Beobachtung des Sittengesetzes die tiefsten, kräftigsten und für alle Lebenslagen entscheidenden Beweggründe an die Hand. Schließlich öffnet sie uns auch die Kraftquellen der Gnade, die wir bedürfen, um auf die Dauer und in verdienstlicher Weise allen sittlichen Forderungen nachzukommen.
3ft dem nicht so? Ein Sittengesetz, das nicht auf Gott zurückgeht und dessen Vorschriften nicht aus dem heiligen Wesen und Willen Gottes abgeleitet werden, «Wehrt seines eigentlichen, vernunftgemäßen Abschlusses, ist ein Rumpf ohne Haupt, ein Baum ohne Krone. Die Religion ist es, die dem Sittengesetz diese Vollendung gibt.
Blicket sodann hin auf die Heiden, wie unvollkommen, wie irrig und voll Zweifel war ihre Erkenntnis der einzelnen sittlichen Gesetze. Wie oft standen sie ratlos und wußten nicht, was erlaubt oder nicht erlaubt sei zu tun. Da kam die übernatürliche Religion dem in Dunkel und Dämmerung tastenden Menschen zu Hülfe. Sie belehrte ihn bis ins einzelne, in irrtumsloser Weise, über alle seine Obliegenheiten in den verschiedensten Lebenslagen und Umständen. —
was nützte uns aber alle noch so ausgedehnte Kenntnis des Sittengesetzes, wenn unserem Wollen nicht auch edle und wirksame Beweggründe rur Ausführung der sittlichen Erkenntnisse durch die Religion zu Gebote ständen? Der Alltagsmensch läßt sich bei seinem handeln nur gar zu oft reiten von Rücksichten des materiellen Nutzens, des wirtschaftlichen Vorteils, der schwankenden Gunst and flüchtigen Ehre bei den Menschen, oder gar des niederen Sinnesgenusses. Das sind Beweg- ründe, die den Menschen erniedrigen und von seiner wahren Vollendung und Glückseligkeit abwärts iehen. Dagegen der von dem Geiste der Religion erfüllte Mensch hat bei allem, was er tut, Gott vor Augen, ihn den Allheiligen, der stets das Gute liebt und das Böse verabscheut, ihn den tlilgegenwärtigen und Allwissenden, vor dem auch die Finsternis daliegt, wie heller Tag, ihn den Allgerechten, der alles vor sein Gericht ziehen wird und einem jeden vergilt nach seinen Werken.
Jetzt mögen lockende Versuchungen an den Menschen herantreten : er weist sie zurück durch die Erinnerung an Gott, wie einst die keusche Susanna: »Besser ist es für mich, ohne solche Tat in euere Hände zu fallen, als' vor dem Angesichte des Herrn zu sündigen" (Daniel 13,23). Mögen jetzt auch Schwierigkeiten sich erheben, Opfer gefordert werden in der Beobachtung der Standespflichten: der religiöse Mensch wird Herr über sie durch den Gedanken an die Hilfsbereitschaft Lottes, „der getreu ist und keinen über seine Kräfte versuchen läßt, sondern der Versuchung auch den guten Ausgang verleiht" (1 Kor. 10. 13). Und Welche gewaltigen Antriebe zum Guten gehen von diesen Erwägungen aus, und gar erst von den Geheimnissen der Menschwerdung und Erlösung, die von der Religion uns als Erweise der reinen Liebe Gottes zu den Menschen verkündet werden! welch' mächtige Beweggründe zum sittlichen Tun liegen auch im Beispiele höchster Tugend und Heiligkeit, das der Sohn Gottes in seinem menschlichen Leben uns gegeben hat! Auch diesen Beweggrund wird die hl. Religion nicht müde, uns vor Augen zu stellen. — (Schluß folgt.)
Unsere schlechte Valuta, d. h. der tiefe Stand des deutschen Geldwertes hat natürlich für uns die nachteiligsten Folgen, aber auch spassige Dinge kommen dabei vor. Da las man letzthin, daß ein Deutscher bei einem Aufenthalt in Holland aus irgend einem Grimde zu 25 Gulden Strafe verurteilt wurde. Das waren damals 100 Mark. Jetzt stellte sich heraus. daß die Bestrafung zu Unrecht erfolgt war. Er bekam deshalb feie 25 Gulden zurück. Dafür gab ihm jetzt die Bank bei der Umwechslung 1000 Mark. Der Mann hatte also durch seine Verurteilung und vorläufige Bestrafung 900 Mark verdient.
Heiteres aus dem Helfferich-Prozeß. Den Zuhörer- raum in Moabit ziert ein Kranz deutschnationaler Da- men. Wenn in den Aussagen Erzbergers etwas über chren Horizont geht, pflegen sie zu lachen. Wahr« scheinlich, um sich dankbar zu beweisen für die Eins, trittskarten die man ihnen verschafft. Schon mehr denn einmal hat der Vorsitzende bei solchen Kundgebun. gen darauf hingewiesen, daß das Publikum das über, flüssigste Element der Verhandlung sei, rind daß er bei Wiederholungen von seinem Hausrecht Gebrauch machen werde. Erzberger selbst hatte bis heute dem oft boshaften Gelächter der ihm so übel gesinnten Das. menwelt keine Beachtung geschenkt. Als aber dieser Tage bei einer seiner Antworten wiederum im Zu. schahuerraum gelacht wurde, sprach er davon, daß eS anscheinend noch immer Gänse gäbe, die durch ihr Ge. schnatiter das Kapitol zu reihn glaubten. Nach dieser Bemerkung hatte allerdings der Ncichsfiuanzminisier die Lacher auf seiner Seite.
Eine sonderbare „Entfettungskur" machte kürzlich eine Frau am Hauptbahnhof in Aschaffenburg durch. Kommt da eine kugelrunde Madame daher und windet sich so vorsichtig durch die Perrousperre durch, daß man annehmen konnte, sie habe etwas Zerbrechliches bei sich. Die findigen Kontrolleure hatten Zlveifel an der Natürlichkeit der Wohlbeleibtheit der Gnädigen und er. suchten diese, mit in den Dienftraum zu kommen. Dort wurde nun das behäbige Weibchen als eine Hamftvrin entlarvt, die ihren Körper ringsherum mit festen Buti. terwecken bepackt hatte und diese offenbar nach Frankfurt schmuggeln wollte. Nachdem ihr die gehörige Por. tion Fett auf schmerzlose Weise herausgenommen war, zog sie erleichtert und betrübt fürbaß ihres Weges.
123 000 gewerbliche Existenzen sind nach einer Mitteilung im bay. Landtag in Bayern während deS Krieges zugrunde gegangen.
Zeitgemäß. „Schau nur, wie nobel die leben I Das müssen doch recht ordinäre Leute sein."
Galgenhumor. „Die Papierpreise steigen fortwährend." — „Dös is scho red# — auf die Weis' kriegt unser Papiergeld ca' no' an W^ert."
Schauspieler, in die Szene rufend: „Ein Pferd, tin Pferd; bringen Sie mir ein Pferd!" — Summe von der Galerie: „Tut's ein Esel nicht arwh?" — Schauspieler: „Jawohl, kommen Sie nur herunter!" " Ein Bauer fährt in die Stadt, geht dort zu einem Optiker und will eine Brille kaufen. „Weitsichtig ober kurzsichtig?" fragt der Optiker. „Na, na!" meint der Käufer, „scho' durchsichtig!"
Naiv. Barer: „Es ist unglaublich in einem Monat verbrauchst vu mehr Taschengeld, als ich das ganze Jahr hindurch erhalten habe." — Cohn, (Student): „Ja, Vater dafür kann ich doch nicht! Darüber mußt du dich mit Großvater auseinandersetzen."
Aus der Gegenwart. „. . . 40 Entführungen, 33 schwere Einbrüche 47 Diebstähle 25 räuberische klebe r- sälle, 27 Morde '. . ." — „Hören Sie auf! Das ist je eine entsetzliche Krimin lsta'stik." — „Bip ^ s^hr. das ist nur aus dem Inhalt des neuen NiesenfilmS. der im Stadtkino nächstens zur Vorführung gelangt."
Ein Fremder besuchte ein Irrenhaus und traf hier einen Menschen, an dem er iuch bei längerer Unterhaltung kein Zeichen von Wahnsinn bemerkte. Er fragte ihn also: „Wie sind Sie in dieses Haus Gchommen," — „Durch einen Wortstreit", erwiderte der Gefragte. — „Wieso?" — „Die Welt sagte, ich wäre toll; ich aber behauptete die Welt sei toll. Die Stimmenmehrheit besiegte mich." ,
St Iosenhs-Vsenntg.
Bei der Fuldaer Aktiendruckerei gingen ein:
Ung. I. M. u, K. z.E. 5. DeSgl. R. d. M. 60. Engsllielms. 8 D. 3. Burgbaun.N.d.M.2. Ung.N.b. M- 20. Kleinasien.Desgl.S. Ung. 3.&d.b. 1. 5. Hofbieber. R.d. M.20. BLÄenberg.DeSol ld. Ulde. Leser. 1. Lattenhos.Lesql.0.40. Rothemann. Z.E.d. v-W.5. Mem- los.3.D.5. BomLande.N.d.a?. 10. Lulda.J.e.A.S. Avs^bach. L E. d.I).J.20. Evabl. 3.E.b.b.I n A.4.DesglH.S.b. 13.Desgl.Z. E. d.b.J.40. Un«.®.b.I.b.S.u.w.W.b. 12. DesH&S.b.u.U2. Desgl. 3. E. d. 6.1 18. Desgl. R. b. M. 1. N. N. Z.E.d.h. J. 4. Leo- bou.N. b. M. 70. Lha-au. Desgl. 3. Vom Lande. S.J. b. t e. b. A. 3. Tbalau. N. d. M. 1. Desgl. 1. Ung. Desgl, 5. Rothemann. Desgl. 0.50. HoraS. Desal. 5. Flieden. Desgl. 2. Dosbrcbcr. Desgl. 3. Rothemann. U.w.E-1. Marbach. R. d.M.b. Dirlos.Desal. 5.